Im Heizhaus, dem Eisenbahnmuseum Strasshof, fand am 21. Juli 2024 ein Fahrbetriebstag statt, bei dem auch ÖBB 5045/5145 - der als „Blauer Blitz“ bekannte Dieseltriebwagen - zum Einsatz kam. Die Reihen 5045 und 5145 der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) waren Dieseltriebwagen, die im Schnellzugverkehr eingesetzt wurden. Der Einsatz im Planverkehr begann 1952 und endete 1997. Die Züge wurden von Simmering-Graz-Pauker gebaut.
Wagenkasten, Untergestell und Drehgestelle bestehen aus verschweißten Stahlprofilen in Leichtbauweise. Die Antriebsanlage wurde aus dem VT 5044 weiterentwickelt und besteht aus einem Zwölfzylinder-V-Dieselmotor SGP S12a sowie einem hydraulischen Zweiwandler-Turbogetriebe vom Typ Voith T 26 WAG. Die Steuerung erfolgt elektropneumatisch in fünf Drehzahlstufen, der Antrieb erfolgt auf beide Achsen des Triebdrehgestells. Gegenüber den VT 5044 wurde durch das Anheben der Motordrehzahl von 1350 auf 1395 Umdrehungen pro Minute die Leistung von 500 auf 540 PS (368 bzw. 397 kW) gesteigert.
Eingesetzt wurden die Fahrzeuge vorerst in erster Linie im internationalen und nationalen Schnellzugverkehr, wobei sie besonders als Triebwagenschnellzüge (TS) Venezia zwischen Wien und Venedig, Miramare zwischen Wien und Triest und vor allem als Vindobona Wien–Praha–Berlin große Bekanntheit erlangten. Sie fuhren auch zwischen Wien und Budapest, Graz und München sowie als Korridorzüge zwischen Lienz und Innsbruck über die Brennerbahn.
Viele Jahre fuhren sie auch inländische Schnellverbindungen zwischen Wien und Villach sowie zwischen Wien und Graz über die Südbahn. Aufgrund der relativ schwachen Motorleistung bedurften die Blauen Blitze auf den langen Rampen der Semmeringbahn immer wieder Nachschiebedienste im Form einer Dampflokomotive der Reihe 95. Auch zwischen Salzburg und Graz über die Ennstalbahn und die Rudolfsbahn war der „Blaue Blitz“ anzutreffen.
Bahn bis Stemmen vor dem Aus