Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Ich schaue hier nur sporadisch rein, habe auch ein Stück zurück geblättert aber nichts gefunden:
Mich würde mal interessieren, ob es Zahlen gibt, wie viele akute Krankenhausaufenthalte es in den wieder aufgeflammten Seuchengebieten gibt?
Man hört immer nur von positiv Getesteten, aber wen hat es tatsächlich übler erwischt?
 
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HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Ich habe was von Zahlen im niedrigen 2stelligen Bereich gelesen. Viele positiv Getestete zeigen angeblich keine/kaum Symptome. Trifft es überwiegend Menschen außerhalb der Risikogruppen ist Freund Covid (wie wir schon länger wissen) recht harmlos.

Ein Übergreifen auf Risikogruppen ist aber im Landkreis Gütersloh recht wahrscheinlich, der Ausbruch wurde zu spät erkannt und die Durchseuchung scheint auch schon außerhalb der Tönnies-Belegschaft an Fahrt zu gewinnen.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Hallo Martin,

leider gibt es dazu keine gesonderte Übersicht. Es kommt auf die Stadt oder den Kreis an, welche Zahlen veröffentlicht werden. Üblich sind Infizierte, Todesfälle und die geschätzte Anzahl der Genesenen. Manche Kreise geben auch an, wie viele Menschen hospitalisiert werden mussten (das ist z.B. so auf der Webseite "meines" Landratsamts). Auf der Seite des Kreis Gütersloh habe ich jetzt dazu keine aktuellen Zahlen gefunden.
Das RKI berichtet in den täglichen Lageberichten (kommen immer gegen Abend raus) generell über Hospitalisierungen und die Belegung der Intensivbetten; auch, wieviele Menschen beatmet werden müssen. Da gibt es aber keine regionalen Unterscheidungen, das ist immer die Gesamtzahl.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Edit: hab doch was gefunden, die Zahlen sind allerdings vom 24.06.:

Im Kreis Gütersloh waren zum Stand 24. Juni, 0 Uhr, 2.054 (23. Juni: 1.952) laborbestätigte Coronainfektionen erfasst. Davon gelten 722 (23. Juni: 703) Personen als genesen und 1.311 (23. Juni: 1.228) als noch infiziert. Von diesen 1.311 Personen befinden sich 1.284 in häuslicher Quarantäne. Laut Auskunft der vier Krankenhäuser werden derzeit 27 Patienten (23. Juni: 21) stationär behandelt. Davon werden 5 Personen (23. Juni: 6) intensivpflegerisch versorgt und 3 Personen (23. Juni: 2) müssen beatmet werden. Im Kreis Gütersloh sind 21 Personen (23. Juni: 21) verstorben, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten.

Quelle:

Das gleiche müsste man jetzt im Kreis Warendorf und im Kreis Hamm abfragen
 
falconeye
falconeye kommentierte
wie viele akute Krankenhausaufenthalte
Im LK Gütersloh aktuell 4, keiner beatmet. In den Nachbarkreisen ist die Zahl 0-2.
Quelle: https://npgeo-corona-npgeo-de.hub.arcgis.com/app/3a132983ad3c4ab8a28704e9addefaba
(auf das DIVI Register ist das RKI richtig stolz, dachte, das kennen wir hier inzwischen alle ;) - das dient vor allem den Ärzten, wohin sie ihre Patienten schicken sollen ...)

Die meisten schweren akuten Covid Fälle hat immer noch München: 13, davon 11 beatmet. Es dauert ca. 2 Wochen nach Infektion bis zur Hospitalisierung schwerer Fälle. Daraus darf man grob schliessen, dass es vor 2 Wochen nicht mehr als 100 - 1000 Infizierte (inkl. Dunkelziffer) gab, je nach Demographie.
 
Zuletzt bearbeitet:
AnjaC
AnjaC kommentierte
Ich finde das DIVI-Register auch klasse, nur bietet es für Gütersloh leider keine vollständige Übersicht. Da sind nämlich nur 3 von 7 Krankenhäusern eingetragen. Deshalb differieren auch unsere Zahlen (s.o. 3.881.3).
Der Artikel, aus dem ich zitiert hatte, hat übrigens die Überschrift "32 Infizierte in der allgemeinen Bevölkerung". (Datenstand 24.6. : Uhr) Tags zuvor waren es 24, wenn ich es recht erinnere. Gestern Abend hieß es in den Medien, bei all den freiwilligen Tests in der Bevölkerung sei bisher keine einzige Infektion nachgewiesen worden. Da passt doch was nicht zusammen, oder bin ich begriffsstutzig?
 
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Die Medizinische Universität Innsbruck veröffentlichte heute in einer Pressemitteilung Ergebnisse von Antikörpertests unter der Bevölkerung von Ischgl:

1.473 Bewohner und Bewohnerinnen von Ischgl (das sind 79%) ließen sich testen. Die zentrale Erkenntnis:

"Die Seroprävalenz (Antikörper gegen SARS-CoV-2) der StudienteilnehmerInnen von Ischgl liegt bei 42,4 Prozent (bei Kindern unter 18 Jahren: 27%). (...) Der Anteil der seropositiv Getesteten liegt damit etwa sechs Mal höher (bei Kindern zehn Mal höher) als die Zahl der zuvor mittels PCR positiv getesteten Personen, die Rate der offiziell gemeldeten Fälle beträgt damit nur 15 Prozent der de facto Infizierten."

Außerdem: " Im Fokus der Studie stand außerdem die Anwendungssicherheit der Testverfahren zur Feststellung von Antikörpern. "

Ein Video dazu:


Quelle:

 
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AnjaC
AnjaC kommentierte
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häuschen
häuschen kommentierte
Pressemitteilung vom 13.06. :sleep:

Wär da was dran, wären meine Fraport-Aktien schon längst gestiegen.
 
