Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
TV-Hinweise für heute Abend:

22.15 Uhr ARD oder livestream - reportMünchen mit diesen Themen:

Corona – Der stille Tod und das Leid der Angehörigen

Hunderte Menschen sterben Tag für Tag in Deutschland an Covid-19; fast immer fernab der Öffentlichkeit. Zurück bleiben trauernde Angehörige, die oft nicht einmal richtig Abschied nehmen konnten. Wie gehen die Hinterbliebenen mit ihrem Schmerz um? Wie empfinden sie die Diskussion um Lockerungen? Und wie reagieren sie auf Menschen, die weiterhin das Corona-Virus leugnen?
Polizisten und Covid-19 – im Dienst infiziert und alleingelassen
Ein Sportlehrgang für bayerische Polizisten endet mit vielen Corona-Infektionen. Ein anderer Beamter der Polizeiinspektion am Flughafen verstirbt nach einer Covid-19-Erkrankung. Die Erkrankungen werden nicht als Dienstunfall anerkannt. Jetzt klagen die ersten Polizisten. Und bundesweit gibt es ähnliche Probleme.
Italien – ein kleines Dorf und sein großer Kampf gegen das Virus
Die Bilder aus der Lombardei im März dieses Jahres gingen um die Welt. Das Militär transportierte Särge ab, die Krankenhäuser waren restlos überfüllt, ganze Regionen am Limit. Auch die zweite Corona-Welle traf Italien hart, wieder wurden strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt. report München blickt in ein kleines Dorf in den Marken und seinen großen Kampf gegen das Virus.


23.30 ZDF Leschs Kosmos

Verschwörungsmythen über das Coronavirus, Chemtrails oder den Klimawandel haben Hochkonjunktur. Woher kommen sie, warum glauben Menschen daran – und wem nutzen diese Verschwörungstheorien?
Jetzt schon hier anzusehen:
 
2 Kommentare
luckyshot
luckyshot kommentierte
...Viele sind bereit, große intellektuelle Opfer zu bringen, Hauptsache das eigene Bild der Welt bleibt stabil...

Klasse Herr Lesch! (y)
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Für das Zitat hat er den Grimme-Preis verdient.
 
Anzeigen
Klaus Harms
Klaus Harms kommentierte
Kay
Kay kommentierte


Entschuldigung:
Aus meinem Zweitberuf kenne ich den Ablauf von Zusammenkünften vor einer Entscheidung:
Zunächst gibt es jemanden, der eine Aufgabe als lösungsbedürftig meldet. Die Angelegenheit wird geprüft. Es werden die zu bearbeitenden Fachgebiete herausgesucht und aus ihnen die Fachleute benannt. Dann treffen sich alle. Dann wird geredet, gezeichnet, berechnet, erörtert - zum Schluß kommt die Kosten- Nutzenanalyse ...

und dann wird entschieden.

Und dann wird gehandelt.

Hier wird geredet, dann versprochen, dann etwas anderes versprochen. Das Wort " Transparenz " fällt. Aber die Politik will keine Transparenz.
Die Transparenz wurde spätestens abgeschafft, als es keine FFP 2 Masken gab.
Kein Politiker war transparent genug, um zu sagen: Sie würden nützen, aber wir haben keine.

Warum sagt jetzt niemand, warum mit dem Impfstoff von Biontech nicht wie geplant die Impfungen beginnen ?
Spahn redet von Transparenz und nebenbei erwähnt er, dass er mit einem Start der Massenimpfungen zum 2., oder zum 3. Quartal (!) rechnet und meint dann somit wohl in 9 Monaten. - Auch eine andere Ansage als vorher und noch immer nicht klar.
Klappt die Kühlung nicht, gibt es keinen Stoff, liegt das an noch nicht geklärter Logistik, am Hersteller ???
Hamburg baut nun endlich an einem Impfzentrum für 7000 (als Ziel) Impfungen täglich. Personal, so heißt es, steht genug zur Verfügung.
Jetzt spricht der Gesundheitsminister davon, dass, wenn andere Impfstoffe auf dem Markt sein werden, man das Problem der Kühlung nicht hat und dann ja auch die Ärzte impfen können. Woher der Wandel - wo die Transparenz.
Wo und wie soll die Bevölkerung vertrauen. Die Kanzlerin fordert wiederholt zum gemeinsamen handeln.
Wie soll das funktionieren, wenn bald die Transparenz zur Modeworthülle verkümmert ?

Mir geht es nicht darum, hier den einen, oder die andere zu beschuldigen, dass Abläufe nicht geplant und transparent abgewickelt werden können,
aber wo ist die Koordination (und die Transparenz) ??
Förderalismus hin oder her, aber gegenseitige Blockade bringt niemanden nach vorn. Gestalttherapie / Lektion 1

Frag doch mal einer die Ministerpräsidenten : Unter welcher Voraussetzung sind Sie bereit, zuzustimmen ?
Was planen Sie für Ihr Bundesland als Unterstützung für eine gemeinsame Lösung ?? - Au backe.

Da steckt das Versagen der Politik: Wenn schon die Minister, die Politiker Schwierigkeiten haben, gemeinsam an einem Strang zu ziehen - was dann ???

Und so ganz nebenbei könnte dann auch über eine europäische Lösung nachgedacht werden: Virologen, Biologen, Physiker ... aus D, F, A - nur mal so ...
beraten, entscheiden, handeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
bernhard64
bernhard64 kommentierte
Kay

"... gemeinsam an einem Strang zu ziehen..."
Bin bei allem vollkommen bei Dir. Aber den "einen Strang" gibt es doch schon lange nicht mehr. Wenn es ihn denn jemals gab. Schon Julius Caesar hatte andere Intentionen als die Häduer ;)
 
Kay
Kay kommentierte

Dann nimm aus dieser Zeit Cicero mit " de re publica " übersetzt meist " das Gemeinwesen " , eigentlich " über die öffentliche Sache ".

Viele haben anders gehandelt, aber die Denke war damals in Teilbereichen deutlich weiter als § 4, Abs. 2 S.3 , der Ausführungsverordnung zur Aufstellungsordnung von Müllbehältern, der da sagt, dass Mülleimer aufrecht aufgestellt werden sollen. Verzetteln in Kleinigkeiten, aber für eine Gesamtlösung kein Überblick.

Egal, ob man das Gebiet des Gemeinwesens nun auf Deutschland bezieht, oder auf Europa, oder sogar global, aber mit Hamburg anders als Kiel, oder Schwerin ist da wenig " gemeinsam an einem Strang ".
 
bernhard64
bernhard64 kommentierte
Kay

Danke, bin (auch?) Altsprachler :love:.
viele unserer Verordnungen, DIN, techn. und BG-Regeln sehen von außen betrachtet manchmal seltsam aus. Wenn man nicht betroffen ist, muss man sich darüber aber nicht den Kopf zerbrechen. Man regelt ja solche Dinge unterhalb der Gesetzesebene meist in Expertengremien um einen Mindeststandard zu empfehlen. Was muMn ein Grund dafür ist, dass unser Land so gut funktioniert. Disfunktionen treten meist auf, wenn man diese Regeln außen vor lässt. Ausnahmen bestätigen da sicher die Regel.

Aber noch einmal: das was Du unter Gemeinwesen, öffentliche Sache oder „an einem Strang“ bezeichnest, gibt es nicht (mehr). Dazu müsste eine der vielen „Weltanschauungsmöglichkeiten“ als die einzig richtige gelten. Das ist aber nicht möglich. Wie soll das auch gehen in einem Universum, von dem wir vor nicht allzu langer Zeit erkannt haben, dass wir von 80-90% überhaupt keine Ahnung haben ( dunkle Materie, dunkle Energie).

