Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Dieses mal Hü mal Hopp verunsichert die Leute
So ist es.
Erst kostenlose Korona-Tests für Urlaubsrückkehrer, jetzt plötzlich die Aussage, man wolle sie nicht mehr länger bezahlen.

Überall wird rumposaunt, dass zur Zeit bis zu 40 % der Neuinfektionen auf Urlaubsrückkehrer zurück zu führen sind und gleichzeitig wollen einige Ministerpräsidenten die Tests nicht mehr bezahlen. Begründung z.B. von der Ministerpräsidentin von RLP Malu Dreyer, dass nur etwa 1 % der bezahlten Tests positiv ausfallen und dass könne man vernachlässigen.
Ja was denn nun? 40 % der Infektionen verursachen Urlaubsrückkehrer, die aber nur 1 % der getesteten Rückkehrer ausmachen :dizzy:

Grüße - Bernhard
 
1 Kommentar
Kay
Kay kommentierte
Warte ab, bis Minister Spahn (wie bei den Masken) von dem Testmaterial " aus Versehen " ein paar Millionen zu viel einkauft. Dann werden die Tests wieder sinnvoll.
Die nächste Hürde wird es geben, wenn irgendwann ein Impfstoff gefunden ist, oder ein Behandlungsmedikament.
Dann wird wieder auch nicht genug für alle vorrätig sein.
Der Praktikant wartet schon auf die Ansage " zu wenig erprobt, wir müssen erst ... - bla bla und bubu " und keiner will Verantwortung - weil knapp.
 
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Ob das eine kluge Entscheidung ist?


Dadurch wird die Gesellschaft noch tiefer gespalten. Auch wenn es bei diesen Demos viele Spinner gibt (die gibt es aber auch bei fast allen anderen Demos) kann man Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt so nicht unterdrücken. Man hätte die Demos mit strengen Hygieneauflagen genehmigen sollen und dann, bei nicht Einhaltung der Auflagen, die Demos auflösen können.

Der Berliner Innensenator wird wohl noch begreifen müssen, dass das nur ein Pyrrhussieg ist.
 
Kay
Kay kommentierte
Hier ist noch gar nichts entschieden.
Wenn die Behörde einen rechtsmittelfähigen Bescheid erläßt, kann dagegen das Verwaltungsgericht angerufen werden.
Das ist hier im sog. Eilverfahren geschehen und das Gericht hat einen Beschluß erlassen. Gegen diesen Beschluß ist die Beschwerde zum OVG zulässig und wohl auch eingelegt. Die Entscheidung von dort haben wir noch nicht. Das Hauptverfahren haben wir auch noch nicht. Wenn andere OVG´s dann irgendwann ... und dann noch ein paar Obergerichte ... Solche Dinge brauchen Jahre, bis alles sauber durchentschieden ist.
Die Eilverfahren habe nur eine eingeschränkte Wahrheitsfindung (eben, weil es schnell gehen muss) und die Etappensiege sind oft nur Momentaufnahmen.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Wie Du in meinem Startbeitrag lesen kannst, wäre genau das meine Vorgehensweise in verantwortlicher Position gewesen. Sinnvolle, strenge Hygieneauflagen und wenn diese nicht eingehalten werden, dann wird die Demo aufgelöst. Alles rechtstaatliche Maßnahmen. Dafür braucht es kein Verbot.

Aber großkotzig und ex-SED-Manier (ich biete kein Forum für Andersdenkende) eine unangenehme Demo zu verbieten und das Verbot wird 24 Stunden später gerichtlich wieder aufgehoben, ist ein Fauxpas der Extraklasse. Viele Menschen, die sowieso schon kritisch die Maßnahmen und Beschränkung der Bürgerrechte beobachten, sehen sich nun bestätigt. Eine super Werbung für die Corona-Kritiker, die bekommen jetzt noch mehr Zulauf und ich vermute es wird ein turbulentes Wochenende, nicht nur in Berlin. Party-Szene gibts auch in Stuttgart, Frankfurt, Köln.....

Man kann nur hoffen, dass so eine Platzpatrone, wie dieser Geisel, nächste Woche vom Hof gejagt wird (sprich seinen Rücktritt einreichen muss).
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Kay

....und dann noch ein paar Obergerichte ... Solche Dinge brauchen Jahre, bis alles sauber durchentschieden ist.
Die Eilverfahren habe nur eine eingeschränkte Wahrheitsfindung (eben, weil es schnell gehen muss) und die Etappensiege sind oft nur Momentaufnahmen.



Liebster Kai, das mag ja formaljuristisch alles richtig sein, aber hat das eine Relevanz für dieses Wochenende und für die nächsten Monate?