Gestern, also rund eine Woche nach dem Tönnies-Ausbruch, sollen im Kreis Gütersloh etwa 2000 Menschen getestet worden sein, die nicht zu den Tönnies-Beschäftigten gehören. Der Kreis hat rund 300.000 Einwohner, da sind 2000 Menschen weniger als 1%. :wut:

Bei Lanz meinte der Landrat von Warendorf, dass er nun recht großzügig testen lässt, obwohl nicht klar ist, wer letztendlich die Kosten für die Tests übernimmt, NRW, oder der Bund, der Landkreis kann das nicht finanzieren.

Kann es wirklich sein, dass noch immer flächendeckendes, präventives Testen durch Kosten limitiert wird?
Hat sich der Jens noch immer nicht 2-4 Mrd. € vom Olaf für Testkosten überweisen lassen?
Ist das Geld wirklich knapp? - Die EU will gerade Aufbauprogramme von 1350 Mrd. verteilen (primär an die "Südstaaten"), von denen Deutschland mit einem Anteil von 27% haftet. Aber beim Testen, vor allem von neuen Clustern, ist die Kostenfrage noch immer nicht geklärt. :wut:
 
falconeye
falconeye kommentierte
Kann es wirklich sein, dass noch immer flächendeckendes, präventives Testen durch Kosten limitiert wird?
Ich denke nicht, dass Kosten die Tests limitieren. Die 2000 in Gütersloh sind mir auch viel zu wenig, das müssten mindesten 15x soviele werden. Aber der Besuch der Teststationen ist ja freiwillig, vermutlich müsste die Gemeinde ein Freibier drauflegen ... ;)

In Ischgl haben übrigens 40% der Einwohner Antikörper. Da hätte ein Test eines winzigen Teils der Bevölkerung das schnell aufgedeckt. Also, ganz nutzlos ist es nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye
falconeye kommentierte
P.S. Bei mir im LK im Süden Münchens gab es eigentlich keine Fälle mehr. Jetzt hat man präventiv alle Pflegekräfte durchgetestet und doch noch 6 gefunden (asymptomatisch) ... Jetzt werden alle Heimbewohner und ambulant Versorgten getestet.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

Genau, es geht um freiwillige Tests. Ich persönlich würde mich nicht ohne Grund (z.B. Urlaubsreise, für die ein negativer Test Voraussetzung ist) testen lassen. Was hilft ansonsten mir der Test, wenn er negativ ausfällt? Ich weiss dann nur, dass ich am Tag des Tests nicht infiziert war. Mehr nicht. Ich könnte mich ja gleich nach dem Test infiziert haben.
Deshalb würde ich abwarten, bis flächendeckende Tests kommen.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Momentaufnahme von heute, Tatort Raum Wien.

Besuch beim Arzt direkt in einer Stelle der ÖGK (Österreichischen Kranken Kassen). Erstaufnahme. Fiebermessen, Maske, Desinfektionsmittel. Einer Dame wird erklärt, warum es keinen Sinn macht, eine Maske locker unter der Nase hängen zu haben. "Aber das ist so unbequem." Wurscht, Maske rauf! (Wahrscheinlich genau bis zum Lift, ich habe nicht nachgesehen.)

Nächste Station Rezeption vor dem Arzt. Drei Mitarbeiterinnen. Zwei haben die Maske korrekt aufgesetzt, die dritte zupft an ihrem Maskenfragment unter der Nase herum. Der Rest der Maske schützt auch nicht, denn geschätzte zwei bis drei Zentimeter vor dem Gesicht. Ich bin nicht erfreut.

Zur Terminvereinbarung mit mir nimmt sie zum Sprechen die Maske überhaupt unters Kinn. Ich gebe ihr Bescheid, sie könne die Maske meinetwegen ruhig oben lassen, ich würde sie auch so verstehen. "Aber das ist so ungut." Geht's noch? Ich bin in einer der obersten Gesundheitseinrichtungen des Landes.

Der Arzt selbst hat wieder eine Maske korrekt aufgesetzt. Passt, wen ich nicht schon zuvor infiziert wurde.

Danach soll ich meine Frau beim Zahnarzt abholen. Masken? Ja, geben tät's die dort grundsätzlich schon auch... Aber man ist doch unter Freunden, oder? Den Rest erspar ich mir jetzt.

Weg von der Gesundheitsvorsorge zu IKEA. Ja, häuschen, ich bin noch nicht ganz fertig mit einrichten. Aber bald. Überraschung! Bei IKEA wär e keine Maskenpflicht, die meisten Kunden tragen auch keine. Aber das Personal trägt, Vorschrift oder nicht, beim Kundenverkehr Masken - und sogar korrekt. Respekt! (Das war jetzt doppeldeutig. Absichtlich.)
 
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Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Warum soll es in OE besser sein als in DL? :mad:
 
ernst.w
ernst.w kommentierte

Meine Momentaufnahmen sind keine Vergleiche mit irgendwas oder irgendwo. Sie sind Momentaufnahmen aus einem Gebiet, das in der Wahrnehmung deutscher Foren meist eher unterrepräsentiert ist. Wir sind (aus meiner persönlichen Sicht Sicht) weder besser noch schlechter als die Menschen anderer Länder. ;)
 
Warum soll es in OE besser sein als in DL? :mad:
Warum nicht?
Was man hier so von einigen liest, ist DL so ziemlich das Schlimmste, was man sich vorstellen kann.
Das wird alles ganz böse enden hier:eek:.
 
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häuschen
häuschen kommentierte
Wir sind die Nation der stillen Kopfschüttler. Drum habens auch so Viele am Nacken, weil sie bei jeder noch so kleinen Verfehlung echauffiert den Kopf schütteln mögen, wenn möglich mit Publikum.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte

Die letzte 10 Tage waren schon ziemlich krass. Ich fasse mal zusammen: Tönnies, Wiesenhof, Stuttgart, Göttingen und Wirecard - da darf man auch mal mit dem Kopf schütteln. ;)
 
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Fraenker
Fraenker kommentierte

Ich erinnere mich gerade an den Mecker-Balkon aus der Muppets-Show:rolleyes:.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
" Was man hier so von einigen liest, ist DL so ziemlich das Schlimmste, was man sich vorstellen kann. "
Das sehe ich anders. Es ist aber doch nur natürlich, dass wir unsere eigenen Situation in D, OE und CH hier deutlich mehr im Fokus haben, weil sie uns direkter betrifft. Ich denke mal, mit den entsprechenden Sprachkenntnissen kann man in anderen Foren ähnliche Threads lesen - natürlich ist davon keiner so toll wie unserer hier ;)
 