„Demokratie kann Werte erhalten, aber sie kann keine schaffen.“ (Helmut Schmidt?). Die gemeinsamen Werte sind uns aber verloren gegangen in den letzten Jahrzehnten. Deshalb gibt es auch diesen Strang nicht mehr ... Das einst christliche Abendland fährt nur noch mit Minigruppenkarte :cry:
 
  • Hug
Reaktionen: Kay
Eis in Dänemark, ein Märchen zur Weihnachtszeit


Es war einmal eine Gruppe von Hamburger/innen*, die mieteten drei Ferienhäuser am Strand von Blavant (DK), um dort die Weihnachtstage zu verbringen.
Des abends wurden Geschichten erzählt und es geschah, dass in einem Moment der Stille der als Koch eingeteilte seine Freunde fragte:
“ Wie möchtet Ihr heute abend zum Nachtisch Euer Eis ?“
Die Antworten waren gar gewaltig. „Schoko-Eis mit Splittern von schweizer Schokolade unter einer Haube von Vanille-Sahne, garniert mit kandierten Kirschen aus Neuseeland “ war da nur der Anfang und jeder versuchte den Vorgänger an Kreativität zu übertreffen.

Das Problem war: Wir hatten kein Eis.
Diejenigen, die von uns das Spiel schon kannten, bestellten, obwohl sie das wußten - die neu dazu gekommenen kreierten ihre Eisbestellung, weil sie das Spiel noch nicht kannten.
Wir hatten viel Spaß und erinnern uns gern an diese Wintertage in Dänemark.

Jetzt haben wir wieder so ein nettes Spiel:
Unser Spielleiter, der Herr Spahn fragt uns, mit welchem Impfstoff wir geimpft werden wollen und wer von uns zuerst beginnen will.
Die Bestellungen werden mit einem stolzen Lächeln entgegen genommen und jeder, der das Eis-Spiel kennt, macht wieder mit:
Die einen, weil sie wissen, dass es einen Impfstoff genausowenig gibt, wie einst das Eis in Dänemark
und die anderen machen mit, weil sie auch an Eis glauben würden, das es zum Nachtisch nicht gibt, weil niemand die Bestellung ernsthaft wollte.

Es ist nur ein Spiel.

Das mit den FFP 2 Masken für alle war auch so ein Spiel.

Frohe Weihnachten !
 
1 Kommentar
frankolas
frankolas kommentierte
Das hat schon was, wenn Hugo länger schläft. ;)
 
Mit einer Meldung zur Absage der CP+2020 begann dieser Thread im Februar. Heute kommt die Meldung, dass die CP+2021 anders als geplant als reine Online-Messe stattfinden wird:

 
Kommentar
T‘schuldigung, wenn ich hier evtl. etwas verpasst habe. Ich lese keine Zeitung und glotz nicht TV, aber überall sprechen die Leute vom harten Lockdown.

Gibt es schon Pläne von oben, ab wann, wie lange und wie „hart“? Gilt das dann bundesweit und was wird Alles so zu haben?
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Sachsen geht wohl voran mit der Schließung des Einzelhandels bis 10.01.21 (ich glaube, schon ab Montag), Bayern deutet an zu folgen, jedenfalls zwischen 24.12. und 10.01. - hier gelten jetzt schon strengere Regeln seit heute (s. Video oben)
Was die Schulen angeht, steht im Raum, sie bis mindestens 10.01. zuzulassen.
Die Stimmen insgesamt werden lauter, wobei das Signal aus dem Bundeskanzleramt wohl ist, dass ein weiteres MP-Treffen nur dann Sinn macht, wenn auch wirklich Beschlüsse zu härteren Maßnahmen dabei rauskommen.
Ich denke, Du hast mit Deiner Prognose eines harten Lockdowns für Januar recht.
 
Gianni33
Gianni33 kommentierte
Ich erlaube mir, konsequenter zu sein als unsere Politiker und lasse deshalb das diesjährige Weihnachtsfest im größeren Kreis der Familie (wozu immer auch alleinstehende Bekannte eingeladen sind) ausfallen.
Es soll ja nicht das letzte Weihnachtsfest in meinem Leben gewesen sein...

Die Weihnachtsgeschenke gibt es halt dann zu Ostern.
 
Zuletzt bearbeitet:
häuschen
häuschen kommentierte
Bei uns fällt Weihnachten auch aus und die Kinder sind unglaublich sauer.
Letztes Jahr waren wir 14 Leute aus 5 Haushalten, davon nur 2 Kinder unter 14.

Um mich mal ein wenig zu brüsten ... ich habe die Leute bekocht.
Fazit: Ich freu mich also auf Weihnachten 2020 :)
 
markusm1000
markusm1000 kommentierte
Ich lese keine Zeitung und glotz nicht TV,
So wenigstens einmal am Tag solltest Du schon Kontakt zur Realität aufnehmen. Es sollte Dich bedenklich stimmen, dass Du jetzt schon andere fragen musst, was um Dich herum wirklich passiert.
 
häuschen
häuschen kommentierte


Was um mich herum wirklich passiert erfahre ich nicht aus den Medien. Deine Antworten auf meine Beiträge sind übrigens immer ... doof.
 
Im Journal of Health Monitoring Ausgabe 4/2020 werden in zwei Veröffentlichungen die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die gesundheitliche Lage der erwachsenen Bevölkerung und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen diskutiert.

Ich poste euch hier jeweils das Abstract der beiden Artikel und unten den Link zur Originalquelle (PDF)

Die gesundheitliche Lage in Deutschland in der Anfangsphase der COVID-19-Pandemie. Zeitliche Entwicklung ausgewählter Indikatoren der Studie GEDA 2019/2020-EHIS

Abstract
Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 stellt Deutschland im Jahr 2020 vor große Herausforderungen. Unklar ist, ob die Pandemie und die ergriffenen Eindämmungsmaßnahmen auf die Gesundheit der Bevölkerung jenseits des Infektionsgeschehens Einfluss haben. Die Studie Gesundheit in Deutschland aktuell (GEDA 2019/2020-EHIS) ist eine bundesweite Befragung der Bevölkerung ab 15 Jahren (n=23.001), die zwischen April 2019 und September 2020 durchgeführt wurde. Die Analyse berücksichtigt Indikatoren, bei denen pandemiebedingte Veränderungen anzunehmen waren. Über Regressionsmodelle wurden adjustierte Anteile und Mittelwerte im Zeitverlauf geschätzt. Unterschiede in den Werten zwischen der Phase der Eindämmungsmaßnahmen im Frühjahr 2020 zum Vergleichszeitraum 2019 wurden statistisch getestet. Körpergewicht und Body Mass Index (BMI) haben seit Einführung der Eindämmungsmaßnahmen zugenommen. Die Inanspruchnahme allgemein- und fachärztlicher Leistungen ist vorübergehend zurückgegangen. Im Beobachtungszeitraum hat die Zahl der Tabakrauchenden abgenommen, ein Zusammenhang zur pandemischen Lage ist aber unklar. Keine Unterschiede zeigten sich in der Allgemeinbevölkerung bei der depressiven Symptomatik sowie der erhaltenen und geleisteten Unterstützung im Haushalt. Während der Eindämmungsmaßnahmen können Veränderungen der gesundheitlichen Lage jenseits des Infektionsgeschehens beobachtet werden. Differenziertere Erklärungen hierfür bedürfen jedoch weiterer Analysen.

Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der Eindämmungsmaßnahmen auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Abstract
Kinder und Jugendliche sind von der COVID-19-Pandemie und den behördlichen Eindämmungsmaßnahmen besonders betroffen. Die Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit wurde bislang wenig untersucht. Ziel dieses narrativen Reviews ist es, bisher vorliegende Erkenntnisse zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in den ersten Wochen der COVID-19-Pandemie und während der für ihre Eindämmung ergriffenen Maßnahmen in Deutschland zusammenzufassen. Erste internationale und nationale Studien zeigen ein differenziertes Bild. Bei Kindern und Jugendlichen traten Symptome von Angst und Depression sowie eine geminderte Lebensqualität auf. Die Schließungen der Betreuungs- und Bildungseinrichtungen und der damit einhergehende Verlust der gewohnten Tagesstruktur, Kontaktabbrüche und dem eigenständigen Lernen zu Hause stellten erhebliche Herausforderungen für betroffene Kinder und deren Familien dar. Räumliche Enge und fehlende Ausweichmöglichkeiten während der Eindämmungsmaßnahmen konnten außerdem zu erhöhtem familiärem Stress und gehäufter familiärer Aggression sowie zu häuslicher Gewalt führen. Die Befunde zeigen jedoch auch, dass viele Familien die Zeit während der Eindämmungsmaßnahmen überwiegend gut meisterten. Bei möglichen zukünftigen Pandemien oder weiteren Wellen der COVID-19-Pandemie sollten die Bedürfnisse von Heranwachsenden und deren Familien während der Eindämmungsmaßnahmen stärker berücksichtigt werden.

Quelle:
 
Kommentar
Heute bei uns (Österreich) in den Nachrichten: Man hätte bemerkt, dass die nicht unerheblichen Nebenwirkungen der Covid-19-Impfung (? welcher Impfstoff?) bei Allergikern besonders stark auftreten. Daher hätte "man" beschlossen, von Impfungen bei Allergikern derzeit abzusehen.

Wissen die Kundigen hier mehr? Die Nachrichten waren da etwas "diffus".
 
Klaus Harms
Klaus Harms kommentierte
Korrekt, aber es müssen sicherlich zuerst klare und wirksame Maßnahmen getroffen werden.
 
  • Like
Reaktionen: Kay
Gianni33
Gianni33 kommentierte

Richtig! Und der Sündenfall der regierenden Politiker wird darin bestehen, dass an Weihnachten die Regeln gelockert werden.
Weihnachten wird m. E. zum Superspreading-Event werden - und einige Wochen später werden die Politiker dann wieder über steigende Zahlen von an und mit Covid19 gestorbenen Menschen klagen.
Es kann doch niemand ernsthaft annehmen, dass bei Weihnachtsfeiern die Anwesenden Masken tragen (wenn sie nicht gerade essen und trinken), in eineinhalb Metern Abstand sitzen, auf lautes Sprechen und Singen verzichten, keine alkoholischen Getränke zu sich nehmen und alle zwanzig Minuten das Zimmer gründlich lüften.
Aber noch ist das letzte Wort bezüglich Weihnachten ja noch nicht gesprochen. Es besteht also noch Hoffnung, dass sich die Vernunft doch noch rechtzeitig durchsetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
HaDiDi
HaDiDi kommentierte


Schlimmer noch, es gibt einige technische und organisatorische Maßnahmen mit denen man das Infektionsrisiko deutlich reduzieren kann. Die Infektionswege von SARS2 sind mittlerweile (eigentlich schon seit Monaten) recht gut bekannt und man kann sich mit relativ einfachen Maßnahmen gegen eine Infektion schützen. Man kann Kontakte sicher machen.

Leider wurden die Sommermonate nicht genutzt, um diese präventiven Maßnahmen zu implementieren. Jetzt hilft nur noch die Holzhammermethode und da es keine Strategie für die nächsten Monate gibt, werden ihr wohl bis Ende März zwischen "hammer und dance" hin- und herzappeln. Das ist Politikversagen "at its best"!

Es geht damit los, dass für viele Maßnahmen nicht mal die Finanzierung geklärt ist. Viele Maßnahmen sollen über die Krankenkasse abgerechnet werden, ein Wahnsinn. Ich hatte es hier mehrmals geschrieben, der Jens hätte zum Olaf dackeln müssen und hätte sich ein gezieltes Covid-Budget geben lassen müssen. Damit hätte man Masken, Schnelltests, PCR-Test, aber auch technische Umbauten in Schulen und Altenheimen, höhere Frequenzen im ÖNV, etc. finanzieren können, schnell und unbürokratisch. Da ständen jetzt vielleicht lächerliche 30-50-80 Mrd. € auf der Uhr (auf dieser Corona-Kostenstelle), aber man hätte viele Infektionen, Tote und Geschäftsschließungen verhindern können. Zudem hätte es mehr Akzeptanz bei der Bevölkerung gegeben, weil eine klare Linie, eine Strategie zu erkennen wäre. Unterm Strich wäre so ein Corona-Budget deutlich günstiger gewesen, als das, was jetzt und in 2021 an wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kosten auf Deutschland zukommt.

Zudem werden noch immer Maßnahmen aus "ideologischer" Sicht und nicht aus epidemiologischen Erkenntnissen getroffen. Grenzschließungen, kein Thema, Schließung von "Gotteshäusern" (und ich denke da primär an Freikirchen und muslimische Begegnungsstätten) geht auch nicht, spezieller Schutz von Risikogruppen wurde nie ernsthaft angedacht, Einsatz von privaten Bussen und Taxi, um im ÖNV den Mindestabstand von 1,5m zu garantieren, wurde auch nicht umgesetzt. Da fallen uns noch viele Versäumnisse ein, einfach nur traurig, wo Deutschland kurz vor Weihnachten steht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Hug
Reaktionen: Kay
markusm1000
markusm1000 kommentierte
Es besteht also noch Hoffnung, dass sich die Vernunft doch noch rechtzeitig durchsetzt.
Glaub ich nicht, Du bezweifelst es ja selbst: "Es kann doch niemand ernsthaft annehmen, dass bei Weihnachtsfeiern die Anwesenden Masken tragen (wenn sie nicht gerade essen und trinken), in eineinhalb Metern Abstand sitzen, auf lautes Sprechen und Singen verzichten, keine alkoholischen Getränke zu sich nehmen und alle zwanzig Minuten das Zimmer gründlich lüften."
Das wäre das vernünftige Verhalten. Und da niemand Privatwohnungen überwachen will und kann, liegt es ganz allein an uns Bürgern, ob nach Weihnachten/Sylvester die Zahlen explodieren. Für unser eigenes Verhalten sind nur wir selbst verantwortlich, nicht "die Politik", nicht Bill Gates oder Aliens und auch keine Corona-Diktatur.
 
Kay
Kay kommentierte


" Klar und wirksam " wäre nötig, ist erforderlich. - Im Rundfunk heute morgen (NDR 2) zweite Bürgermeisterin:

" Wir sind dabei, das zu besprechen und zu entscheiden . "

Undeutlicher geht es nicht: Wer sind die Entscheidungsträger (wer ist "wir"), was heißt " sind dabei " (wann kommt ein Ergebnis) "das zu besprechen" (was denn: Schulschließungen, Ausgehverbot von 14:00 Unr bis 17:30 Uhr, Alkoholverbot) und "zu entscheiden" (für wie lange).

Es gibt keine klare Ansage: Die Regierung möchte, aber regelt nich, die Ministerpräsidenten verordnen, aber nicht einheitlich; " klar und wirksam " dauert aufgeweicht als Hoffnung am Horizont und die Politik versprüht weiter den Nebel, bei dem niemand mehr durchblickt. Was da alles erzählt wurde, angefangen von klaren Regelungen, wenigstens zu Weihnachten - nix da, täglich eine andere Variante !

