Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Weil wir uns hier mal wieder am kloppen sind. Lesetipp: "Roman" über eine weltweite Pandemie aus der Sicht einer kleinen Fotocommunity.

Auszug, Datum 28.02.2020 (!):
Das Coronavirus ist eine Naturkatastrophe. Es wird zahlreiche Opfer geben. Man muss aber nicht immer sofort nach einem Schuldigen suchen. Shit Happens.

China wird seine Verluste dank totalitärer Strukturen im Bereich einiger Zehntausend halten können. Sie haben bereits Einreisequarantänen für Teile des Rests der Welt verhängt, da sich Corona dort expontiell verbreitet (also z.B. hier). Nach meiner Berechnung wird es Anfang April (2020) mehr Fälle ausserhalb Chinas, als inenrhalb, geben. Für den Rest der Welt darf man also eher mit Millionen Opfern rechnen. Das ist bitter, aber ist der Menschheit immer wieder passiert. Die Mehrheit von uns wird es überstehen.

Meine Hoffnung ust, dass ein Therapeutikum gefunden wird (remdezivir & Co.) und der Sommer eine Verlangsamung der Ausbreitung bringen wird (aufhalten wird es sie nicht). Wirklich spannend wird dann der Winter 20/21. Daher wäre eine Beschleunigung der Impfstoff-Tests so wichtig.
 
bernhard64
bernhard64 kommentierte

Ja, wir waren immer so etwa mindestens 1 Woche voraus ...
Habe heute mal bei Seite 1 angefangen zu lesen. Echt klasse. Selbst die Fetzereien :love:.

Ich glaube auch, dass wir hier ein ziemlich einmaliges Wissen zusammengetragen haben. Merke das immer, wenn ich mit Leuten rede, die hier nicht mitlesen können.
 
falconeye
falconeye kommentierte

hier nicht mitlesen können
Das stösst mir immer noch unangenehm auf, Klaus soll mal über seinen Schatten springen - oder haben sich Werbekunden beschwert? ;)
 
ernst.w
ernst.w kommentierte
War ohnehin nach einem Hinweis von mir vor vielen Wochen allgemein lesbar. Hat sich aber vom Aufwand her offenbar nicht mehr moderieren lassen.

Ich denke mir das so: Leser wollen schreiben, melden sich an und hauen feste über die Stränge.
 
luckyshot
luckyshot kommentierte

Und Falk hat auch hier Recht behalten.

Zum Glück er und nicht Du... ;)

...
Impfstoffe werden wohl mindestens zwei Jahre auf sich warten lassen
(man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege), und zur Infrastruktur
hat HaDiDi bereits was gesagt.

Es geht allein um Zeitgewinn.

In absehbarer Zeit werden wir uns bei vollständiger Verbreitung auf rund
eine Viertelmillion Corona-Toter pro Jahr allein in Deutschland einrichten
müssen. Dies vorausgesetzt daß der Lethalitätsfaktor 10 gegenüber der
Influenza richtig eingeschätzt wird.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Der Thread war wochenlang auch ohne Anmeldung lesbar - bis sich hier Dinge abgespielt haben, die wir für die Allgemeinheit nicht lesbar haben wollten und die entsprechende Reaktionen hervorgerufen haben, die den Fortbestand der Plattform infrage stellten. Die Alternative wäre gewesen, den Thread zu schließen und komplett zu löschen. Ich habe das schon mehrfach erklärt. Der Thread steht jetzt im Members only und da bleibt er auch. Mich ärgert das auch, aber vermutlich aus anderen Gründen. Es geht schlicht nicht anders geht. Ich bitte herzlich, von weiteren Nachfragen in der Hinsicht abzusehen.
 
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@falconeye
@AnjaC
Trotz der Transparenz der Politikerreden kann man nicht erkennen,
ob neben Lockdown und Impfung
auch der Weg der medikamentösen Behandlung weiter verfolgt wird
und wenn ja, wo, von wem und mit welcher - auch finanziellen - Unterstützung.

Gibt es dazu Quellen, Zwischenergebnisse, oder ist dieser Weg ein Irrweg ?
 
Kommentar
........
und wenn ja, wo, von wem und mit welcher - auch finanziellen - Unterstützung.
........

Schau mal hier:


 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Ist es nicht besser zu impfen (man wird nicht krank), statt abzuwarten bis man krank wird und dann notgedrungen behandelt werden zu müssen?
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Klar, Impfen hat Priorität, aber trotzdem sollte man parallel auch Medikamente entwickeln.
Es gibt Menschen, die Immunerkrankungen haben und nicht geimpft werden können.
Es wird Mutanten geben, die möglicherweise zu Erkrankungen auch bei einem geimpften Menschen führen.
Unser Repertoire an antiviralen Wirkstoffen ist recht limitiert, weitere Medikationen könnten damit auch die Behandlungsmöglichkeiten gegen zukünftige, neue Viren erhöhen.
 
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Reaktionen: Kay
Kay
Kay kommentierte


Bis man alle geimpft hat, das dauert:
Selbst wenn Hamburg Vollgas gibt und endlich ausreichend Impfstoff bekommt, sind bei 7000 Impfungen pro Tag Monate nötig.
Auf dem Land wird aus logistischen und verwaltungstechnischen, sowie mobilen Gründen (Fahrdienst, ... ) das noch eher länger dauern.
Da wäre bei Infektion die medikamentöse Behandlung die passende Ergänzung.
 
Timotheos
Timotheos kommentierte
Die Provinz macht gerade vor wie man schneller impfen kann. Die höchsten Impfquoten haben:
  1. Mecklenburg-Vorpommern
  2. Sachsen-Anhalt
  3. Hessen
 
häuschen
häuschen kommentierte
Kay


Apropos sachlich ...

