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Auch wenn ein Zweig im Weg ist, mir gefällt das Bild und der "fröhliche" Ausdruck des Grünfinken. Wir hatten vor dem letzten Sturm zwei sonnige, kalte Tage und die Vögel im Garten waren sehr munter und zwitscherten.
Zurzeit probiere ich, auch bei schlechtem Licht noch passables zu bekommen. Daheim habe ich ja endlos Motive im Garten. An den Futterstellen ist immer Betrieb und der Sperber schaut auch immer mal vorbei. Hier gerade eben mal ein Kleiber im Futterhaus. Wolkenverhangen und im Futterhaus total finster.
Franz, wo wohnst Du denn mit Deinen "endlosen Motiven"? Doch wohl nicht in einer Singvogel-Voliere?
Bei uns in den Gärten gibt's leider nur noch die Klassiker wie (Kohl-/Blau-) Meisen, Rotkehlchen, Amseln oder ab und zu noch mal einen Spatz sowie die häufigen Rabenvögel wie Elstern und Dohlen. Es gab vor Jahren auch mal Grün-/Buchfinken, Kernbeißer, Heckenbraunellen und Baumläufer/Kleiber u.A., aber die lassen sich schon lange nicht mehr blicken. Und das, obwohl wir nah am Stadtrand wohnen an der Grenze zum südlichen Münsterland.
Wenn ich Vögel fotografieren will, muss ich mobil sein und ein paar Kilometer zum nächstgelegenen Naturschutzgebiet in der Lippe-Aue fahren. Aber auch dort ist oft tote Hose bis auf die Big Four wie Enten, Grau-Reiher und -Gänse sowie Schwäne. Da wiederholen sich die Motive leider viel zu schnell und es wird langweilig.
Weitere Natur-Lokations mit Potential sind schon erheblich weiter weg, ohne Auto kaum zu erreichen.
Komischerweise finden sich in den Hinterhof-Gärten der Bonner Südstadt am Museumsviertel doch noch etwas mehr weitere Vogelarten als bei uns in Westfalen! Da habe ich schon öfter neben den o.g. noch Grünspechte, Buntspechte, Buchfinken, ja sogar !Sittiche! (wahrscheinlich ausgebüxt) fotografieren können.
Ob diese zunehmende Vogelarten-Armut mit Krankheiten oder gar mit dem Klimawandel zusammenhängt?
Mein Eindruck ist, dass zumindest in dichter besiedelten Gegenden in letzter Zeit ein steter Vogelarten-Rückgang stattgefunden hat, was auch Zählungen von Naturschutz-Organisationen beweisen. Manche Arten sind sogar ganz verschwunden!
Ich wohne am nördlichsten Rand des Pfälzerwaldes, hinter dem Haus sind Magerwiesen und der Wald ist auch nicht weit. Seit ca. 20 Jahren füttere ich konsequent rund ums Jahr und dadurch gibt es, jahreszeitlich schwankend, eine bescheidene Vogeldichte.
Vor 20 Jahren hatten wir noch ca. 40 Arten hier, z.T. viele Exemplare, nun sind es noch ca. 20 Arten, z.T. nur wenige Exemplare... Wir sind hier im örtlichen Nabu aktiv seit geraumer Zeit und machen auch bei Vogelzählungen mit. Die Ergebnisse sind ernüchternd... Selbst in guten Habitaten wird es immer leerer.
Dass man eventuell in Hinterhofgärten mehr findet, liegt oft daran, dass dort auch solche Spinner wie ich zu finden sind, wo jährlich einige Zentner Vogelfutter verfüttern. Ich habe schon mehrmals erlebt, dass die Vogeldichte proportional steigt, wenn Futterplätze in der Nähe sind.
Klar, dann kommen noch Krankheiten hinzu, aber vor allem, ob man es wissen möchte oder nicht, sorgt die konventionelle Landwirtschaft fleißig dafür, dass es so bleibt. Du musst nur etwas Googeln, angefangen von DDT bis hin zu Neonicotinoiden... z.B.
Genau genommen ist der Schnabel nicht nackt sondern von einer grau-weißen Haut überzogen. Diese wird aber erst bei den adulten Vögeln sichtbar weil sich im Jugendkleid in dem Bereich noch eine dichte schwarze kurze Befiederung befindet. Ähnlich wie bei der Rabenkrähe.