Im Ergebnis bei diesem Hin und Her fahren dann die Hamburger nach Schleswig-Holstein zum Friseur und nach Mecklenburg zum Einkauf. Liegt alles vor der Tür. Einmal quer durch Hamburg dauert länger. Kontakte hier und dort, noch weniger rückverfolgbarer, als wenn alle wenigstens am Platz blieben, treffen an der Tankstelle, beim Glühwein auf der Bank nebenan.
Halbherzigkeit , du bekommst das Ehrenkreuz !
 
Für unser eigenes Verhalten sind nur wir selbst verantwortlich, nicht "die Politik", nicht Bill Gates oder Aliens und auch keine Corona-Diktatur.


Hier möchte ich deutlich widersprechen. Für den gesellschaftlichen Mindset, für die Akzeptanz von Maßnahmen trägt die Politik einen entscheidenden Anteil.

Wir sehen einen deutlichen Unterschied im Verhalten der Bevölkerung in (West)Europa im Vergleich zu Ostasien. Wir erinnern uns noch an die Bilder im Feb. 2020, als die südkoreanische Regierung geschlossen zu Pressekonferenzen erschien, alle mit Maske und diese Masken wurden auch während der Pressekonferenzen aufbehalten, auch beim Sprechen.

Einer der wichtigsten Corona-Experten weltweit, Prof Yuen Kwok-Yung (HKU), (mein Sohn hat bei ihm Vorlesungen und Praktika), tritt bei öffentlichen Statements selbstverständlich mit Maske auf.

(195) HKU Professor Yuen Kwok-yung talking about COVID-19 reinfection - YouTube

Da wird was vorgelebt, da nimmt man die Vorbild-Verantwortung ernst. Was war in Deutschland im Frühjahr für ein Masken-Chaos. Masken bringen nichts. Bis heute sind FFP2-Masken nicht flächendeckend und günstig in Deutschland erhältlich. Warum gibt es den Fünferpack nicht im Aldi für 99Cents, subventioniert vom Gesundheitsministerium? Warum finden in Europa Talkshows nicht mit Maske statt, warum lebt man sinnvolles Verhalten nicht vor.

Es ist hier, wie in vielen Bereichen des Lebens, der Fisch stinkt vom Kopf.


Wer etwas mehr Zeit hat und Interviews in englischer Sprache folgen kann, schaut sich diesen Beitrag an, von Mai 2020, dann wird sehr schnell klar, warum ostasiatische Gesellschaften von SARS2 weniger getroffen werden:

(195) “Masks and other lessons from Asia" by Professor Yuen Kwok-yung at HKU - YouTube
 
Zuletzt bearbeitet:
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Da gehe ich d'accord. Laschet, der sich blamierte als er seine Maske als Kinnschoner trug,
der Streeck missbrauchte um Lockerungen durchsetzen zu wollen (daß der sich gern
missbrauchen liess ist hier egal), Politiker die wider besseren Wissens verkünden Masken
helfen nicht - mit der Absicht den Versorgungsnotstand zu überdecken.....

Und das trifft dann auf Leute, "die intellektuell große Opferbereitschaft aufbringen,
Hauptsache ihre Weltsicht verändert sich nicht". Die sind wissenschaftliches Arbeiten
nicht gewöhnt, verstehen nicht daß sich Positionen durch neue Erkenntnisse notfalls
täglich ändern können. "Der hat aber gestern gesagt...." - Ja, genau. Gestern.

Und dann die freie deutsche Pendelpartei und die Affenpartei, die aus all dem
einen schmutzigen Profit bei völliger eigener Unfähigkeit schlagen wollen.
Die Botschaften dieser Rattenfänger fallen bei Menschen mit intellektueller
Unterversorgung auf fruchtbaren Boden, weil ihre Worthülsen so einfach sind.
Abgefasst im Sprachschatz der Blöd-Zeitungsleser.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gianni33
Gianni33 kommentierte
Nun höre ich von einigen Politikern: Ja, wir brauchen einen harten Lockdown - aber erst nach Weihnachten.
Weihnachten sei schließlich ein christliches Fest und das Fest der Familien, und das müsse man respektieren.

Aus christlicher Sicht wäre es meiner Meinung nach im Sinne des Gebotes der Nächstenliebe geradezu unausweichlich, auch an Weihnachten verschärfte Maßnahmen zu verhängen.
Denn sehenden Auges einen Superspreading-Event zu begünstigen, bei welchem die Infektionszahlen noch weiter ansteigen, die Krankenhäuser sowie die Gesundheitsämter überfordert sein werden und mit noch mehr Toten zu rechnen sein wird, halte ich für unchristlich.

Aus christlicher Position ist auch festzuhalten: Gott hat dem Menschen den Verstand gegeben, auf dass er ihn auch benutze.

Ich vermisse von daher auch eine Stellungnahme der christlichen Kirchen in der gegenwärtigen Diskussion.
 
Zuletzt bearbeitet:
Z5_Chris
Z5_Chris kommentierte
Eine Stellungnahme der Kirche währe tatsächlich sehr interessant und wünschenswert. Mir wäre es auch lieber es würde auf die Weihnachtsausnahme verzichtet, wir können die Familie auch entzerrt treffen und werden das überwiegend sowieso so handhaben.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Stimmt. Ich weiß von vielen (kleinen) Gemeinden, dass sie mit ihren geringen Mitteln es trotzdem schaffen, ihre Gottesdienste per YouTube zu übertragen. Es würde mich freuen, wenn z.B. die EKD das offiziell unterstützen würde. Vielleicht tut sie es ja, aber ich habe bisher nichts davon gelesen.
 
Gianni33
Gianni33 kommentierte

Herr Dr. Schuster als Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland hat ja bereits eine Stellungnahme abgegeben.
Er schlägt vor, zum bald beginnenden Chanukka-Fest keine großen Familienzusammenkünfte abzuhalten und die Zahl der Personen in den Familien auf maximal 5 aus maximal 2 Hausständen zu begrenzen. Er persönlich geht als Vorbild voran, indem er mehrere Treffen mit jeweils wenigen Familienmitgliedern plant.
 
Moin Leute,

als stiller Mitleser möchte ich mich zuerst für diesen Thread bei allen Beteiligten bedanken! Die fundierten Beiträge in Verbindung mit der hervorragenden Moderation haben für mich seit Beginn der Pandemie diesen Faden zu einer der wichtigsten Informationsquellen gemacht – toll!

Nachfolgend möchte ich kurz meine Erfahrungen zu diesem für uns alle besonderen Thema schildern:

Ich lebe in Schleswig Holstein zusammen mit meiner Frau in einem 2-Personen Haushalt. Als Patchworkfamilie haben wir insgesamt 5 erwachsene Kinder zzgl. deren Lebenspartner und inzwischen auch zwei kleine Enkelkinder. Auch unsere Eltern leben hier, gehören alle altersbedingt zur Risikogruppe. Wir haben uns alle gemeinsam von Anfang an allen Regeln (und unserem gesunden Menschenverstand folgend) entsprechend verhalten und es gab, hoffentlich bleibt das so, bisher keine „Fälle“ in unserer Familie. Für die kommenden Weinachtfeiertage werden wir auf die sonst üblichen Familienzusammenkünfte verzichten und in jeweils kleinen Grüppchen (max. 4 Erwachsene + 1 Kleinkind) draußen im Garten kleine, kurze „Mini-Feiern“ abhalten. Mehr nicht. Insofern denke ich, tun wir alles was uns möglich ist.