Was machst Du mit Deinen Bauarbeitern, fragst Du mich unten. Ich hatte meine Hygienekonzepte bereits im März/April fertig und umgesetzt, eine Menge Geld dafür ausgegeben um sicher weiter arbeiten zu können und meine Bauarbeiter aufzuklären und zu schützen, aber das hatte ich in diesem Thread bereits mal erwähnt.
Meine Bauarbeiter arbeiten an der frischen Luft, sind damit mEn auf der Arbeit nicht gefährdet und sind im Übrigen alle noch gesund.

Ich bin froh im Baugewerbe tätig zu sein. Andere Unternehmer machen ebenso, oder viel aufwändigere Hygienekonzepte, setzen sie um und ihre Läden werden trotzdem dicht gemacht. Du kannst Dir evtl. nicht vorstellen wie wütend das machen kann.

Unser Staat kommt nicht auf die Idee Dinge umzusetzen, um den Laden am Laufen zu halten, weil er viel zu träge ist. Die können nur dicht und wieder auf machen, ein bissl rumsülzen und Geld ins System pumpen. Die, die nicht Unternehmer sind, können sich schützen, rummeckern, auf die Impfung warten und Andere kritisieren. Sie brauchen sich weder um ihre Angestellten, noch um ihren Betrieb zu sorgen, denn sie kriegen ja regelmäßig ihr Gehalt, ihre Rente, ihre Pension.
 
Zuletzt bearbeitet:
.... als suchest du vorrangig und hauptsächlich nach Kritikpunkten der politischen Führung in D und in Europa. Damit hast Du in der Diskussion zu Corona, um die es hier in diesem Thread ausschließlich geht, schon automatisch Scheuklappen auf....

Ich suche nicht danach, aber für mich, der von außen und nicht direkt beeinflusst und somit objektiver auf die Entwicklungen schaut, ist das Totalversagen in der deutschen und europäischen Politik offensichtlich.

Es beginnt auch nicht mit Corona, aber bei Corona ist es so offensichtlich, dass man man (ich) davor die Augen nicht verschließen kann. Seit rund zwei Dekaden steht der Amtseid der politischen Führung nicht mehr im Mittelpunkt des Handelns. Rechtsverstöße und Vertragsbrüche, GG16a, MV 125a , Stabilitätskriterien, Mandat der EZB, usw. sind der Normalzustand. BER ist das prägnanteste Beispiel für mangelndes Verantwortungsbewusstsein, fehlende Kompetenz und erodierende Organisationsstrukturen.

Als bei der Postenneubesetzung in der EU/EZB Frau von der Leyen (ohne demokratische Wahl) die vergleichsweise unwichtigen Position der Präsidentin der europäischen Kommission "zugeteilt" wurde, war der der Weg frei, dass Frankreich die viel wichtigere Position der EZB-Präsidentin mit Christine Lagarde besetzen konnte. Damit war der Grundsatz "Frankreich bestimmt, Deutschland zahlt" für die nächsten Jahre fest verankert.

Somit ist es nicht verwunderlich, dass die EU bei der Impfstoffbestellung das französische Unternehmen Sanofi priorisiert und nicht Biontech und AstraZeneca. Es handelt sich eben nicht um dumme Zufälle und singuläre Ereignisse, sondern um Prozesse, man sollte schon versuchen in größeren Zusammenhängen zu denken.

Ein mir ansich sympathischer Jens Spahn bekommt jetzt die Prügel, dabei kann man ihm nur vorwerfen, dass er nicht früh genug und laut genug auf den Tisch gehauen hat. Merkel hat ihn zur "europäischen Bestellung" kraft ihrer Richtlinienkompetenz gezwungen, er konnte nicht national bestellen. Scholz hat ihm ein entsprechendes Budget verweigert, ohne Kohle kann der Jens auch nix kaufen - weder Impfstoff, noch FFP2-Masken und Antigen-Schnelltests in ausreichenden Mengen.

Ich möchte noch einen weiteren Punkt erwähnen. Spahn macht Anfang Januar die entlarvende Aussage, dass es das Ziel sei, im Januar alle Bewohner von Pflegeheimen zu impfen - es mache einen entscheidenden Unterschied im Pandemieverlauf, wenn das gelinge.

Gut erkannt Herr Spahn, hätten wir die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen geschützt, wären die derzeitigen Todeszahlen nur halb so hoch und die Intensivstationen wären nicht an ihren Kapazitätsgrenzen. Dann bräuchten wir jetzt nicht über harten Lockdown und unsinnige Maßnahmen (die nicht zu kontrollieren sind) zu diskutieren. Natürlich ist ein wirksamer Infektionsschutz der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen möglich. Es gibt technische und organisatorische Maßnahmen, um dieses zu erreichen. Der Pandemieverlauf wäre jetzt ein ganz anderer, da nehme ich Spahn gerne beim Wort.

Wer hat diese Versäumnisse zu verantworten? Natürlich und ausschließlich die politische Führung auf Bundes- und Landesebene. - Dieses nicht zu thematisieren, würde doch wesentliche Fakten, die zum aktuell verheerenden Pandemieverlauf führten, ausblenden. Das kann eigentlich auch in diesem Thread nicht gewollt sein.
 
1 Kommentar
AnjaC
AnjaC kommentierte
Bitte denke daran, dass wir uns hier darauf geeinigt hatten, politische Themen nur in Bezug auf Corona zu diskutieren. Eine Abhandlung, die 20 Jahre zurückgeht, der BER, das Mandat der EZB etc sind absolut off-topic. Und nach wie vor fehlt mir leider oft der Hinweis, dass es sich hier um Deine persönliche Meinung und nicht zwingend um feststehende Fakten handelt.

Das nächste Elaborat dieser Art lösche ich kommentarlos, selbst wenn Teile davon topic wären. Ich habe keine Zeit, jedes mal ein vollständiges Lektorat zu machen.

