Hallo und servus an die Forengemeinde,
ich möchte mich kurz vorstellen. Ich bin im zarten Alter von 53 und, wie mein Username andeutet, betreibe ich Bergsport in Verbund mit der Fotografie. Ich fotografiere seit 39 Jahren. Von 1992 bis 2015 mit Nikon, danach beim roten Erzfeind. Warum, erkläre ich noch. Ich möchte den Hype auf die ach so tollen DSLM etwas entgegen setzen und setze bewusst auf den Spiegel.
Meine letzte Nikon vor dem Wiedereinstieg war die D700. Sie war ein Traum, gerade ihre High-Iso-Fähigkeiten begeisterten mich. Ich weiß noch, wie ich 2011 im Schloss Pfaueninsel Innenaufnahmen mit der D700 anfertigte. Blitzen war ja aus gutem Grund verboten. Die anderen Besucher mit ihren Kompaktknipsen schielten nur neidisch auf mich. Dann machte Nikon aus meiner Sicht den Fehler, keine Nachfolgerin der D700 mit mehr Auflösungzu präsentieren. Die 750 war es für mich nicht, die D800 war mir damals zu teuer. Dann kam es, wie es kommen sollte, mir wurde eine 6D vom roten Erzfeind günstig angeboten und ich fiel ab von der gelben Fraktion. Da die D700 samt Geraffel 2015 noch einiges an Geld einbrachte, konnte ich den Umstieg leichter finanzieren.
Seitdem ich mir meinen Traum verwirklicht habe, da zu leben, wo ich sonst nur Urlaub gemacht habe, stieg bei mir das Bedürfnis, für die Bergfotografie doch ein bissel mehr Auflösung haben zu können. Da alte Liebe nicht rostet, habe ich mal geguckt, was so die D800 heute gebraucht kostet. Ich habe mir beim Fachhändler eine D800 mit "nur" 15000 Auslösungen geschossen, dazu ein AF-S 4/24-120. Damit sollte die Diva klar kommen. Nun bin ich fleißig dabei, wieder das Bedienkonzept von Nikon zu verinnerlichen.
Beim Wiedereinstieg habe ich keine Gedanken an DSLM verschwendet. Ich möchte weiterhin das reale Sucherbild vor Augen haben und nicht eletronisches. Und weil die SLR-Technik aus Marketinggründen gestorben ist sezte ich bewusst auf Gebrauchtgeräte. Ist schließlich nachhaltig. Bei der Preispolitik, die Nikon betreibt, verweigere ich den Kauf von Neuware, auch wenn es eine 800 noch neu geben würde. Knapp 5000 EUR für eine Z8 sind einfach unterirdisch. Und - das sei betont - irgendwelche Renditeerwartungen von Aktionären gehen mir am Allerwerstesten vorbei. Ich habe bisher sehr gute Erfahrungen mit Gebrauchtware sowohl von privaten als auch gewerblichen Verkäufern gemacht. Sollte die D800 die Hufe hochreißen, wird sie eben durch eine gebrauchte ersetzt.
Ich sehe auch nicht, dass ich mit der D800 heute technisch rückständig fotografiere. Die technische Entwicklung ist meiner Meinung nach an ihren Ende angekommen. Und dieses Machine Learning, als KI gehypt, ist für mich nur Augenwischerei. Es sei denn, diese KI-Kamera zieht allein von dannen und kommt mit perfekten Bergfotos nach Hause. Die KI-Form der Motivklingel.
Vegleichen wir doch mal die D800 mit der Z8. Meiner Meinung nach ist die Z8 am ehesten mit der D800 zu vergleichen. Ein gern hervorgebrachtes Argument der DSLM-Fans ist die angebliche Gewichtsersparnis einer DSLM wegen der weggefallenen Spiegelmechanik. Hier die Gegenüberstellung:
D800 mit AF-S 4/24-120 zusammen 1710 g gegenüber Z8 mit Z 4/24-120 1540 g.
Das sind gerade mal 170 g Unterschied, knapp zwei Tafeln Schokolade. Der fällt im Rucksack gar nicht auf. Wer bei 170 g Mehrgewicht in die Knie geht, sollte sich vieleicht ein Fitness-Abo schenken lassen. Zumal die Gehäusegewichte der beiden Kameras sich nur um 90 Gramm unterscheiden.
- die Z8 bietet 9 Megapixel mehr. Gegenüber 36 MP nicht gerade der Burner.
- die Z8 nimmt 8 K Videos auf. Da ich mit einer DSLR nicht filme, ist der Vidomodus nicht relevant für mich. Er könnte sogar komplett verschwinden. Dafür gibt es bessere Kameras
- die Z8 kann 60 Bilder bei voller Auflösung. Bei meinen Motiven nicht relevant.
- die AF-Fähigkeiten der Z8 sind für mein Aufnahmespektrum genauso wenig relevant.
- Die Verschlussgeschwindigkeit von 1/32000 ist natürlich unübertroffen. Das schafft kein Verschluss mit Spiegelmechanik. Da aber "meine" Berge bisher immer still gehalten haben, ist mir selbst die 1/8000 ein bissel überdimensioniert
Damit hier keine Missverständnisse aufkommen. Ich bin kein Feind der neuen Technik. Aber ich bin auch gegen das Bashing der SLR-Technik. Nur weil es jetzt ohne Spiegel geht, ist diese Technik nicht aus der Steinzeit.
