Frage Zu AF-S Nikkor 85mm 1:1.8 G

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Healy

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Hallo zusammen,

ich habe mir das oben genannte Objektiv neu gekauft. Nach ein paar Bilder sind mir bei relativ offener Blende diese sehr starken, violetten Ränder aufgefallen. Das habe ich so stark noch bei keinem meiner anderen Objektive gesehen. Mit der schärfe des Objektives bin ich sehr zufrieden. Es scheint sonst soweit in Ordnung zu sein. Mit dem Slider Intensität unter Objektivkorrekturen -> Farbe in Lightroom sind die Ränder gut weg zubekommen. Da ich das noch nie so stark gesehen habe bin ich etwas verunsichert.

Meine Frage, ist das normal so bei diesem Objektiv?
Alle Bilder unbearbeitet, mit Lightroom entwickelt.

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Herzlichen Danks schonmal für eure Antworten.

Liebe Grüsse Peter
 
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Da sollen dann lichtstarke FBs her. und dann sowas...
Ist schon enttäuschend Fotos von einem hochwertigen Objektiv zu sehen, welches der TE eingestellt hat.
Fast 500€ ausgeben um dann was "rausrechnen" zu müssen, was da nicht hingehört.

Hm, das mag sein. Aber du siehst hier erstes nur mein Exemplar und zweiten kann es auch ganz anders. Siehe hier.
 
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... und da heißt es immer: wenn man die heutigen Sensoren und Techniken ausnutzen will, Finger weg von Kitobjektiven wie z.b. 18-55.
Da sollen dann lichtstarke FBs her. und dann sowas...
Ist schon enttäuschend Fotos von einem hochwertigen Objektiv zu sehen, welches der TE eingestellt hat.
Fast 500€ ausgeben um dann was "rausrechnen" zu müssen, was da nicht hingehört.

Nach dieser Logik wäre dann ein RAW auch eine Zumutung der digitalen Welt? Das muss auch erstmal gerechnet werden, bis man es vernünftig angucken kann und es hilft auch nicht wirklich, diesen Vorgang neudeutsch "entwickeln" zu nennen, weil m. E. "Thema verfehlt". Da wird schließlich nicht wenig an derlei Macken schöngerechnet und nicht nur ein latentes Bild zur Sichtbarkeit erregt.

Vignettierung z. Bp. lässt sich auch recht einfach wegrechnen - nur Physik lässt sich halt nicht wirklich überlisten, bestenfalls enorm kostentreibend etwas ausbremsen.
Auf der gesamten Strecke bis zum fertigen Bild ist die Hardware in der Hand halt nur ein - natürlich nicht unwesentlicher - Teil.
 
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Hm, das mag sein. Aber du siehst hier erstes nur mein Exemplar und zweiten kann es auch ganz anders. Siehe hier.

Peter, ich denke, man muss dieses Problem nicht alleine dem Objektiv anlasten.
Möglicherweise spielt es nicht gut mit dem Sensor der Kamera zusammen.
Ich habe viele Jahre das 80-400VR als Standardbrennweite an D70, D80, D300 benutzt, ohne Probleme. Dann habe ich mir -um die D300 ein wenig zu entlasten- die D7100 zugelegt. Zunächst ist mir bei Naturaufnahmen kein Purpel fringing besonders aufgefallen
und ich dachte mir nichts dabei, die D7100 neben der D300 bei Hochzeitsaufnahmen einzusetzen. Beim Betrachten der Fotos auf dem Bildschirm bin ich sichtlich erblasst. Als Farbaufnahmen waren die mit der D7100 gemachten Fotos nicht zu gebrauchen. Gottseidank waren die konvertierten Bilder als Schwarzweißaufnahmen sehr willkommen.
Bei diesem Link hier gibt es eine Erklärung für das Phänomen:
http://en.wikipedia.org/wiki/Purple_fringing
Wenn ich richtig gelesen habe, tritt das Problem bei hohem UV-Gehalt im Licht auf.
Ich vermute mal, dass Deine Probleme mit der Optik geringer sind, wenn Du bei Morgen-, Abend- oder Kunstlicht fotografierst, denn dann fehlen die kurzwelligen UV- und Blauanteile im Licht. Was eventuell Abhilfe schaffen könnte wäre der Einsatz eines UV-Filters vor dem Objektiv -diesen Gedanken habe ich bislang immer verworfen.

