Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Zu Biontech:

Zulassung hier dauert. Notzulassung in USA wird angestrebt.

Denkmodell:
USA erteilt Notgenehmigung (oder wie auch immer das heißt) und wird mit Impfstoff beliefert.

Der Vorrat ist begrenzt. USA braucht mehr.

Im Februar (gedanklich austauschbar) wird der Impfstoff für Deutschland genehmigt.
Deutschland soll Februar / März die ersten Dosen Impfstoff bekommen und der Impfstoff ist aufgebraucht.

Möglich / wahrscheinlich / sicher ?
 
G
Gianty kommentierte
Kurze Frage zu Biontech:
Ist eines derer Produkte mal über die Testphase 1 hinausgekommen und wieviele Produkte von denen wurden in den letzten 26 Jahren zugelassen?

Wenn ich für meine Patente immer so lange gebraucht hätte.....
 
falconeye
falconeye kommentierte

Warum stellst Du diese Frage?
BioNTech ist nämlich erst 12 Jahre alt und bisher vor allem auf dem Gebiet von mRNA-basierten Krebsmedikamenten tätig.
Welche Krebsart hast denn Du in den letzten 26 Jahren besiegt?
 
G
Gianty kommentierte
Sorry, seit 2008 gibt es sie....egal auf welchem Gebiet sie tätig sind, würde mich halt interessieren was sie in dieser Zeit so geleistet haben.

Den Krebs habe ich nicht besiegt.

Wenn die Verschwörer lesen dass Biontech vor nicht allzu langer Zeit mit der B. und M. Gates Foundation eine enge Partnerschaft eingegangen sind - oh weh. Dann gehen die wilden Theorien wieder los.

Durfte ich das jetzt schreiben? Die Infos stehen ja offiziell auf deren HP im Geschäftsbericht von 2019 drin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

wen juckt es was sich evtl. Verschwörer da an wilden Theorien zusammen reimen ;)
 
G
Gianty kommentierte
Mich mit Sicherheit nicht. Geht mir alles am Hinterteil vorbei.
 
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Updates im RKI Report 1/2

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Das RKI veröffentlicht die Altersverteilung jetzt als Heatmap in ihren Reports. Da erkennt man, dass sich nicht nur der Altersschnitt, sondern auch die Verteilung verändert hat. Es gibt ein Minimum bei 70-79J.

Der Altersschnitt hat sich diese Woche nicht erhöht und bleibt bei 41J. Die Zunahme hat sich demnach von ca. 1J/Kalenderwoche auf ca. 0.7J/KW verlangsamt.
 
Kommentar
Updates im RKI Report 2/2

Screen Shot 2020-11-11 at 11.09.50.png

Das RKI stellt nun auch den Verlauf von Rt dar (4-Tages und 7-Tages Schnitt). Demnach durchschreiten wir auch nach Analyse des RKI momentan wohl gerade den Peak des aktuellen Ausbruchs (Rt unterschreitet 1). Für heute gibt das RKI an Rt = 0.92 (0.88 als 4-Tages Schnitt).
  • Oben: Die (retrospektiv ausgewerteten Fallzahlen und der resultierende Wert für Rt).
  • Unten: Der Verlauf des täglich kommunizierten Wertes für Rt (4-Tages Schnitt).
Es wird deutlich, dass die Tagesmeldungen des RKI (zu) stark fluktuieren und oft zu niedrig liegen. Gemäß meiner Auswertung hatte Rt stabil den Wert 1.5 erreicht, auch gemäß der nachträglichen Auswertung des RKI. Es wurden aber nur an einzelnen Wochentagen Werte zwischen 1.4 und 1.5 gemeldet und die retrospektiv seit 22.10. abnehmende Tendenz von Rt wurde in den täglichen Meldungen erst seit ca- 28.10. abgebildet.

In der retrospektiven Auswertung erscheint die Methode des RKI (Nowcasting) meinem Ansatz überlegen, nicht jedoch in der tagesaktuellen Schätzung des aktuellen Wertes von Rt. Ich begrüße es, dass das RKI jetzt die retrospektive Auswertung von Rt dokumentiert.

Sowohl retrospektiv, als auch tagesaktuell, zeigt der 4-Tages Schnitt von Rt (RKI) eine starke 7-Tages Fluktuation. D.h., der Wochentag-Predikator im RKI-Nowcasting funktioniert nicht korrekt. Ich finde es erstaunlich, dass das RKI diesen Bug nicht fixt. So ist eigentlich nur der 7-Tages Schnitt verwendbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
4 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Die PCR-Test Positivenrate ist in KW45 (letzte Woche) um nur noch 0.62% auf 7.88% gestiegen, im Vergleich zur Vorwoche. Die Anzahl Tests blieb annähernd konstant.
 
falconeye
falconeye kommentierte
In der heutigen PK des RKI, letzte Frage, wurde nun öffentlich kritisiert, dass der Rt Wert des RKI systematisch unterschätzt werde und nachträglich korrigiert würde. Die Antwort von Wieler war ausweichend und defensiv ("ist nur ein Schätzwert" ...).

Ich denke, ich hatte weiter oben bereits erläutert, wie dieser systematische Fehler zustande kommt (Rücktragen von Meldungen). Hinzu kommt die Wochentagsfluktuation. Wieler hat aber beide Effekte in seiner Antwort nicht berücksichtigt.

Nun, der von mir berechnete Wert von Rt hat diese Probleme nicht und daher bevorzuge ich ihn weiterhin in der Beurteilung der Lage. Der Presse stehen ja die gleichen Möglichkeiten offen. Also: Statt blöde Fragen zu stellen, selber rechnen ...
 