Die Corona-Kritiker werden weiteren Zulauf bekommen, auch von ganz normalen Bürgern, die den Politikern klar machen wollen, das das Volk der Souverän ist, wir haben keine deutschen Untertanen mehr, auch wenn man sich das bisweilen in der Politik wünschen mag. Außerdem, so vermute ich, wird die Szene aggressiver und wird sich auf viele Großstädten ausweiten. Ein interessanter Herbst steht bevor.
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
@HaDiDi
Moin
H.Geisel interessiert mich herzlich wenig da wir in NRW H.Laschet haben ;)
Warum sollten die "Corona-Leugner" jetzt mehr Zulauf bekommen???
Laut einer neueren Umfrage ( finde den Link leider nicht mehr dazu) sind für über 80%
der Befragten die Maßnahmen gegen Corona absolut in Ordnung.
Aber es ist ja oft so, eine relative Minderheit muss nur lautstark das Maul aufreißen
und schon entsteht in den Medien der Eindruck das es eine Mehrheit ist.
Zu deinen Befürchtungen Partyszene, denke auch das deine Bedenken nicht unbegründet sind,
allerdings wäre der Spuk schnell vorbei wenn geltende Bestimmungen/Verordnungen konsequent
umgesetzt würden.... denn gutes zureden bringt bei den Leuten nichts
 
Kay
Kay kommentierte

Manche Menschen meinen Ventile brauchen zu müssen. Da weiß so mancher gar nicht, worum es geht, Hauptsache Randale.

Wenn nicht Schalke, dann fahren wir eben nach Berlin.
 
Bezüglich Quarantäne ist ja auch zu berücksichtigen, dass selbst ein bei Einreise durchgeführter Test einige Tage braucht, bis das Ergebnis dem Reiserückkehrer vor liegt - wer in dieser Zeit seine Mitmenschen infiziert... :rolleyes:
 
1 Kommentar
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Zum Glück dauert das nicht immer so lange. Das Ergebnis meines Tests (Flughafen Frankfurt, Firma Centogene) nach Rückkehr aus Island hat nur 9 Stunden gebraucht, zugesagt waren 24 Stunden. Aber selbst da sind natürlich weitere Infektionen möglich.
 
Bei den 300 Tsd. Teilnehmern gibt es wenn es hochkommt halt ca. 100 Infizierte.
Eine wirkliche Bedrohung ist das nicht.

Gab es irgendwo Angaben, wie sich die Korona-Zahlen nach der letzten Demo im berliner Raum entwickelt haben?

Grüße - Bernhard
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Mir fehlt der der Bezug zu SARS-CoV-2 und Belege insbesondere für die Behauptung in Satz 1.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte


Der Bezug ergibt sich durch den Kommentar zuvor von @hansolo 22 "bis in die Morgenstunden" sollte doch eigentlich klar sein. Wer seine Brötchen mit geregelter Arbeit verdienen muss, braucht dann Schlaf statt Party. Logisch?
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Ich hätte schlicht gerne einen Beleg zu " Manchmal ist zu viel Sozialstaat auch keine Lösung, gibt es dann noch das "anstrengungsfreie Grundeinkommen", versacken locker 50% der Bevölkerung in Alk, und/oder Gaming. "
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

ich vermisse den Bezug zu Corona,
im groben und und ganzen ist es in unserem Sozialstaat ganz gut.....
Und sollte dir das Schicksal einen Strich durch die Rechnung machen
wo würdest du lieber leben Thailand und betteln gehen oder in dem Sozialstaat
den du so gerne kritisierst ;)
 
fx33
fx33 kommentierte
Leider projizieren viele Leute ihre eigenen heimlichen Wünsche auf alle anderen.
 
Dann von mir aus in ganz Deutschland. Sind die Zahlen in den 2 Wochen nach der letzten Demo dramatisch angestiegen?

Grüße - Bernhard
 
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Matterhorn
Matterhorn kommentierte
Hallo Bernhard,

nachdem die Demonstrationsteilnehmer aus ganz Deutschland gekommen sind bzw. z.T. aus dem europätschen Ausland. ist diese Frage eher rhetorischer Natur.
RKI sagt z.B. dass die meisten Infektionen im Inland passieren, man könnte ein Zusammenhang sehen oder nicht ?
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
In den nächsten Tagen werden Gerichte entscheiden, da muss Berlin dann wohl das Demo-Verbot mit belastbaren Infektionszahlen begründen. Man wird sehen, ob es diese Zahlen gibt.
 
"Bad news are good news."
Kay, das war schon immer so und wird es bleiben.
Aus diesem Grund meide ich schon sehr lange die meisten Nachrichten und Berichterstattungen die auf die Masse rieseln.
Ich bin zu alt um jetzt noch etwas zu ändern oder mich über diese Sachen aufzuregen.

Grüße - Bernhard
 
  • Hug
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Kay
Kay kommentierte
Nachrichten und Berichterstattungen finde ich je nach der (Lebens-) Situation wichtig.

Von Zeit zu Zeit ärgere ich mich auch über die Dinge. Aber mein Ärger hat sich im Alter qualitativ geändert - oder ich arbeite zumindest daran.
Vieles an Neuigkeiten ist in meiner Wahrnehmung so, oder in ähnlicher Form schon einmal passiert. Von daher versuche ich, mit mehr Gelassenheit den Ereignissen zu begegnen. Manchmal klappt das sogar. Manches verstehe ich auch besser als zuvor. Dann neige ich eher dazu, zu analysieren, als gleich an die Decke zu springen wie einst.