Update 27.6.2020

DE w/o Tönnies
New Cases 26.06.2020: 617
Weekly average: 443
7 day incidence: 3,8
Rt: 1,04 (0,87 - 1,26)
Forecast 24.07: 1827 (428 - 7802)
Alert Value A: 0,55 high risk


Screen Shot 2020-06-27 at 15.40.27.png

Dies ist eine Auswertung für Deutschland OHNE Tönnies. Ich habe die JHU-Zahlen für Deutschland um die RKI-Zahlen für die LK Gütersloh, Warendorf und Hamm bereinigt (1743 Fälle). Die RKI-Meldungen für den LK Gütersloh entsprechen hinreichend genau der Quelle:


Dennoch sieht die Auswertung für DE einen leichteren Ausbruch auch jenseits des Tönnies-Clusters. Das geglättete 7-Tages Mittel neuer Fälle in Deutschland ist zuletzt auf 400-440 geklettert (ohne Tönnies!), nachdem es (am 12.6.) schon auf 220 gefallen war. D.h., die Fallzahlen in Deutschland haben sich, unabhängig vom Tönnies-Vorfall, zuletzt wieder deutlich erhöht! Dieser Trend wurde inzwischen gebrochen, aber die Konsequenz ist trotzdem, dass wir nun, Ende Juni, da stehen, wo wir Ende Mai schon einmal standen. 1 verlorener Monat der Vorbereitung auf den Herbst.
 
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falconeye
falconeye kommentierte
Germany
New Cases 26.06.2020: 665
Weekly average: 534
7 day incidence: 4,5
Rt: 0,91 (0,76 - 1,10)
Rt (RKI 26.6.): 1,02 (7-Tagemittel); 0,57 (4-Tagemittel)
Forecast 24.07: 1662 (389 - 7100)
Alert Value A: 0,34 high risk

Screen Shot 2020-06-27 at 14.55.58.png

Dies ist die Auswertung ohne Sonderbehandlung des Tönnies-Falles. Das Containment des Tönnies-Falles lässt die aktuelle Lage etwas positiver erscheinen, als sie es in Gesamtdeutschland tatsächlich ist.
 
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falconeye
falconeye kommentierte
France, Spain, Italy, Austria, Poland: moderate risk
UK, Switzerland: high risk
USA, Sweden, Brazil, India: very high risk
South Korea, Thailand: very low risk
 
Israel
New Cases 26.06.2020: 400
Weekly average: 352
7 day incidence: 27,7
Rt: 1,33 (0,47 - 3,79)
Forecast 24.07: 3064 (1 - 10116755)
Alert Value A: 0,98 high risk

Screen Shot 2020-06-27 at 15.18.12.png

Aktuell viel diskutiert: Israel nähert sich einer 2. Welle (noch bleibt A unter 2)
 
Kommentar
Hallo,

ich gehe davon aus das hier die meisten die Corona App installiert haben.
Es würde mich interessieren ob schon jemand eine Warnmeldung bekommen hat.
Gibt es eine Quelle wo man sehen kann wieviele Warnmeldungen es insgesamt gab?
 
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falconeye
falconeye kommentierte
Bei 13.3 Millionen Downloads (am 26.6.) und 440 Neumeldungen pro Tag (ohne Gütersloh), erhalten ca. 70 App Nutzer täglich ein positives Ergebnis. Sagen wir mal, 60 davon aktivieren ihre Alarmkette, dann sind das bisher (11 Tage) max. 660 Alarmketten. Bei im Mittel 4 neuen Kontaktpersonen täglich (>10min etc.) wären das 4*5.5*16% oder 3.5 App User per Alarmkette (16% ist der App-User Anteil). Insgesamt also gut 2000 App User. Oder 1/6600 App Usern. Sobald dieser Thread 5000+ Teilnehmer hat - und alle mit App, wird hier auch jemand, „ja ich“ schreien ;)

D.h. aber nicht, dass die App nichts nutzt. Wenn sich 1/3 der 2000 tatsächlich infiziert haben und deshalb 50% davon sich früher isolieren, wurden dadurch vielleicht schon 300 Infektionen vermieden ... (das wäre ein Effekt auf R von ca. -0.02 - die tatsächlichen Zahlen wären i.d.T. ganz interessant.)

P.S. Die Rechnung setzt voraus, dass die meisten nicht Dutzende oder Hunderte neue Menschen täglich kennenlernen. Ich weiss, es gibt da Ausnahmen, speziell im Urlaub ;)

P.S.2.
Die App erkennt keine SSEs (Superspreading Events). Es wäre aber cool, wenn dies nachgerüstet werden könnte: Aufenthalt in einem Raum mit einem Infizierten, für >20min, in <30min Abstand. Der Raum könnte per Abstand und WLAN-SSID/WLAN-Signalstärke bestimmt werden. Aus Datenschutzgründen wurde die WLAN-Erkennung aus der App wieder entfernt.
 
Zuletzt bearbeitet:
W
Wolfy54 kommentierte
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Ich hab die App installiert schalte das Tracking aber nur an wenn ich einkaufen gehe z.B. nicht wenn ich spazieren gehe auf Feldwegen oder zu Hause.
Hab den Eindruck sie saugt die Batterie schneller leer.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte


Die App benötigt bluetooth. Damit verbraucht sie natürlich mehr Energie als ohne. Bei mir macht sich das nicht bemerkbar, da bluetooth immer eingeschaltet ist (Freisprechanlage im Auto).
Darüber hinaus benötigt die App natürlich auch für die eigene Funktion Energie (ständiges Scannen nach anderen bluetooth-Signalen). Bisher (12 Tage) habe ich aber keinen Anstieg bemerkt. Der Mehrverbrauch sollte sich also in Grenzen halten.
 
W
Wolfy54 kommentierte
Sorry, mir ging es nicht um den Stromverbrauch sondern darum ob es bereits Warnmeldungen gab.
 