Bettina
Bettina kommentierte
Lieber Falk,
ich "setze" auf Deine Zahlen :cool:
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Nicht jeder kann selbst rechnen. Manch einer ist ja sogar unfähig zu frühstücken.
Ich bin zufrieden mit Deinen Zahlen und Deiner Präzision.
 
Die folgende Pressemeldung der Städtischen Galerie Rosenheim erreichte mich heute. Ich finde das toll und bringe es deshalb hier in voller Länge:

Die Türen der Ausstellungshäuser, Theater und Konzerthallen sind – von den Behörden als "Freizeiteinrichtungen" klassifiziert – zu, bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr.

Die Direktorin der Bielefelder Kunsthalle, Christina Végh „möchte sich mit diesem Zustand nicht abfinden. Sie akzeptiert zwar die Schließung ihrer Ausstellungen - möchte aber die Säle offen halten. Ihre Ansage ist durchaus als Einladung zu verstehen.“ (SZ vom 3.11.2020, "Haltet euren Unterricht bei uns ab!")

Die Einladung wurde in Rosenheim nun ausgesprochen und mit Leben gefüllt. Die Städtische Galerie Rosenheim beschreitet gemeinsam mit dem benachbarten Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium ganz neue Wege. Während die Galerie im Rahmen des erneuten Lockdown seine Säle mit der aktuellen Ausstellung „Die 80er - Erika Maria Lankes / Fried Stammberger / Peter Tomschiczek“ für Besucherinnen und Besucher schließen musste, suchte die Schule händeringend nach Räumen, um den vorgegebenen Hygiene-Standards gerecht werden zu können.

Seit Montag wird nunmehr der Abschlussjahrgang des Gymnasiums (Q 12) zwischen den Skulpturen von Erika Maria Lankes und den großformatigen Bildern von Fried Stammberger sowie Peter Tomschiczek auf das Abitur 2021 vorbereitet.

k_blick in die städtische galerie, klassenzimmer 2020, foto städtische galerie rosenheim.jpg

Bild: © Städtische Galerie Rosenheim

Die Schülerinnen und Schüler genießen das neue Ambiente und auch innerhalb der Stadt stößt das ungewöhnliche Klassenzimmer auf begeistertes Echo. „Wir finden, kulturelle Bildung hört nie auf! Und wir können mit unserem Haus helfen, den Schülerinnen und Schülern weiterhin den Präsenzunterricht zu ermöglichen“, so Galerieleiterin Monika Hauser-Mair. Der Buchautor und Illustrator Quint Buchholz, er gehört zu den renommiertesten deutschen Buchillustratoren, schrieb einen Kommentar unter unseren aktuellen Post auf Instagram : „Das ist im Jetzt sein und den Blick in die Zukunft richten…!“

Krisen können lähmen, aber eben auch die Kreativität und neue Kooperationen befördern. Die Vielzahl neuer Probleme in der Corona-Krise erfordert überall unmittelbare, unkomplizierte und innovative Lösungswege.

Wir bleiben aktiv! Wir sind da! Ihre Bildungsinstitutionen!
 
falconeye
falconeye kommentierte

Ich kenne so einige Schüler aus Rosenheim, eine Nichte ging da bis vor kurzem zur Schule. Die sind alle sehr fit und outdoor-aktiv. Berge und Wintersport ... Denen machen die paar Riegel nix, sonst lägen die auch sicher nicht auf den Tischen ;)
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

;);)"Haribo macht Kinder fett, das steht auch so im Internet";);)
 
G
Gianty kommentierte
Wir trainieren die zucker- und fettgestärkten Kids und sind froh wenn sie sich 20min einigermaßen belasten können. Die Kletterseile in den umliegenden Schulen wurden abmontiert, da kam niemand mehr rauf.

Findet man auch im Internet ;)
 
häuschen
häuschen kommentierte
So lebt Jeder in seiner eigenen Blase :)
 
häuschen
häuschen kommentierte
Oh, ich war auf einem sehr strengen Gymnasium mit sehr vielen, sehr gut erzogenen Schülern. Ich wurde mehrfach gebeten den Laden doch zu verlassen, obschon ich nicht im Traum daran gedacht hätte Skulpturen vom Sockel zu holen. Was wart Ihr denn für Gammler damals? 68er-Generation, was? ;)
 
Ja, wir hatten Rekordzahlen in Österreich. Jetzt aber stellt sich heraus, dass die gemeldeten Zahlen niedriger als sie tatsächlichen waren. Man komme derzeit mit dem Eintragen nicht nach. Daher werde inklusive der Nachmeldungen für heute ein fünfstelliges Ergebnis erwartet.

Ich könnte mich kranklachen, wäre die Sache nicht zu ernst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
Eine Münchener Tageszeitung ( TZ ) schreibt:

“Corona-Paukenschlag offiziell!
Bayerisches Gericht kippt Lockdown-Regel - Sprecher erklärt Hintergründe.
Eine Lockdown-Regel wurde von einem bayerischen Gericht gekippt - während die Corona-Fallzahlen in München weiter steigen. Seit dem 2. November befinden sich München und Deutschland in einem staatlichen verordneten Teil-Lockdown. Ein bayerisches Gericht hat nun eine Lockdown-Regel gekippt...“

Hört sich wieder mal sehr dramatisch an.
Der flüchtige Leser wird wieder meinen, das alles sei nicht gerechtfertigt.
Ist aber längst nicht so, wie man meinen könnte...

