Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Ich habe es vor ca. einem halben Jahr schon mal geschrieben, es halten sich vielleicht noch mehr nicht an Corona Hygieneregeln wie sie sich im Strassenverkehr an Verkehrsregeln halten. Wenn denn der Blitzer bekannt ist wird sich an Regeln gehalten, kaum ist man vorbei wird wieder Gas gegeben. Warum da eine Geschwindigkeitsbegrenzung ist oder der Blitzer dort steht interessiert den freie Fahrt für freie Bürger Anhänger wenig, ist doch nur Abzocke in ihren Augen. Die ticken halt in ihrem eigenen Universum.
Wo keine Kontrolle und Strafe ist es mit Einsicht nicht weit her.
Kann man nach m.M. genauso für Corona übernehmen.
 
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Fortsetzung #3 zum Update 7. November 2020

#1: https://www.nikon-fotografie.de/com...egen-coronavirus-abgesagt.295040/post-2781511
#2: https://www.nikon-fotografie.de/community/comments/18278/

#3 Fiebersymptomatik

Screen Shot 2020-11-05 at 16.07.40.png

gezeigt ist der Verlauf der PCR Fälle (grau) mit der geschätzten Fieberinzidenz in der Bevölkerung (aufgrund Datenerfassung durch die Corona Datenspende-App - nicht zu verwechseln mit der Corona Warn App - wir erinnern uns ...).

Der Effekt könnte saisonal sein, aber die Leute sind wieder verstärkt erkältet / an Covid erkrankt. Schade, dass wir keine Daten von 2019 haben. Haben wir doch nicht, oder?
 
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AnjaC
AnjaC kommentierte
Die Auswertung habe ich mir kürzlich auch angesehen. Die abgebildete Korrelation der Fieberinzidenz aus der Corona-Datenspende mit den Corona-Fallzahlen, die auch bereits zutreffende Vorhersagen erlaubte, finde ich erstaunlich (und gut, natürlich).

Nein, hatten wir 2019 noch nicht, die Datenspende gibt es erst seit Frühjahr 2020.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Nein, hatten wir 2019 noch nicht, die Datenspende gibt es erst seit Frühjahr 2020.
Die Frage war rhetorisch, als Überleitung zu #4 gemeint ;) Denn die Grippekarte hatten wir auch in den Vorjahren schon.

Beide Datenquellen zusammen bedeuten, dass aktuell fiebrige Erkältungskrankheiten vor allem Covid bedeuten. Allerdings ist diese „Covid“-Welle zwar dominant, aber noch nicht so stark wie eine Grippewelle später im Jahr.
 
#4 Grippewelle

Screen Shot 2020-11-05 at 16.06.19.png

Ich denke, man erkennt einen für eine normale Grippesaison annormalen Anstieg symptomatischer Atemwegserkrankungen ab ca. KW 43.

Anm.: Das RKI meldet aus dem Sentinelprogramm von 51 Proben 30 Proben ohne Befund, 19 Rhinoviren und 2 SARS-CoV-2 Viren. Keine Influenzaviren. Offensichtlich aber erhebt das RKI viel zu wenige Stichproben für die augenblicklich Pandemie - unverständlich mMn.
 
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AnjaC
AnjaC kommentierte
Das RKI ist auf die Mitarbeit der Sentinels angewiesen. Derzeit wird auch dort hauptsächlich speziell auf SARS-CoV-2 getestet. Ich gehe davon aus, dass viele der Zentren jetzt überlastet sind, was die kontinuierliche Mitarbeit an diesem Programm erschwert. Die ARE und Anzahl der Atemwegserkrankungen werden jeweils unabhängig von diesem Programm erhoben, dort ist die Datenlage vermutlich aussagekräftiger.
 
#5 Positivenquote und Durchschnittsalter

Screen Shot 2020-11-06 at 13.58.19.png


Die Positivenquote bei PCR Tests hat sich auf 7.26% gegenüber KW 36 verzehnfacht.

