Eritrea - Von Massawa nach Asmara
Im Februar 2009 hat sich Kiboko einer Einer Eisenbahnfotoreise angeschlossen,
um in Eritrea Charterzüge mit Dampfloks zu fotografieren.
Es ist für Kiboko die erste Eisenbahnfotoreise dieser Art.
Vielleicht erkennt sich jemand auf dem Bild
442 54 bei Arbaroba
Eine Schmalspurstrecke von der Hafenstadt Massawa am Roten Meer verbindet die Hauptstadt Asmara in den Bergen.
Dabei wird ein Höhenunterschied von rund 2400m überwunden.
Die Strecke wurde als 900mm Schmalspurbahn in den 1930er Jahren errichtet. Damals war Eritrea eine Kolonie von Italien.
In 30 Jahren Unabhängigkeitskrieg hat sich Eritrea wieder von Äthiopien getrennt.
Dabei wurde die Bahnstrecke schwer beschädigt und Abschnitte zerstört.
Nach der Unabhängigkeit wurde die Bahnstrecke von Massawa bis Asmara wieder aufgebaut.
2009 war die die Strecke komplett befahrbar.
Inzwischen haben Unwetter und Erdrutsche die Strecke wieder unterbrochen.
442 55 am frühen Morgen im Hafen von Massawa
Für die Charterzüge wurden alle betriebsfähigen Lokomotiven eingesetzt.
Das waren die Mallets 440 008, 442 54, 442 55 und 442 59, sowie die kleine 202 002.
Die 442 55 hat den Zug über die ganze Strecke gezogen.
Die anderen Loks wurden nur zwischen Arbaroba und Asmara eingesetzt.
Von der Reise habe ich eine
Bildgalerie (foto-kiboko.de) mit 24 weiteren Bilder auf meine Heimseite geladen.
Die Bilder sind in geographischer Reihenfolge sortiert.
Die kleine 202 002 ist bei Asmara unterwegs. Interessant sind die desolaten Wagen, die teilweise keinen Boden mehr haben.
Wir sind im G-Wagen mitgefahren. Da waren innen nur noch wenige Bretter.
Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl. Ich stehe im Wagen und halte mich innen am Türgriff fest.
Dabei beobachte ich, wie sich die Räder drehen und die Schwellen gemächlich vorbeiziehen ...
Bei einigen Beiträgen wurde ich immer gefragt, ob ich auch Dieselloks gesehen habe.
In der Bildgalerie auf meiner Heimseite sind leider keine.
Aber ich hänge hier mal vier Dieselbilder dran:
Massawa hatte damals sogar eine S-Bahn. Bei Otumlo ist der Zug Steuerwagen voraus unterwegs.
Beachtenswert ist das Spitzensignal und der Steuerstand des Steuerwagens.
Eine der vier Dieselloks wurde dann für 20 Dollar pro Nase für eine Extratour nach Shegereni eingesetzt.
Leider zog die 27D wegen Getriebeschaden keinen toten Hering mehr vom Teller.
Wir mussten einen Wagen nach den anderen abhängen und sind dann mit zwei Wägelchen gerade mal so über die Strecke gekommen.
Für eine Runde Asmara-Shegereni haben wir auch mit der Littorina2 zusammen mit einem Dampfzug eingesetzt.
Damals war der hübsche Triebwagen nicht mehr so ganz taufrisch.
Nur unwillig setzte er sich in die Bewegung.
Spätestens nach zehn Fahrtrichtungswechseln musste das Getriebe in die Werkstatt.
Auf dem Rückweg passierte es dann ...
Bei der Einfahrt in Asmara steht ein LKW nicht profilfrei.
Alle im Führerstand haben das Unglück kommen sehen.
Nur nicht der 82-jährige Triebwagenführer ...
Glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Nur der arme Triebwagenführer war danach geschockt und von der Rolle.
Am nächsten Tag hatten wir einen Besuch im AW.
Dort wurde bereits mit den Reparaturarbeiten begonnen.
Drei Wochen später war die Littorina wieder einsatzfähig.
Ob und wann es von der Reise eine ausführlichen Reisebericht gibt, steht noch in den Sternen.
Viel Spaß
Bernd