Viele Grüße
Herbert
 
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...und das ist dann völlig fehlerfrei?

Nö, wieso? Es hat laut Testberichten weniger CA, mehr nicht.


... und da heißt es immer: wenn man die heutigen Sensoren und Techniken ausnutzen will, Finger weg von Kitobjektiven wie z.b. 18-55.
Da sollen dann lichtstarke FBs her. und dann sowas...
Ist schon enttäuschend Fotos von einem hochwertigen Objektiv zu sehen, welches der TE eingestellt hat.

Wieso sollte man denn die Finger von Kitobjektiven lassen?


...Beim Betrachten der Fotos auf dem Bildschirm bin ich sichtlich erblasst. Als Farbaufnahmen waren die mit der D7100 gemachten Fotos nicht zu gebrauchen. ...
Was eventuell Abhilfe schaffen könnte wäre der Einsatz eines UV-Filters vor dem Objektiv...

Womöglich war dein RAW-Converter einfach anders eingestellt, wieso sollte ein höher auflösender Sensor in gleicher Ausgabegröße (Monitor) mehr PF zeigen?
Ein UV-Filter bringt nichts, der ist vorm Sensor eh verbaut.
 
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Ja, ich muss zugeben: unter Provokation kenne ich bei diesem Objektiv Purple Fringing auch bis in kleine Blendenbereiche (f7.1 und kleiner), Wassertropfen sind schon sehr gemein. ;)
Für Nachtaufnahmen ist es beispielsweise nur bedingt zu gebrauchen, das 50er zeigt deutlicher weniger dieser Bildfehler bei gleicher Blende.
Man kann es eben nicht für alles verwenden - oder investiert 800€ mehr in das 1.4er.

Ich setze das 85/1.8G auch nachts bei voller Oeffnung ein; an den Resultaten habe ich nichts auszusetzen.

Felix
 
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Das 85mm 1.8G ist kein Allround-Objektiv. Es ist, genauso wie sein großer Bruder, das AF-S 85mm 1.4, als Portraitobjektiv konzipiert. Auch das 85 mm 1.4 weist deutliche CA's auf. Diese werden aber nur augenfällig, wenn das Objektiv nicht artgerecht verwendet wird.
Es gibt andere Objektive, die sich besser im Allround-betrieb einsetzen lassen. z.B. das günstige AF-S 50 mm 1.8.
 
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Danke euch für die Antworten.

Ich wollte noch berichten Was Nikon dazu meint. Nikon ist, nach Sichtung der NEFs der oben gezeigten Bilder, der Meinung dass mit dem Objektiv alles in Ordnung ist. Sie empfehlen mir ViewNX-2 oder Capture NX-D zur Beseitigung der Violetten Ränder.

Nun, da bin ich beruhigt und zeigt wieder einmal wie pixelpipe'ig ich geworden bin. Vor zwanzig Jahren hätte ich das auf das Labor geschoben und weitergemacht.:)
 
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Hallo Peter,

Meine Frage, ist das normal so bei diesem Objektiv?

ich wundere mich etwas, dass bis jetzt die Auswirkung der Fokussierung kaum thematisiert wurde.

Farblängsfehler (longitudinal chromatic aberrations) treten zunehmend außerhalb der Schärfeebene auf, Du solltest sie also nicht derart störend im Bereich des fokussierten Motivteils bemerken.
Für ein offenblendig verwendetes lichtstarkes Objektiv, ist das ein leider nicht seltener Objektivfehler.
Allemal, wenn es sich um ein eher preiswertes Nikkor handelt, aber auch das 85 mm f/1.4 ist nicht frei davon.