Beste Grüße und jederzeit gut Licht wünscht Lars
ich möchte mich kurz vorstellen. Ich bin im zarten Alter von 53 und, wie mein Username andeutet, betreibe ich Bergsport in Verbund mit der Fotografie. Ich fotografiere seit 39 Jahren. Von 1992 bis 2015 mit Nikon, danach beim roten Erzfeind. Warum, erkläre ich noch. Ich möchte den Hype auf die ach so tollen DSLM etwas entgegen setzen und setze bewusst auf den Spiegel.
Meine letzte Nikon vor dem Wiedereinstieg war die D700. Sie war ein Traum, gerade ihre High-Iso-Fähigkeiten begeisterten mich. Ich weiß noch, wie ich 2011 im Schloss Pfaueninsel Innenaufnahmen mit der D700 anfertigte. Blitzen war ja aus gutem Grund verboten. Die anderen Besucher mit ihren Kompaktknipsen schielten nur neidisch auf mich. Dann machte Nikon aus meiner Sicht den Fehler, keine Nachfolgerin der D700 mit mehr Auflösungzu präsentieren. Die 750 war es für mich nicht, die D800 war mir damals zu teuer. Dann kam es, wie es kommen sollte, mir wurde eine 6D vom roten Erzfeind günstig angeboten und ich fiel ab von der gelben Fraktion. Da die D700 samt Geraffel 2015 noch einiges an Geld einbrachte, konnte ich den Umstieg leichter finanzieren.
Seitdem ich mir meinen Traum verwirklicht habe, da zu leben, wo ich sonst nur Urlaub gemacht habe, stieg bei mir das Bedürfnis, für die Bergfotografie doch ein bissel mehr Auflösung haben zu können. Da alte Liebe nicht rostet, habe ich mal geguckt, was so die D800 heute gebraucht kostet. Ich habe mir beim Fachhändler eine D800 mit "nur" 15000 Auslösungen geschossen, dazu ein AF-S 4/24-120. Damit sollte die Diva klar kommen. Nun bin ich fleißig dabei, wieder das Bedienkonzept von Nikon zu verinnerlichen.
Beim Wiedereinstieg habe ich keine Gedanken an DSLM verschwendet. Ich möchte weiterhin das reale Sucherbild vor Augen haben und nicht eletronisches. Und weil die SLR-Technik aus Marketinggründen gestorben ist sezte ich bewusst auf Gebrauchtgeräte. Ist schließlich nachhaltig. Bei der Preispolitik, die Nikon betreibt, verweigere ich den Kauf von Neuware, auch wenn es eine 800 noch neu geben würde. Knapp 5000 EUR für eine Z8 sind einfach unterirdisch. Und - das sei betont - irgendwelche Renditeerwartungen von Aktionären gehen mir am Allerwerstesten vorbei. Ich habe bisher sehr gute Erfahrungen mit Gebrauchtware sowohl von privaten als auch gewerblichen Verkäufern gemacht. Sollte die D800 die Hufe hochreißen, wird sie eben durch eine gebrauchte ersetzt.
Ich sehe auch nicht, dass ich mit der D800 heute technisch rückständig fotografiere. Die technische Entwicklung ist meiner Meinung nach an ihren Ende angekommen. Und dieses Machine Learning, als KI gehypt, ist für mich nur Augenwischerei. Es sei denn, diese KI-Kamera zieht allein von dannen und kommt mit perfekten Bergfotos nach Hause. Die KI-Form der Motivklingel.
Vegleichen wir doch mal die D800 mit der Z8. Meiner Meinung nach ist die Z8 am ehesten mit der D800 zu vergleichen. Ein gern hervorgebrachtes Argument der DSLM-Fans ist die angebliche Gewichtsersparnis einer DSLM wegen der weggefallenen Spiegelmechanik. Hier die Gegenüberstellung:
D800 mit AF-S 4/24-120 zusammen 1710 g gegenüber Z8 mit Z 4/24-120 1540 g.
Das sind gerade mal 170 g Unterschied, knapp zwei Tafeln Schokolade. Der fällt im Rucksack gar nicht auf. Wer bei 170 g Mehrgewicht in die Knie geht, sollte sich vieleicht ein Fitness-Abo schenken lassen. Zumal die Gehäusegewichte der beiden Kameras sich nur um 90 Gramm unterscheiden.
- die Z8 bietet 9 Megapixel mehr. Gegenüber 36 MP nicht gerade der Burner.
- die Z8 nimmt 8 K Videos auf. Da ich mit einer DSLR nicht filme, ist der Vidomodus nicht relevant für mich. Er könnte sogar komplett verschwinden. Dafür gibt es bessere Kameras
- die Z8 kann 60 Bilder bei voller Auflösung. Bei meinen Motiven nicht relevant.
- die AF-Fähigkeiten der Z8 sind für mein Aufnahmespektrum genauso wenig relevant.
- Die Verschlussgeschwindigkeit von 1/32000 ist natürlich unübertroffen. Das schafft kein Verschluss mit Spiegelmechanik. Da aber "meine" Berge bisher immer still gehalten haben, ist mir selbst die 1/8000 ein bissel überdimensioniert
Damit hier keine Missverständnisse aufkommen. Ich bin kein Feind der neuen Technik. Aber ich bin auch gegen das Bashing der SLR-Technik. Nur weil es jetzt ohne Spiegel geht, ist diese Technik nicht aus der Steinzeit.
Beste Grüße und jederzeit gut Licht wünscht Lars



Mittlerweile habe ich aber meine Meinung geändert, da du immer wieder beweist, dass du auf einem Kreuzzug gegen spiegellose Kameras bist. Nee, das ist mir zu blöd. Dieses uralte Spielchen musst du alleine spielen...