Tatsächlich gilt statt der vollständigen Schließung nun diese Regelung auch für Fitnessstudios:
“Einrichtungen des Freizeitsports dürfen nach den seit 2. November 2020 geltenden Beschränkungen im Bereich der Freizeitgestaltung nur für den Individualsport und nur allein zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands genutzt werden.“

Die Studios werden unter diesen Bedingungen wohl kaum öffnen.
Also wieder mal heiße Luft...

Im Übrigen hat der Senat den Antrag auf Außervollzugsetzung der restlichen Beschränkungen des Freizeitindividualsports im Rahmen einer Folgenabwägung abgelehnt. Das derzeitige Infektionsgeschehen rechtfertige aus Gründen des Schutzes von Leben und Gesundheit die für den Bereich des Freizeitsports getroffenen Beschränkungen...

Hier findet man die vollständige Presseerklärung des Verwaltungsgerichtshofs zum Urteil.
 
Kommentar
Unsere mehr oder weniger geliebten Talkshows haben heute wieder allerlei Prominenz auf der Gästeliste. Allein 3 Ministerpräsident:innen, 3 Mediziner, 2 Mitglieder des Deutschen Ethikrats, 1 Digital-Epidemiologe (WTF?), 1 Journalist und 1 buchvorstellende Feministin werden sich mal mehr, mal weniger einen Schlagabtausch liefern.

en detail:

maybrit illner, ZDF, 22.15-23.15 Uhr
Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident Sachsen
Jonas Schmidt-Chanasit, Virologe am Bernhard-Nocht-Institut Universität Hamburg
Stefan Kluge, Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Peter Kremsner, Tropenmediziner, u.a. Leiter der klinischen Studie mit dem CureVac Corona-Impfstoff
Alena Buyx, Professorin für Medizinethik und Vorsitzende des Deutschen Ethikrats

Markus Lanz, ZDF, 23.15-00.30 Uhr
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident Bayern
Elmar Theveßen, Journalist, Leiter des ZDF-Studios Washington
Prof. Dirk Brockmann, Physiker - in der Sender-Info auch so beschrieben:
Der Digital-Epidemiologe erstellt für das Robert Koch-Institut Prognosen über die Ausbreitung von Infektionserkrankungen. Er analysiert die Corona-Entwicklung in Deutschland.
Alice Schwarzer, Autorin, Journalistin und Feministin (stellt den 2. Teil ihrer Memoiren vor)
Julian Nida-Rümelin, Philosoph, Vize-Vorsitzender des Deutschen Ethikrats

Die ARD kontert mit Nuhr und Sträter auf der Comedy-Schiene. Ein Schelm, wer böses dabei denkt ;) (wobei ich Nuhr einfach nicht mehr ertragen kann)

P.S.: Nicht falsch verstehen - ich schätze die Expertise von Dirk Brockmann außerordentlich. Ich wundere mich nur sehr über die Bezeichnung "Digital-Epidemiologe" für einen renommierten Physiker.

P.P.S.: Interessant dürfte evtl. die Diskussion zwischen Schmidt-Chanasit einerseits und Kluge/Buyx andererseits werden - je nach dem, wieviel Redezeit uns Maybrit ihnen zubilligt.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Für Bayern kann ich folgendes sagen: Medizinstudenten und Ärzte im Ruhestand werden eingesetzt, sowohl in der Pflege als auch bei den Gesundheitsämtern und in den Teststationen. Ebenso ehrenamtliche Helfer von THW, rotem Kreuz und vermutlich den anderen (Johanniter etc) auch. Letztere erhalten eine Aufwandsentschädigung von 15 €/h jedenfalls dort, wo die Teststationen vom Roten Kreuz geleitet werden (bei den anderen kann ich es mangels Info nicht sagen). Überforderte Gesundheitsämter bzw. deren zuständige Kommunen können zusätzlich Amtshilfe bei der Bundeswehr anfordern und erhalten sie auch.

Dass alles reicht aber nicht. Eine Konsequenz daraus ist die geänderte nationale Teststrategie, die uns offiziell sinkende Zahlen, aber dafür eine höhere Dunkelziffer (und mehr Wasser auf die Mühlen für die "Ist ja alles nicht so schlimm"-Diskutanten) bescheren wird.

Uns fehlen seit Jahren Pflegekräfte, von Pflegefachkräften mal ganz zu schweigen. Aktuell benötigen wir nicht nur mehr als sowieso schon, sie werden auch noch knapper als sie sowieso schon sind, durch eigene Erkrankung oder Quarantänemaßnahmen. Die Entwicklung ist ungefähr so überraschend wie die Tatsache, dass jedes Jahr Weihnachten ist.

Auf eine Intensivstation kann man nicht jede Pflegekraft und nicht jeden Arzt stecken. Bisschen Ahnung muss schon sein - die abgehaltenen Schnellkurse eignen sich hauptsächlich für OP-Personal, das relativ nah dran an der Intensiv ist oder Pflegepersonal, dass irgendwann früher schon mal dort gearbeitet hat. Und auch, wenn wir noch genügend Intensiv-Betten frei haben, ringen viele Kliniken dort am meisten mit dem Personalnotstand. Das geht so weit, dass in einigen Klinken jetzt Unfallchirurgen der Intensivstation als Ärzte zugeteilt sind. Abgesehen davon wird mittlerweile empfohlen, SARS-CoV2-infizierte Pflegekräfte ohne Symptome mit entsprechender Schutzausrüstung weiter arbeiten zu lassen. Das sind neben etlichen anderen zwei weitere Gründe, warum ich definitiv derzeit nirgendwo ins Krankenhaus will, auf ITS schon gar nicht.