Aber:
In der heutigen Zeit stören mich Menschen mit Ansichten, die ich wenig toleriere, immer noch.
Doch richtig sauer bin ich, wenn sich manche Individuen noch nicht einmal ( in meinen Augen ) " blöde " Gedanken machen, sonder einfach zu faul, oder zu ich-bezogen sind,
sich überhaupt Gedanken zu machen. Das scheint fast noch ansteckender als dieses Virus zu sein.
Dazu kommt im Moment diese Spezies der Politiker, die vielleicht auf mich den falschen Anschein erwecken, aber kaum als " Diener des Volkes " denken, denn an ihre Vita.
Da ist es so manchem (Nicht-)Entscheidungsträger wichtiger, in Deckung zu gehen, als eine Maßnahme einzuleiten, die negativ beurteilt werden könnte.
So manches Industrie- oder Wirtschaftsunternehmen wäre längst pleite, wenn diese Hin- und Her Ruderer die Leitung hätten.

Ich bin wohl nicht zu alt, um jetzt noch etwas zu ändern.
Dennoch:
Manchmal ist es Zeit zu essen und manchmal ist es Zeit zu reisen.
Manchmal ist es Zeit zu ändern und manchmal ist es Zeit, zu akzeptieren, dass man - auch wenn man sich der Aufgabe mit aller Kraft hingibt - wenig bewirkt.
Ut desint vires ... - der Willi ist noch vorhanden, wird aber schwächer ... und manchmal tut es gut, den Bäumen zu lauschen, deren Äste in Regen und Wind ihre Lieder rauschen.
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Kay
Ich versuche alle Meinungen zu tolerieren, auch wenn sie mir gegenüber als Tatsachenbehauptung geäußert werden.
Sobald diese aber als Tatsachenbehauptung öffentlich gemacht werden, obwohl sie erwiesenermaßen falsch sind, ist meine Toleranz am Ende.

Zur eigenen Sicht auf die eigene Meinung fand ich gestern folgenden Spruch auf einem Kühlschrankmagneten:
"Du hast sicher recht, meine Meinung gefällt mir aber besser." :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Nachrichten wurde schon immer und werden auch in Zukunft manipuliert. Dazu gehört auch die Kontrolle über die Menge an Informationen und die Ausbreitungswege. Nicht zufällig unterhält fast jeder Staat seine zivilen und auch militärischen Nachrichten- bzw. auch Geheimdienste. Eine absolute Wahrheit werden wir nie erfahren, zumal es eine solche objektiv gar nicht gibt. Sogar die eigene Wahrnehmung "diktiert" uns unsere eigenen "Wahrheiten". Da sind praktisch alle subjektiv aufbereiteten Informationen aus dritter Hand noch eine Etage kritischer zu sehen.

Grüße - Bernhard
 
Kay
Kay kommentierte
Okay, jetzt kommen wir ab ... nur ein paar Schritte weiter sind wir bei Jaques Lacan und dem Strukturalismus.
Dann können wir ergründen, was einer Aussage von drei Worten zugrunde liegt. Ist interessant, aber führt uns hier nicht weiter.
 
...aktuell bei ca. 20 (/100k auf 1 Woche). Mit Dunkelziffer 100.
Woher weiß man sowas?
Ist die Anzahl der nicht getesteten Infizierten trotz jetzt vieler Tests tatsächlich noch fünfmal so hoch wie die der offiziell positiv getesteten?

Grüße - Bernhard
 
2 Kommentare
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Ich frag mich, was es bei dieser Frage zu lachen gibt :rolleyes:
 
falconeye
falconeye kommentierte
Da die Rate der positiv Getesteten von 0.6 auf ca. 1% gestiegen ist, bei ungefährer Verdreifachung der Fallzahlen, also etwa mit SQRT(Inzidenz) skaliert hat, gehe ich von einer konstanten Dunkelziffer aus. Ich hatte hier mal erklärt, wieso ich so rechne. Die Inzidenz bei 15-34J wurde kürzlich veröffentlicht, mehr dazu später separat.
 
5 Kommentare
mfey
mfey kommentierte
oder auch hier:
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
Durchaus interessant,
vor ein paar Tagen war ich mit einem befreundetem Ehepaar zusammen
Sie praktizierende Ärztin er Prof. für Pathologie.
Beide trugen Alltagsmasken, und natürlich war auch Thema Corona und Masken.
Beide waren der Meinung das auch Alltagsmasken in gewissen Grenzen ihren Sinn haben.
So ist das frage 5 Fachleute und du bekommst 6 Antworten
Selbst wenn ein Alltagsmasken wenig Schutz bietet, signalisiere ich durch das tragen:
mir ist die Gefahr bewusst und ich bin bereit nicht nur mich sondern auch meine Mitmenschen zu schützen.
 
mfey
mfey kommentierte
hansolo22
hansolo22 kommentierte

Ja Luegen - alle luegen uns an - ausser natuerlich.....
Genau diese Infos sorgen fuer die Parties in meiner Umgebung - behaupte ich mal.

Ich bin inzwischen soweit das ich finde die Maskenpflicht sollte abgeschafft werden.

Ich werde mich weiter schuetzen - wie die meisten - das ist meine Vorhersage.

Aber wer glaubt das die Maske Unsinn ist der soll sich bitte anstecken - mit allen Folgen.
Natuerliche Auslese durch das Virus und schnellere Herdenimmunitaet.

Ich kann es nur noch mit Sarkasmus ertragen was in D und in meiner Nachbarschaft so abläuft.
 