Was mich aber viel mehr umtreibt ist die Situation im Job:

Nur Leugner, Saboteure und Verweigerer…….Die Personalabteilung hat sich ins Homeoffice verzogen und damit die Überwachung der „Corona-Rules“ in unserem Unternehmen Leuten überlassen die entweder zu blöd oder zu bequem sind, entsprechend auf das Einhalten von Regeln zu bestehen. Nix Maske, nix Abstand. Personenlimits in den unterschiedlichen Räumen werden regelmäßig missachtet. Bedenken hierzu von meiner Seite werden belächelt. Das „obligatorische“ Fiebermessen vor Arbeitsantritt findet nicht statt – der Vorarbeiter steht grinsend daneben, wenn die Kollegen trotzdem in der ausliegenden Liste mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass sie kein Fieber haben…..Der Werksleiter, darauf angesprochen: „Um ehrlich zu sein habe ich auch seit zwei Monaten kein Fieber mehr gemessen“. Gleichzeitig regt er sich darüber auf, dass er ja jetzt nicht mal mehr Glühwein trinken darf……Hasstiraden auf unsere Bundeskanzlerin „Das höre ich mir nicht mehr an….“. Das auch in der restlichen Belegschaft weit verbreitete braune Gedankengut trägt im Übrigen auch nicht wirklich zu einer Stimmungsaufhellung für mich und meinen Kollegen, mit dem ich völlig einig bin, bei.

Vor diesem Hintergrund bezweifele ich wirklich, dass die immer wiederkehrenden Hinweise auf die Eigenverantwortung des mündigen Bürgers ausreichen, diese Pandemie in Deutschland in den Griff zu bekommen – das wird nix. Wenn ich grob überschlage sind ca. 50% der Leute mit denen ich Kontakt habe „intellektuell unterversorgt“…….das macht mir Sorgen…..

Viele Grüße und „sorry“ für den Roman!

Gruß aus dem hohen Norden

Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
3 Kommentare
Z5_Chris
Z5_Chris kommentierte
Hi Martin, ich teile dein Leid - Auch ich bin gefühlt von "unterversorgten" ;) umgeben und wundere mich angesichts der Ignoranz vieler nicht über die aktuelle Entwicklung. Zum Glück bin ich im Homeoffice, aber mir langt schon das was ich vom "Dorfleben" da außen mitbekomme.
 
häuschen
häuschen kommentierte
Es ist eigentlich unmodern sich in solch einem Fall nicht nach einem neuen Arbeitgeber umzusehen. Nur mal so als Denkanstoß.
 
L
LandyMaddin kommentierte


Da bin ich dran, glaub mir........
 
Ich muss mir jetzt mal Luft machen. Das folgende schreib ich ganz privat, nicht als Moderatorin.

Mal ganz im Ernst: ist das euer Ernst, was sich da in den letzten Kommentaren abzeichnet? Ich kann ja falsch liegen, aber für mich hört sich das so an, als wären wir mal wieder kollektiv auf der Suche nach dem Sündenbock und können selber gar nix für irgendwas. Sagt mir doch mal: wenn wir den gefunden haben, was bringt uns das dann? Ist dann die Pandemie vorbei?

Ich les hier immer öfter "gnagnagna" und "meckermosermotz" und "anderswo is besser als hier". Oder "wenn die damals im Sommer schon...", "warum gibt es immer noch nicht...", Ehrlich - mir ist im Thema dieses Threads sh**egal, ob irgendein dem rechten Rand nahestehender Geschichtsprofessor ein schlaues Buch über irgendwelche Räume geschrieben hat, welche Gesellschaft "die bessere" ist und ob die Bildungsfernen die Blöden sind oder die Schlauen die Unverstandenen, auf die keiner hört.

Leute, WIR sind das Kollektiv, die Virenträger, das Volk, die Gemeinschaft, die Gesellschaft. WIR und die Menschen, die uns nahe stehen sind die Ansteckenden, die Erkrankten, die auf den Intensivstationen, die mit den Langzeitsymptomen und leider viel zu oft die, die sterben. WIR müssen unsere Kontakte reduzieren und zwar um mehr als 60%, wie Herr Wieler eben in seinem Pressestatement noch einmal bestätigte und erklärte. WIR müssen Abstandsregeln einhalten, Maske tragen, den Kopf einschalten und umdenken, wenn wir es denn immer noch nicht getan haben sollten.

Gleichzeitig sind WIR diejenigen, die von sich behaupten, sie wollen ihr Leben selbst bestimmen, sich nicht in den Privatbereich gucken lassen, sich nicht überregulieren lassen. Wir sind ja erwachsen und eigenverantwortlich und wir haben unsere Rechte. Echt jetzt? Gleichzeitig tun WIR nur dann was, wenn es verordnet wird, wenn Zuwiderhandlung unter Strafe steht und uns an den Geldbeutel geht. Gleichzeitig verlangen WIR von "denen da oben", dass sie "endlich was machen" "damit das aufhört". Wir wollen unsere eigenen Entscheidungen treffen, aber kommen scheinbar ohne starke Führung per order di mufti nicht aus? Und wenn uns an der Order dann was nicht passt, es zu schnell, zu langsam, zu lasch, zu streng ist, dann können wir nur eins: meckern. Oder die Diskussion auf Nebenschauplätze verlagern und schlau rumlabern. Weil WIR ja alles besser wissen.

Wenn WIR "damals im Sommer schon" nicht in Urlaub gefahren wäre, obwohl wir es durften. Wenn WIR auch dann schon Masken getragen hätten, als die Regeln noch nicht so streng waren. Wenn WIR an den Schulen mitgeholfen hätten, neue Räume für geteilten Unterricht zu finden, Luftfilter zu besorgen etc pp anstatt darauf zu warten und mit Argusaugen zu beobachten, ob denn "die Behörde" endlich mal...
... vielleicht müssten wir uns dann jetzt nicht so anstrengen mit dem Meckern, weil es nicht so viel zum Meckern gäbe.

Wisst ihr, was WIR auch haben, außer unseren Rechten? WIR haben Pflichten. Wir haben natürlich das Recht zu meckern. Ich finde allerdings, dass wir uns das nur dann herausnehmen dürfen, wenn wir unsere Pflicht erfüllt haben. Dazu gehört neben der Einhaltung der bekannten Regeln auch, dass wir andere, die dabei Hilfe brauchen, dabei unterstützen, das ebenfalls zu tun. Mir macht es auch Sorge, was ich um mich herum erlebe und ich überlege, wie man diejenigen erreichen kann, auf deren Einsicht wir nicht setzen können. Und mir wird ganz anders, wenn ich lese, was @LandyMaddin von seinem Arbeitsumfeld berichtet.

Es liegt an jedem Einzelnen von uns. WIR müssen unsere Kontakte reduzieren. Das könnten wir auch tun, ohne dass ein Lockdown verordnet wird. Einfach, indem wir es tun. So, wie wir es im Frühjahr gemacht haben, schon bevor der Lockdown kam. Es geht doch, haben wir doch gezeigt! Und eigentlich brauchen wir unsere ganze Energie dafür und für die Stärkung unserer Resilienz - und nicht dafür, mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Habe fertig. Manno!

... und wer sich jetzt empört ungerechterweise angesprochen fühlt, der halte bitte vor der Antwort einen Moment inne und frage sich, warum er sich einen Schuh anzieht, der angeblich nicht passt....
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Etwas sollte man allerdings ergänzen. Wenn Du Dich konsequent schützt, wenn Du die AHA-Regeln befolgst. Wenn Du größere Menschenmengen, Enge und schlecht gelüftete Räume meidest, oder zumindest dann eine FFP2 Maske trägst, hast Du quasi kein Infektionsrisiko.

Sollte Dein Partner, oder Freunde kritische Begegnungen gehabt haben, dann kann man mit einem Antigen-Schnelltest zumindest für die nächsten 24 Stunden Infektionsfreiheit überprüfen, den nächsten Tag muss man dann wieder testen. Gegen Corona kann man sich selbst recht wirkungsvoll schützen, egal was andere tun, das sollte man nicht vergessen.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte

Ist mir klar, ja. Genau das tue ich auch so. Und wenn alle das so
handhaben würden, hätten wir die Sache vermutlich schon im Griff.