Persönlich finde ich es schade, dass Du in Deiner Antwort auf meinen Kommentar lediglich eine Vorlage für die immer gleiche Leier siehst. So war der nämlich nicht gemeint.
 
Ich suche nicht danach, aber für mich, der von außen und nicht direkt beeinflusst und somit objektiver auf die Entwicklungen schaut, ist das Totalversagen in der deutschen und europäischen Politik offensichtlich.
Langsam wird es richtig gruselig.
 
Kay
Kay kommentierte


Der hat sich nur vertippt: Ihr müßt nur " Totalveragen " ersetzen durch " Teilversagen " - dann stimmt es wieder.
 
Gianni33
Gianni33 kommentierte
Gruselig zumute wird mir vor allem deswegen, weil in unserer Regierungskoalition offenbar jetzt durch Angriffe des Koalitionspartners SPD auf Gesundheitsminister Spahn die Situation schon für Wahlkampfzwecke genutzt wird, anstatt weiterhin ausschließlich gemeinsam an Maßnahmen zum Wohle unseres Volkes zu arbeiten.
Wenn das so weitergeht...
 
Zuletzt bearbeitet:
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
gruseln nee
eher ein müdes lächeln, das du für dich in Anspruch nimmst, objektiv zu sein;)
Deine Meinung ist genau so subjektiv, wie meine Meinung oder die eines anderen.
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Ehrlich gesagt mir ist meine verbleibenden Lebenszeit zu kostbar um sie damit zu verbringen andere von meiner politischen Meinung zu ueberzeugen.
Ich hab meine HiFi Anlage umgekrempelt und neu bestueckt und entdecke dank Streaming wieder wunderschoene Musik - ein Hobby in meinen jungen Jahren.
Vielleicht eine Idee fuer manchen hier wie er seine Zeit verbringen kann statt die Tastatur zu quälen
Ohne Corona waere ich nicht dazu gekommen.

Beste Gruesse und geniesst den Feiertag und die Zeit mit Euren Lieben

Bernd
 
bernhard64
bernhard64 kommentierte

Kann ich auch nur empfehlen. Entlocke durch Bi-Wiring jetzt meinen alten Canton-Standboxen aus den 90ern nie gehörte Töne und genieße dank Surround Musik von SACDs. Ist eine ähnliche Offenbarung wie seinerzeit die D800 im Vergleich zu ner Kompaktknipse.
Man kann die Zwangsruhe super auch mal für sich selbst ausnutzen - ohne mimimi.
 
Gestern Nachmittag habe ich mich mit meiner Tochter, meinem Schwiegersohn und deren Kindern (meinen Enkeln) zum Schlittenfahren getroffen.

Damit haben wir die neue Vorschrift (maximal ein Hausstand plus eine einzige Person) bereits umgesetzt, bevor sie verkündet worden war.:)
 
Zuletzt bearbeitet:
3 Kommentare
Wuxi
Wuxi kommentierte
Schlittenfahren scheint aktuell lebenswichtig zu sein und rechtfertigt somit jegliche Rudelbildung auf Schlitten- und Skihängen und zugehörigen Parkplätzen.
 
Gianni33
Gianni33 kommentierte

Erstens brauchen wir keinen Parkplatz, weil sich der Berghang neben meinem Haus befindet und zu Fuß erreichbar ist, und zweitens waren wir oftmals allein auf der Rodelbahn. Dein Einwand trifft somit für uns nicht zu.
Die Kinder hatten sehr viel Freude beim Schlittenfahren, und sie waren vermutlich auch froh, dass sie wenigstens an diesem Nachmittag nicht die üblichen deprimierenden Gespräche über Corona mitanhören mussten.
Anschließend haben wir auf Wunsch der Kinder im Hause noch Mensch ärgere dich nicht! gespielt.:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wuxi
Wuxi kommentierte
@Gianni33 davon ging ich bei Dir aus. Ich staune nur über die Berichte die man so sieht.
 
Ich weise ein letztes Mal darauf hin, dass ich Kommentare und Beiträge, die off-topic sind oder persönliche Angriffe und weiteres Hickhack, das privat ausgetragen werden sollte, kommentarlos und ohne Benachrichtigung lösche.

Nur, damit nachher keiner sagen kann, das habe man nicht gewusst.


Boah ey. :rolleyes:
 
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Pressetermine heute:

12.00 Uhr PK zur heutigen Sondersitzung des bayerischen Kabinetts mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Florian Herrmann

13.00 Uhr Bundespresskonferenz

wie immer zu sehen z.B. bei phoenix
 
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Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) bei der Europäischen Arzneimittelagentur (European Medicines Agency, EMA) hat am 06.01.2021 die Empfehlung ausgesprochen, dem COVID-19-Impfstoff von Moderna eine bedingte Zulassung für die EU zu erteilen. Damit steht ein zweiter mRNA-Impfstoff möglicherweise kurz vor der Zulassung. Die Zulassung erfolgt durch die Europäische Kommission, die in der Regel den Empfehlungen des CHMP folgt. Die Entscheidung der Europäischen Kommission ist in Kürze zu erwarten.

Quelle: Paul-Ehrlich-Institut

 
Kommentar
Wenn ich denn noch darf, würde ich grad mal gern die augenblickliche Situation zusammenfassen um zu prüfen, ob ich auf aktuellem Stand bin.