Bei Deinen Beispielbildern frage ich mich, worauf fokussiert wurde.
Zum Beispiel scheint mir die Schärfeebene bei Bild #2 deutlich hinter der im Bild befindlichen Person zu liegen und auch bei Bild #1 liegt sie weit hinten.

Du solltest ggf. überprüfen, ob eine ausreichende Genauigkeit der Fokussierung gegeben ist.


Hallo Jürgen,

Das 85mm 1.8G ist kein Allround-Objektiv. Es ist, genauso wie sein großer Bruder, das AF-S 85mm 1.4, als Portraitobjektiv konzipiert.
jetzt mal abgesehen davon, dass ich häufig nur mit diesem Objektiv losziehe und so gut wie nie Porträtaufnahmen mache, frage ich mich, was ein Porträtobjektiv so besonders macht, dass es nur artgerecht eingesetzt werden sollte. ;)
Eine hohe Lichtstärke und ein angenehmes Bokeh stört mich in keinem anderen Anwendungsbereich und abblenden kann ich das Objektiv nach belieben, spätestens dann sind auch die LoCAs kein Problem mehr.

Es gibt andere Objektive, die sich besser im Allround-betrieb einsetzen lassen. z.B. das günstige AF-S 50 mm 1.8.
Laut Photozone besteht da kein großer Unterschied: "Typical for most fast primes, the Nikkor (50 mm f/1.8G) shows noticeable bokeh fringing at large aperture settings".

MfG Jürgen
 
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Zumindest in letztem Punkt möchte ich widersprechen... ohne es systematisch getestet zu haben, bin ich mir recht sicher, dass das 50er weniger CA oder PF produziert. ;)
 
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ohne es systematisch getestet zu haben, bin ich mir recht sicher, dass das 50er weniger CA oder PF produziert. ;)
Ich habe nicht behauptet, dass es keinen Unterschied gibt, ich halte ihn nur nicht für groß.
Die LOCAs des 50 mm f/1.8 sind bei Offenblende im Unschärfebereich etwas geringer, das sieht man auch bei den dortigen Vergleichsaufnahmen.
Aber daran die Eignung zum Allround-betrieb festmachen?

MfG Jürgen
 
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Hallo Peter,

Bei Deinen Beispielbildern frage ich mich, worauf fokussiert wurde.
Zum Beispiel scheint mir die Schärfeebene bei Bild #2 deutlich hinter der im Bild befindlichen Person zu liegen und auch bei Bild #1 liegt sie weit hinten.
Ja diese Frage habe ich mir beim Betrachten der Bilder auch gestellt.
Du solltest ggf. überprüfen, ob eine ausreichende Genauigkeit der Fokussierung gegeben ist.

MfG Jürgen

Ich bin mit der Kamera und dem 85er hin und her durch die Wohnung gewetzt und habe alle nur erdenkliche Fokus Tests gemacht. Barcodes in Winkel abgelichtet, Batterien in Reihen, Brokkoli und Orangen. Aber alles ist ok. Scharf wo es soll und wo nicht, da nicht. Es muss eindeutig am Fotografen gelegen haben.:hehe:


Es ist erstaunlich wie kompetent ihr hier antwortet. Herzlichen Dank dafür! :up:
Manchmal habe ich das Gefühl bei all dem Stöbern in Foren, Blogs und Wikis das Gefühl für die Verhältnismässigkeit zu verlieren. Die falschen Dinge bekommen zu grosses Gewicht...
 
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Es ist erstaunlich wie kompetent ihr hier antwortet. Herzlichen Dank dafür! :up:
Manchmal habe ich das Gefühl bei all dem Stöbern in Foren, Blogs und Wikis das Gefühl für die Verhältnismässigkeit zu verlieren. Die falschen Dinge bekommen zu grosses Gewicht...

Ja, manchmal ergibt es sich in der Tat, dass man ein Problem überhaupt erst dann hat, wenn man mal davon gelesen hat - aber selbst das hat einen gewissen Freizeitwert, wenn man es richtig betrachtet.
 
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[/QUOTE]...Aber was ist für Dich "fast alles"?...[/QUOTE]
Außer Makros und kleine Vögelchen, die ein langes Tele benötigen, halt in der Tat fast alles: Stadt, Street, Landschaft, Personen, Indoor, Nacht, uvm. Zumeist renne ich mit dieser Kombo aus dem Haus, wenn ich nicht nur das 35er alleine mitnehme. Für meine Zwecke ist das Nikon 85mm 1.8G top und eines meiner liebsten Werkzeuge. Farbsäume sind mich nach Nachbehandlung (RAW-CNX2-JPG-ggf. JPG Weiterbearbeitung) im letztendlichen Bildergebnis noch nicht nachteilig aufgefallen (was natürlich nicht ausschließt, daß sie tatsächlich vorhanden waren).
Jetzt aber bin ich mal ganz ehrlich: all das mag sich ab heute ändern, denn ich habe ein gutes Exemplar des Nikon 35-70mm 2.8D ersteigert, ohne Linsentrübung. Und, weil ich dazu gleich eine Frage habe, mache ich gleich mal einen neuen Thread auf. Danke. LG, Olynik
 
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Womöglich war dein RAW-Converter einfach anders eingestellt, wieso sollte ein höher auflösender Sensor in gleicher Ausgabegröße (Monitor) mehr PF zeigen?
Ein UV-Filter bringt nichts, der ist vorm Sensor eh verbaut.

Der Sensor der D7100 ist anders aufgebaut als jener der D300 (fehlender Anti-Alias-Filter).

Interessant auch im Zusammenhang mit UV-Streulicht das zur Kenntnis zu nehmen:
http://www.modelmayhem.com/forums/post/894838
http://forums.steves-digicams.com/general-discussion/141552-filter.html

Viele Grüße
Herbert
 
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Die Farbsäume bei offener sind der "Schwachpunkt" beim Nikkor 85/1,8G. Und sie sind deutlich ausgeprägter als bei den neuen ART Festbrennweiten von Sigma bei Blende 1,4. Abblenden reduziert die rot/grünen Farbsäume natürlich, aber dass will man ja nicht immer. Das Zeiss Otus ist sicher besser aber ohne AF und ein "bisschen" teurer.

Wie problematisch das nun ist, kann man lange diskutieren. Auf dem Bildschirm kann man violett-rote Farbsäume an Kanten mit hohen Kontrasten allerdings auch ohne "reinzoomen" oft sehen, im Print - ausgenommen vielleicht im Posterformat - wohl fast nie.

Bei den allermeisten Aufnahmen reicht die Auto-Korrektur in z.b. LR völlig aus. Nur selten sind die grauen Säume nach der Korrektur störend .. bei 1:1.

Auch das 300/2,8 VRII ist nicht perfekt chromatisch korrigiert, so dass man bei starkem Gegenlicht auch manchmal Säume sieht. Aber dass als Problem zu bezeichnen, wäre wohl etwas überzogen ;-)

Mal sehen ob Sigma mit nen 85er Traumobjektiv kommt, das viele erwarten...
 
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Das 85/1.8 G ist m.E. ein tolles Objektiv, mit dem mir schon viele gute Bilder gelungen sind. Die CA's allerdings sind dramatisch. So schlecht, dass ich das Objektiv sofort eintauschen würde, wenn es in vergleichbarer Preislage etwas besseres gäbe. Aber das gibt's eben nicht. Also behalte ich es...
Einen Vergleich mit drei-, vier- oder zehnmal so teuren Objektiven stelle ich hier bewusst nicht an.
Also weiter, und die CA's immer schön in LR korrigieren... :rolleyes:
 
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