Zuletzt bearbeitet:
AnjaC
AnjaC kommentierte
Hm, ich habe mir mal das ganze Dokument durchgelesen. Ich schätze das ein als klare politische Stellungnahme, wenn nicht gar Angriff. Wissenschaftlich neutral, wenngleich von einem Wissenschaftler verfasst, kann man den Artikel kaum nennen.
Der Autor Denis Rancourt war mal Professor für Physik an der Universität von Ottawa; was er heute beruflich macht, habe ich auf die Schnelle nicht herausgefunden. Meine Fundstellen weisen bisher vor allem auf die Auseinandersetzung mit seinem ehemaligen Arbeitgeber sowie auf eine kontroverse Haltung in Sachen Klimawandel hin. Das ist lange her und ich schaue morgen gerne nochmal genauer und nach Aktuellerem. Bisher habe ich den Eindruck, der Mann ist ein wenig "auf Krawall gebürstet". Das ist natürlich nicht verboten, aber eine wissenschaftliche Abhandlung ist das pdf auch nicht.
 
Statistik des RKI zur Altersverteilung der R-Werte

Das RKI hat am Dienstag eine interessante Grafik veröffentlicht. Ich habe ein paar Hilfslinien eingezeichnet:

RKI Ages Growth.png
(click to enlarge)​

Man kann deutlich erkennen, dass:
  • Die "erste Welle" von den 80+ jährigen getrieben war, die sich aktuell aber nicht verstärkt anstecken.
  • Der jetzige Zuwachs von den 15-34 jährigen getrieben ist, deren Inzidenz schon wieder 50% ihres Höchststandes in KW13 erreicht hat.
  • Die 35-59 jährigen werden nun auch langsam "mitgezogen", das ist die Gruppe, die vermutlich als erstes klinisch in Erscheinung treten wird.
Ich finde, die Kurve macht völlig klar, warum die aktuellen Fallzahlen klinisch unauffällig bleiben: die Risikogruppen sind nicht bzw. kaum beteiligt.

Es ist allerdings auch klar, dass man als Älterer zwar vermeiden kann, mit Jüngeren zusammen draussen Party auf Tuchfühlung zu feiern. Aber eher nicht, sich mit Ihnen drinnen in einem Raum aufzuhalten, wenn es wieder kälter und die Luft drinnen trockener wird. Deshalb wird diese Situation mittelfristig so nicht haltbar sein, vermute ich. Aber interessant ist es für den Moment schon, zu sehen, wie die Altersgruppen sich getrennt haben.

Wenn man das ausrechnet, erhält man für die aktuelle Lage über die letzten 5 Wochen:
  • Rt bei 60+: 1.06
  • Rt bei 15-34: 1.18
Der Unterschied (im Infektions-Verhalten) ist nicht dramatisch. Die Jüngeren lassen es also überwiegend nicht "krachen", sondern sind lediglich ein wenig weniger vorsichtig. Aber bei einem exponentiellen Wachstum reichen schon kleine Änderungen im Exponenten für dramatische Unterschiede im Resultat.
 
Zuletzt bearbeitet:
2 Kommentare
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Es ist allerdings auch klar, dass man als Älterer zwar vermeiden kann, mit Jüngeren zusammen draussen Party auf Tuchfühlung zu feiern. Aber eher nicht, sich mit Ihnen drinnen in einem Raum aufzuhalten, wenn es wieder kälter und die Luft drinnen trockener wird.

Mittlerweile sollte jedem bekannt sein, wie man sich vor Infektionen schützen kann. Man kann sich draußen im Wald, in Parks auf Feldwegen, etc. überall dort, wo wenig Menschen sind, aufhalten, auch die eigene Wohnung sollte unproblematisch sein, die Aufenthalte indoor mit vielen Menschen müssen dann auf ein Minimum reduziert werden und beim Einkaufen trägt man eine FFP2-Maske, die jetzt überall verfügbar sind. - Klar, das sind starke Einschränkungen, aber nur für die Risikogruppen, nicht für die gesamte Gesellschaft.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Dafür, dass die 80+ jährigen beim Einkaufen eine FFP2 (eigentlich besser FFP3 Maske) tragen, sehe ich keine Anzeichen in der aktuellen Diskussion, oder im Straßenbild. Klar, wäre dies sinnvoll, bei weiter steigender Inzidenz. Allerdings meinte ich mit "Älterer" eher die Altersgruppe 35-59, die sich im Winter vermutlich in ihrer Inzidenz der Gruppe 15-34 angleichen wird. Und ich sehe perspektivisch keine Gruppenleiter mit FFP-Maske durch ihre Arbeitsstätten schleichen ... Ab 50+ ist die IFR für Covid halt nicht mehr zu vernachlässigen.
 
...gehe ich von einer konstanten Dunkelziffer aus.
Das halte ich für nicht ganz richtig. Bei einer Vervielfachung der Tests müsste rein statistisch die Dunkelzahl sinken (wenn auch nicht gleich direkt proportional), vor allem wenn man wie jetzt bei den Auslandsrückkehrern sowie bei bestimmten Berufs- und Risikogruppen zunehmend auch Menschen ohne Symptome testet.