Nur - und jetzt kommt wieder ein bisschen Resilienz :6874: : es nutzt nix, gar nix, überhaupt nix, über verschüttete Milch zu meckern. Nach vorne gucken ist angesagt. Schnell umsetzbare, einfache Ideen und Konzepte müssen her und zwar pronto, damit wir mehr möglichst gut ausgebildetes Personal in die Kliniken bekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kay
Kay kommentierte


Danke, Anja, für diese Übersicht. Betten sind ja vorerst genug - so auch Stefan Kluge - nur an ausgebildeten Pflegekräften mangelt es.
Wenn die Reserve-Einheiten schon eingesetzt sind - was bleibt?
Vom Ausland holen von dort, wo die Pandemie besser im Griff ist?
Mehr Geld ? Hilft ja sonst meist zur Motivation.
Und für die Überstunden und harte Arbeit auf den Corona-Stationen bin ich auch gern bereit, einige kräftige " Soli " zu zahlen. - Spendenaufruf für Pflegekräfte ?
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Kay
Da fällt mir so spontan ein:
- Mehr Ausbildung (Pflegepersonal) -- Ausbildungskonzepte schnell überdenken und anpassen, Auszubildende mit Vorkenntnissen (THW, Rettungssanitäter) einstufen und Basics überspringen lassen. Für Medizinstudenten Anrechnung der Tätigkeit in der Pflege auf erforderliche Praxisanteile ihrer Ausbildung etc
- Mehr Technik, mehr Räume für Gesundheitsämter und Teststationen = mehr mögliche Einsatzplätze schaffen. Hier in SW wüsste ich auf Anhieb mindestens fünf bis zehn leerstehende Ladenlokale, die in Großraumbüros eingeteilt werden könnten. PCs, schnelles Internet und Telefone hinpacken. Mobiliar lässt sich mieten (die Messebauer freuen sich, steht bei denen alles ungenutzt rum)

Mehr Ideen erwünscht!
 
Kay
Kay kommentierte

Hatte der Praktikant vor Monaten schon mal erwähnt.
Wollte keiner hören: Messehallen in Hamburg - Platz für mehrere Krankenhäuser, optimal versorgt mit Energie wie Strom und Wasser. Toiletten vorhanden.
Die Duschen und den Rest wie Raumteiler und dergl. baut jeder Messebauer in drei Tagen. Das können die. Abstand von Bett zu Bett 5-15m kein Problem.
Aufenthaltsräume für Pflegekräfte. Logistik.
Vermutlich könnten dort auch Impfstationen mit Kühlung eingerichtet werden.
Wer einmal beim Messeaufbau dabei war (war ich, habe mitgemacht) ist verblüfft, wie im Nu ganze Dörfer entstehen. Bewirtung vor Ort - alles eingespielt.
Messehostessen sind als Pflegekräfte meist ungeeignet (es sei denn sie studieren Medizin - alles schon gehabt), können aber die Versorgung übernehmen.

Es gäbe so viel. Es gibt genug Spezialisten, die das Jahr für Jahr gemacht haben und sich über jeden bezahlten Job freuen.

Hannover: Messestadt, eingespielt, (es gibt kleinere Orte wie Barntrup im Lipperland, da standen jahrelang ehemalige Möbelmessenräume leer. Weiß nicht, wo noch ...
Stadthagen, ... Messen gab es fast überall: Modemessen, ...
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Kay
Ich hoffe doch sehr, die Notspitäler, wie sie im Frühjahr aufgebaut wurden (z.B. in Berlin) werden wir nicht benötigen. Wie gesagt: die Bettenzahl ist nicht das Problem. Du kannst tausende Betten und Beatmungsgeräte in Messehallen aufstellen, aber wo soll das Personal dafür herkommen?

Aber zu was gut sein können sie doch, die Messehallen. Z.B. für Schulunterricht mit genügend Abstand und guter Lüftung. Oder zur Unterbringung von Obdachlosen, denen gerade jetzt, wo es kälter wird, die vorhandenen Plätze in Wärmestuben und Heimen (4 Stockbetten in einem kleinen Raum geht halt nicht mehr) zusammengestrichen werden. Bei den (kommunalen) Entscheidern dieser Maßnahmen, die dann nicht nach einer Lösung suchen, sondern nur von mangelndem Abstand reden und mit den Schultern zucken, mangelt es meiner Meinung nach nicht am Abstand, sondern an Anstand.
 
Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), Berufsverband der Kinder und Jugendärzte (bvkj e.V.), Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie (GPP), Süddeutsche Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin (SGKJ) haben eine Stellungnahme zur Verwendung von Masken bei Kindern zur Verhinderung der Infektion mit SARS-CoV-2 herausgegeben (Stand 12.11.2020).

Aus der Empfehlung (Ende der Stellungnahme):
Auf die empfohlene Art und mit Empathie für Kinder und mit gesundem Menschenverstand unter Aufsicht verständnisvoller Erwachsener eingesetzt sind unerwünschte Wirkungen von Masken mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen. Befürchtungen, Masken könnten die Atmung beeinträchtigen, die Versorgung mit Sauerstoff gefährden oder zu einer gefährlichen Anreicherung von Kohlendioxid führen, sind unbegründet. Auch führen Masken bei entsprechender Aufklärung von Eltern und Kindern nicht zu seelischen Problemen oder gar Schäden. Vielmehr schützen sie das tragende Kind und evtl. auch seine Umgebung. Die subjektiven Probleme und das Störempfinden beim Tragen der Maske werden dennoch uneingeschränkt anerkannt; die entscheidende gesellschaftliche Aufgabe ist es umso mehr, die in der Nutzen-Risiko-Abwägung gebotene Notwendigkeit alters- d.h. kindgerecht zu vermitteln.

