Wenn man in Kopenhagen U-Bahn fährt, dann gibt es Besonderheiten.
Erstens hat Kopenhagen nur 4 Metro (oder Subway) Linien, identifizierbar an Farben (green yellow, red, blue line) - und diese vier fahren alle komplett autark, ohne Fahrer*in. Das macht die Taktung extrem schnell, man wartet eigentlich nie länger als zwei oder drei Minuten auf die nächste Bahn, und die Fahrzeiten sind 24/7 ziemlich durchgehend ultrakonstant, weil ja, bis auf ein wenig Servicepersonal, niemand Pausen braucht. Und Feiertage hat so eine Bahn auch nicht.
Die Sitzplätze in den Zügen gehen also bis ans vorderste/hinterste Fenster und man kann direkt in den Tunnel während der Fahrt blicken. Schon vor der Reise hatte ich den Plan gefasst, damit auf jeden Fall fotografisch was zu machen. Gelegenheit bot sich reichlich, denn wir waren immerzu mit den Linien unterwegs und haben Dänische Familien mit Kindern einfach immer von den Panorama-Plätzen gemobbt...neiiiiin, natürlich nicht, meistens ist immer was frei, und so konnte ich bei den Fahrten mit der Kamera rumhampeln. Beide Kameras haben sich dabei sehr gut bewährt - die Idee war immer eine Einstellungs-Kombination zu finden bei der die Lichter im Tunnel schön verwischen, aber trotzdem noch genug Details übrig bleiben um Strukturen erkennen zu können. Hier meine vier Lieblingsaufnahmen aus dieser Serie. Die Einstellungen waren immer ähnlich (erst zweimal Ricoh GRIII, dann zweimal Fuji GFX50 SII), um eine 1/2 Sek bis max. 1,3 Sek., meist Basis-ISO und recht offenblendig. Wie schnell die Bahnen fahren kann ich nicht genau sagen, aber sie sind gefühlt recht "flott" unterwegs.
Es ist eigentlich nicht mal viel dran bearbeitet, lediglich die Lichter haben etwas "glow" bekommen, und um den Blick stärker auf das Zentrum zu leiten ist eine leichte Vignette bei allen Bildern dabei. Sonst eigentlich nur Kontrast/Helligkeits-Korrekturen. Die Fahrt lässt die Unterwelt Kopenhagens zu einer ultracremigen Unschärfe verschwimmen, nur die Lichter sorgen für eine Akzent der immer schön den Blick lenkt. Alle Bilder sind "vorwärts" entstanden, aus dem hinteren Ende war alles eher langweilig. Wer so tapfer ist sich durchzuklicken bekommt am Ende auch ordentlich Auflösung präsentiert...