Grüße - Bernhard
 
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falconeye
falconeye kommentierte
Bei einer Vervielfachung der Tests sinkt die Dunkelziffer nur, wenn nicht zeitgleich die tatsächliche Inzidenz steigt. Steigt die gemessene Inzidenz überproportional zur Testintensität, muss man rechnen. Dafür habe ich eine Faustformel und danach hat sich die Dunkelziffer nicht verändert. Die Tests wurden übrigens auch nicht "vervielfacht".
 
Endlich gibt es nun auch klare Worte von einer anerkannten Respektsperson:


Ja, ich weiß, manche lesen lieber Focus und die Apotheken-Rundschau ...
 
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HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Willkommen auf der Andrea Doria..... Partytime geht auch mit Maske. :ROFLMAO:

 
Aktuell:

" Schon Ende September könnten in Hamburg erstmals Probanden gegen Corona geimpft werden, schreibt ZEIT-Autorin Nike Heinen in der aktuellen Ausgabe der ZEIT. Die Schlüsselfigur dabei: Marylyn Addo, Leiterin der Abteilung für Infektologie am Universitätsklinikum Eppendorf und eine der führenden Forscherinnen auf der Suche nach einem Corona-Impfstoff. Doch die frühe Impfung ist nicht ohne Risiko."
Die Zeit
 
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falconeye
falconeye kommentierte
Das nennt sich klinische Studie der Phase III. Derer gibt es bereits mehrere, also nicht erst Ende September. Es gab kürzlich Medienberichte, wonach der Impfstoff aus Oxford ab Dezember auf den Markt kommen könne und sich Hr. Spahn bereits eine Option auf 53 Millionen Dosen gesichert habe. Natürlich dauert die Produktion ein "wenig" länger ...
 
Auszug aus der NDR-Pressemitteilung von heute:

NDR Info Podcast „Das Coronavirus-Update“ geht in eine neue Runde

Vom 1. September an, 15.00 Uhr, immer dienstags auf www.NDR.de/coronaupdate, in der ARD Audiothek und dort, wo es Podcasts gibt. Eine kürzere Fassung kommt immer dienstags um 12.35 Uhr im Radio auf NDR Info.

Die Sommerpause ist vorbei: Am kommenden Dienstag, 1. September, setzt NDR Info „Das Coronavirus-Update“ mit Prof. Christian Drosten fort.

Neu ist: Neben Christian Drosten, dem Leiter der Virologie an der Berliner Charité, wird die Virologin Sandra Ciesek ein regelmäßiger Gesprächsgast des Podcasts sein. Beide, Christian Drosten und Sandra Ciesek, werden sich künftig im Gespräch mit NDR Info Wissenschaftsredakteurin Korinna Hennig wochenweise abwechseln.

Die in Goslar geborene Sandra Ciesek leitet das Institut für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt und ist Professorin für Medizinische Virologie der Goethe-Universität. Schon im Februar 2020 hat sie mit ihrem Team nachgewiesen, dass auch symptomfreie Personen Träger und somit Überträger des Virus sein können. Zurzeit forscht sie unter anderem an wirksamen Medikamenten gegen COVID-19 und an geeigneten Teststrategien. „Im Labor erforsche ich als Virologin den Erreger von COVID-19. Da ich mehrere Jahre als Internistin gearbeitet habe, kenne ich auch die praktischen Fragen der klinischen Patientenversorgung. Ich freue mich darauf, eine Brücke zwischen diesen beiden Fachgebieten zu schlagen und so für die Hörer einen Beitrag zum besseren Verständnis rund um SARS-CoV-2 zu leisten“, sagt Sandra Ciesek, die am 8. September zum ersten Mal im Coronavirus-Update von NDR Info zu hören sein wird.
 
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Dafür habe ich eine Faustformel und danach hat sich die Dunkelziffer nicht verändert. Die Tests wurden übrigens auch nicht "vervielfacht".
Faustformel? Da kann man gleich aus der Glaskugel lesen... :cool:
Man muss für eine Verringerung der Dunkelziffer NICHT die Ansteckungszahlen betrachten sondern diese sogar davon entkoppeln. Dazu reicht eine reine Betrachtung der Testzahlen bzw. deren Verteilung in der Bevölkerung. Statistisch haben die beiden Faktoren Dunkelziffer und Zahl der Positivtests nichts miteinander zu tun.
Es ist nicht richtig einfach zu behaupten, die Dunkelziffer ist nicht geringer geworden weil die Erkrankungszahlen steigen (oder auch umgekehrt).

Und natürlich haben sich die Tests verfielfacht. Zur Zeit sind wir bei ca. 1 Mio./Woche, anfangs bzw. in der "ersten Welle" waren es 5...10 mal weniger.