Das Durchschnittsalter der Infizierten hat sich parallel (seit KW 35) von 32J auf 41J um fast 10 Jahre erhöht, ca. um 1J pro Woche. Dies entspricht einer Erhöhung der durchschnittlichen revidierten CFR eines Infizierten (Todesrate, Anzahl benötigter Intensivbetten etc.) um den Faktor 3.2x.
 
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Hallo Kay!
die Leute, die dagegen sind, meinen, dass viel übertrieben wird, sie selbst wohl halbwegs heil durchkommen und es irgendwann auch wieder vorbei sein wird.
Deshalb schrieb ich ja, dass ich bei denjenigen, welche gegen Maßnahmen sind, keine Strategie erkennen kann.
Und Kurt hat ja recht:
Aber es ändert nichts daran, das sie sich daran halten müssen.
Und bei der Überwachung der Einhaltung und Sanktionierung von Verstößen kommt die Personalnot ins Spiel.
 
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#6 Intensivbelegung

Screen Shot 2020-11-06 at 14.02.43.png
Die Anzahl durch Covid belegter Intensivbetten (aktuell 2.653) steigt seit Mitte Oktober steil an und wird den Peak der ersten Welle in D überschreiten.

Die Zahl der täglichen Toten im gleitenden 7-Tagesmittel hat 121 erreicht und verdoppelt sich aktuell exakt einmal pro Woche. Diese Zahl hatte am 18.4. mit 248 ihren bisherigen Höhepunkt und wird mit Sicherheit überschritten.

Während der ersten Welle wurde die Kapazität des Gesundheitssystems in Deutschland nicht überschritten. Für den aktuellen Ausbruch dürfte es in ca. 2 Wochen sehr eng werden.

Ich mag mir gar nicht ausmalen, zu welchen Zuständen es im europäischen Ausland kommen kann. Wenigstens scheint in einigen Ländern (Schweiz, Belgien, Niederlande etc.) der aktuelle Ausbruch gestoppt.
 
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#7 Österreich

Ein Wert von A: 2.41 out of control ist abstrakt und wird der Situation nicht gerecht.

Screen Shot 2020-11-07 at 18.34.18.png

Zwar steigt A wohl nicht mehr an, aber Rt ist mit 1.3 noch viel zu hoch und die 7-Tages Inzidenz mit 450 für die Intensivkapazität des Landes bereits jetzt zu hoch. Ich kann nur hoffen, dass die Österreicher, die sich infizieren, im Schnitt jünger als anderswo sind ...
 
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#8 Bewertung zum Update 7. November 2020

Ich habe diese Woche mehr Aufwand als gewöhnlich in mein Update gesteckt. Ich hatte mir im Verlaufe der Woche ein detailliertes Bild machen wollen, ob die Maßnahmen (Lockdown Light) in D tatsächlich angemessen, und im Zeitpunkt richtig gewählt waren. Und warum sollte ich dann das Forum nicht an einigen Aspekten teilhaben lasse? Ich hoffe, man verzeiht mir die Flut von Postings heute ;)

Zum Zeitpunkt des Lockdown Light sah der aktuelle Ausbruch (aka 2.Welle) der Epidemie nicht sehr bedrohlich aus. Einige meiner Freunde meinten (meinen), es seih gar nichts. Aber ich denke, das Geschehen spitzt sich dramatisch schneller zu, als ein Rt von (nur) 1.5 anfänglich vermuten liess.

Vom heutigen Standpunkt aus gesehen, wurde die Maßnahme wohl zum letztmöglichen Zeitpunkt ergriffen, wenn nicht sogar schon zu spät. Will man keine Herdenimmunität erreichen, sondern das Virus eindämmen. Es sieht auch so aus, als sei die Maßnahme ausreichend, Rt nähert sich dem Wert 1.
 
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falconeye
falconeye kommentierte

Ich habe Erfahrungen mit wiss. Publikationen, innerhalb und ausserhalb der Theoretischen Physik.