Seufz.....
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Die Heatmap bei uns zeigt doch auch sehr schoen wie Praeferenz von Parteien mit dem Inzidenzwert korrelliert.
Hildburghausen, Chemnitz etc. sag ich nur.
Dem Virus ist es egal was Fake News und Aluhuete verbreiten.

Im Mittelalter haette das zu einer natuerlichen Selektion gefuehrt - die Dummen und Ignoranten haette es in der Mehrzahl getroffen.

Beste Gruesse Bernd
 
Kay
Kay kommentierte
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte

Die App soll das nicht tun, weil das dazu führen könnte daß einzelne Leute
in den Fokus geraten die es vielleicht gar nicht waren und dann Ziel allfälliger
Aggressionsschübe werden könnten.

Es verwenden ja nicht nur selbstbeherrschte, vernünftige Menschen diese App.
 
@Anja:
Deine Ermahnung, dass jeder von uns mithelfen soll, die Epidemie zu bewältigen, indem er sich vernünftig verhält, unterstütze ich voll und ganz.
Ohne das geht es ja nicht.

Aber auch die Regierung soll das Ihre tun, indem sie die notwendigen Maßnahmen ergreift, und nicht ihre Regierungsverantwortung an das Volk zurückgeben.
Denn dafür haben wir sie schließlich gewählt.
 
2 Kommentare
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
und welche Maßnahmen würdest Du dir denn zusätzlich wünschen??
beim Lockdown light meckern die Leute
beim harten Lockdown meckern die Leute
da ziehen sie dann vors Verwaltungsgericht weil sich nicht in Urlaub fahren können (nur als ein Beispiel)
nur wenn ein jeder von uns mitzieht bekommen wir das in den Griff.
Wir haben doch alle so ein Stück "Fleisch" zwischen den Ohren das uns das Denken ermöglicht.
Alles auf Regierungsverantwortung zu schieben ist mir zu einfach...
oder soll dir F.Merkel / H.Söder sagen das du dir im Winter ein Mützchen aufsetzen sollst, damit du dich nicht erkältest;)
 
Gianni33
Gianni33 kommentierte

Was ich mir wünsche, habe ich weiter oben schon klar und deutlich ausgedrückt:
Von den jetzt dringend notwendigen Maßnahmen sollen die Weihnachtstage nicht ausgenommen werden, damit nicht durch fahrlässiges Handeln bzw. Nichthandeln ein Superspreading-Event entsteht.

Dieser Meinung ist übrigens auch Prof. Wiehler vom RKI, wie man seinen von tiefer Sorge getragenen Ausführungen in der heutigen Pressekonferenz bei aufmerksamem Zuhören entnehmen konnte. Als warnendes Beispiel hat er die Verschlimmerung der Corona-Situation in den USA als Folge von Thanksgiving-Familienfeiern angeführt.

Und wenn einige Leute darüber "meckern", sollte das die politisch Verantwortlichen nicht davon abhalten, das von der Wissenschaft als notwendig Erkannte zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich falle gerade vom Stuhl, Jens Spahn gibt bekannt, dass man den Risikogruppen 400 Mio. FFP2 Masken zur Verfügung stellen will, die würden dann 2,5 Mrd. € kosten. Das sind etwa 6 €/Maske????

Hochwertige N95 Masken werden international für rund 0,30 USD/Maske gehandelt, bei Abnahme von 100.000 Stück. Bei 400 Mio. sollte da noch ein kleiner Rabatt möglich sein. Wer macht sich da eigentlich die Taschen voll? Von 0,30 USD zu 6€ ist ziemlich viel Spanne. :cool:
 
C
Christian B. kommentierte
Die Apotheke meiner Frau muss im Einkauf 5,95 EUR für eine FFP-2-Maske bezahlen. Durch die unsinnige Aktion werden die Preise sprunghaft steigen. In Bremen, wo man damit schon angefangen hat, gibt es jetzt schon tumultartike Szenen vor und in den Apotheken, die dem Infektionsgeschehen sicherlich nicht zuträglich sind. Dann hätte die Bundesregierung sich die Masken lieber erst selbst beschaffen und an die Bevölkerung CARE-Paket-artige verteilen sollen. :)
 
luckyshot
luckyshot kommentierte
@Christian B.
Aus welcher Quelle kauft denn die Apotheke zu diesem Preis?
Die Praxis, in der meine Frau arbeitet, kauft die Masken mit verifizierter CE Prüfziffer von einem deutschen Händler mittlerweile für 126,- je 100 Stk. inkl. MWSt. ...
 
C
Christian B. kommentierte
Richtig, habe mich vertan. Aktuell EK 1,19 EUR (ob inkl. oder excl UST habe ich jetzt nicht gefragt). Kommt aber mit Deiner Zahl ja entsprechend etwa hin.
 
C
Christian B. kommentierte
Was meine Frau eben berichtete: Bis gestern waren FFP2 Masken nahezu unverkäuflich (man kann so schlecht atmen, zu teuer...) - heute steht in der Bildzeitung, dass man drei Stück in der Apotheke umsonst haben kann, und sofort ist der Andrang gewaltig. Die Verordnung ist noch gar nicht in Kraft, es ist nicht geregelt, wer due Dinger den Apotheken bezahlt und wer überhaupt berechtigt ist, eine zu bekommen. Zu dem im Dezember ohnehin erhöhten Kundenaufkommen wurden die Apothekenmitarbeiter jetzt auch noch beschimpft, dass sie die Masken nicht einfach so rausgegeben haben. Und dann geht man in die nächste Apotheke und holt sich nochmal drei. Eigentlich wäre das kein Fall für die Apotheke, sondern für die Krankenkassen. Die haben die Gesundheitsdaten und können damit die Berechtigung prüfen und außerdem sicherstellen, dass jeder erstmal nur drei bekommt. So wie es jetzt organisiert wird, artet das aus wie der Kampf ums Klopapier, nur dass es diesmal den Steuerzahler mal so eben 2.500.000.000,00 EUR kostet.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Ja, mal wieder laienhaft und völlig überteuert organisiert vom politischen Personal.

Sollten die Masken aber während der Feiertage und bei diversen Familienzusammenkünften auch genutzt werden, können so sicherlich einige Neuinfektionen von älteren Menschen verhindert werden und sich die Aktion auch für den Steuerzahler/Krankenkassen tatsächlich rechnen.

So eine Aktion schon im Sommer geplant und von einem professionellen Einkauf gemanagt, man hätte für 2,5 Mrd. € wohl locker 3 Mrd. Masken bekommen. Genug für die 27 Mio. älteren Menschen um jeden Tag bis Ende März eine neue Maske zu bekommen. Klar, man hätte planen und organisieren müssen, aber wer nur auf Sicht fährt, hat mit Planung nicht viel am Hut. :(
 
Das sind etwa 6 €/Maske????
Naja, sicher dürfen hier in D-Land die Masken nur von medizinisch geschultem Fachpersonal an die Leute ausgegeben werden.
Berechtigungsnachweise der Berechtigten überprüfen, Eingangskontrolle der gelieferten Masken in den Apotheken etc. etc., da kommt schon eine deftige Bearbeitungsgebühr zusammen:rolleyes:.
 
2 Kommentare
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Vielleicht hätte man mit Aldi sprechen sollen....
 
Fraenker
Fraenker kommentierte

Du meinst, mit etwas Pragmatismus für den selben Preis statt 400 Mio lieber 3 - 4 Mrd Masken anschaffen?
So etwas ist hier aber nicht vorgesehen:cry:. Also sowas wie Pragmatismus.
 