Grüße - Bernhard
 
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AnjaC
AnjaC kommentierte
Nochmal die wiederholte Bitte: nutze die Suchfunktion und durchsuche diesen Thread nach den Infos, die Du haben möchtest. Wir können hier nicht gebetsmühlenartig die en detail längst bekannten Berechnungen und statistisch belegten Annahmen wiederholen. Im übrigen kannst du sicher sein, dass @falconeye über mehr Sachkompetenz in diesem Bereich verfügt als 95% der restlichen Threadteilnehmer. Auch dafür findest Du genügend Belege in diesem Thread.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Zur Transparenz: Ich werde die off-topic-Diskussion um die Gepflogenheiten dieses Threads nun löschen und die Kommunikation mit @BernhardJ privat weiterführen.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Man muss für eine Verringerung der Dunkelziffer NICHT die Ansteckungszahlen betrachten sondern diese sogar davon entkoppeln
Hallo @BernhardJ ich betrachte nur die nackten Zahlen und die logischen Schlüsse. Dabei versuche ich, möglichst NICHT nach Belegen für schon vorgefasste Meinungen zu suchen. Das macht es manchmal schwierig ;)

In KW28, dem Zeitpunkt des Tiefststandes der Epidemie in D, gab es 510.000 Tests, davon 0.59% positiv. In KW32 734.000 Tests, davon 1.00% positiv. In KW33 und 34 stiegen die Tests (auf 990.000), die Positivenrate fiel jedoch wieder (auf 0.88%). In KW34 sehe ich Tendenzen einer Entspannung, auch in den neuesten Fallzahlen. Daher betrachte ich zunächst mal den Bereich KW28-32. Hier haben sich die Tests um 44% erhöht, das ist keine Vervielfachung. Das wäre zunächst mal das.

Die Fallzahlen in KW28/32 (täglich, 7 Tages Mittel) waren 427 in KW28 und 1045 in KW32.
Der Zuwachs in der Fallzahl beträgt 2.45x, aufgeteilt auf 1.69x Positivenrate der Tests und 1.44x Testzahl. Bei Zunahme der objektiven Inzidenz um einen Faktor x und konstanter Dunkelziffer erwarte ich heuristisch (bzw. in erster Näherung), dass sich die Fallzahl um x erhöht, die Testzahl um SQRT(x) und die Positivenrate um SQRT(x). Fast genau dies (SQRT(2.45)=1.57) beschreiben die Zahlen zwischen KW28 und 32. Daher spricht muMn alles dafür, dass sich die Dunkelziffer in diesem Zeitraum nicht signifikant verändert hat. Eine bessere als diese Analyse konnte ich nirgends finden.

Seit KW33 scheint die Dunkelziffer möglicherweise leicht zu sinken. Warten wir die Zahlen in 1/2 Wochen ab.
 
Ich hatte euch neulich kurz über die Twitterinitiative mit der Landkarte von (teil-)geschlossenen Schulen wg. Corona berichtet.
News4teachers hat diese Karte jetzt in einem Artikel aufgegriffen:

P.S: Die Kultusministerkonferenz erhebt übrigens nach eigenen Angaben keine Daten über Schulschließungen, wertet also auch nichts davon statistisch aus. Ihr wisst ja, dass ich kein Fan der KMK bin .... hier ist mal wieder eine Begründung dafür.
 
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falconeye
falconeye kommentierte
Als Maßstab:
es gibt 50.000 Kitas und 30.000 Schulen in Deutschland. Bei solchen Artikeln, obwohl wichtig, fehlt mir oft der vergleichende Maßstab.
Wären geschlossene Schulen und Kitas infizierte Einwohner, läge deren Inzidenz jetzt bei 625/100.000 - das finde ich noch erstaunlich gering, da ja theoretisch ja immer schon ein infizierter Schüler reicht. ;)
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Genau wegen dieser astronomischen Inzidenz halte ich die Zahl von 500 betroffenen Einrichtungen für hoffnungslos übertrieben, um nicht zu sagen Unfug, der auf dem Twitter-Mist gewachsen ist. [Unbelegte Spekulation gelöscht]

Grüße - Bernhard
 
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mfey
mfey kommentierte
Betrifft nur Sachsen, hat aber doch informativen Wert

 
Wie soll das denn gehen mit den über 500 betroffenen Schulen?
Die aktuellen Neuinfektionen bewegen sich schon länger und auch aktuell in Deutschland zwischen 500 und 2.000 Fälle pro Tag.
Wären 500 oder sogar noch mehr Schulen wie dort vermutet betroffen, wären die Gesamtzahlen mit Sicherheit wesentlich höher.
Da steht es:
"Eine offizielle Statistik existiert dazu nicht."
Da ist wohl jemand auf die Idee gekommen, dass wenn man die jüngeren Erkrankten in Summe betrachtet, diese sich auf 500 Schulen verteilen müssten die sie normalerweise besuchen, und daraus ganz falsche "sensationelle" Folgerungen gezogen.

Grüße - Bernhard
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Ich gebs auf. du willst mich nicht verstehen.
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Lies Dir bitte das hier mal durch:


Es ist nicht so einfach wie Du denkst. Mit VOLLER Lohnfortzahlung schon mal gar nicht.
Ich kenne persönlich Fälle bei denen die Arbeitsverträge und diese löchrigen Gesetzesregelungen erbarmungslos zugeschlagen haben.

Grüße - Bernhard
 
Kay
Kay kommentierte
Was meinst Du, was ich so alles kenne. Manches sogar höchstpersönlich.

Welche Gesetzesregelungen sind löchrig? Zitat der Vorschrift erwünscht. Bitte keine Globalbehauptungen.

Wer hat zugeschlagen? Wieso " erbarmungslos " ?