Warum nicht?
Was man hier so von einigen liest, ist DL so ziemlich das Schlimmste, was man sich vorstellen kann.
Das wird alles ganz böse enden hier:eek:.

Es ist schon erstaunlich, wie du einen einfachen Vergleich OE/DL völlig überinterpretierst.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

Falls das an mich gerichtet ist: Ich bitte um Nachsicht, da ich Funkamateur bin und nicht in Deutschland lebe, sondern in DL und nicht in Spanien Urlaub mache, sondern in EA, oder OE, I, EI, G usw. ;) Ick jelobe Verbesserung
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Also, ich hab dich einwandfrei verstanden, 59+ :ROFLMAO:
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Ich steh auf dem DL Schlauch :eek: und muss wohl dumm sterben ;)
 
Kay
Kay kommentierte
AnjaC
AnjaC kommentierte
DL Deutschland, OE=Österreich ;)
 
Gestern Abend begann mein Urlaub in Kärnten mit gleichzeitiger kompletter Abschaffung der Maskenpflicht.
 
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HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Dein Zeitfenster könnte passen, recht geringe Infektionsgefahr und geringe Einschränkungen. Das kann in 4 Wochen schon wieder ganz anders aussehen.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Schönen Urlaub, Frank
 
Kay
Kay kommentierte
Schick mal soon paar Knipsugrafien rüber ! :144: ... und viel Spaß in der Fremde !
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
Danke
 
In Bayern gibts ab Juli kostenlose Corona-Tests für jeden...

Ich bin mir noch nicht sicher, was ich davon halten soll. Der eine oder andere Dunkelziffer-Fall wird dabei wohl entdeckt werden, aber letztlich bleibt es doch eine unvollständige Momentaufnahme, solange nicht jeder verpflichtend mehrfach getestet wird und Reisefreiheit in fast ganz Europa herrscht...
 
falconeye
falconeye kommentierte
Na und? Bei HIV ist es genauso und da gibt es gute Antikörper Selbsttests - zum Glück!
So ein Rachenabstrich ist nicht „so schwer“ und oft wird auch in den Testzentren nicht richtig abgestrichen. Zum Glück ist das Virus meist trotzdem nachweisbar.
 
häuschen
häuschen kommentierte
Mich wundert grad, dass man immun gegen HIV sein kann. Das Thema ist allerdings seit vielen Jahren nicht mehr soooo interessant für mich ;)
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Ich hatte vor 14 einen heftigen Schnupfen und Halsschmerzen, danach brutale Kopfschmerzen aber kein Fieber.
War beim Hausarzt und wollte einen Test - abgelehnt - kann kein COVID19 sein - hier in Bayern.
Ich will im Juli mit dem Caravan nach Suedfrankreich - im Drome - sind derzeit null Faelle - und haette schon gern gewusst ob ich evtl. eine Infektion bereits hatte und mich sicherer fuehlen kann - Schutzmassnahmen wuerde ich natuerlich weiter beherzigen.
 
markusm1000
markusm1000 kommentierte
hansolo22
hansolo22 kommentierte

Naja, das sehe ich ein bischen anders.
Es gibt ja auch Menschen in meinen Alter die eine Infektion hatten und kaum oder nur geringe Symptome - kann doch bei mir auch so gewesen sein.
Mir erschliesst sich nicht so recht wie ich mir mit Maske und Abstand einen Lappalien Coronavirus einfangen kann und SARS-COV2 nicht, kann natuerlich alles reiner Zufall sein...
 
Alles, was ein Mehr an verfügbaren Informationen ermöglicht, ist erstrebenswert. Dazu gehört selbstverständlich auch eine Verbesserung der Einschätzung der Dunkelziffer. Auch eine Momentaufnahme der momentanen Dunkelziffer ist selbstverständlich eine Wissensvermehrung, das steht für mich außer Frage.
Wenn zur Zeit aufgrund einer unklaren Finanzierung nur zögerlich getestet wird, ist das nur ein Armutszeugnis.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
Mich erreichte die folgende Frage:
Bist du nicht mittlerweile auch überrascht, wie wenig Todesfälle es in Ischgl und bei Tönnies gegeben hat, im letzteren Fall gar bislang gar keinen, bei 2 Beatmungsfällen und ca. 1500 postiv Getesteten?
In Ischgl angebliche Durchseuchung der Einheimischen von 40% und darunter kein oder ein Todesfall, bei 1600 positiv Getesteten?
Da ich nicht tiefer recherchiert habe, stimmen die Zahlen im Detail vielleicht nicht, aber der grobe Eindruck ist für mich ganz anders, als zu Beginn der Krise.
Zur App:
Je nach Spezifität der Testverfahren wird man bei geringer Ausbreitung der Erkrankung doch irre hohe Fehlalarme produzieren, oder?
S.a. https://www.aerzteblatt.de/archiv/214370/PCR-Tests-auf-SARS-CoV-2-Ergebnisse-richtig-interpretieren
Auf den ersten Blick schon. Aber nicht auf den zweiten Blick. In Epizentrum Heinsberg gab es bis zum Schluss auch „nur“ 8 Tote.

Der Punkt ist: Die IFR (und bei Massentests wie Tönnies oder Ischgl erfasst man ja die IFR) ist bis ca. 50J sehr klein und zunächst infiziert sich nur diese Gruppe. Hinzu kommt, dass bis zum Tod knapp 3 Wochen vergehen, die sind bei Tönnies bisher nicht verstrichen. Und ein funktionierender Lockdown verhindert, dass andere Altersgruppen erreicht werden, das wird in Ischgl passiert sein.