Quelle:
 
1 Kommentar
Kay
Kay kommentierte
Meine Frau hatte früher sehr lange ein Kindermodengeschäft.
Es gab viele Mütter, die, wenn ihre Kinder krank waren und deshalb nicht zur Schule gehen konnten,
mit genau diesen kranken Kindern von Geschäft zu Geschäft latschten, um endlich mal (mit dem Kind) in Ruhe shoppen zu können.
Ich hoffe, dass inzwischen etwas weiter gedacht wird, habe bei manchen Jungmüttern Zweifel.
 
Offenbar ab nächster Woche völliger Lockdown in Österreich. Wird auf Pressekonferenz am Samstag verkündet, melden alle österreichischen Zeitungen.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
In dem Fall halte ich das Durchsickern für gewollt. Sollen sich alle schon mal drauf vorbereiten, damit nicht das große Hamstern auf einen Schlag erfolgt. Das war doch bei Eurem Lockdown light auch so: Am Abend vorher wurden (laut Natascha Strobel) alle Vertreter der wichtigsten Medien zu einer Pressekonferenz einbestellt, wobei in der Einladung schon stand, dass davon noch nichts berichtet werden darf.
Bei uns hocken in den Corona-Kabinettssitzungen und Treffen von Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten ja auch immer schon die Whistleblower für die Nachrichtenagenturen ;)
 
ernst.w
ernst.w kommentierte

In dem Fall halte ich das Durchsickern für gewollt.
In dem Fall...
... wobei in der Einladung schon stand, dass davon noch nichts berichtet werden darf.
Passt perfekt. Das gewährleistet wenigstens, dass es sofort hinausposaunt wird. ;)

Es ist doch ganz egal, worum es geht. Wann immer etwas geschehen soll, das irgendjemandem nicht passen wird, wird es vom irgendwem an die große Glocke gehängt, damit es möglichst nicht passieren kann (oder die Sache möglichst wenig Erfolg hat). Bei den Razzien gegen die Terrorverdächtigen bzw. möglichen Mitverschwörer (vor wenigen Tagen) war das genauso: "Unser aller Beschützer" Kickl stellt sich vor die Fernsehkameras und plaudert frei weg von der Leber, während noch die Polizeikräfte anrücken. "Das wusste doch eh schon jeder!" war dann seine Verantwortung.

Ja, das war OT.
 
ernst.w
ernst.w kommentierte
Klaus Harms
Klaus Harms kommentierte


Am heutigen Samstag zieht die Regierung aufgrund stetig steigender Coronavirus-Neuinfektionen Konsequenzen. Nach der Gastronomie muss ab Dienstag vermutlich auch der Handel schließen. Gut möglich ist, dass auch die Schulen auf Homelearning umgestellt werden und in den Kindergärten nur noch Notbetreuung vorhanden sein wird. Gelten wird dies alles bis kurz vor dem Marienfeiertag am 8. Dezember. Verkündet werden die Maßnahmen Samstagnachmittag vom üblichen Quartett um Kanzler und Gesundheitsminister.

Quelle: Vienna.at
 
ernst.w
ernst.w kommentierte
Danke, ich weiß. Auch ich hänge in den Pressekonferenzen. ;)
 
häuschen
häuschen kommentierte
Schwarzer als schwarz gibt es ja nicht. Macht es keinen Sinn, Werte darüber hinaus noch darzustellen?
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Da gehen uns langsam die Steigerungen bei den Farben aus. lilametallic mit schwarzen Punkten könnt man noch davorschalten.... (ironie off). Nee, im Ernst: ab 512/100.000/7 Tage dürfte eh unkontrollierbar sein.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Bei einer Durchseuchung mit hohem Rt würden gegen Ende Werte von 2500+ auf 100.000 erreicht, bei angenommener Dunkelziffer von dann 10. Einige Regionen haben bzw. hatten den Wert 1000 überschritten (Belgien, North Dakota etc. -- Lüttich fast 2000 am 29.10., North Dakota 1200 am 9.11. -- dann erreicht die Positivenrate auch irgendwann 50% wie bereits in einer Region passiert).

Insofern wäre es hilfreich, auch den Bereich 500- 2500 aufzulösen.

Ich bin ja für die Farbskala grün - gelb - rot von 0 bis 100, danach sukzessive Beimischung von blau und schwarz ;)
 
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häuschen
häuschen kommentierte
Unkontrollierbar erscheint es mir schon weit vorher zu sein, aber sowas rechnet Falk ja immer gut aus.
Die Frage ist für mich, was passiert bei noch höheren Zahlen und ab wann ist der Punkt erreicht, dass z.B. diese „Herdenimmunität“ in überschaubare Nähe kommt.
Andererseits scheint es ja keine echte Immunität zu geben.