Mein Gott, das war irgendwann mal im letzten Jahrhundert. Und daran soll man sich noch erinnern.
Na ja, die Mädchen waren schon damals gewaltige Streber
Mir reichts, damit habe ich noch jedes fotografierte Geflügel bestimmen können. Zudem gibt es zu jedem Artikel noch eine Bildersammlung. Und wenn ihr es schon genauer wißt, schreibt es doch gleich dazu, statt nachher pikiert zu sein.
Nach den Regeln der Feldornithologie sollte man eine sichere Artenbestimmung anhand von zumindest zwei unabhängigen Merkmalen vornehmen. Das ist bei vorliegendem Foto kaum möglich weil relevante Bereiche des Gefieders, Beine etc. nicht sichtbar sind. Es bleibt also eine gewisse Unsicherheit bestehen.
So schnell kanns gehen heutzutage im Netz, ein Ausrutscher und schon stehen sie alle da, knipsen es und laden es ins Netz Übrigens, ich finde deine Bilder echt klasse und es ist für mich Anfänger ein Ansporn
Ja, da geb ich dir recht, die Unterschiede, so wie du es oben beschreibst, können gravierend sein. Damit kommen die allgemeinen Suchmaschinen an ihre Grenzen. Die App "Obsidentify" hilft da besser zum bestimmen, hat aber auch ihre Tücken. Ein solides Grundwissen hilft am besten...
Jaa... ich weis... kein Reverenzbild, aaber nur mal zur Verdeutlichung was die Tage los war hier
Schon vor vier Wochen kamen im Garten ca. 30-40 Bergfinken an und fanden es erst mal toll hier, jede Menge Futter. Am 06.01.26 war morgens der Teufel los, es war ca. -6° und geschlossene Schneedecke und weit über hundert Bergfinken kämpften um die Hoheit an den Futternäpfen. Die ca. 50 anwesenden Stare zogen den Kürzeren und verschwanden. Drei Tage waren die Finken hier und ich schaufelte täglich Futterberge in die Näpfe, dann verschwanden sie. Übrig blieben noch so 5-10 welche täglich zu sehen sind. Die anderen dürften schon weit im Süden sein.
Bei uns in den Gärten gibt's leider nur noch die Klassiker wie (Kohl-/Blau-) Meisen, Rotkehlchen, Amseln oder ab und zu noch mal einen Spatz sowie die häufigen Rabenvögel wie Elstern und Dohlen. Es gab vor Jahren auch mal Grün-/Buchfinken, Kernbeißer, Heckenbraunellen und Baumläufer/Kleiber u.A., aber die lassen sich schon lange nicht mehr blicken. Und das, obwohl wir nah am Stadtrand wohnen an der Grenze zum südlichen Münsterland.
Wenn ich Vögel fotografieren will, muss ich mobil sein und ein paar Kilometer zum nächstgelegenen Naturschutzgebiet in der Lippe-Aue fahren. Aber auch dort ist oft tote Hose bis auf die Big Four wie Enten, Grau-Reiher und -Gänse sowie Schwäne. Da wiederholen sich die Motive leider viel zu schnell und es wird langweilig.
Weitere Natur-Lokations mit Potential sind schon erheblich weiter weg, ohne Auto kaum zu erreichen.
Komischerweise finden sich in den Hinterhof-Gärten der Bonner Südstadt am Museumsviertel doch noch etwas mehr weitere Vogelarten als bei uns in Westfalen! Da habe ich schon öfter neben den o.g. noch Grünspechte, Buntspechte, Buchfinken, ja sogar !Sittiche! (wahrscheinlich ausgebüxt) fotografieren können.
Ob diese zunehmende Vogelarten-Armut mit Krankheiten oder gar mit dem Klimawandel zusammenhängt?
Mein Eindruck ist, dass zumindest in dichter besiedelten Gegenden in letzter Zeit ein steter Vogelarten-Rückgang stattgefunden hat, was auch Zählungen von Naturschutz-Organisationen beweisen. Manche Arten sind sogar ganz verschwunden!
VG Manfred