Das ist das Fiese an so einer Epidemie ... es entsteht lange kein Gefühl der Gefahr, bis es plötzlich zu spät ist und alle wie die Fliegen umfallen. Das war schon im Mittelalter das Problem. Die moderne Wissenschaft (PCR Tests) hilft uns aber nun, auch, wenn das subjektive Gefühl immer noch trügt. Andererseits genügt mir ein Blick auf die Situation in Florida etc., um meinen groben Eindruck nachzuschärfen ;)

Zu den Tests: Aktuell haben wir 1.4% positive Tests. Die 0.8% falschen Positives (falls die nicht ohnehin nachgetestet werden, z.B. bei Pooltests) sind da doch nicht schlimm: bei einem Alarm hat man sich ja i.d.R. dennoch nicht angesteckt. Je mehr Kontakte jemand hat, je höher die Chance auf einen Fehlalarm. Da kann ein Test „zuviel“ ja wirklich nicht schaden. Die App sollte wirklich jeder nutzen, bei der augenblicklichen Lage werden ohnehin kaum Leute alarmiert. Und wenn man dann doch mal alarmiert werden sollte, ist dies auch bei einem Fehlalarm nützliche Info.
 
Zuletzt bearbeitet:
AnjaC
AnjaC kommentierte
@mfey Noch was anderes: hast Du die Zustimmung der beiden Autoren der oben zitierten Kommentare, ihre Texte hier in Gänze zu veröffentlichen? Ich mache mich derweil schon mal auf die Suche nach den Originaltexten und ersetze dann, falls möglich, den Kompletttext durch einen Link.

Erst danach kann und möchte ich gerne mich auch inhaltlich mit Deinem Posting auseinandersetzen.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Ich habe die Vollzitate durch Link zu den Ursprungskommentaren ersetzen müssen. Es sollte aber dennoch durch die Titelzeilen weiterhin klar sein, welche Kommentare gemeint sind.
 
mfey
mfey kommentierte

Ich habe auch geschrieben, dass ich mir das nicht vorstellen kann, dass du absichtlich gelöscht hast.
Vielleicht ist etwas beim upload schiefgelaufen.
Der verschwundene Kommentar war unter https://www.nikon-fotografie.de/com...egen-coronavirus-abgesagt.295040/post-2765140
gepostet, was ich dann eben durch Kopien von KOmmentaren im öffentlich lesbaren Teil des Ärzteblattes ersetzt habe, da diese mein umfangreiches verschwundenes posting am besten wiedergegeben haben. Es wäre mir neu, dass man bei Zitaten aus öffentlich frei zugänglichen Quellen, das Einverständnis der anonymisierten Kommentatoren braucht. Reinschreiben können da nur angemeldete Ärzte, lesen kann das m.W. jeder. Zumindest habe ich mich nicht anmelden müssen.
Du hast ja auch nun den direkten link gefunden, dann ist es ja nun wohl ok?
 
falconeye
falconeye kommentierte
Ich melde mich doch noch einmal zu Wort.

Ich würde gerne zwischen der Kritik an sich, und ihrer Relevanz, unterscheiden.

Der verlinkte Artikel ist nicht zu beanstanden, die Kommentare gehen auch in Ordnung, obwohl sie jeweils einseitig sind. In Kurzform: Ja, ein positivrs Testergebnis bedeutet in vielen Fällen nicht, dass man infiziert oder infektiös ist. Das war allerdings schon immer klar. Auch eine Warnung der Corona Warn App bedeutet natürlich nicht automatisch, dass man infiziert ist. Darum heisst sie ja auch Warn-, und nicht Alarm- oder Melde-App ;) Wer vor Gefahren nicht gewarnt werden, oder vor allem andere nicht warnen will ... nun gut ;) Gemeinhin gilt das als unsozial.

Aber es ist völlig irrelevant.

Denn die falschen Positives bzw. App-Fehlalarme sind ein Kollateralschaden. Schaden natürlich. Aber winzig im Vergleich zum Schaden der sonst nötigen Maßnahmen, um die Epidemie in Schach zu halten. Bzw., wenn man dies aufgibt, zum Schaden der dann hundertfach+ häufigeren echten Positives.

Mit anderen Worten: Das häufige Testen ist schlicht alternativlos. Eine Kritik daran nur sinnvoll, wenn man Testungen beschreibt, die die Trefferquote erhöhen. Das wurde aber von keinem der Kritiker geleistet. Da kann man auch gleich kritisieren, dass es noch immer keinen Impfstoff gibt oder keinen Lackmustest morgens beim Zähneputzen. Also ... erst mal besser machen ...
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Da ist dann wohl wirklich was beim Absenden Deines Kommentars schief gelaufen. Gelöscht habe ich jedenfalls nichts. Wär nur nett, bevor Du sowas in die Welt setzt und hier wieder einige "Zensur" schreien, dass Du ggf privat nachfragst, denn wenn ich was lösche, informiere ich IMMER den Autor darüber. Hast Du also keine Info bekommen, habe ich auch nichts gelöscht.
Zitate sind als Zitat (=Auszug) möglich, nicht als komplette Textkopie. Da ist es auch egal, ob Ärzte den Text geschrieben haben oder wer auch immer. Durch das Ersetzen mit dem Link ist das jetzt in Ordnung.
 
Photo+Adventure flaschenpost teilte gestern Abend per E-Mail mit, dass die Vorbereitungen für der Ersatztermin der p+a am 10./11.10.2020 auf Hochturen laufen. Lassen wir uns überraschen.....
 
4 Kommentare
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
Moin "Flaschengeist"
ja lassen wir uns überraschen....
würde mich freuen wenn es klappt,
da aber alle Großveranstaltungen noch bis ende Oktober nicht zugelassen sind,
sehe ich die P&A noch nicht in "trockene Tücher"
zumal es mir noch nicht klar ist, wie sie das mit Abstands- Hygienevorschriften
und eine evtl. Nachverfolgung wer mit wem Kontakt hatte regeln wollen ....
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

Moin Kurt,

trockene Tücher sehe ich auch nicht.
Die Umsetzung der Corona-Maßnahmen sind natürlich schwierig. Trotzdem hoffe ich, dass es klappt. Es sind ja noch mehr als 3 Monate bis dahin.
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
Moin Georgie
klar hoffe ich auch das es klappt,
sehe aber "in den erst in 3 Monaten" den evrl. Knackpunkt,
Dann ist die Ferienzeit vorbei und die ganzen "Virenfänger" sind aus dem Urlaub zurück;)
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
mmhhmm... ja das kann sein
 
Bei uns geht es derzeit rund: gestern 89 (edit: es sind schon 119!) neue Fälle, heute schon 100. Cluster in Oberösterreich und Salzburg. Veranstaltungen einer rumänischen Pfingstgemeinde in einem Raum für max. 38 Menschen, bummvoll. Rotariertreffen in geschlossenem Raum ohne die berühmten Babyelefanten. Eh klar, ist ja alles nicht so wild, oder? :mad:

Seit Mitte April hatten wir keine solchen Zahlen mehr.
 
