[MENTION=49919]shovelhead[/MENTION] Hut ab!
Vor allem das letzte, das gefällt mir richtig gut - genau die richtige Mischung aus hell und dunkel und an schönen Stellen!
Ich habe ja schon mal beschrieben, wie ich normalerweise bei Akt- oder Dessous-Photographie arbeite: zuerst machen wir die ganze Tour mit allen möglichen und unmöglichen Posen noch bekleidet. Dabei lernen wir einander kennen, lernen miteinander zu reden, ich achte auf "komfortable" Abstände; manche Models bleiben locker, wenn du ein Gesichtsportrait mit dem 50er machst, manche Models brauchen mindestens zwei oder drei Meter physischen Abstand, um entspannt bleiben zu können. Dabei stellen wir auch schnell fest: die Pose X geht gar nicht, die Pose Y kann das Model nur ein paar Sekunden halten (oder ich kann so verkrümmt in der Hocke nicht ewig bleiben) und meist kommen dabei auch noch viele Ideen, die wir ausprobieren können.
Dieses Portrait von Saskia entstand genau so: Hemd runter/Schulter frei (wg. Reflektion/Helligkeit der Haut) und dann schauen wir mal, wie wir das Gegenlicht auf dem Balkon in den Griff bekommen. Am Ende haben wir übrigens keine Dessous- oder Aktaufnahmen auf dem Balkon gemacht - es war recht frisch - aber dieses Zufallsportrait ist eines meiner Lieblingsbilder des Tages.
Was lehrt uns Das? Immer schön durch den Sucher schauen und den Spiegel klappern lassen. Wer wichtig mit grossen Gesten, wehendem Schal und Lunasix Belichtungsmesser vor dem Model herumfuchtelt, kann nicht zufällig mit einer Testaufnahme ins Schwarze treffen!
Was meinst Du, Zimmermannskluft mit roter Karte oder so? Nicht mein Ding. Und solche Termine geben das auch kaum her, in diesem Fall: Treffen vor einem Spiel in einem Hotelfoyer, halbe Stunde reden, fünf Minuten fotografieren...