Ich suche immer den Sinn hinter solchen Karten. Oder dient sie primär zur Veranschaulichung der Verbreitung?
 
falconeye
falconeye kommentierte

Wie ich oben schrieb ... Herdenimmunität bedeutet beinahe vollständige Durchseuchung (~50%). Bei einer Verdoppelung pro Woche (Rt=1,5) wäre die 7-Tages Inzidenz vor dem letzten Schritt ca. 25%, oder 25.000/100.000. Bei einer Dunkelziffer von 10x ist dies ein Publikationswert von ca. 2.500/100.000. Wird dieser Wert erreicht (wie vor kurzem in Lüttich), sollte er sich danach aufgrund einsetzender Herdenimmunität stabilisieren und innerhalb weniger Wochen gegen Null streben.
 
Ab #4.607.8 ging es heute schon mal um Pflege und wie man die derzeitige Situation verbessern könnte. Eben lese ich eine
Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums mit der Überschrift Mehr Ausbildung, mehr Personal, mehr Geld – Konzertierte Aktion Pflege legt Umsetzungsbericht vor.

Ähm. Ja. Ich sag mal so: ich bringe sie nicht in voller Länge. Hier die ersten drei Sätze, dann ahnt ihr schon, wie es weitergeht.
Schrittweise werden die Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte verbessert. Das ist das Ergebnis eines ersten Umsetzungsberichts zur Konzertierten Aktion Pflege (KAP), der von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn heute vorgestellt wurde. Danach konnten bereits wichtige Maßnahmen für eine bessere Entlohnung, für mehr Auszubildende und mehr Kolleginnen und Kollegen an der Seite der Pflegekräfte umgesetzt werden.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Konzertierte Aktion Pflege im Sommer 2019 ins Leben gerufen wurde, sind Ergebnisse im November des Folgejahres eigentlich ziemlich schnell für unsere Verhältnisse. In Anbetracht der Tatsache, dass wir seit Frühjahr 2020 wissen, wie dringend sich da unbedingt was tun muss, hätte man durchaus in den 5 Arbeitsgruppen noch ordentlich kurbeln können. Finde ich.

Die komplette Pressemeldung gibt es hier.
 
Kommentar
Kommentar
Update 14. November 2020

Germany
New Cases 13.11.2020: 22261
Weekly average: 18729
7 day incidence: 157,9
Rt: 1,10 (0,90 - 1,34)
Forecast 11.12: 19608 (4202 - 91505)
Alert Value A: 1,39 very high risk

Screen Shot 2020-11-14 at 12.20.06.png

Der aktuelle Ausbruch scheint aktuell seinen Peak zu erreichen, Rt schwankt um 1.0 +/- 0.1. Für den angestrebten Erfolg des "Lockdown Light" muss Rt aber noch deutlich weiter sinken, sonst wird es nix mit einer Entspannung im Dezember. Aber immerhin zeigt der Lockdown Light bzw. der damit verbundene psychologische Effekt Wirkung. Erfreulich: Die Todesrate hat sich seit letzter Woche nicht weiter verdoppelt, sondern ist von 121 auf 166 pro Tag im Wochenmittel gestiegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gianni33
Gianni33 kommentierte
Ja, so ist es. Wie schon Karl Kraus, Johann Nestroy und Karl Valentin gesagt haben: Der Mensch ist gut, aber d` Leit san schlecht...:(
 
Zuletzt bearbeitet:
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Ich wäre ja schon ziemlich froh, wenn die Querdenker bei ihren Demos wirklich beim Denken und darüber sprechen blieben, und kein Quer-Handeln (Verstöße gegen AHA) daraus machen würden.
Dass sich manche (viele?) nicht an Vorschriften halten, weil sie wissen, dass es kaum kontrolliert werden kann, sieht man auch in vielen anderen Bereichen...
 
falconeye
falconeye kommentierte

Die immer höher ansteigenden Fallzahlen finde ich wirklich beunruhigend.
Erstens ist der Anstieg vermutlich zum Erliegen gekommen, wie meine Zahlen ja ganz gut belegen. (Der Höchststand von 19800 im 7-Tagesmittel wurde vermutlich bereits überschritten).

Das Wochenmittel von heute 14.11.2020, liegt bei 18.729 neuen Fällen täglich, vor genau einer Woche am 7.11. lag diese Zahl bei 19.465, also 736 Fällen oder 4% mehr.

Zweitens - wenn man etwas genauer in die Zahlen hineinschaut -- liegt z.B. NRW bereits 1 Woche hinter der Welle, während speziell Oberbayern sich gerade erst dem Peak nähert. Die von mir in https://www.nikon-fotografie.de/com...egen-coronavirus-abgesagt.295040/post-2782279 verlinkte Animation hat bei mir ein Umdenken in Gang gesetzt. Ich denke, wir unterschätzen ganz allgemein doch den Infektionsdruck angrenzender Regionen.

D.h., ich glaube, auch in Oberbayern greifen die Maßnahmen aktuell schon recht gut - aber Oberbayern kämpft mit einem doppelten Infektionsdruck aus Nordwest-Österreich und Tschechien. Analog Südsachsen. Ggfs. muss Deutschland die Grenzen zu Österreich und Tschechien kontrollieren, von Pendlern Testungen verlangen, wenn die Zahlen speziell in diesen Regionen nicht zurückgehen.