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2 Kommentare
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Ich bin der Meinung wer solche Veranstaltung abhaelt oder dort teilnimmt und die Regeln missachtet soll blechen und zwar kraeftig.
Mindestens die Kosten der Tests und weitere Folgekosten oder saftige Bussgelder.

Wenn ich in Austria 180 fahre und jemand schaedige oder er in Folge stirbt ist das ohne Konsequenz??

Die meisten dieser Sorg- oder Hirnlosen verstehen den Griff in den Geldbeutel besser als jede Belehrung.

Auch 4 Woche Fuehrerscheinentzug wuerde Wunder bewirken.
 
ernst.w
ernst.w kommentierte
Nachdem bei uns immer wieder von Offizieller Seite nachkorriegiert wird, die derzeit aktuell veröffentlichten Zahlen für gemeldete Neuinfektionen in Österreich:
24.06.: 33
25.06.: 48
26.06.: 63
27.06.: 64
28.06.: 45
29.06.: 106
01.07.: 92
02.07.: 81

In Linz schließen derzeit wieder einige Schulen und Kindergärten. Die Mitglieder der auslösenden kirchliche Gemeinschaft sind fast durchwegs sehr kinderreiche Familien, die die Infektionen bereits in Schulen und Kindergärten getragen haben. Die Arbeitsplätze der infizierten Mitglieder werden eben getestet und nötigenfalls ebenfalls geschlossen. In Salzburg (Ratarier) scheint die Lage unter Kontrolle, zumindest hört man derzeit nichts Gegenteiliges.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zu den Tests: Aktuell haben wir 1.4% positive Tests. Die 0.8% falschen Positives (falls die nicht ohnehin nachgetestet werden, z.B. bei Pooltests) sind da doch nicht schlimm: ....

Es kann sehr schlimm werden, wenn falsch Positive auf Kreuzreaktionen mit anderen Corona-Viren beruhen.

1) PCR-Tests haben eine hohe Spezifität, wenn man Primer richtig auswählt und diese mit einem sehr stringentes Annealing-Protokoll kombiniert. Testbedingt sollten so falsch Positive mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,999% auszuschließen sein. (Dafür würden dann falsch Negative Ergebnisse ansteigen).

2) Wie @mfey schön dargestellt hat, sagt ein positiver PCR-Test noch nichts über die Infektiosität des Getesteten aus. Aber das ist erst der zweite Schritt, zunächst sollte man die Wahrscheinlichkeit von falsch Positiven reduzieren.

3) Falsch Positive treten überwiegend durch Fehler beim Abstrich und durch Verunreinigung während der Probenvorbereitung im Labor auf. Beide Fehlerquellen lassen sich nur eingeschränkt reduzieren. Ein weiterer Grund für falsch Positive sind zu kurze Primer, falsch ausgewählte Primer und ein nicht spezifisch angepasstes Temperaturprofil (es geht um den Annealing Vorgang bei der PCR). Dann könnte es zu Kreuzreaktionen mit anderen Coronaviren kommen.

4) Ich habe mich in den letzten Tagen mit dem Thema etwas näher beschäftigt und bin ziemlich überrascht. Es gibt verschiedene Hersteller für RT-PCR-Test zum Nachweis des Wuhan Virus und die Hersteller nutzen unterschiedliche Primer und unterschiedliche Temperaturprofile. Will man eine hohe Spezifität, so sollte dieses eigentlich nicht möglich sein. Heißt also, die verschiedenen Tests werden unterschiedliche Kreuzreaktionen zeigen. Drosten selbst hat im Podcast vom 18.03. sogar zugegeben, dass seine Primer auch mit SARS1 kreuzreagieren würden, wohl auch mit einem Kamelcoronavirus und möglicherweise mit anderen Coronaviren. Damit ist (zumindest theoretisch) mit Kreuzreaktionen und falsch Positiven zu rechnen.

5) Wir sollten uns in Erinnerung rufen, dass es neben dem jetzigen SARS2 Virus, vier weiter Husten/Schnupfen-Coronaviren beim Menschen gibt, zudem gab es MERS und SARS1. Weiter gibt es einige Coronaviren bei Haustieren (Hund, Katze) und bei Schlachttieren, z.B. ein Coronavirus beim Rind, welches Durchfall verursacht. Und dann gibt es noch Hunderte von Coronaviren bei Wildtieren, Ratten, Fledermäuse, Schlangen, usw. usw.

Viele Hundert Corona-RNA-Genome sind bereits sequenziert und in Datenbanken abrufbar. Man kann also sehr spezifische Primer konstruieren, so dass es quasi keine Kreuzreaktionen mit anderen Coronaviren gibt. Der Drostentest scheint diese hohe Spezifität nicht zu haben und Drosten scheint das zu wissen.

6) Nehmen wir mal an, dass der Drostentest bei normalen Reihentestungen auf eine Spezifität von 99,9% kommt (so gut ist er wahrscheinlich nicht), dann wäre das rein statistisch ein falsch Positiver auf 1000 getestete Personen. Testet man proaktiv und präventiv und macht 1 Mio. Tests/Monat, dann wären das immerhin schon 1000 falsch Positive, jeden Monat.

Zeigt dieser Test aber erhöhte Kreuzreaktionen mit Haus- und Schlachttieren, dann gäbe es bei Haustierbesitzern, bei Bauern, bei Arbeitern in Schlachthöfen, etc. statistisch sehr viel mehr falsch Positive. (Das könnte ein Grund sein, warum es in so vielen Schlachthöfen hohe Infektionsraten gibt, aber nur wenige Erkrankungen, oder Tote).