Was soll dieser immer wieder eingefärbte Text? Gib Dir bitte Mühe, bei diesem Thema sachlich zu bleiben - erbarmungslos unsachlich ist zu einfach!
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Es ist anscheinend für viele schwer zu verstehen, dass eine VOLLE Lohnfortzahlung an sehr strenge Bedingungen geknüpft ist die nicht bei allen Korona bedingten Ausfällen greifen, und dass manche Arbeitsverträge diese zusätzlich aushöhlen können/dürfen.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
@BernhardJ Du verstehst immer noch nicht, dass ich von einer vollkommen anderen Regelung schreibe. Der von Dir zitierte Artikel ist vom 5.6.2020. Die Neuregelung, die ich meine, und die an einer ganz anderen Stelle ansetzt, ist gestern beschlossen worden. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
 
4 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Martin, danke für den Link.

Dass die T-Zellen teilweise den SARS-CoV-2 Virus erkennen, ist ja schon länger bekannt. Die Frage ist, inwieweit die derart (für den falschen Erreger) produzierten Antikörper auch SARS-CoV-2 neutralisieren. Können sie dies nicht gut genug, ist sogar denkbar, dass ein solches Immungedächtnis die Krankheit verschlimmert (ADE genannt). Und dies ist aktuell meines Wissens noch völlig unklar. Diese Studie bringt hier keinen Fortschritt, dies wird in der Pressemitteilung auch betont und eine Folgestudie angekündigt.

ADE (antibody dependent enhancement) tritt ein, wenn Antikörper das Virus nur teilweise neutralisieren, es dann aber vom Immunsystem nicht mehr richtig wiedererkannt wird. Das ist grundsätzlich auch ein Problem mit Blutplasma, wenn man Pech mit dem Spender hat.

Für SARS-CoV-1 ist inzwischen bekannt, dass einige der dagegen wirksamen Antikörper auch SARS-CoV-2 neutralisieren, andere nicht. Aber Sars1 ist Sars2 auch ähnlicher als andere Coronaviren.
 
Zuletzt bearbeitet:
mfey
mfey kommentierte
Ich muss mich leider wiederholen

Mal gucken, was noch kommt.

Bislang ist alles noch Spekulation, aber man darf doch auch mal etwas Positives berichten, auch wenn es nicht in die Panikblase passt, oder?

Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, haben die Tübinger auch die neutralisierende Wirkung der Antikörper der Nichterkrankten gefunden.
Vieles ist denkbar, auch dass sich diese Erkenntnisse in weiteren Studien stark relativieren können.
Sind ja auch nur ein Mosaikstein in der gegenwärtigen Debatte.
Tatsache ist, dass trotz steigender Zahlen die Intensivbettenauslastung und Todeszahl sich nicht ändern.
M.E. bekommen wir nun das, was du immer als nicht praktikabel beschrieben hast:
Eine zunehmende wenngleich noch Gott sei Dank (?) beschränkte Herdenimmunität, welche die Personen mit geringem Risiko vorwiegend betrifft (unter 40 Jahren).
Das ist noch beileibe kein ausreichender Schutzschirm, aber wenn wie bei der Schweinepest nun noch Kreuzimmunitäten hinzukämen, das wäre sehr erleichternd.

Mal gucken.................
 
Zuletzt bearbeitet:
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
"Panikblase"..... und schon hast Du alles was an Substanz in Deinem Beitrag gewesen sein könnte den Lokus runtergespült.
 
luckyshot
luckyshot kommentierte
@VisualPursuit
Der eine tuts mit dem Begriff “Panikblase“, der andere mit “zu blöd zum Frühstücken“...
 
Zu den drei Menschen (Hongkong, Belgien, Niederlande), die sich offenbar erneut mit SARS-CoV-2 infiziert haben und was das für das weitere Vorgehen bedeuten könnte, äußert sich Virologin Isabella Eckerle im Zeit-Interview.

Eine gut gestellte Frage, wie ich finde - Zitat:
Hat das Immunsystem des Mannes schlecht funktioniert, weil er sich erneut angesteckt hat, oder hat es gut funktioniert, weil er beim zweiten Mal keine Symptome entwickelt hat?
Antwort: Das Immunsystem hat den Erreger offenbar trotz fehlender Antikörper wiedererkannt. Es konnte zwar nicht verhindern, dass der Mann sich erneut ansteckt, aber es konnte den Ausbruch der Krankheit verhindern. Das spricht dafür, dass trotz fehlender Antikörper zum Zeitpunkt der Reinfektion wohl ein Immungedächtnis vorlag. Wir wissen außerdem, dass nicht nur Antikörper für die Abwehr von Erregern wichtig sind, sondern auch Immunzellen, wie etwa T-Zellen. Die können den Körper vor schweren Neuinfektionen schützen, weil sie sich an den Erreger erinnern. Aber welche Rolle sie bei Sars-CoV-2 spielen, ist noch unklar.
 
