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Wenn man (vielfach diskutiert, ich weiß) die fein differenzierten Kategorien mal wie Wettbewerbsthemen im Amateurbereich (Fotoclubs usw.) betrachtet, ist Deine Analyse durchaus nützlich. Dennoch würde ich hier kein "Thema verfehlt" sehen, weil das Gleis klar das zentrale Motiv ist (sehr spitzfindige Leute könnten auf den Plural Gleise verweisen, aber solange man nicht zwei baulich voneinander getrennte Installationen, z.B. das Schmalspurbahngleis neben dem Regelspurgleis, fotografiert, sind sowieso fast alle Schienenstränge einer Spurweite auf dem europäischen Festland technisch ein einziges verbundenes Gleis ). Das herbstliche Drumherum macht aus dem Foto ein Bild, dem die Zentralperspektive gestalterisch sehr gut tut. Wäre das ein Wettbewerbsbild, würde ich es sicherlich nicht irgendwo "unter ferner liefen" bewerten. Die Frage, ob Hochformat die Bildwirkung nicht vielleicht noch intensiviert hätte, kann der Urheber ja vielleicht für sich mal austesten.
Christoph, hier bloss nix deswegen vom Zaun brechen! Ich habe ganz einfach nur meine persönliche Empfindung zu dem Bild geäußert.
Mein "Ranking", wie Du es nennst, sollte keinesfalls "Thema verfehlt" o. Ä. bedeuten!!!
Das möchte ich ganz klar betonen!
Es ist doch ganz offensichtlich, dass viele Bilder durchaus zu mehreren Themen passen können!
Und dieses hier passt m. E. sogar zu drei Themen! Ist doch eine Spitzenleistung!
Also, don't worry about it! Bitte hier keine Streitgespräche deswegen lostreten!!! Völlig unnötig!
VG Manfred
Sorry, wenn das missverständlich formuliert war. Ich wollte damit nicht implizieren, dass Du das Bild als "Thema verfehlt" beurteilt habest. Nichts lag mir ferner als ein "Streit"gespräch hier im Kontext, es sollte eher ein Aufgreifen Deiner Überlegung sein.
@Christoph Blümer
Meine Antwort war vor allem auch an andere Mitglieder gedacht. Wollte gleich einen Hemmschuh auslegen, damit da ja nichts hochkocht. Es gibt ja solche Spezies, die nur darauf warten .
Würde sagen, dieses Diorama einer Modellbahnanlage wurde teilweise neu einge'schwellt' und neu eingeschottert!
Zudem fehlt mir hier bei den Gleisen der Mittenkontakt!
Das ist sie, die Eisenbahnbrücke über der Hunte bei Oldenburg, eine Klappbrücke. Bei regulären Instandhaltungsarbeiten wurde ein Riss im Bereich des Gegengewichts der Brücke, coole 500 Tonnen schwer, festgestellt. Eine Behelfsreparatur wurde vorgenommen. Bis die Brücke verläßlich repariert ist bleibt sie nur eingeschränkt befahrbar.
Das Dreibrunnertalviadukt, eine von drei Brücken der Eistalbahn, nur eine wird noch regelmäßig befahren. Diese hier liegt vergessen im Wald. Eine Strecke welche zum Teil stillgelegt wurde, einst von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Region, inzwischen eine unbedeutende Nebenstrecke, bei welcher das letzte befahrbare Teilstück überwiegend zur Naherholung dient.
Weiter ostwärts Richtung Stempelkopftunnel steigt wohl die Luftfeuchte und Moose breiten sich auf den Gleisen und Verschraubungen aus. Das wundert mich, denn eigentlich bekämpft man mit Eisensulfat Moos im Rasen. Aber dem Moos scheint der Platz augenscheinlich zu gefallen.
@DerFranz In Schienen ist ja kein Eisensulfat in Salzform enthalten. Eisen(II)-Ionen an sich sind wachstumsförderlich für grüne Pflanzen, aber Eisensulfat als Salz wirkt austrocknend und säuernd, was für Moos so gar nicht gut ist. Gras hingegen kommt damit gut klar und nimmt das Eisen(II) wachstumsfördernd auf. Da Rost auf den Schienen im Wesentlichen aus Eisenoxid besteht, das für Pflanzen nicht direkt verwertbares Eisen(III) enthält, ist fraglich, ob die Schienen überhaupt eine wachstumsfördernde Rolle spielen.
Danke für den Hinweis, ob förderlich oder nicht für Moos, es ist auf alle Fälle auffällig, dass es vermehrt an diesen Stellen wächst. Eigentlich ja nicht unbedingt die ideale Wachstumsgrundlage für Moose.
Wenn man ein Stück weiter läuft auf den Gleisen erreicht man den Osteingang des Stempelkopftunnels, welcher inzwischen verschlossen wurde, da erstens Einsturzgefahr herrscht und zweitens einige der wenigen Fledermausarten, welche hier noch vorhanden sind darin überwintern. Das hält viele Leute trotzdem nicht ab und ein Zaunstück aus ca. 4mm Stahl wurde mit ziemlichem Kraftaufwand heraus gebogen, damit man durchschlüpfen kann. Er ist auch immer noch unter den "Lost Places" Seiten im Netz als begehbar angegeben.
Ein wunderbarer, schlichter Torbogen aus Klinkersteinen und auch der obere Teil des Tunnels wurde geklinkert, nur die Seiten bestehen aus Beton.
Vorne rechts an der hohen Sandsteinmauer kann man schon Auflösungserscheinungen erkennen, ein paar Steine haben sich herausgelöst und das Erdreich beginnt hinter der Mauer herauszurutschen. Man muss damit rechnen, dass eventuell mal die Mauer hier einstürzt.