Speziell zu deinem Beispiel, @Gianni33 : es geht nicht darum, ob sich da Leute infizieren. Sondern, ob insgesamt Kontakte reduziert werden. Und wenn die Stammtischbrüder dann anschliessend weniger andere Kumpels treffen, weil die Kneipen zu haben, ist auch schon viel gewonnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wölkchen
Wölkchen kommentierte

Was ich nicht verstehe, dass 10 Leute aus verschiedenen Familien zusammen
acht Stunden auf der Arbeit verbringen dürfen, aber nach Feierabend ist ein Treffen
nicht erlaubt.
 
ernst.w
ernst.w kommentierte

Nun, ich habe heute gesehen: Eine etwa achtzig Meter lange Schlange an Menschen vor dem Humanic (-50% auf alles!), Massen vor zwei Baumärkten. Was auch heute noch gelaufen ist: Mehr als 8.000 Leute bei der Eröffnung einer neuen XXXLutz-Filiale, Eröffnung von Möbilix ebendort.

Die Dummheit der Massen kennt man. Aber die Gewissenlosigkeit einiger Wirtschafttreibenden ist auch nicht ohne. Solche Massen-Aktionen JETZT? Jeder Meter Feldweg ist verantwortungsbewusster.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die immer höher ansteigenden Fallzahlen finde ich wirklich beunruhigend.

Ich frage mich, ob die gegenwärtigen Maßnahmen tatsächlich ausreichen.
Insbesondere im privaten Bereich.

Hierzu ein Beispiel:
Die ca. 10 Stammgäste, die in unserer Dorfkneipe jeden Tag 3-7 Halbe Bier verkonsumiert hatten, treffen sich nun zum abendlichen Biertrinken im Hause eines Stammgastes, der pikanterweise auch noch Braumeister von Beruf ist.
Dass dort nicht die erforderlichen AHA+L Vorsichtsmaßnahmen streng eingehalten werden, kann man annehmen.

Ist das Verhalten in eurer Dorfkneipe repräsentativ für den Rest der Bevölkerung?

Ist das ( Fehl- ) Verhalten des Hr. Laschet vor kurzem nach der Fernsehsendung repräsentativ für das Verhalten aller Politiker?
 
Kommentar
Ich habe Freunde aus der Musikbranche,
ich habe Bekannte aus Risikogruppen,
ich finde dieses Video gut:

 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte

Kritisieren und Leugnen sind zwar formell verschiedene Dinge,
de facto jedoch kritisieren sie die Maßnahmen *weil* sie die
Pandemie leugnen. Oder nicht dran glauben, weil sie sie in
ihrer Filterblase nicht wahrnehmen.
 
T
Tom.S kommentierte
Das mag für eine relevante Zahl von Kritikern/Leugnern zutreffen. Ich halte es trotzdem für sehr wichtig kritische Menschen nicht zwangsläufig zu diskreditieren. Wenn man sich erwartet, dass die zentralen Anliegen zur Verhinderung der Pandemie in der Gesellschaft ankommen dann muss man auch ebendiese Gesellschaft in die kritische Auseinandersetzung und den Diskurs einbeziehen und Ernst nehmen.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Warum nennst du sie dann nicht konsequenterweise "Maßnahmenkritiker"
Weil Pandemieleugner (für mich) keine Maßnahmenkritiker sind. Sondern Maßnahmen überwiegend ablehnen. Maßnahmenkritiker kritisieren z.B. die Öffnung oder Schließung von Schulen mit evidenzbasierten Argumenten - die würde ich mit Pandemieleugnern nicht in einen Topf werfen wollen. Wer das Tragen von Masken unter freiem Himmel kritisiert, ist ein Maßnahmekritiker. Wer Masken generell ablehnt, ein Pandemieleugner.

Und bei dieser Gelegenheit: über die Vereinnahmung des Begriffs „Querdenker“ ärgere ich mich echt. Ich bin z.B. seit über 10 Jahren Mitglied der Querdenkergruppe auf Xing. Querdenker sind wichtig für ihre Fähigkeit, out of the box zu denken und scheinbare Wahrheiten zu hinterfragen. Aber ohne klugzuscheissen oder sich dabei zum Idioten zu machen! Nicht jeder ist zum Querdenken befähigt, nicht umsonst erzielen echte Querdenker Spitzengehälter - zumeist dann unter dem engl. Fachbegriff „Wild Duck“ - z.B. bei IBM.

Schon allein deshalb: wer den Begriff Querdenker verbrennt, hat seinen Anspruch auf meinen Respekt verwirkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte

Auch das ist formell richtig, aber ab einem gewissen Punkt drehen die erfahrungsgemäß ab.
Ich rede mir oft genug den Mund fusselig, habe - leider - mehr als reichlich Leute von
deren Erkrankung und Spätfolgen ich berichten kann. Man bekommt mit der Zeit ein Gefühl
dafür, wen man erreichen kann, und wer jede Denktätigkeit aufgegeben hat (aber dabei
zum "Selberdenken" auffordert).
 
falconeye
falconeye kommentierte

Ich halte es trotzdem für sehr wichtig kritische Menschen nicht zwangsläufig zu diskreditieren
Das ist wohl wahr. Und das ist der eigentliche Schaden, den der extremere Teil der Querdenker-Bewegung anrichtet: er vergiftet die Diskussionskultur, spaltet die Diskussion in zwei Lager, die so eigentlich gar nicht existieren.

Ich gehe aber davon aus, dass der Pandemie-Akzeptierer Teil (wenn ich ihn mal so nennen mag) weiterhin kritisch diskutiert. Nur halt unter Ausschluss der Öffentlichkeit, die Pandemieleugnern gemeinhin zugänglich ist.
 
...

Mich haben ganz andere seiner Ausführungen im Video interessiert, die Ihr auf diese Art nie entdecken werdet.

