Das Objektiv war in der Herstellung sehr teuer. 1993, als es auf den Markt kam, waren Asphären noch schwer herzustellen, und es was nach dem Noct-Nikkor erst das zweite Objektiv mit Asphäre. Auch der Fokussiermechanismus ist aufwendig: Es werden gleich zwei Linsengruppen unterschiedlich verschoben.
Siehe auch hier.
Damit kam das Objektiv zu einem Listenpreis von (zeitweise?) 5000,- DM raus, was es zum teuersten Objektiv unterhalb der langen Teles machte. Es war auch bei Nikon das einzige Weitwinkel mit AF und Blende 1,4.
Die Folge des hohen Preises war, dass sich nur wenige Fotografen das Objektiv geleistet haben. Deshalb wurden nur relativ wenige verkauft. (Insgesamt wohl weltweit nur gut 7000 Stück.)
Nachdem 2006 die Produktion eingestellt wurde, hatte Nikon gar kein Weitwinkel-Objektiv mit AF und Blende 1,4 mehr im Angebot. Die Folge war, dass die Preise für gebrauchte Objektive über den ehemaligen Neupreis stiegen.
Erst jetzt mit lichtstarken Alternativen bei 24mm und 35mm und insbesondere dem neuen 28/1,4 AF-S E ist der Gebrauchtpreis für das AF-D auf ein akzeptableres Niveau gefallen.
Ein halbes Jahr habe ich dennoch suchen müssen, bis ich eines zu einem wenigstens dreistelligen Preis gefunden habe.
Ach ja, genau vier Tage nach dem meinem Kauf hat Nikon die Z vorgestellt mit der Ankündigung, den AF der AF-D-Objektive nicht mehr zu unterstützen (womit ich halb gerechnet habe). Jetzt, kaum vier Wochen später, kündigt
Sigma mit dem 28/1,4 Art noch eine Alternative an. Das wird den Preis noch etwas drücken, aber nicht viel, denn das Objektiv ist relativ selten. Und das kleinste und leichteste der 28/1,4er für Dslr bleibt es.