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Ja, so kann man die Versäumnisse der letzten 30 Jahre mit nur einem Satz schönreden. 'Eben Alles eine Frage der Argumentation. Du solltest in die Politik gehen, echt...!
Hallo Wolfgang,
handbediente Weichen finden sich oft in eher selten befahrenen und autonom bedienten Gleisen.
Das sind sehr oft Nebengleise in Bahnhöfen und Gleisanschlüsse für die Güterkunden.
Die Weiche wird noch benötigt.
Beide Schienenstränge werden regelmäßig befahren (glänzende Schienenköpfe)
Dein Bild zeigt den Mechanismus einer handgestellten Weiche.
Die Weiche 25 ist in Grundstellung auf Abzweig.
Die weiße Hälfte des Gewichtes zeigt nach oben.
Bei Geradeausstellung ist der Hebel dann rechts von der Laterne und die schwarze Hälfte schaut nach oben.
Gegen unerlaubte Bedienung gibt es eine Sicherung mit einem Schloss.
Der Rangierlokführer hat dann einen Schlüssel, um sich die Weiche zu stellen.
Das ist durchaus moderne Bahn.
Die frühere Beleuchtung der Weichenlaterne (elektrisch, ganz früher Petroliumlampe) wurde schon gegen Reflektoren ersetzt.
Der Rangierlokführer arbeitet mit einer Funkfernsteuerung.
Er kann so vor dem Zug herlaufen und sich die Weichen stellen.
Das geht völlig unabhängig von einem Zentralstellwerk.
Es sind keine Interaktion mit einem Stellwerker nötig.
Die Investitionskosten sind gering.
Derartige Weichenantriebe werden keine große Zukunft mehr haben.
Frau Nikutta (Chefin DB Cargo) hat angekündigt, den defizitären Einzelwagenverkehr komplett aufzugeben.
Die wenigen kleinen Kunden im Güterverkehr werden dann nicht mehr bedient.
Die Anschließer mit ihren Handweichen weden dann abgebaut.
Investitionen für einen Elektroantrieb mit Steuerung über Funk oder Telefon (Alexa stell Weiche 25 auf gerade)
werden nicht mehr amortisiert.
Lokführer: Alexa stell Weiche 25 zurück auf Abzweig.
Alexa: Bist Du Dir sicher?
Lokführer: Ja!
Weiche: Bsssssssst! Klack!
Lokführer: Alexa stell Weiche 25 wieder auf Gerade.
Alexa: Schon wieder? Du weisst nicht was Du wilst.
Lokführer: Alexa stell die Weiche 25 auf Gerade! Ich bin hier am rangieren!
Alexa: Dann sag Bitte!
Lokführer: Alexa stell BITTE Weiche 25 auf Gerade.
Alexa: Na geht doch
Weiche: Bsssssssst! Klack!
Lokführer: Alexa stell Weiche 25 zurück auf Abzweig.
Alexa: Jetzt nicht!
Lokführer: ALEXA stell BITTE die Weiche 25 auf Gerade. Ich muss hier rangieren!
Alexa: Du nervst!
Lokführer: Bitte bitte bitte!
Alexa: Nö!
Lokführer: ALEXA wenn Du mir nicht sofort die Weiche 25 stellst, beschwere ich mich beim Bezos!
Alexa: Du kannst mich mal! Ich habe meine tarifliche Pause.
Lokführer: ALEXA stell die verdammte Weiche!
Funkstille!
Der Anschluß kann heute aus technischen Gründen nicht bedient werden.
Nordwestbahn auf der Strecke von Sande (Friesland) nach Oldenburg. Die Strecke wurde für den Güterverkehr zum Jade-Weser-Port elektrifiziert und wird natürlich auch für den Personenverkehr genutzt.
@ZHR : kein Grund traurig zu sein. Das ist ein Industriegleis und der Anschluß ans Schienennetz wird wieder hergestellt, in Eigenleistung von Enthusiasten in und um ein Industriedenkmal.
Inzwischen sogar abgebaut, das Bild ist schon einige Jahre alt. Das waren die letzten Überreste der Gleisanlagen des ganz, ganz früher mal existierenden kleinen Bw Hattingen (der Rundlokschuppen ist Jahrzehnte verschwunden), das dann mit Dahlhausen vereinigt wurde, was seinerseits heute das DGEG-Eisenbahnmuseum ist.
Bei Openrailwaymaps sind die Gleise noch eingezeichnet als "überwuchert", vielleicht existieren sie in dem von der Brücke aus sichtbaren Dickicht sogar noch. Die gelb markierte Zone ist das ehemalige Bw, das bis in die 1950er existierte, die Drehscheibe am rechten oberen Rand noch bis in die 1960er - alles heute verschwunden, selbst das kleine Stellwerk dort ist weg.
Danke, @Christoph Blümer für den Hinweis auf Openrailwaysmap.
Ein Blick auf den alten Bahnhof Calw zeigt dort sogar noch die ehemalige Drehscheibe, deren wenige Reste von den Eisenbahnfreunden vor Monaten wieder freigelegt wurden.
Wen das interessiert, dem empfehle ich einen Besuch im Stellwerk 1.
Für mich einige interessante Funde beim Rückblick auf die vielen Kilometer an und auf der Württembergischen Schwarzwaldbahn, die als Hermann-Hesse-Bahn im Dezember wieder in Betrieb gehen soll.
Ich hatte die Schienen "entdeckt", als ich meine Tochter zu einem Meeting ihrer Firma gefahren hatte. Und dann hatte ich die Location lange Zeit wieder vergessen. Zwischen 2015 und 2019 bin ich die gesamte Strecke - soweit irgend möglich abgelaufen. Zum Teil recht oft. Inzwischen wird die...
Openrailwaymap, ein privates Projekt, ist eine großartige Informationsquelle, vor allem auch Hinweisgeber bezüglich stillgelegter und abgebauter Gleisanlagen. Manchmal wundert man sich ja über eine Büsche-und-Bäume-Linie in einem langgezogenen Bogen inmitten der Landschaft, total unmotiviert, und dann stellt man nach Blick auf solche Karten fest, dass es mal eine Eisenbahnlinie war.
Der Stellvorgang ist klimafreundlich und CO2-neutral.