Wir haben bedingt durch den Winter und die Tatsache, dass die Bevölkerung nicht in der Lage war die Infektionen/Erkrankungen auf akzeptablem Maß zu halten, ein Niveau erreicht, das viele der Intensivstationen auf Grund von Personalmangel an ihre Grenzen bringt. Betten sind aber wohl noch genug vorhanden.
Die Infektionszahlen scheinen zu sinken, was man aber auf Grund der etwas träge eintrudelnden Zahlen aus den Feiertagen noch nicht genau sagen kann. Die Zahl der Verstorbenen sind noch auf Höchststand, primär weil sie sich statistisch zeitverzögert zu den Infektionszahlen entwickeln. Sind die Infektionszahlen tatsächlich gesunken, fiele auch die Zahl an Verstorbenen.

Ich habe also den Eindruck, dass der Staat die Lockdowns und die Strenge der damit verbundenen Maßnahmen an die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystem anpasst. Natürlich besteht wahrscheinlich trotzdem die Hoffnung, man könne dieses System auf ein erträgliches Maß entlasten, aber das scheint nicht im Vordergrund zu stehen.
Ich habe also den Eindruck: Steigen die Zahlen zu weit an, machen wir dicht, sobald sie sinken, öffnen wir zum Teil wieder. Entsprechend entsteht eine Art Wellenbewegung und wir hangeln uns durch. Gut, aus Sicht eines Unternehmers, sicher weniger zufriedenstellend aus Sicht der Risikogruppen.

Nun frage ich mich ... wenn wir unsere Sinuskurve tatsächlich ans Gesundheitssystem anpassen, haben wir auch genug für unser Gesundheitssystem getan? Wäre es nicht klug, dieses mit aller Macht zu stärken?
Verdienen Ärzte und Pflegekräftig eigentlich inzwischen mehr, als früher? Verdienen sie eigentlich adäquat? Und wenn nicht, wäre eine Krankenschwester nicht motivierter, wenn sie mal 500-1000€ mehr mit nach Hause brächte? Aus meiner Sicht auf jeden Fall.

Keine Steuern und keine Sozialversicherungsbeiträge für Ärzte und Pfleger, anstatt Rettungsmillarden für die TUI. Am Ende werden wir ohnehin mehr Pfleger und Pflegerinnen brauchen, als Touristikfachangestellte, auch ohne Corona.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Unter 25-50 kann man nämlich lockern, da dann wieder nachverfolgt werden kann.

Theoretisch ist das richtig, praktisch hat uns der Sommer gezeigt, dass es anscheinend nicht klappt.

Im Sommer und Spätsommer waren wir auf dem Niveau. Trotzdem sind dann, bei noch relativ warmen Wetter, die Inzidenzen auf über 100 hochgelaufen. Durch harte Maßnahmen, notfalls einen kurzen Lockdown a la Wuhan und die Inzidenzen kann man recht fix auf unter 50 drücken, klappt sicherlich. Nur diese dann, bei offenen Grenzen und anderen "Defiziten" auf diesem Niveau zu halten, bei ungünstiger Witterung, halte ich für Träumerei.

Meinst Du wirklich, dass die Personalstärke und vor allem die Ausbildung in den Gesundheitsämtern ausreicht, um effektiv nachzuverfolgen? Wenn ich so auf die Pannenserie beim Impfen schaue, habe ich meine Zweifel. - Im Norden verabreicht man Menschen die Elefantendosis (5fach), in der Mitte gibt es Impfzentren, da hat man keine Spritzen und kein Desinfektionsmittel (vergessen zu bestellen) und im Süden transportiert man den knappen Pfizer-Impfstoff in Bierdosen-Kühlboxen..... larifari allüberall.
 
häuschen
häuschen kommentierte


Die offizielle Variante ist mir wohl bekannt, obschon ich nicht wusste, dass außer dem Lauterbach noch Jemand auf diese 25/100k-Idee kam.
Ich meine mich halt zu erinnern, dass der Lockdown Light erst kam, als die 50 bereits lange überschritten war und ich zweifle daran, dass man abermals bis <50 warten wird um wieder zu lockern.
Die „Kapazität des Gesundheitssystem“ ist natürlich auch kein fester Wert, der schwankt ja deutschlandweit. Mir ist eben nur aufgefallen, dass wir zu einem Moment verschärfen, zu dem auch die Krankenhäuser vermehrt Alarm schlagen.

Meine Beschreibung der Umstände war auch nur grober Natur, ich wurde andererorts bereits für meinen ungenauen Begriff der „Sinuskurve“ gescholten. Mir ging es primär darum, dass ich ein Licht auf die Missstände im Gesundheitssystem werfen wollte, da passte mir dieser Vergleich doch so wunderbar ins Bild ;)

Man kann ja an jedem Scheizz herumkritisieren, der so von unserer Obrigkeit verzapft wird, wenn man selbst meint es besser machen zu können. Beim Thema „unterbezahlte Angestellte im Gesundheitssystem“ denke ich das sogar von mir selbst ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
bernhard64
bernhard64 kommentierte

Die Gesundheitsämter sind personell so organisiert, dass sie pro Arbeitstag 5 Fälle/100.000 Einwohner verfolgen können. Macht pro Woche 25, Sa und So dazu gibt das 35. Die 50/100.000 waren schon zu viel, aber klang wohl politisch besser. Das wurde u.a. bei Lanz mal so von einer Gesundheitsamtvertreterin erklärt. Du als Unternehmer weißt auch, dass man seine Belegschaft nicht mit 100% dauerhaft laufen lassen kann. Daher nun die - wie ich finde logische und vernünftige Forderung - die 25 anzustreben.
Wenn aber die Verfolgung klppt, hat man das Virus im Griff (-> Webasto).
Ob unsere Bevölkerung das hergibt, nun - daran (ver-)zweifele ich auch.
 
häuschen
häuschen kommentierte
Von 50 auf 25 herunter zu gehen klingt für den Laien zuerst einmal danach, dass sich die Zeit eines Lockdowns mindestens verdoppelt.
Ich kann mir grad nicht vorstellen, ob es schwerer ist von 100 auf 50 zu kommen, oder eben von 50 auf 25/100k
 
falconeye
falconeye kommentierte

Meinst Du wirklich, dass die Personalstärke und vor allem die Ausbildung in den Gesundheitsämtern ausreicht, um effektiv nachzuverfolgen?
Ich persönlich halte auch 25 für zu hoch, man hätte schon im Sommer auf einer Inzidenz <1/100k bestehen müssen. Da hätte man dank exponentieller Funktion (25/12/7/4/2/1) in nur 6 Wochen mehr hin kommen können.