Während es innerhalb der Theoretischen Physik fast ausschliesslich darauf ankommt, ein Problem zu lösen oder eine neue Idee zu kommunizieren, ist es ausserhalb genau umgekehrt: Es kommt darauf an, ewig viele Arbeiten zu zitieren und formale Kriterien, vor allem statistischer Natur, zu erfüllen. Man ist da ewig beschäftigt, die Arbeiten so lange "aufzublähen", bis die Reviewer ein gutes Gefühl haben. Also in diesem Sinne: Ich bin zu alt für diesen Sch... ;) Im übrigen habe ich meine Methode auf Medium.com "veröffentlicht". Der Artikel wurde vom Portal "Analytics Vidhya" gefeatured.
 
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VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Ich hab gerade mit offenem Mund ein ähnliches Erlebnis verdaut: "Die Prüfungsleistung gilt als erbracht wenn das Testat in Arial 12 Punkt mit 1,5-fachem Zeilenabstand verfasst ist."
 
mathe
mathe kommentierte
@falconeye hast Du dazu den Link? Das interessiert mich doch sehr. (Mein Nickname ist nicht zufällig gewählt;))
 
gannet
gannet kommentierte
mathe
mathe kommentierte
Tausend Dank, Hanjo!
 
Jetzt hat der Tod unsere Familie erreicht. Der Bruder meiner Mutter, also mein Onkel, ist vor Jahrzehnten nach Innsbruck gezogen. Eine meiner Tanten ist dort vor wenigen Tagen an (nicht mit) Corona verstorben.

Mein Onkel wurde ebenfalls infiziert, hatte den ersten Fiebersturm gerade hinter sich, wurde aber bereits künstlich beatmet, als „zusätzlich“ eine Lungenentzündung diagnostiziert wurde. Die ist nicht behandelbar, heißt es.

Er müsste intubiert werden, die Ärzte fragten nach einer Patientenverfügung, die er nie gemacht hat. Er selbst ist nicht mehr ansprechbar. Die Ärzte wollen jetzt eine Entscheidung der Familie, ob intubiert werden soll. Das läuft doch etwas anders, als ich gedacht hätte. Sieht jedenfalls derzeit nicht gut aus.

Die verstorbene Tante stand mir nicht nahe, der jüngste Bruder meiner Mutter schon...
 
lommi
lommi kommentierte
Herzliches Beileid, Ernst.
 
ernst.w
ernst.w kommentierte

Wir wollten zum Begräbnis fahren, das wahrscheinlich nächste Woche stattfindet. Aber in Innsbruck, etwa fünf Fahrstunden entfernt. Kein Hotel, das uns aufnähme, keine Möglichkeit, am selben Tag zurückzufahren; das schaffen wir heute nicht mehr. Und auch dort jede Menge Ansteckungsmöglichkeiten unter einer Menge "Fremder".
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte


Lieber Ernst,
manchmal gibt es Situationen, in denen man auf so menschliche Selbstverständlichkeiten, wie die Teilnahme an einer Beerdigung, verzichten sollte. Corona ist mMn eine solche.....
 
ernst.w
ernst.w kommentierte

Ja, das ist derzeit auch meine Einstellung. Aber ich bin nicht allein. Wir werden das trotzdem bald entschieden haben.
 
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haribee
haribee kommentierte
Lieber Ernst, mein doppeltes Beileid! (Ich las es erst jetzt). Bleibt in Wien in Sicherheit! Ich denke, dafür muss in dieser Zeit jeder Verständnis dafür haben.
 
BioNTech Impfstoff zu 90% effektiv, Börsenkurse und Ölpreis steigen stark an

Trump ist die News von gestern, die USA diskutieren seit heute den Durchbruch von „BioNTech / Pfizer“.