Lieber Albert,
nun nimm mal an, Kay, der Praktikant, oder Hugo wollte mit Dir diskutieren
(die anderen hier im Forum ausnahmsweise mal ausgenommen, weil es sonst zu schnell persönlich wird)

und bevor es losgeht, kommst Du mit " die Ihr auf diese Art nie entdecken werdet ". - Karton auf, Karton zu. Das wars - das ist es doch!
 
4 Kommentare
häuschen
häuschen kommentierte
Gut, Du bist drauf reingefallen ;)

Ich habe da mal ein Beispiel:

Mami: „Kind, Du musst diese Maske tragen, damit Du andere Leute nicht ansteckst.“
Kind: „Wieso, Mami ... bin ich denn krank?“
Mami: „Nein, Du bist nicht krank, aber Du könntest krank sein und und dann steckst Du den Opa an und dann stirbt der Opa.“
Kind: „Ach so, na dann setz ich die Maske natürlich auf.“

Es vergehen einige Monate ...

Kind: „Du Mami, könnte es immer noch sein, dass ich krank bin? Wie lange muss ich denn die Maske noch tragen?“
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Antwort: Ja, es könnte immer noch sein, dass du krank bist - ohne es selbst zu merken - und dann Opa ansteckst,
da die Ursache für dein mögliches krank sein seit fast einem Jahr da ist und voraussichtlich auch noch viele Monate lang da sein wird.
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

Antwort, ja es könnte immer noch sein das du krank bist, und Papa oder mich oder deine Gewischter ansteckst.
Denn was der Onkel oder die Tante im Fernsehen gesagt haben ist nicht ganz richtig, denn diese Krankheit ist
nicht nur für Opa oder Oma gefährlich.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Oha. Wir sind aber schon längst nicht mehr der Pädagogik der 1950er-1970er Jahre verhaftet. Leute! o_O;) "Trag Deine Maske, sonst stirbt Opa" ist die Message, die in euren Beispielen beim Kind ankommt. Bei mir ginge das so:

Mami: "Wir müssen jetzt alle Masken tragen, damit wir uns nicht gegenseitig anstecken"
Kind: „Wieso, Mami ... sind wir denn krank?“
Mami: „Nein, wahrscheinlich nicht. Aber alle Menschen können sich gerade sehr schnell mit einem Virus anstecken und man merkt das nicht immer. Viele werden nämlich gar nicht krank, können aber trotzdem andere anstecken, die dann vielleicht krank werden. Darum sollen wir eine ganze Zeit lang alle eine Maske tragen. Alle Leute, die eine Maske aufhaben, schützen dich, wenn sie dir begegnen. Sie können dich dann nämlich nicht so leicht anstecken. Und wenn du auch eine Maske trägst, dann......?
Kind: „Dann stecke ich auch keinen an. Ach so, na dann setz ich die Maske natürlich auf.“

Es vergehen einige Monate ...

Kind: „Du Mami, könnte es immer noch sein, dass wir uns anstecken? Wie lange müssen wir die Masken denn noch tragen?“
Mami: "Leider ist dieses Virus ziemlich hartnäckig. Das wird noch eine Weile so weitergehen. Und aufs Händewaschen und Abstand halten müssen wir auch weiter achten. Aber wenn alle zusammenhalten und mitmachen, dann schaffen wir das."

Siehe auch die kindgerechten Infomaterialien der Sendung mit der Maus und das Kinderhörbuch von Melanie Brinkmann "Ist Corona pink?"
 
Hat mich doch interessiert worüber gestritten wird und ich habe mir dieses Kaisertv Video bis zum Ende angeschaut.
Ein emphatieloser Soziophat der seine Thesen in anspruchsvolle, intellektuell sehr gut formulierte Wörter verpackt.
Könnte man auch einfacher ausdrücken das Ganze. Nach m.M. geht ganz klar die Position der Gegnerschaft von staatlichen Pandemieregularien hervor.
Eine Meinung von vielen. Wen wunderts noch dass die Fallzahlen so stark gestiegen sind.
 
Kommentar
Verstörende Bilder aus Neapel

Aktuell in Italien diskutiert wird das folgende verstörende Video aus Neapel. Es ist authentisch vom "Antonio Cardarelli" Krankenhaus.
Videolink entfernt
!!Vorsicht!!
Bitte bei schwachen Nerven nicht anklicken! Echt jetzt!
@Klaus Harms @AnjaC : ggfs. löschen.
 
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3 Kommentare
AnjaC
AnjaC kommentierte
Sorry, kann ich nicht stehen lassen, Falk, weil ich es nicht verifizieren kann. Gesehen habe ich es. Und es ist wirklich wohl für viele hier nicht empfehlenswert. Deswegen könnte ich es auch mit Verifikation nicht wieder einfügen.

Vielleicht magst Du uns in kurzen, sachlichen Worten schildern, was zu sehen ist.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Das Video wurde vom Krankenhaus Antonio Cardarelli bestätigt (bewusst jetzt ohne Link). Es wurde von einem 30J Patienten ins Netz gestellt, den das Krankenhaus als verantwortungsunfähig bezeichnet. Unterdessen wird Neapel wohl in der Risikozone heraufgestuft, da Neapel bisher nicht einmal in der roten Zone liegt.

Zu sehen sind Wuhan-ähnliche Zustände, ein Toter in Zivilkleidung im Waschraum, Chaos im angrenzenden Behandlungsraum. Nicht im Video zu sehen: vor dem Krankenhaus warten Covid-Patienten.

Wer sich das Video zumuten mag, findet mehr mit dem Suchbegriff "schockvideo aus Italien".
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
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