7) Was sollten die Konsequenzen sein?

Wir brauchen zwei PCR-Tests mit definierten Primern (weltweit) und mit unterschiedlicher Spezifität. Zunächst testet man mit einem weniger spezifischen Test, um möglichst viele fasch Negative auszuschließen. (Möglichst viele Infizierte werden auch positiv getestet). Dieser Test lässt sich auch für Pooltest von 5 Proben nutzen. Alle Positiven müssen danach mit einem stringenteren Test (mindestens 4 Primer -Nachweis von zwei verschiedenenSARS2 RNA-Abschnitten und sehr stringentes Temperaturprofil) nachgetestet werden um fasch Positive zu eliminieren.

Das Nachtesten mit einem spezifischeren PCR-Test bei den positiven Schlachthofarbeitern sollte eigentlich Standard sein. Ist es aber nicht. Warum nicht?

8) Ich war schon ziemlich irritiert, dass das RKI Obduktionen bei Verstorbenen an/mit SARS2 für nicht sinnvoll hielt. Warum will man die tatsächliche "Gefährlichkeit" des Wuhan Virus nicht so genau wissen? Weiter irritiert es mich, dass es wohl relativ viele falsch Positive gibt und man diese nicht durch einen zweiten Test ausschließen will, obwohl es technisch möglich ist. - So wird das Wuhan Virus scheinbar infektiöser und tödlicher, als es möglicherweise ist. Will man die Bevölkerung bewusst ängstlich halten? (Cui bono?)
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Siehe meinen Beitrag zu - was ist der Sinn eines Suchtests - er wird bei Patienten mit Symptomen eingesetzt und nicht bei Gesunden oder der Allgemeinbevoelkerung.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte


Der SARS2-PCR-Test soll auch Infizierte (ohne Symptome) frühzeitig identifizieren, so dass sie die Krankheit nicht weiter verbreiten können.

Alles Weitere ist eine Werteabwägung: Wenn man natürlich der Meinung ist, dass der Schutz der Risikogruppen höchste Priorität hat, dann sind falsch Positive (die in Quarantäne geschickt werden) unbedeutende Kollateralschäden, so wie es auch viele andere Kollateralschäden gibt. Letztendlich hängt es von der Prioritätensetzung ab.
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte

Deswegen muss er maximale Sensitivitaet haben, es soll keiner verpasst werden.
Der Negative praediktive Wert soll gegen 100 gehen.
Heisst wenn NEGATIV dann wirklich = ANSTECKUNGSRISIKO AUSGESCHLOSSEN

Positiv = beobachten und mit Symptomatik behandeln und isolieren
 
falconeye
falconeye kommentierte

Die 0.8% habe ich irgendwo aufgeschnappt (vermutlich Kekulé) und müssen nicht stimmen. Die Zahl hängt am Labor und die veröffentlichen ihre Zahlen nicht (werden wohl stichprobenhaft erfasst). Arbeitet ein Labor perfekt, ist die Zahl kleiner, auch, wenn es praktisch nie echtes Virus sieht (“Neuseeland“).

0.8% wäre die Hälfte aller gemeldeten Fälle. Viel, aber immer noch besser, als die andere Hälfte nicht zu finden. Und vermutlich haben die Labore sich bei unserer aktuellen niedrigen Inzidenz (nur 1.4% positive Tests) was überlegt und sind aktuell deutlich besser, oder testen die wenigen positiven Proben klammheimlich doppelt. Das Problem möchten die in Texas bei ihren aktuell 20% positiven Tests sicher auch gern haben, wen jucken dort 0.8% False Positives ...
 
falconeye
falconeye kommentierte

Du musst dir wirklich kein Test Messfehler Szenario ausdenken, das selbst Top-Virologen ausschliessen.
 
Die "Drosten" Studie


Da diese Geschichte jetzt doch eine Welle schlägt, muss man sich dann wohl eine eigene Meinung bilden. Gott sei Dank ist die Studie selbst absolut trivial. Ich präsentiere euch hier daher einfach mal den Inhalt:

Quelle: https://zoonosen.charite.de/fileadm...s-of-SARS-CoV-2-viral-load-by-patient-age.pdf
(das ist die Version, die international diskutiert wird, es gibt unter einem anderen Link ein kosmetisches Update)

Das Paper hat nur einen Inhalt, die gefundene Viruslast als Funktion des Alters, inkl. Fehlerbalken/Bezugs-Samplegröße. Und eine unnötig ausschweifende Diskussion, sind halt keine Physiker, die Guten ;) Mein Posting hier wäre völlig ausreichend gewesen :)

Diese Viruslast als Funktion des Alters, logarithmisch und in Zehnergruppen für das Alter, gibt es im Paper bezeichnenderweise nur als Tabelle (Table 2), nicht als Chart. Ich hänge hier ein Chart an, das stammt allerdings von mir. Ihr werdet so schnell kein solches Chart finden ... ;)

Anhang anzeigen 786769
© 2020 Falk Lumo​

Diskussion:

Innerhalb des 95%-Konfidenzintervalls gibt es eine Tendenz der Viruslast, mit dem Alter zu steigen (gestrichelte rote lineare Trendlinie). Es ist auch die Annahme zulässig, dass die Last zwischen 1-20 etwas niedriger (ca. 4.7) und zwischen 21-90 etwas höher sein (ca. 5.15) (schwarze Mittelwertlinie).

Drosten hätte einfach diese Grafik publizieren können und gut ist.

Statistiker hätten jede der beiden Schlussfolgerungen (von mir oben) akzeptiert.

Drosten ist aber Virologe, kein Statistiker. Er sieht die Fehlerbalken und sieht vor allem, dass der Wert bei Kindern 1-19 jetzt nicht so dramatisch vom Wert bei Erwachsenen abweicht. Bei 3-facher Fehlerbreite (statt der üblichen zweifachen) verschwindet die statistische Signifikanz der Aussage. Zusätzlich ist sie medizinisch unplausibel, so dass Drosten nach dem so oft ignorierten Prinzip "Extraordinary claims need extraordinary evidence" vorgeht und (für sich) die Annahme offensichtlich verwirft. Das ist zugegeben eine subjektive Entscheidung. Dennoch veröffentlicht er alle Daten zur allgemeinen Einsicht und publiziert, dass Kinder so infektiös wie Erwachsene sein könnten.