Damit ihr keine Drittinfos lesen müsst, hier die Originalmeldung:

Zusatzbemerkung von mir:

Bei 100% Wirksamkeit müssten sich max. 67% (2/3) impfen lassen, bei 90% max. 74% - für Erreichung der Herdenimmunität. Max., weil bei einer Epidemie mit Dispersion ggfs. auch bei geringerer Beteiligung das Virus verschwindet - indem Individuen mit den meisten Kontakten sich impfen lassen oder sich infizieren. Oder kurz: 90% reichen, um Corona zu beenden.
 
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Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
manch einem ist jedes Mittel recht, um
an eine Quarantäne vorbei zu kommen
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

Ob das nun die Intention war, oder ob es z.B. um Beschaffungskriminalität geht, weiß man ja noch nicht.
 
Zur Nerz-Problematik:
 
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AnjaC
AnjaC kommentierte
Das Thema verfolge ich auch seit einigen Tagen. Ich würde es bisher allerdings auch mit den Expertenmeinungen gegen Ende des Artikels halten:
Viele Experten sind allerdings skeptisch, was das Risiko eines Impfstoff-Versagens angeht, insbesondere, weil noch gar keine öffentliche Daten über diese besondere Virus-Variante zur Verfügung stehen.
Ich habe zu Cluster-5 noch keine aussagekräftige Veröffentlichung gefunden.
Dass die Übertragung auf den Menschen möglich ist, wissen wir ja schon länger (und irgendwo müssen sich die dänischen und niederländischen Nerze infiziert haben, die waren ja kaum in China - also wohl vom Mensch auf den Nerz geschehen).

Kurz: es ist ein wichtiges Thema in mehrfacher Hinsicht (auch, was die Haltung angeht!) und muss natürlich weiter verfolgt werden. Nach bisheriger Datenlage bin ich (noch) nicht alarmiert.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Also, das Virus wäre schon längst entsprechend im Menschen mutiert, denkt doch mal logisch!
Das Virus mutiert im Menschen an der Stelle des Spike Proteins nicht erfolgreich, weil diese Bindungsstelle schon optimal ist. Im Nerz ist eine andere Struktur halt besser, daher hat sich diese Mutation in Nerzen durchgesetzt, nachdem der Mensch den Nerz angesteckt hatte.

Im Menschen würde diese Mutation daher nicht lange überleben. Die Mutation gab es sicher schon viele Male und verschwindet wieder.

Es sei denn, die gegen Standard SARS-CoV-2 immunen Menschen (Impfung, durchseucht) hätten die Standardform ausgemerzt und diie Nerzvariante könnte überleben. Ähnlich wie bei Antibiotika resistenten Keimen. Aber das Problem tritt erst NACH einer Impfksmpagne auf.

Bei Durchimpfung der Bevölkerung ist es wichtig, das Virus schnell zu eradizieren. Dann kann es auch nicht mehr mutieren, ob jetzt im Nerz oder anderswo.

Gelingt dies nicht, haben wir halt ein neues Virus. Aber i.d.R. sind die nicht so erfolgreich wie jetzt SARS-CoV-2.

Das Keulen der Nerze ist vernünftig. Aber ich vermute, zu dieser Mutation kann es auch im Menschen kommen, nur, dass die Wildform halt bisher erfolgreicher ist.
 
Wer sich mal ein Bild von der von mir sehr geschätzten Prof. Eckerle machen möchte, kann heute Abend um 21 Uhr "Hart aber fair" in der ARD einschalten. Aus aktuellem Anlass wurde das Thema der Sendung geändert in "Durchbruch beim Impfstoff: Hoffnungsschimmer statt Horror-Winter?"