Auf einem wirklich so niedrigen Niveau klappt dann auch im Winter die Eindämmung, siehe Webasto. Dort wurde dann aber auch Kontakten bis nach Spanien hinterhergereist ...

Die Grenzen kann man auch in der EU kontrollieren, Einreisequarantäne, PCR-Tests für Pendler und LKW-Fahrer etc.

Aber diese Strategie macht jetzt keinen Sinn mehr, so kurz vor einer Massenimpfung. Im Prinzip reicht es daher auch, die Inzidenz auf dem jetzigen Niveau zu halten. wenn es wegen des dann nötigen Dauer-Lockdown nicht so unglaublich teuer wäre.
 
Ich möchte mich hier jetzt einmal bei @Kay entschuldigen.

Wir haben uns gegenseitig provoziert und ich bin dabei wohl mehrfach zu persönlich geworden. Womöglich bin ich etwas beleidigt, weil ich den Eindruck habe, dass er mich für eine Art Corona-Leugner hält und so reagierte ich sehr unsensibel.

Ich versuch es besser zu machen, oder einfach jeder Konfrontation aus dem Weg gehen.
 
3 Kommentare
Gianni33
Gianni33 kommentierte
Forumsteilnehmer, deren Beiträge mich regelmäßig nur nerven, setze ich auf "Ignorieren".
Dann muss ich mich nicht mehr ärgern und komme auch nicht in Versuchung, darauf auch noch zu antworten und in eine Konfrontation zu geraten.
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
Für sein Alter ist der @Kay doch ganz vernünftig. ;)
Das wird schon.
 
Kay
Kay kommentierte
Wir alle brauchen Strukturen, um uns in der Welt orientieren zu können.

Diese Struktur geben wir aus unseren Erfahrungen vor.
Mit dieser Orientierung überleben wir.
Wir sollten uns aber immer bemühen, ständig diese Orientierung zu überprüfen und jederzeit unsere Urteile neu anzupassen, sonst geraten wir in die Falle unserer eigenen Gedanken und bauen uns eine eigene Wirklichkeit.

Gerade geschehen Dinge, die wir zuvor nicht für möglich gehalten hätten.
Lasst uns unsere Ruhe nicht verlieren!
 
Von 50 auf 25 herunter zu gehen klingt für den Laien zuerst einmal danach, dass sich die Zeit eines Lockdowns mindestens verdoppelt.
Ich kann mir grad nicht vorstellen, ob es schwerer ist von 100 auf 50 zu kommen, oder eben von 50 auf 25/100k
Dauert - wenn ich micht recht erinnere - je Stufe eine Woche. (Lauterbach bei Lanz am Di?)
 
5 Kommentare
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Ich denke nicht, dass man das in der Realität so linear runterrechnen kann, weil sich das Verhalten der Menschen bei immer niedrigeren Inzidenzen ändern wird - sie werden wieder unvorsichtiger.
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
nicht nur dann,
sondern auch wenn sie davon ausgehen können nicht erwischt zu werden;)
 
falconeye
falconeye kommentierte
Ich denke nicht, dass man das in der Realität so linear runterrechnen kann,
Doch, genau so.
R^(7/4) ist der Rückgang pro Woche - so simpel ist das wirklich.

Aufgabe der Poilitik ist lediglich, durch Maßnahmen so lange R auf 0.7 zu halten, bis man dort ist. Nach wenigen, definierten Wochen. Die Maßnahmen werden ggfs. verschärft, die Bußgelder erhöht, falls das Verhalten aufweicht. Mit einem klar kommunizierten Ziel (*) wäre das schon gegangen. Vergangenheit, da seit Anfang November 10 Wochen Vergangen sind, genug, um bei R=0.7 die Inzidenz auf 1/1000stel!!! zu senken - die nur noch 20 Fälle am Tag, die wir dann noch hätten, würden wir per nationaler Kraftanstrengung im Zaum halten und bräuchten keinen Dauer-Lockdown mehr. Aber egal, ist Schnee von gestern.

_______
(*) Ein solches Vorgehen hat einen zweiten Vorteil: Es ist jedem klar, dass die Maßnahmen verschärft werden, wenn R über den Sollwert von 0.7 steigt. Am besten macht man das lokal pro Landkreis. Dann ist sofort jedem klar, dass er sich asozial verhält, wenn er nicht freiwillig für Vorsicht sorgt. Und seinem sozialen Umfeld auch. Dafür muss man R=0.7 einfach zum Gesetz machen. Funktioniert bei Diebstahl ja auch, da gibt es auch keine Diebstahlleugner Großdemos (und das, obwohl man über Sinn und Unsinn von Eigentum mindestens so lamentieren kann, wie über das Virus) ...
 
Zuletzt bearbeitet:
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Aufgabe der Poilitik ist lediglich, durch Maßnahmen so lange R auf 0.7 zu halten, bis man dort ist.

Soweit die Theorie.

Schauen wir doch einfach auf die deutsche Realität. Deutschland ist seit Anfang Nov, also rund 10 Wochen im Lockdown, und wie haben sich die Infektionszahlen entwickelt? Sie liegen höher, als Anfang Nov. Bedeutet für R, R lag in dieser Phase (gemittelt) zwischen 1,0-1,1.