Ach Gott, ach Gottchen... bevor hier wieder irgendwer nach dem beruflichen Werdegang von Herrn Spahn, seinem EQ, IQ und seiner Schuhgröße fragt. schauen wir doch mal in die Pressekonferenz von gestern (nicht heute):


Wer zuhört, wird feststellen, dass Spahn sagt, eine Maske hätte einen WARENWERT von 6 €. Das ist, wie @Gianni33 bestätigt, genau der Preis, den man als Kunde in der Apotheke zahlt und NICHT der Preis, den die Regierung dafür zahlt. Wie die Verteilung stattfindet, wird auch erklärt.

Also: vor dem Bashen Originalquelle verifizieren. Beim nächsten Mal werden entsprechende Beiträge gelöscht, ich hab auf diese Diffamierung keine Lust mehr. Und weder der BER noch Bananen haben hier in dieser Diskussion irgendeine Bedeutung, sie sind off-topic.
 
Kay
Kay kommentierte
Gelesen ???
Zuerst drei kostenlose Masken

In einem ersten Schritt sollen sich über 60-Jährige sowie Menschen mit Vorerkrankungen oder Risikoschwangerschaften drei kostenlose Masken in der Apotheke holen können. Dazu soll die Vorlage des Personalausweises oder die

Zitat aus oben genannter Quelle.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Also, Du vermutest, ich vermute und wir haben keine Original-Quelle. Peace? :LOL:
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Die DAZ teilt den Apothekern mit. "Jetzt liegt ein Referentenentwurf für eine Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums vor. Demnach beträgt der Erstattungspreis pro Maske ab dem kommenden Jahr 6 Euro einschließlich aller Zuschläge und inklusive der jeweils geltenden Mehrwertsteuer."

Verordnung zur Abgabe von Schutzmasken: So soll die Verteilung der Schutzmasken durch Apotheken ablaufen (deutsche-apotheker-zeitung.de)

Die 2,5 Mrd. € Kosten für die Regierung scheinen sich zu verdichten.
 
Fraenker
Fraenker kommentierte

Die DAZ teilt den Apothekern mit. "Jetzt liegt ein Referentenentwurf für eine Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums vor. Demnach beträgt der Erstattungspreis pro Maske ab dem kommenden Jahr 6 Euro einschließlich aller Zuschläge und inklusive der jeweils geltenden Mehrwertsteuer."
Dann lag ich ja recht gut mit meiner Vermutung:
Naja, sicher dürfen hier in D-Land die Masken nur von medizinisch geschultem Fachpersonal an die Leute ausgegeben werden.
Berechtigungsnachweise der Berechtigten überprüfen, Eingangskontrolle der gelieferten Masken in den Apotheken etc. etc., da kommt schon eine deftige Bearbeitungsgebühr zusammen:rolleyes:.
 
Gianni33
Gianni33 kommentierte
Abgesehen von der Preisfrage kommt es auch bei den vielgerühmten FFP2 Masken auf die Qualität an.
Und da gibt es Unterschiede, auch wenn die Masken alle CE mit Prüfnummer zertifiziert sind.

Ich habe vor einiger Zeit im Internet 10 Stück solcher zertifizierten Masken zum Preis von 3 Euro je Stück gekauft.
Bei genauerer Betrachtung der Masken - ich hielt sie gegen eine Lichtquelle - musste ich dann leider feststellen, dass die Masken nicht ganz dicht waren, was sich in kleinen punktförmigen Löchern zeigte. Zudem war der Sitz dieser Masken nicht perfekt, da an den Rändern Lufteintritt möglich war.

Im Gegensatz dazu weisen die Masken, die ich in meiner Apotheke zum doppelten Preis gekauft habe, solche Mängel nicht auf.
Die Masken sind dicht, sitzen auch besser und schließen am Rand fugenlos ab, so dass dort keine Aerosole eindringen können.

Wenn es um meine Gesundheit geht, zahle ich gerne 6 Euro pro Maske, die ich auch nicht nur als Einwegemaske, sondern dreimal verwenden kann (laut Herstellerangabe).

Und um dem Ganzen nun auch etwas Positives abzugewinnen: Wenn der Gesundheitsminister, was man annehmen kann, bei der Bestellung der Masken auf bestmögliche Qualität geachtet hat, dann könnte der Steuerzahler evtl. auch einen möglicherweise höheren Preis akzeptieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Solange es keinen wirksamen Impfschutz gibt, wird das noch Monate wenn nicht Jahre dauern bis wieder ein normales Leben möglich ist. In Deutschland gibt es kein, WIR, die Integration der unterschiedlichen Volksgruppen hat noch nie richtig funktioniert, es wurde doch immer in der Sozial,- und Bildungspolitik gespart. Die kulturellen Unterschiede und Wertvorstellungen sind einfach zu groß, es funktioniert schon schlecht zwischen Ost und Westdeutschen, alt und jung, geschweige denn zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft. Es sind auch nicht gerade viele Junge Leute die auf einem humanistischem Gymnasium lernen, Mitgefühl, Freundlichkeit und Respekt gegenüber Älteren wird auch nicht mehr oft gelehrt, Ehrenamt im Verein gehört auch nicht mehr zu einer erstrebenswerten Aufgabe usw. etc. pp.
Ich denke mal der Zeitgeist des immer schneller, weiter und das befriedigen der persönlichen Wünsche und Bedürfnisse steht bei vielen einfach nur an erster Stelle.
Und die Eltern leben es vor, im guten wie im schlechten.
Machen wir uns nichts vor, wir bekommen den Spiegel vorgehalten und was wir sehen gefällt mir nicht.
Wenn man bedenkt wieviel Leid und Elend, jahrelange Kriege, Hunger und was noch alles hunderttausende Menschen schon erlebt haben, und jetzt heulen sie hier rum in Deutschland weil man eine Maske tragen soll oder die Shopping Tour in Antalya verschieben muss, es ist einfach nur widerlich.
 
Kommentar
Ich habe mir überlegt das ich meine persönliche Corona-Chronik weiterführe und beziehe mich hier mit auf mein Posting hier und hier. Ich sehe das ganze mittlerweile etwas ironisch um durch die Zeit zu kommen.

Liebes Corona Tagebuch

Immer noch Dienstag 08.10.20
Gegen 13 Uhr erhielt ich einen Anruf von meinem AG der mich darauf hingewiesen hat das
ich erst wieder arbeiten darf wenn ich ein negatives Testergebnis vorweisen kann, ABER nach Rücksprache mit dem GA sagte mal mir das ein erneuter Test bis zu 4 Wochen nach Symptomfreiheit immer noch positiv ausfallen kann. Momentan hänge ich mal wieder zwischen 2 Stühlen.

Den ganzen Tag habe ich mehr oder weniger vor mich hinvegetiert, weil ich eben auch keine sinnvolle bzw. sinnfreie Beschäftigung hatte. Na ja, wenigstens habe ich es mal bis 00:15 Uhr der Glotze ausgehalten und bin dann ins Bett gegangen und habe auch einigermaßen gut geschlafen bis um heute Morgen ca. 8 Uhr.