Neben Prof. Dr. Isabella Eckerle (Virologin; sie leitet die Abteilung Infektionskrankheiten in der Abteilung für medizinische Fachgebiete an der Universitätsklinik Genf/Schweiz) sind zu Gast: Peter Tschentscher (SPD, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg), Steffen Henssler (Restaurant-Besitzer und TV-Koch), Wolfgang Kubicki (FDP Vizepräsident des Deutschen Bundestages; stellv. FDP-Bundesvorsitzender), Kristina Dunz (Journalistin; stellv. Leiterin des Parlamentsbüros der "Rheinischen Post"), Karl Lauterbach (SPD, Bundestagsabgeordneter; Gesundheitsökonom und Epidemiologe)

Infos zur Sendung:
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte

Schoen das manche Menschen sich ganz sicher sind was anderen gut tun wuerde.
 
häuschen
häuschen kommentierte
Ganz im Ernst, hier im Thread ist mir zu viel Unterbelichtetes unterwegs

Bei Dir lese ich häufiger nicht nur einen Mangel an Empathie heraus, sondern auch ein herbes Maß an Angeberei.
Bist Du wirklich so überbelichtet, wie Du denkst?
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
ob über- oder unterbelichtet
Photoshop kann helfen :)
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
So Freunde, bisschen nett miteinander, sonst muss ich wieder den Löschbutton betätigen.
Ich will hier nichts davon lesen, dass wir uns untereinander als unterbelichtet oder sonstwie abfällig bezeichnen. Und nochmal (zum 137. Mal) der Hinweis: eure persönliche Meinung ist euch unbelassen. Sie ist aber nicht automatisch auch die Meinung aller anderen intelligenten Wesen auf diesem Planeten. Also setzt das nicht als gegeben voraus. Auch, wenns schwerfällt. Wer das nicht kann, ist in diesem Thread fehl am Platz.
 
gannet
gannet kommentierte
Einem Asperger-Autisten Mangel an Empathie vorzuwerfen, ist aber auch drollig
Beste Grüße
Hanjo
 
Stück für Stück geht es voran - aus der " Zeit " :

Es dauert nur 75 Minuten, dann ist klar, ob man andere anstecken könnte: Die Firma Centogene bietet ab Donnerstag Hamburgs ersten öffentlichen Corona-Schnelltest, in Trucks mit kleiner Laborausstattung, die vor dem Flughafen geparkt sind. Das Angebot richtet sich vor allem an Flugpassagiere. Wer mit Lufthansa fliegt, kann sich kostenlos testen lassen. Alle anderen zahlen 79 Euro. Das Besondere an dem Test: Er ist offenbar deutlich genauer als die Tests, die in Altenheimen und Arztpraxen zum Schutz vor symptomlosen Virusträgern gemacht werden sollen. Nach Angaben des Unternehmens kann der Flughafentest bereits Infizierte entdecken, die gerade ansteckend geworden sind, und etwa sechs Stunden lang werden sie mit diesem Ergebnis höchstwahrscheinlich für andere kein Infektionsrisiko darstellen. Die einfacheren Schnelltests sind mit einem Preis ab 7 Euro pro Stück allerdings auch viel günstiger. Warum der Test am Flughafen in einer anderen Preisklasse spielt? Die PCR, die bei einem positiven Testergebnis gleich mitgemacht würde, um das Testergebnis abzusichern, wird miteinberechnet. Und wahrscheinlich auch die verzweifelt große Nachfrage: Da die PCR-Tests nun wieder nur bei Menschen mit Symptomen gemacht werden sollen, gibt es für Leute, die ihre Oma im Altenheim besuchen, sie damit aber nicht gefährden wollen, vorerst keine andere Möglichkeit als dieses Angebot.
 
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Eine chinesische Impfstoffstudie wurde wegen schwerer Nebenwirkungen abgebrochen.

Wie sind denn die Aussichten bei uns? Kann das ausgeschlossen werden? Nicht dass wir auf der einen Seite weniger CORONA Tote haben, auf der anderen Seite durch die Nebenwirkungen den Bock zum Gärtner machen.
 