Ich wiederhole Deinen Satz, "Aufgabe der Politik ist lediglich.....", :cool: - es gibt Länder, in denen das politische Personal diese Aufgabe schafft, in Deutschland sieht es nicht so aus, zumindest zeigen die letzten 10 Wochen etwas anderes.
 
Zuletzt bearbeitet:
bernhard64
bernhard64 kommentierte


Manchmal glaube ich, wir befinden uns hier im Forum in einem intellektuellen Garten Eden. Wenn man das hier liest, versteht man die Welt nicht. Heute knapp 1200 Tote, vorhin ein ergreifender MoMa Bericht aus einem Altenheim und Hänschen Müllers einzige Sorge ist, dass er nicht überall hinfahren kann.
Es liegt nicht nur an den Politikern.

 
Situationsbericht

In Deutschland wurde in KW53 kaum getestet, die Zahlen konkret:
KW 51: 1.612.673 Tests, 185.669 Fälle, 11,51%
KW 52: 1.071.001 Tests, 138.338 Fälle, 12,92%
KW 53: 789.680 Tests, 126.884 Fälle, 16,07%

Bei konstanter Fallzahl (inkl. Dunkelziffer), geht meine Faustformel davon aus, dass sich die Fälle mit SQRT(#Tests) verändern. Rechne ich die Zahlen von KW 51 gemäß Faustformel hoch, erhalte ich
KW 51: 1.612.673 Tests, 185.669 Fälle, 11,51%
KW 52: 1.071.001 Tests, 151.308 Fälle, 14,13%
KW 53: 789.680 Tests, 129.924 Fälle, 16,45%

Rot
sind die Zahlen, die ich bei konstanter echter Fallzahl bei R=1 und den Zahlen von KW 51 vorausgesagt hätte, mit vorab bekannten Testzahlen. Blau sind die nun tatächlich gemeldeteten Zahlen.

Für KW53 ergeben sich fast identische Zahlen!! Daraus ergibt sich R=0.99 von KW51 bis KW53. Tatsächlich lag R in KW52 wohl leicht unter 1 und in KW53 wohl wieder leicht über 1, denn in KW52 waren die gemeldeten Zahlen etwas besser als bei R=1 prognostiziert.

Damit lässt sich aktuell sagen: die niedrigen gemeldeten Zahlen täuschen, R liegt weiterhin bei ziemlich genau 1.
Scheinbar macht das Helmholtz-Institut die gleiche Rechnung, denn im Interview sagt Viola Priesemann, R läge aktuell bei ca. knapp 1. Also, noch keine Entspannung in Sicht, trotz scheinbar fallender Inzidenzen :( Aber, kann ja noch werden, wo Weihnachten rum ist ;)
 
Kommentar
Vorweg: ich bin unverbesserlicher Optimist, auch wenn sich nicht immer alles so anhört, was meine Umgebung sich von mir anhören muss...

Ziemlich klasse finde ich z. B., dass der Diskurs hier immer noch eine soziale Komponente hat, die andernorts längts auf der Strecke geblieben ist. Dass die virtuelle Auseinandersetzung das "echte" Gespräch nicht ersetzt, kann man so sehen, muss es aber nicht. Was wir aber bitte nicht vergessen sollten, unabhängig von eigener Erfahrung, Fachwissen, Laienmeinung und schnöder Stimmungslage ist: wir sind nicht im Labor, es geht um das echte Leben und jede Äußerung aus persönlicher Betroffenheit verdient Verständnis. Klappt eigentlich ganz gut hier - ich hoffe, es bleibt so, auch ohne sich auf Anjas strenge Führung ;) zu verlassen.
 
Kommentar
Es wird aktuell diskutiert, ob es sinnvoll ist, die Verabreichung der 2. Impfstoffdosis zu verzögern, um initial mehr Menschen einmal impfen zu können. Ich halte das für problematisch, da für ein längeres Zeitintervall keine Daten aus klinischen Studien vorliegen und niemand wirklich verlässlich sagen kann, was das für Auswirkungen hat- Abgesehen davon stünden dann für die 2. Impfung doppelt so viel Menschen an wie beim normalem Protokoll - wenn dann nicht genügend Impfstoff (unbedingt der gleiche wie bei Dosis 1!) zur Verfügung stehen sollte, war die Aktion umsonst.

Wie auch immer, hier ist ein Artikel aus dem Deutschen Ärzteblatt dazu:
 
5 Kommentare
häuschen
häuschen kommentierte
Ganz umsonst stimmt ja nicht. Schon die erste Impfung soll doch - je nach Impfstoff unterschiedlich - bereits einen gewissen Schutz zu bieten.
 
Stefan M.
Stefan M. kommentierte
Sinnvoll wäre vor allem, die Modalitäten der Impfung selbst zu klären. Meine 91jährige Schwiegermutter lebt mit minimaler Hilfe immer noch autark, ist aber fast blind. Die Begleitung zu und in einer Impfstation ist nicht nur Wunsch, sondern zwingend notwendig. Dazu gibt es genau: nix - DAS finde ich erbärmlich, viel mehr als die Frage, wieviel Impfdosen vorhanden sind - die müssen schlicht zu den Menschen, die eigentlich vordringlich geimpft werden sollten.

Edit: HH hat gestern Abend offenbar auch auf Intervention meiner Frau die FAQs ergänzt und Regelungen für Begleitpersonen und deren Anmeldung getroffen. Für mich wieder einmal ein Beispiel dafür, dass eine aktive Mitwirkung möglich und zielführender ist, als nur zu nölen.
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye
falconeye kommentierte
Es wird aktuell diskutiert, ob es sinnvoll ist, die Verabreichung der 2. Impfstoffdosis zu verzögern
Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass ich das hier bereits vor der aktuellen Diskussion (und auch der in UK) vorgeschlagen hatte ;)

Und ja, das ist sinnvoll, auch ohne echte klinische Studie. Hierfür zeige ich unten mal die Kurve aus der BioNTech Studie Phase III.
 
