Mitmachthema Zeigt her - Eure Motoräder/Motorrad-Fotos

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Hier noch meiner schöner Töff von 2005. Damals neu gekauft und gleich als neu total umbauen lassen. War viel spezieller, als es von aussen den Anschein machte. Ja damals waren wir noch völlig verrückt. Ab Werk war es ein 1200er mit 175PS. War Kawas Antwort auf die Suzi Hayabusa. Umgebaut wurde der Motor. Hatte einen US-Hubraumkit verbaut auf 1300ccm. Dazu bearbeiteter Zylinderkopf, spezielle Kolben und zur Steuerung und Optimierung der Einspritzung einen Power-Commander, der programmiert werden konnte. Damals modernste Technik. Dazu noch Fahrwerk und Bremsen verbessert. Hinten Öhlins-Federbein. Dazu schwarze Rennscheibe. Leistungsmessung am Hinterrad 196PS, was ca. 215-220PS an der Kurbelwelle entspricht. Höchstgeschwindigkeit war damals auf 299km/h abgeriegelt. ABS und andere Elektronik gab es natürlich rein gar nichts. Der Sensor war damals der Hinter, so man sofort spürte, wenn es zu rutschen begann. 2x bin ich in D dann 300 gefahren, aber nur kurz. Ist einfach brutal schnell und Hirn und Verstand muss man ausschalten. Erschrocken bin ich nur einmal. War auf der Autobahn in D mit 180. Dann freie Bahn und im 6. Gang Gas auf Anschlag.. und ja, da hob sofort das Vorderrad ab, so dermassen Schub hatte die. Da war ich überrascht und hatte nicht damit gerechnet. Aber Spass hat die Maschine gemacht und auch brutal viel Frust in der Schweiz mit den Limiten. 50 oder 80 zu fahren war schlicht eine Qual. Bei 50 hatte man das Gefühl, man wäre zu Fuss schneller.

Einzig in den Hochalpen-Pässen hat man damals mal die Sporen gegeben. Wir sind jeweils ganz gesittet rauf und Strecke auf Radare geprüft. Oben gekehrt, wieder runter und dann voll Pulle hoch. Teilweise mit über 200. Ja eben, total verrückt, kann und würde ich heute nie mehr machen. Danach kamen in der Schweiz die Rasergesetze, heisst ab 60 zu viel heisst es Knast und Fahrzeug eingezogen und versteigert zu Gunsten Staatskasse. Daher habe ich später auch nie mehr solch hoch motorisierte Dinger mehr gekauft. Aber Erlebnis war extrem.

Noch eine kleine Anekdote.. im Wallis gibts einen kleinen Flugplatz, bin da vorbeigefahren und gesehen, dass da ein paar Hochleistungs-Sportwagen Beschleunigungsrennen machen. Waren Ferrari und Porsche und ähnliches.. also nix wie hin und dann gegen einen schnellen Ferrari angetreten.. ja der hatte keine Chance.. mit dieser Maschine gings in 7 Sekunden auf 200!

Und ja, Führerscheinentzug oder hohe Bussen hatte ich nie.. viel Glück.





 
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Kay kommentierte
Zu dieser Deiner Zeit hatte ich eine Moto Guzzi 850 T3 California. Ein befreundeter und rennsporterfahrener Kollege hat dann dem Motor etwas mehr Leben eingehaucht, den Hubraum erweitert, Doppelzündung verbaut, einen Sportgasgriff installiert, eben alles "etwas" optimiert.
Bin in meinem Leben weder mit diesem Moped noch mit anderen richtig schnell gefahren, aber es hat mich damals gefreut, an anderen Fahrern auf Rennziegen am Berg aufrecht sitzend vorbeizufahren. Ging nicht oft, war "schön" - ist vorbei.
 
waxman kommentierte
Absolut geiles Teil!
Ich denke der (ehemalige) Flugplatz im Wallis war der in Ulrichen im Goms?
 
rollertilly kommentierte
Ich kann deine Begeisterung verstehen. Meine Vespa hat letzten Sommer 10 cm³ mehr bekommen und damit jetzt ca. 3 bis 4 PS mehr am Hinterrad. Der Unterschied am Popometer dürfte sich ähnlich anfühlen wie bei dir seinerzeit.- auch und vor allem in den Hochalpen
 
Erlaube mir heute ausnahmsweise mal ein Video zu posten. Hier gehts auf den Autozug durch den Lötschberg. Hier in Kandersteg. Viele wissen ja nicht, wie das funktioniert. Man fährt als erster auf den Zug und dann durch den ganzen Zug durch. Zuvorderst ist dann ein Steuerwagen mit Gepäck- und Personenabteil. Dort fährt man rein, stellt das Motorrad an die Wand und sichert mit einem Seil. Rausfahren kann man dann ebenso als erster und hat dann freie Strecke den Berg noch ganz runter ins Wallis. Umgekehrt ist dann mühsamer, da man dann der letzte ist, der losfahren kann und alle Autos vor sich hat. Aber wir machen das noch öfters, schnellster Weg von uns ins Wallis. Passstrasse gibt es dort leider nicht, nur der Eisenbahntunnel.