G
Gianty kommentierte
Ich hätte auch den aus der Placebo Gruppe angegeben.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Natürlich muss der Todesfall dokumentiert werden. wird er auch. Du darfst nur normalerweise nicht öffentlich in den Medien bekanntgeben, dass die Studie für diesen Patienten entblindet wurde, d.h. welcher Gruppe er angehörte.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Diese skeptische Grundhaltung kann man vertreten. Aber dann beschäftige dich bitte zuerst mit den Details, bevor Du direkt Unheil vermutest. Wenn grundsätzlich jeder Mensch jedem anderen Menschen misstraut, hat die Menschheit schon verloren.
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Butter bei de Fische bitte.
Ein Link zur Studie waere schon damit man sie lesen kann.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Hatte ich oben doch gesucht und verlinkt.
Die Sinovac Studie selbst ist "work in progress" und unveröffentlicht, die Zwischenergebnisse unter Verschluss.
 
2 Kommentare
Wuxi
Wuxi kommentierte
Toll dass er jatzt auch Filmchen macht.

Verblüffend wie lange Deutschland sich in EU gut geschlagen hat.
Das ist gar nicht meine persönliche Wahrnehmung dass wir uns so gut an Maßnahmen gehalten haben.

Aber vielleicht ist an dem folgenden Witz ja ein Körnchen Wahrheit:

Hoffentlich ist bald Schluss mit dieser dämlichen 1,5m Regel, dann können wir Schwaben endlich wieder auf die üblichen 4m gehen.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

ond warum han die schwaba noh so schlechde zahla?
 
Update 10. November

Gemäß meinem Modell hat Deutschland heute erstmalig (seit Begin des zweiten Ausbruchs) den Wert von Rt 1 wieder unterschritten (Rt = 0.9). Das muss noch nichts heissen, aber ich wollte es euch wissen lassen - zumal meine berechneten Werte für Rt etwas robuster zu sein scheinen als die des RKI.
 
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Long Covid

Es ist (auch hier) oft die Rede von Langzeitschäden von Corona, engl. "Long Covid". Mir fehlte immer eine Auswertung, wie häufig so etwas ist.

Nun gibt es hierzu eine Arbeit (vom King's College London), aus dem Abstract:

Berichte über "Long-COVID" nehmen zu, aber es ist wenig bekannt über die Häufigkeit, die Risikofaktoren oder darüber, ob es möglich ist, einen langwierigen Verlauf zu einem frühen Zeitpunkt der Krankheit vorherzusagen. Wir analysierten die Daten von 4182 Krankheitsfällen von COVID-19, die ihre Symptome vorausschauend in der COVID-Symptomstudien-Applikation protokolliert haben. 558 (13,3%) hatten Symptome, die >28 Tage anhielten, 189 (4,5%) über >8 Wochen und 95 (2,3%) über >12 Wochen. Long-COVID war durch Symptome von Müdigkeit, Kopfschmerzen, Atemproblemen und Geruchsstörungen gekennzeichnet und wurde mit zunehmendem Alter, BMI und weiblichen Geschlecht wahrscheinlicher. Das Auftreten von mehr als fünf Symptomen während der ersten Krankheitswoche war mit Long-COVID assoziiert, OR=3,53 [2,76;4,50].
Quelle:

Die Arbeit wird oft verkürzt (und falsch) zitiert mit "10% leiden unter Langzeitfolgen". Wenn, dann gibt sie eher 5% oder 2% her und ist auch nicht peer-reviewed. Auch ist die Methode (freiwillige App Einträge) nicht sehr belastbar. Aber andererseits ist es die erste Arbeit, von der ich höre, die den Effekt von Langzeitschäden einmal quantifiziert hat. Ich fasse diesen Effekt aktuell für mich mit ~3% zusammen, also in etwa die Größenordnung der Menge an schweren Verläufen - allerdings weniger stark mit dem Alter korreliert.
 
2 Kommentare
hansolo22
hansolo22 kommentierte
falconeye
falconeye kommentierte

Ja, mir ist der Zeitrahmen (4, 8, 12 Wochen) auch viel zu kurz gegriffen. Aber was will man machen? Danke für den interessanten Link!
 
1 Kommentar
häuschen
häuschen kommentierte
Ob der arme Kai-Uwe weiß, wofür er da Modell stehen musste?
 
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