Zuletzt bearbeitet:
markusm1000
markusm1000 kommentierte
dass ich das hier bereits vor der aktuellen Diskussion (und auch der in UK) vorgeschlagen hatte
Zwischen Vorschlag und Umsetzung steht die Haftungsfrage. Wie immer im Leben geht es in erster Linie ums Geld.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Das ist doch Quatsch. Im schlimmsten Fall wirkt die Impfung nicht, dafür gibt es eh keine Haftung.
 
Kurve aus der BioNTech Studie Phase III

Wie versprochen, hier die relevanten Daten:

Screen Shot 2021-01-08 at 00.24.41.png

Man erkennt recht gut die drastische Wirksamkeit ab Tag 12, die durch die Gabe der 2. Dosis an Tag 21 kaum verbessert wird. Für die Eindämmung der Pandemie ist die zweite Dosis vielleicht gar nicht nötig. Für den persönlichen Schutz schon, denn 95% sind halt besser als vielleicht 80% ... Aber nachdem die Pandemie zusammengebrochen ist, man sich also eh nicht mehr anstecken kann, ist es auch egal. Ausserdem ist die zweite Dosis vermutlich nach 6 Monaten noch effektiver als nach 3 Wochen. Die Gefahr, dass die "Aktion umsonst war", sehe ich bei 30µg BNT162b2 nicht. Man könnte auch noch zusätzlich die Dosis senken (z.B. 20µg bei jüngeren Menschen -- dann ergäbe eine Ampulle 10 Geimpfte statt wie jetzt nur 3!). Die originale Studie I/II hatte mit 2x10µg, 2x30µg und 1x100µg hantiert, die sollte man noch mal konsultieren.

Ich würde sagen: Erst mal alle einmal durchimpfen, die sich freiwillig melden. Dann erst Runde 2 für die zweite Dosis.

Mit dem AstraZenica Impfstoff mag das allerdings anders aussehen, den halte ich für viel weniger effektiv - bei 2 Dosen vielleicht so effektiv wie 1 Dosis BioNTech.

Warum hat BioNTEch dann überhaupt einen Impfstoff mit 2 Dosen beantragt? Ist doch klar: Um auf Nummer Sicher zu gehen, dass es für die Zulassung genügt. Für Experimente mit Dosis, Intervallen und Lagertemperatur blieb keine Zeit. Vermutlich ist nämlich auch die ganze Tiefst-Kühlerei nicht so kritisch auch das konnte nicht probiert werden. Ferner wäre ggfs. ein Nasen-/Rachenspray effektiver als eine Muskelinjektion (Drosten wies einmal hierauf hin) - auch dafür fehlte die Zeit. Aber all das kann das Paul-Ehrlich-Institut ja mal bitte rausfinden, wenn sie nicht so auf ihrem fetten Hintern kleben würden ... Denn offensichtlich wird jetzt: man kann sehr wohl von den (teilweise zufällig gewählten) Zulassungsparametern abweichen, wenn eine ganze Nation gefährdet ist. Da ist definitiv Handlungsspielraum.

Und die UK schiebt Panik, hatte heute z.B. 62.000 neue Fälle! Das Alles ist dann nicht mehr kreativ, sondern verzweifelt. Aber sie haben absolut recht und sind aktuell nicht umsonst der "Frontrunner" in Europa.
 
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5 Kommentare
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
In meiner praktischen Laborzeit habe ich mich primär mit Proteinchemie, 3D-Strukturen, Bindungsaffinitäten und enzymatische Reaktionen beschäftigt. Dabei kamen auch Antikörper zum Einsatz, die durch Bindung die 3D-Struktur des Enzyms veränderten, oder aber im, oder in der Nähe des aktiven Zentrums ihr Epitop hatten.

Hierzu wurden Kaninchen im ersten Schritt mit dem Antigen und Freund-Adjuvans (zur Verstärkung der Immunantwort) immunisiert. Alle 3-4 Tage wurde Blut abgenommen und der Antikörpertiter gegen das Antigen bestimmt. Schon nach der ersten Immunisierung war eine Immunantwort messbar. Zwischen dem 15-20 Tag wurde dann geboostert. Das Kaninchen bekam die zweite Immunisierungsspritze, nun aber nur Antigen ohne Freund-Adjuvans, hierdurch wurde die Immunantwort spezieller und der Titer stieg. Da wir hohe Konzentrationen an Antikörpern brauchten, wurden die Kaninchen nach rund 2 Wochen noch mal geboostert, bekamen also die dritte Immunisierungsspritze. Weiter 2-3 Wochen später wurde dann das Blut entnommen und das Antikörperserum fraktioniert.

Für den individuellen Schutz sollte schon die erste Immunisierung hilfreich sein, bei den Risikopatienten sollten so Hospitalisierung und Sterberate deutlich verringert werden. Ich vermute auch, um SARS2 (vorerst) seinen Schrecken zu nehmen, würde wahrscheinlich schon eine Immunisierungdosis ausreichen.

Es gibt allerdings ein anderes Problem. Nach nur einer Immunisierung ist der Antikörpertiter noch recht niedrig. Immunisierte könnten sich noch infizieren, der Krankheitsverlauf wäre dann aber überwiegend milde. Trotzdem würde sich SARS2 zunächst vermehren können und durch die bereits vorhandenen Antikörper (allerdings in geringer Menge) würden Mutanten bevorzugt, die sich dem Antikörper-Angriff teilweise entziehen können. Wir würden also ein "Milieu" schaffen, in dem die Entstehung und Verbreitung von Mutanten, die gegen das aktuelle Vakzin unempfindlicher wären, begünstigt würden.

