Weil das keine lateralen chromatischen Aberrationen (was gemeinhin als CAs bezeichnet wird) sind, sondern purple fringing genannte.Leider hat diese Box keinerlei Auswirkungen.
Schade dass man erst auf diese Schwächen stösst wenn man schon gekauft hat.
PS. Irgendwie verstehe ich das nicht. Kauft man sich den solche Objektive nicht genau um es häufig bei offenen Blenden einzusetzen?
"Typical for most fast primes, the AF-S 85 shows noticeable bokeh fringing at large aperture settings, which can of course be reduced by stopping down."
"Significant longitudinal chromatic aberration"
Die beschriebenen Abbildungsfehler treten ja nur auf, wenn du harte, scharfe Kontraste im Bild hast - das ist bei Portraits ja eher selten der Fall. Auch dünne lilafarbene Motivteile, wie der Fahrradrahmen, sind sehr selten.
Leichtes Abblenden auf f2.2 beeinflusst die Tiefenschärfe überhaupt nicht, imho aber schon recht deutlich die Schärfe und CAs.
Ich besitze das 85mm 1:1.8G ebenfalls. Mein Objektiv weist bei voller Oeffnung ganz schwache Farbsäume auf; man muss aber meist danach suchen und findet sie bloss bei starken Kontrasten im Unschärfebereich bei sehr starker Vergrösserung.
Die Farbsäume, welche Du zeigst, sind allerdings massiv stärker als bei meiner Linse. Als ich Deine Bilder gesehen habe, dachte ich spontan, dass da ein Defekt vorliegt.
Bei mir waren das Fotos bei F/4 von meinen Hunden, die sich nach einem Bad im See schütteln: Alle Reflexe des Sonnenlichts auf den Wassertropfen waren violett!Die beschriebenen Abbildungsfehler treten ja nur auf, wenn du harte, scharfe Kontraste im Bild hast.
- oder investiert 800€ mehr in das 1.4er.
... - oder investiert 800€ mehr in das 1.4er.
Mein 1.4/50 zeigt den CA-Fehler auch. Mehr oder weniger - je nach Siituation.
Fällt auf, wenn man die Bilder 1:1 am Bildschirm betrachtet - und lässt sich meist sauber wegrechnen. Ich kann damit leben - bleibt mir ja eh nix andres übrig.
Zugegeben, als ichs das erste mal bemerkte war ich auch etwas platt. Aber wie das bei vielen kleinen Macken mal so ist, am Bildschirm bei 1:1 offenbaren sich Dinge, die bei normaler Berachtungsgröße bzw. Prints nicht wirklich ins Gewicht fallen. Bei den hohen Auflösungen aktueller Kameras offenbaren sich eben (Objektiv-)Fehler, die zur Analogzeit kein Schwein interessiert haben. Hier liegen die Kameraauflösungen- und techniken entwicklungstechnisch m. E. schon weit vor den Objektivrechnungen.
Das gute ist, dass gute Bildbearbeitungssoftware einen gerechte Ausgleich darstellen kann - und die Welt ist (meist) wieder in Ordnung. Vom linken Focusfeld mal abgesehen...
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