5 Kommentare
luckyshot
luckyshot kommentierte
Nach einem dreiviertel Jahr gibt es weltweit ca. 25 Mio bestätigte (!) Infizierte und drei bestätigte (?) Fälle von Zweitinfektionen.
Das ist doch schon aus statistischen Gründen ein vernachlässigbares Phänomen, oder nicht ...?
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
soweit ja
allerdings kann kein Mensch sagen ob bei den 25 Mio bestätigte Fällen
evtl. Zweitinfektionen dabei sind da eine Erstinfektion nicht dokumentiert wurde da keine
oder nur leichte Symptome vorhanden waren ??
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Bisher vermutlich ja. Nur ist es imho ein Phänomen, dass es weiter zu beobachten gilt. In Hongkong ist der Fall ja nur rein zufällig aufgefallen und es war mehr oder minder Glück, dass man auch das Virus der ersten Infektion noch sequenzieren und so die Zweitinfektion bestätigen konnte. Es sind auch solche Zufallsfunde, die uns im Wissen weiterbringen können. Kurt schrieb es richtig, wir wissen nicht, ob Zweitinfektionen nicht schon öfter, ggf. auch bei zunächst asymptomatischen Infizierten aufgetreten sind. Ich wüsste jetzt auch nicht, wie man das praktikabel in Zukunft überprüfen könnte. Das ist eine Aufgabe für Wissenschaft und Forschung.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Ich vermute, dass solche seltenen, asymptomatischen Zweitinfektionen für Vireninfektionen völlig normal sind. Man konnte nur bisher nicht so genau hinschauen. Sagt mir mein Bauchgefühl.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Ja, ich denke das auch. Bisher war es nur nie besonders wichtig. Mag sein, wir lernen in der Pandemie nicht nur über SARS-CoV-2 hinzu, sondern generell in der Virologie.
 
Weiss nicht ob es schon gepostet wurde - falls ja bitte loeschen.

 
2 Kommentare
mfey
mfey kommentierte
Wenn ich es richtig sehe, wurde hier keine wissenschaftliche Studie erstellt, sondern Pathologen haben sich in einer Videopressekonferenz zu Befunden bei Coronatoten ausgetauscht und ein Redakteur hat das dann zusammengefaßt.
Nach welchen Kriterien eine Obduktion stattfand ist leider nicht erklärt.
Interessant wären Ergebnisse aus Hamburg, welches m.W. das einzige Land ist, wo Obduktionen bei Tod in Zusammenhang mit positivem SarsCoV-2-Test vorgeschrieben sind.
Das Durchschnittsalter von 70 Jahren lag deutlich unter dem statistischem Durchschnittsalter von 82 Jahren, so dass dann natürlich auch weniger Komorbiditäten zum Tragen kommen.
Es wurde Bezug genommen auf immerhin 154 Obduktionen. Bei knapp 10 000 Verstorbenen immer noch sehr bescheiden. Meine positive Einstellung zu Obduktionen habe ich ja schon früher deutlich zum Ausdruck gebracht.

Auch hier fand man - wie auch bei früheren Fällen in Hamburg - überraschend viele Thrombosen vor allem in den Organ bezogenen Endothelien. (Mikrothrombosen).
Woraus sich ja bereits therapeutische Ansätze (Heparintherapie) entwickelt haben.

Wenn es um Todesursachen geht, reichen pathologische Statements jedoch nicht aus, da der Pathologe den klinischen Verlauf nur bruchstückhaft kennt.

Dennoch sind Obduktionen sehr wichtig.

Noch wichtiger wäre jedoch die klinische Konferenz zwischen Pathologen und behandelnden Ärzten, die leider nicht vorgeschrieben ist.
Meistens gehen dann alle Parteien etwas klüger da wieder raus.

Fazit:
Wie groß die Irrtümer bei den Covid-19 Todesfällen sind, kann durch die hier zitierte Presse-Konferenz leider nicht ausreichend sicher festgestellt werden.
Wichtig sind diese Erkenntnisse allemal unter therapeutischen Gesichtspunkten, weshalb ein vermehrter Austausch der betroffenen Ärzte sinnvoll wäre.
Noch sinnvoller wäre es bei der riesigen Bedeutung dieser Erkrankung, welche einen nationalen Notstand hervorgebracht hat, Obduktionen solange man an der Notstandsdefinition festhält, verpflichtend vorzuschreiben, inklusive einer interdisziplinären Beurteilung der Befunde durch Pathologen und Kliniker 1:1.
Bei Krebspatienten sind Tumorkonferenzen zur Festlegung des weiteren Vorgehens ja auch Standard.
Ebenso könnte man Obduktionsbesprechungen mit Abschlusserklärung zum Todeshergang bei den wenigen täglichen Fällen bundesweit obligatorisch einrichten.
Neben wichtigen Erkenntnissen zur erfolgten Diagnostik und Therapie (wurde alles richtig gemacht?), wäre dann das leidige Thema, an oder mit Covid verstorben etwas besser beleuchtet.
Leider ist unserer Krankenhaussystem von der Politik dem Gewinnprinzip unterworfen worden.
Mit Kranken möglichst viel Geld verdienen ist an sich schon ein gesundheitsschädliches Geschäftsmodell, mit Toten läßt sich "leider" nichts mehr verdienen.
Die Teilnahmebereitschaft an Obduktionen oder nachfolgenden Besprechungen hält sich leider bei behandelnden Chefärzten sehr in Grenzen.
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte

Warum überrascht mich diese Antwort jetzt nicht?
Fest gemauert in der Erden......
 
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