In der gegenwärtigen Situation und auch nur für die nächsten 5-10 Wochen könnte man den Zeitpunkt der zweiten "Spritze" etwas nach hinten schieben, müsste aber sicher stellen, dass dann alle, die die erste Dosis bekommen haben, auch nach 8-10 Wochen, die zweite Dosis bekommen können.

Organisatorisch würden das Israel, Südkorea, oder China locker schaffen, für mein Vaterland habe ich aber große Zweifel, dass das problemlos klappen wird.
 
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AnjaC
AnjaC kommentierte
Zum Thema Nasen-/Rachenspray kann ich aus meiner beruflichen Erfahrung berichten, dass das schon seit 30 Jahren ein vielgewünschter Traum ist, der aus den verschiedensten Gründen noch nicht Realität wurde. Auch bei anderen Indikationen als einer Immunisierung. Ich will da nicht so weit ausholen, aber der eigentlich recht simplen Idee stehen dann in der Praxis viele Hürden gegenüber, die trotz jahrzehntelanger Forschung höchstens theoretisch behoben werden konnten. Ich fände das auch toll, aber es ist leider nicht so einfach.

Zur Streckung der Impfdosis:
Mag schon sein:, man könnte, es wird wahrscheinlich so sein etc.... Aber so lange wir immer noch nicht wissen, ob die Impfung auch die Infektiosität verhindert btw. in welchem Ausmaß, wenn nicht komplett, sehe ich das kritisch. Und die Gefahr des begünstigten Entstehens weiterer Mutanten, wie von @HaDiDi oben beschrieben, sehe ich auch.

Gesichert ist das, was durch die Studien belegt wurde. Alles andere muss erst noch validiert werden - das halte ich für unverzichtbar.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Und die Gefahr des begünstigten Entstehens weiterer Mutanten, wie von @HaDiDi oben beschrieben, sehe ich auch. (@AnjaC )
Bezogen auf das Individuum wird durch jedwede Streckung die Gefahr von Mutationen erhöht, klar.
Bezogen auf die Gesamtpopulation wird diese Gefahr aber (vermutlich) vermindert, da so die Gesamtpopulation des Virus schneller reduziert wird. Es ist gefährlich, bei hoher Inzidenz zu impfen. Denn dadurch erfährt das Virus einen Selektionsdruck, anstatt auszusterben. Denn auch bei voller Impfdosis infizieren sich ja noch mindestens ca. 5%, das reicht vor Erreichen der Herdenimmunität für eine Evolution :(
Ideal wäre es, 160 Mio. Impfdosen vorzuhalten und dann in wenigen Tagen durchzuimpfen. Da eine Impfung ein Pieks von 5 Sek. ist, ginge das auch, wenn man nur will ;) Dafür braucht man auch keine Impfzentren, einfach Schlangen mit hochgekrempelten Ärmeln entlang der Strassen vor den Apotheken bilden, reicht schon. Dann gehen zwei Apotheker plus zwei Helfer die Schlange nach der Kühllaster-Lieferung des Tages ab ;) Jede Apotheke schafft so 1000 am Tag, zusammen also 20 Mio. und innerhalb nur 5 Werktagen wäre man durch, nach 3 Wochen dann die 2. Runde für Alle und Hasta-La-Vista für Freund Covid.
 
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HaDiDi
HaDiDi kommentierte


Guter Kommentar!

Irgendwo hieß es mal, wir befinden uns im Krieg mit einer Naturgewalt.... im "Krieg" gibt es eigentlich keinen Feierabend und keine Feiertage, schon gar nicht für die Generäle....

Die Generäle in diesem Krieg heißen für mich "Merkel, Spahn, Landesfürsten, Wieler, usw. - warum gibt es hier im Forum sinnvolle Vorschläge, aber ähnlich Vorschläge, besser noch Aktionspläne, scheint es bei den Verantwortlichen nicht zu geben.

Einen Vektorimpfstoff (AstraZeneca), oder gar einen klassischen Impfstoff mit inaktivierten SARS2-Viren (China Impfstoff) hätte auch die Bayer AG in 6-8 Monaten auf die Reihe bekommen, bei entsprechenden Garantien und Forschungsförderung durch die Regierung. Man muss es nur wollen, muss solche Ziele formulieren und dann konzentriert und "gallig" an solchen Zielen arbeiten.

So ein Impfstoff ließe sich schnell und kostengünstig in großen Mengen produzieren und man hätte das Kühlkettenproblem nicht. 160 Mio. Impfdosen schnell zu verabreichen, wäre dann keine unüberwindbare Hürde.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Zum Thema Nasen-/Rachenspray kann ich aus meiner beruflichen Erfahrung berichten....

mRNAsen sind überall, gerade auch im Rachenraum und auf der Nasenschleimhaut, da wird mRNA in kleinen Lipidhüllen verpackt, kaum die Zielzellen zur Ausbildung von Spike-Proteinen erreichen.
 
..Trotzdem würde sich SARS2 zunächst vermehren können und durch die bereits vorhandenen Antikörper (allerdings in geringer Menge) würden Mutanten bevorzugt, die sich dem Antikörper-Angriff teilweise entziehen können...
Danke für diese Einschätzung, auch wenn das etwas ernüchternd klingt. Dann lassen sie das mit der Impfstreckung hoffentlich bleiben. Sonst kann man ja hier eigentlich keine Aussagen dazu lesen, die auf eine entsprechende Ausbildung zurückgehen.
 
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2 Kommentare
Fraenker
Fraenker kommentierte
Wenn das stimmt dann....:confused:.
Würde mich aber nicht wundern:mad:.
 
norei
norei kommentierte
Warum sollte das nicht stimmen - wurde doch öffentlich so erklärt ...
 
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