Worauf fokussieren? Hyperfokale Distanz oder Ende ersten Drittels?

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GarfieldKlon

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Hi :)

Worauf sollte man bei Landschaftsfotografien fokussieren? Ich lese immer wieder zwei Unterschiedliche Sachen:

  1. Auf die Hyperfokale Distanz. Dann ist ab der Hälfte dieser Distanz alles bis Unendlich scharf.
  2. Auf das Ende des ersten Drittels

Zu Punkt 1:
Bei z.B. Blende 11 und Brennweite 14mm ist die Hf-Distanz bei 60cm. Guckt man dann durch den Sucher und sagt "ah ok, diese Pflanze da könnte in etwa 60cm entfernt sein vom unteren Bildrand".

Bei Punkt 2 stellt sich mir noch die Frage welche Drittel gemeint sind. Nimmt man z.B. einfach von unten bis zum Horizont sind drei Drittel und dann unterteilt man die strikt in Drittel, ohne auf die Tiefe zu achten?

Z.B. bei diesem Bild:
http://bilder-foto-s.de/bilder/fotos/2011/08/landschaftsbild.jpg

Die Sichtweite bis zum hintersten Hügel sind ja geschätzt ein paar Kilometer. Sagen wir einfach mal der Einfachheit halber mal 10km. Muss ich jetzt ungefähr schätzen wo die 3,3km enden und darauf fokussieren?
Oder ist das pillepalle und man unterteilt die Strecke bis zum Horizont 2d-mässig in 3 gleiche Teile?
 
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Zitat:

"Die hyperfokale Distanz ist ein Relikt aus Zeiten, in denen man sich 10 x 15 Abzüge angesehen hat. "

Das heisst an der Stelle kann man den (hier oft empfohlen) "Striewisch" vergessen?

Axel
 
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Ich kenne nur eine Tabelle welche zwischen unscharf und unschärfer unterscheidet ... Aber es ist schon so, dass ich einen eingeschränkten Lernwillen habe ...:):D
 
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Zitat:

"Die hyperfokale Distanz ist ein Relikt aus Zeiten, in denen man sich 10 x 15 Abzüge angesehen hat. "

Das heisst an der Stelle kann man den (hier oft empfohlen) "Striewisch" vergessen?

Axel

nein, der schreibt das auch so:

Die Grenzen
Bitte bedenken Sie, dass die Schärfentiefe keine harten Grenzen hat; es wird also, von extrem großen Blendenöffnungen oder sehr langen Brennweiten einmal abgesehen, mehr oder weniger sanfte Übergänge zwischen scharf und unscharf geben. Die Schärfentiefe ist definiert für "normale" Betrachtungsabstände; wenn Ihre Bilder also sehr stark vergrößert und trotzdem aus der Nähe betrachtet werden sollen, ist die rechnerisch ermittelte Schärfentiefe evtl. zu unscharf für Ihre Zwecke.
 
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Hi,

zur Illustration des geschriebenen hier mal ein Bildchen, das den Unschärfeverlauf zweier Objektive aufzeigt (haben ich mal in einem anderen Thread verwendet). Nicht ganz optimal, aber ich habe gerade nichts anderes zur Hand.

50vs85mm.jpg

gezeigt wird die Unschärfe (normiert auf den Durchmesser des erlaubten Unschärfescheibchens ... CoC = Circle-of-Confusion) aufgetragen über die Motivdistanz. Fokussiert wird auf 3 Meter.

Nur diejenige Unschärfe, die kleiner als der erlaubte Wert (also "1") ist, wird als "scharf" wahrgenommen. Leider ist der Wert "1" in dem Bild sehr nah an der unteren Achse. Die Breite des senkrechten grauen Balkens ist damit die Schärfentiefe.

ABER: Was genau wir als "erlaubtes Unschärfescheibchen" definieren, ist uns überlassen. So weit ich mich entsinne war es hier irgend eine Pixelgröße. Insofern kann der Unschärfe-Wert "1" auch gerne sehr viel weiter nach oben verschoben werden (z. B. wenn man die traditionellen 1/1500 Bilddiagonale verwenden will wie in der analogen Zeit) und damit wird die Schärfentiefe auch sehr viel breiter.

Ciao
HaPe
 
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