 
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zaskar kommentierte
Ist ja unglaublich, die "Freiwaggons" nehmen ja gefühlsmäßig gar kein Ende; sollte es mich jemals mit dem Motorrad mal dorthin verschlagen, bin ich dank dir nun etwas weniger hilflos.
 
Swisshead kommentierte
Ja wirklich enorm, wie lang die Züge sind. Die Rampe zum Rauffahren ist ja sehr kurz und nachher fährt man alles im grünen auf den Wagen. Aber finde es jedes Mal ein Erlebnis. Die Fahrzeit beträgt ca. 20 min. Also nicht so lange. Aber schüttelt teilweise schon heftig, weil der relativ auch schnell über ablenkende Weiche fahrt. Bleibe auch immer beim Motorrad, damit ich im Notfall noch etwas halten kann. Problem ist, wenn der Seitenständer zur Wageninnenseite ist. Dann bringt anseilen rechts nicht viel. Und letztes mal ist es eben passiert, dass der wieder schnell über eine Weiche fuhr und es die Motorräder auf der rechten Seite voll gegen die Wand geknallt hat. Daher immer dabei bleiben und im Notfall das Motorrad halten, gerade wenns in den Bahnhof reingeht. Im Tunnel keine Problem, da praktisch alles mehr oder weniger geradeaus.
 
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waxman kommentierte
Ich vermisse diese Zeit, um ehrlich zu sein. Heutzutage wird ja für jeden Bedarf und für jedes Interesse ein passendes Motorrad von der Stange angeboten. Das war damals nicht der Fall und es gab unglaublich innovative und/oder ausgefallene Ideen um Motoren stärker und Fahrwerke stabiler zu machen. Jeder Besuch auf einem größeren Motorradtreffen war damals eine echte technische Inspiration. Und der Fritz Egli war ja der King unter den Tunern, nicht nur was Kawas anging. Wer erinnert sich noch an die Egli-Bimota? Mit Wehmut denke ich etwa auch noch an die Rickman-Kawas zurück. Um ehrlich zu sein waren damals sowohl Fahrwerkstuning oder Bremsentuning auch absolut angebracht. Die Motoren waren ja schon damals ziemlich kräftig, aber die Fahrwerke hielten da oft bei weitem nicht mit. Wenn ich da an die spargeldünnen Gabelstandrohre meiner GpZ 1100 UT denke…… Von den damaligen Holzreifen ganz zu schweigen.
Und das Ganze gänzlich ohne ABS, Traktionskontrolle oder ähnliche elektronische Helferlein.
 
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olynik kommentierte
Ich bitte um ein Bild vom gesamten Motorrad. Danke.
 
Reaktionen: ZHR
R
Radschy kommentierte
Habe ich nicht. Ich kann nur noch das hier anbieten:

ten:
 
waxman kommentierte

Ist das diejenige vom Werner (Brösel)?
 
R
Radschy kommentierte
Nee, das ist sie nicht.
 
Eine goldene Vespa



 
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rollertilly kommentierte
Wo warst du denn da?
 
BeST kommentierte
Im Gerhard Porsche Automuseum in St Salvator.
Leider war gerade bei diesem Modell kein Infoschildchen dabei.
 
rollertilly kommentierte
Sollte eine VL1T oder VL2T sein, 1954 bis 1956.
Spitzname: Struzzo
5,4 PS aus 150ccm.
Sehr individuell lackiert.
Schade, dass es von mir aus fast 600 Kilometer dorthin sind ...
 
Zur Erinnerung an die historischen Ereignisse im Herbst 1989: Dieses Moped blieb an der Grenze In Nickelsdorf 1989 zurück.

 
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Capt. Forty kommentierte
...'ne ETZ oder TS 250 war in den 1980ern der Traum jedes 18-25-jährigen in der DDR - schon krass wie viele von denen genauso wie Trabis und Wartburgs 1989 und in den folgenden Jahren einfach so liegengelasen oder weggeworfen wurden
 
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Kay kommentierte
und? biste zufrieden, oder fährst Du lieber ...
Als "Senior" komme ich bei meiner gut mit dem Bein hoch genug zum besteigen der Maschine in den Sattel; der Schwerpunkt ist tief, läßt sich daher gut fahren und hat Kurven-ABS, ist also "relativ" sicher. Dazu gefällt mir bei meiner das schlichte Aussehen.
 
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