Damit man seine Einschätzung besser nachvollziehen kann, publiziert er auch Paar-Vergleiche. Denn es fällt natürlich auf, dass die Viruslast auch bei 41-50 jährigen statistisch signifikant unterdurchschnittlich ist. Ich hätte den Zahlen für sich allein so auch nicht getraut ;)

Aber natürlich stürzen sich fachfremde Statistiker gerne auf so etwas ;)

Drosten hätte einfach meinen Chart oben veröffentlichen sollen und die Interpretation anderen überlassen. Z.B., ob der Unterschied zwischen 4.7 und 5.15 medizinisch / epidemiologisch überhaupt relevant ist. Ansteckung ist Ansteckung ... Allerdings sind die jeweiligen Zahlen (ohne log) ja 50.000 und 140.000, also einen Faktor 2.8 verschieden. Das muss ein Virologe sagen, ob das relevant ist. Aber genau dazu sagt die Studie leider nur sehr indirekt etwas (in Figure A3 im Anhang): Da sieht man die Histogramme der Viruslast je nach Altersgruppe, also nicht nur die Mittelwerte. Und da erkennt man, dass Kinder die gleiche Verteilung wie Erwachsene haben, bis zum Peak, aber dafür viel seltener überdurchschnittliche Viruslasten haben. Darauf hätte ich an Drosten's Stelle meine Diskusison aufgebaut: Kinder sind so ansteckend wie Erwachsene, haben aber seltener eine besonders hohe Viruslast. Das wäre auch statistisch mit seinen Daten kompatibel.

Alles in allem eine interessante Diskussion, in der die allgemeinen Medien aber nichts verloren haben. Meiner Meinung nach.

Hallo,

ich hätte da noch was zu infektiösität von Kindern bzw. Jugendlichen in der Nachbargemeinde.

https://www.hildesheimer-allgemeine.de/meldung/fuenf-corona-neuinfektionen-in-nordstemmen.html
https://experience.arcgis.com/experience/6500ecc9eb654f6797c0bf32d5045f1d

Kurioserweise sind in Nordstemmen ausschließlich Personen <24 Jahre infiziert nachdem auch diese Gemeinde lange als COVID-frei ausgewiesen wurde.

Gruß
TB
 
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3 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Gefühlt denke ich auch, die Indizien für einen Beitrag der Kinder verstärken sich gerade. Die Jugendlichen waren schon immer im Fokus.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Ist auch mein Eindruck. Mich stört schon seit langem der Satz im täglichen RKI-Bericht, dass die wenigen Infektionen bei Kindern die Aussage stützen, dass Kinder weniger anfällig dafür sind (verkürzt gesagt). Schulen und Kitas waren zu, ist doch klar, dass es da nicht zu Infektionen kam....
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Man braucht doch nur nach Israel zu schauen.
Schulen auf - Regeln missachtet - peng Cluster Ausbrüche.
 
Neue Vorwürfe gegen Streeck und die Heinsberg-Studie

Es geht u.a. um ein nicht zeitgerecht vorliegendes Votum der zuständigen Ethik-Kommission und die möglicherweise nicht zutreffende (Standard-)Aussage, die Studie sei unter Beachtung der Deklaration von Helsinki durchgeführt worden. Offenbar wussten Streeck et.al nicht um die 2013 erfolgte Überarbeitung der Deklaration, die sich nämlich seitdem auch auf Beobachtungsstudien wie die in Heinsberg erstreckt.

Wiewohl dies alles erstmal nur bürokratische Aspekte sind (die trotzdem einzuhalten sind...), ist nun auch Strafanzeige gegen Streeck gestellt worden - ein nicht namentlich genannter Wissenschaftler hat diese gestellt und mit einem 100seitigen Dokument begründet.

Capital berichtet heute (die übrigen Medienberichte beziehen sich auf diesen Artikel):


Auch der Auftritt von Streeck gestern bei Markus Lanz und die Diskussion dort mit Lauterbach sorgen gerade für viel Diskussion in den sozialen Medien. Ich habe die Talkshow noch nicht gesehen - für alle Interessierten hier der Link:

https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-1-juli-2020-100.html#xtor=CS5-95
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Hat da einer schlechte Zähne, oder was?

Du bist recht dicht dran... Streptococcus mutans (das "Lieblingstier" aller Zahnärzte) gehört auch zu der Kategorie. (y)
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte

Leider viel zu kurz gedacht mein Lieber.
Was "schlecht" ist in einem Genpool entscheidet die Zukunft.
Stichwort Sichelzellenanaemie in Afrika - und Malariaresitenz.

Es gibt keinen "schlechten" Genpool - was heute schlecht bezeichnet wird kann in 1000 Jahren der Lebensretter sein fuer die Spezies.
Es gibt nur einen Genpool der maximal flexibel auf Ereignisse reagieren kann.
Und je mehr "schlechte" Gene weg fallen desto weniger flexibel ist der Genpool um auf Gefahren zu reagieren.

Die versteckte Botschaft in deinen Beitraegen ist und bleibt es gibt "gute" und "schlechte" Menschen/Gene und das stoesst mir sauer auf. :mad:
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Ich habe keine versteckten Botschaften, ich spreche eigentlich immer klar Deutsch und sage, was ich denke.

Negative Gene/Genmutationen/Gendefekte gibt es reichlich, denke mal an MODY-1, -2, -3, oder auch Defekte im CFTR-Gen - solltest Du als Biologe eigentlich wissen.

Eine Zunahme von solchen defekten Genen in einer Population scheint mir nicht unbedingt vorteilhaft, wo siehst Du die Vorteile?
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Wir entfernen uns sehr weit vom Thema. Kommen wir mal bitte wieder zurück vom Ausflug zu Genmutationen und -defekten etc.
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte

Einfach mal den Film GATTACA ansehen - unterhaltsam - und zum Nachdenken geeignet.
 
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