Mittwoch 09.12.20
Meine Symptome lassen nach, bis auf den schon mal angesprochen Druck auf dem linken Ohr welcher immer noch mit einem leichten Summen einhergeht aber mein Hausarzt will mich im Moment auch nicht sehen.
Mein Appetit kehrt zurück und wir haben jemanden gefunden der uns vom Bäcker frische Brötchen besorgt hat, solche Kleinigkeiten bauen ein wirklich auf (y)
Thema Essen! (Hätte ich fast vergessen)
Am Montagmittag erhielt ich einen Anruf aus der Firma mit der Info das jemand auf dem Weg zu mir sei um uns ein „Überlebenspaket“ vor die Türe zu stellen, drin waren Convenience Produkte, div. Wurstprodukte und ein schönes Stück Roastbeef alles aus unserer Produktion. Also ganz vergessen hat man uns wohl nicht.
Dann hatte sich unser schon mal angesprochener „Schwiegerfreund“ aus Bayern gemeldet mit folgender WhatsApp Nachricht:
„Moin, die Brieftaube aus NRW ist in Bayern angekommen. Ich könnte zwar die Quarantäne verkürzen auf Freitag/Samstag, aber geraten wird mir zum 13.12. also 14.12. darf ich wieder arbeiten.
Dein GA hätte übrigens die Pflicht der Aufklärung mir gegenüber gehabt bzgl. Quarantäne Regeln“
Donnerstag 10.12.20
So langsam wird der Weihnachtszeitplan eng. Noch keinen Baum besorgt, die restlichen Einkäufe fehlen auch noch.
Dann kam heute Morgen eine telefonische Abfrage vom GA nach meinem Befinden. Der Dame habe ich dann nochmals meine Symptome aufgezählt die sich bis auf den Schnupfen, Ohrendruck und das leichte Tinitussummen alle normalisiert haben, diese sagte mir dann ich solle bei weiteren Beschwerden meinen Hausarzt aufsuchen!
HALLO!!!!! Ich bin doch zu 99% noch Positiv !! der lässt mich gar nicht er rein in seine Bude um mir eine AU-Bescheinigung auszustellen.
Vielleicht ja telefonisch wie zur Zeit üblich, obwohl sich mein Doc mit Telefondiagnosen schwer tut.

Echt Klasse, wie schon weiter oben beschrieben sitze ich mal wieder zwischen den beiden berühmten Stühlen.
Ich werde morgen früh meinen Sachbearbeiter vom GA anrufen und ihm sagen das ich immer noch nicht symptomfrei bin und beantrage Nachschlag. Zeitgleich habe ich für morgen Nachmittag einen Testtermin gemacht um für mich Klarheit zu schaffen und auch meinem AG genüge zu tuen.

So liebes Corona Tagebuch mehr habe ich heute nicht zu schreiben, Gute Nacht:sleep:
 
Kommentar
Es geht mir darum, dass wir eben nicht anfangen sollten, auseinanderzudividieren und Schuld zu verteilen. Wir verplempern damit nur Zeit und Energie, die wir dringend, .....

WIR sollten keine Schuld verteilen,


Ähnliche Sätze hast Du schon im Sommer geschrieben. Und wo stehen wir jetzt? Gestern bei 26.700 Neuinfektionen und 600 Toten an nur einem Tag....
und das obwohl schon Restaurants, Pubs, Kulturtreibende und Veranstaltungen seit rund 6 Wochen quasi Berufsverbot verordnet bekommen haben.
Da gibts doch nichts mehr zu beschönigen, das ist einfach Oberkacke.

Die Stuhlkreis- und Händchenhalten-Strategie scheint nicht wirklich zu klappen. Immer mehr Menschen werden "coronamüde", oder wandern zu Esoterikern und Radikalen ab. Meinst Du, es wird besser im Januar, oder Februar?

Es geht auch nicht um Schuldzuweisungen, es geht um eine brutal offene Analyse der Situation, der Missstände, der Ursachen und der Versäumnisse. Außerdem soll man sich Länder als Benchmark suchen, die es besser machen und von denen lernen. Frankreich, Spanien, Österreich sind selber Loser, da braucht man nicht hinschauen.

Wer nicht bereit ist zu einer schonungslosen Analyse, wer nicht bereit ist Versäumnisse und Fehler zu benennen, wer nicht bereit ist von Erfolgreicheren zu lernen, wird sich nicht verbessern.

Der harte (dreiwöchige) Lockdown ist jetzt unvermeidlich, wahrscheinlich werden dadurch auch die Zahlen etwas fallen, aber ohne flankierende Maßnahmen, ohne eine Mittelfriststrategie, ohne endlich mal professionelles Arbeiten des politischen Personals sind die Zahlen Ende Januar wieder auf dem derzeitigen Niveau. Das wäre dann wirklich der Supergau.
 
2 Kommentare
AnjaC
AnjaC kommentierte
Erstmal möchte ich Zahlen richtig stellen. Gestern waren es 23.679 Neuinfektionen und 440 Todesfälle. Nicht, dass das irgendwas besser macht, aber ich möchte mich doch lieber an den korrekten Zahlen orientieren, wenn wir hier diskutieren. Heute sind es leider 29.875 Neuinfektionen und 598 Todesfälle binnen 24 Stunden. Natürlich ist das "Oberkacke".

Wenn Du meinen Beitrag in die Schublade " Stuhlkreis- und Händchenhalten-Strategie" steckst, finde ich das schade, denn das zeigt mir, dass ich dir nicht rüberbringen konnte, was ich meine. Ich habe mich allein auf die Diskussion hier im Thread bezogen und dort einen Verlauf gesehen, der mich besorgt. Den sehe ich auch so in der öffentlichen Diskussion bzw. dem, was ich im Alltag um mich herum so mitbekomme. Das ist ein ganz anderer Aspekt und eine ganz andere Ebene als das, was Du jetzt ansprichst.

Natürlich ist eine offene Analyse wichtig, natürlich brauchen wir die Rückschau und das aus Fehlern lernen, um es jetzt und später besser zu machen. Und es ist immer gut, wenn sich möglichst viele damit so auseinandersetzen. Das widerspricht alles nicht dem, was ich geschrieben habe. Mir ging es darum, was jeder einzelne von uns tun kann, an seinem Platz im Leben, in seiner Verantwortung, in seinem Umfeld. Und da meine ich, dass wir zu viel Energie verplempern, um mit dem Finger auf unsere Mitbürger zu zeigen, anstatt selber aktiv zu werden und einen Beitrag zu leisten. Keinen Wortbeitrag, sondern ein aktives Tun.

Wir können das, das haben wir im Frühjahr gesehen und zwar schon, bevor der Lockdown, der zu dem Zeitpunkt schon ebenso klar kommen würde wie jetzt, verhängt wurde. Deswegen habe ich dafür plädiert, unsere Energie dafür einzusetzen und sie nicht da zu verschwenden, wo sie nicht weiterhilft, sondern sogar schädlich wirken kann. Und ja, ich habe im Sommer ähnliches geschrieben, weil ich die imho aus dem Präventionsparadox entstandene Entwicklung da schon ähnlich gesehen habe.

Nochmal: mir geht es hier darum, was jeder einzelne von uns tun kann. Mein Fokus lag (diesmal) nicht auf "der Politik" oder "den Entscheidungsträgern". Darüber können wir auch diskutieren und tun es auch oft genug. Es ist aber eine ganz andere Facette als die, die mir mit meinem Beitrag wichtig war (und ist!).
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Nochmal: mir geht es hier darum, was jeder einzelne von uns tun kann.

Ich denke hier im Forum sind recht vernünftige Menschen mit Eigenverantwortung, die halten sich wohl ziemlich gut an Maßnahmen und Verordnungen, auch wenn viele nicht wirklich logisch sind.

Das Gleiche tue ich in meiner Wahlheimat. Wir sind schon 5-6 Monate im Land (fast) coronafrei. Es gibt trotzdem noch viele Hygieneregeln, überall Fiebermessen, Handdesinfektion, Maskenpflicht, Abstand beim Sitzen, usw., vieles macht derzeit mikrobiologisch und epidemiologisch eigentlich keinen Sinn, ich mache trotzdem mit. Es trainiert die Bevölkerung, Verhaltensweisen werden eingeübt und sollte es einen neuen Ausbruch geben, ist man sofort vorbereitet.
 
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten