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Family Time im Westerwald - die Fuji samt Stativ mitgeschleift, damit auch mal längere Zeiten problemlos gehen. Ich habe immer schon mal im Wald rumfotografiert, und wollte mal checken was mit den dynamik Fähigkeiten der GFX noch geht. Früher war ich mit den entstandenen Bildern nie so ganz happy, weil immer ein wenig Durchzeichnung fehlte. Die Ergebnisse sind nice geworden, also für mein Empfinden. Dort bei Welschneudorf im Westerwald hat es einen sehr feinen alten Baumbestand im Jagdrevier der (weiteren, angeheirateten) Familie.
Wir sind einfach losgestiefelt, die Frau und Schwager / Schwägerin haben mich dann einfach im Wald zurückgelassen. Die Sonne stand schon tief, und wenn dann Licht in die tieferen Schichten fällt, dann ist das immer sehr "malerisch deutschwaldig". Irgendwie kickt mich die s/w Entwicklung immer mehr als die farbige Variante, daher hier eine kleine Serie mit ohne Farbe.
Ja, und bei S/W hätte es auch gut gepasst...aber die Serie sollte hier schon zusammen bleiben, und der "mächtiger Wald"-Effekt kommt hier so gut rüber.
Ich wäge übrigens immer ab welcher Thread am ehesten wieder Klicks verdient hat, damit er nicht untergeht. Will sagen: Ich poste mit Absicht fast immer im tendenziell am stärksten unterrepräsentierten Teil des Forums, wenn es die Möglichkeit zur Wahl gibt.
Bin letzten Freitag nach langer Zeit mal wieder zum Brocken hochgewandert. Endzeitstimmung.
Den toten Baumbestand hat man im Nationalpark stehen gelassen, die Natur soll es selber richten.
Außerhalb des Nationalparks wurde alles Totholz entfernt. Hier ein Blick zum Wurmberg. War früher alles bewaldet.
Nach mensclichem Ermessen sieht das tatsächlich schlimm und deprimierend aus. Für die Natur ist es nur ein kleiner Zwischenschritt, sie wird die Flächen wieder begrünen. Wenn man genau hinsieht, kann man schon erkennen, was da alles heranwächst.
Im Grunde habe ich nie verstanden, warum man den zweifellos richtigen Umbau von der Fichtenmonokultur zum Mischwald, nicht sukzessive unter Nutzung der vorhandenen Bestände vorgenommen hat. Damals hätte das Nadelholz noch den Umbau, zumindest teilweise, finanzieren können.
Stattdessen durften von einem auf den anderen Tag keine Säge und kein Pflanzspaten mehr in den Wald. Und der Harzwald kostete nur noch Geld.
Nach zwei Jahren war ich gestern wieder mal im Harz auf dem Brocken. Das Waldsterben kann man da oben schon viele Jahre beobachten. Aber jetzt, da verschlägt es einem die Sprache. Nur noch kaputte Wälder. und wen man vom Brocken nach unten schaut ist es auch nicht viel besser.