Wolf im Westerwald erschossen


NF Adventskalender 2019
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Aktives NF Mitglied
Das ist wirklich traurig. Wie kommt man überhaupt dazu so ein seltenes, schönes Tier gezielt und "grundlos" umzubringen.

Wir Menschen sind schon eine "spezielle" Spezies, oder?:mad:
 

Magix~Pix

Unterstützendes Mitglied
Die Nummer mit der Belohnung verstehe ich nicht so ganz. :nixweiss:
Wenn es ne registrierte Waffe war sollte die Täterermittlung gar kein Problem sein, wenn es eine unregistrierte war wird sich der Schütze kaum selber ans Messer liefern.
 

häuschen

NF-F "proofed"
Hm, wer besitzt großkalibrige Waffen und erschießt im Wald Tiere?

Ich jedenfalls fühl mich nicht angesprochen...

War bestimmt nur ein entlaufener Hund oder ne große Katze, die dürfen erschossen werden.
War das jetzt ein Scherz, oder wie?:nixweiss:

Gestern sind mir 3 Hunde ausgebüchst und tatsächlich ins Vogelschutzgebiet abgehauen, sehr peinlich für mich, keine Frage. Hätte jemand gemeint, er dürfe sie nun erschiessen, dann hätte er sein Leben lang scheisse ausgesehen, versprochen.

Eine traurige Geschichte, ich ekle mich vor Schusswaffen, muss ich gestehen. Dem Kerl gehört sie um den Hals gewickelt.
 

Glasbläser

Sehr aktives Mitglied
Verallgemeinern sollte man jetzt aber hier bitte nicht ;) es sind nicht nur Jäger die großkalibrige Waffen besitzen, auch Sportschützen und andere haben Waffen ;)

Evtl. hat man ja Glück und findet die Kugel, wenn da genügend Material von über ist, kann man diese einer Waffenart zuordnen und dementsprechend die registrierten Waffen kontrollieren.

Ich hoffe das man dieses Ar....... erwischt!!!!
 

dkochina

Auszeit
Ein sehr schwieriges Thema.

In unseren zersiedelten Kulturlandschaften ist kaum noch Platz für größere Wolfsrudel. Um einen dauerhaften, stabilen Bestand auszubilden, brauchen Wölfe eine genetische Basis, bestehend aus 3-4 männlichen Tieren und mindestens 10-15 Wölfinnen.

Ein Einzeltier hat allenfalls Freilandzoo-Charakter, unter ökologischen Gesichtspunkten war der Einzelwolf völlig unbedeutend. Der Abschuß eines "genetisch wertvollen" Alpha-Keilers ist da genau so tragisch. Und der Ehrenpräsident des WWFs aus Spanien wollte wohl auch einen zeugungsaktiven Alpha-Elefantenbullen abschießen..... (der Typ gehört sicherlich in die nächst höhere Ar....-Kategorie).

Natürlich gibt es nicht wenige Menschen, die freilebenden Wölfen im eigenen Umfeld kritisch gegenüber stehen. Ab einer bestimmten Wolfsdichte kommt es auch immer wieder (vor allem in langen, kalten Wintern) zu gerissenen Nutztieren. Ein Konflikt, der nicht durch emotionalen Naturschutz zu lösen ist.

Wie ich bereits schon mehrfach geschrieben habe, ist sinnvoller Naturschutz vor allem Flächenschutz. Auf den Erhalten von quasi unberührten, großen und zusammenhängenden Flächen, möglichst in tropischen Gegenden, weil sich dort (feucht und warm) ein größerer Artenreichtum herausgebildet hat, sollten wir uns konzentrieren.

Das Kernproblem ist (wie bei allen ökologischen Fragen) die "humane Überbevölkerung", 600-800 Mio. Menschen könnten "naturneutral" auf unserem Planeten leben, 7 Mrd. nicht mehr..... Natrungsmittellieferungen in die Sahelzone, oder gar wirksame und günstige Malaria-Prophylaxe (http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/sonstige_fachbereiche/reisemedizin/article/803415/malariatote-gedacht.html) würde zu einer schnelleren Ausrottung der letzten Gorillas, Schimpansen und Bonobos führen. - Wie gesagt Naturschutz ist kein einfaches Thema.

Ich persönlich halte das Überleben der uns am nächsten verwandten Art, den Bonobo, für deutlich wichtiger, als......... wobei das auch nur eine zeitliche Verzögerung bringen würde. Trotz Hungerkatastrophen, Aids und Malaria wird sich die afrikanische Bevölkerung in den nächsten 35 Jahren verdoppeln..... dann gibts Elefanten, Gorillas und Bonobos nur noch in Zoos. - Im Vergleich dazu, ist der einsame (dazu auch noch männliche) Wolf im Westerwald ein Luxusproblem.
 

Sitting Bull

Unterstützendes Mitglied
War das jetzt ein Scherz, oder wie?:nixweiss
Äh, nein, das ist so. Als Hundebesitzer solltest du dann vielleicht noch mal nachlesen.
Hier z. B. mal was ähnliches: http://www.gutefrage.net/frage/jagdrecht-hunde-und-katzen-schiessen

Die Regelung ist in jedem Bundesland unterschiedlich und der Jäger/Förster/Jagdpächter muss natürlich auch nicht schießen, kann aber wenn er meint das es die Umstände rechtfertigen.
Ich kann mir schon vorstellen das es schwierig ist in der Dämmerung einen durchs Unterholz laufenden Wolf von einem Hund zu unterscheiden. Nur dann sollte er bei Zweifel eben eher nicht schießen.

Ein Wolf mag unbedeutend sein und das Grillfleisch musste ja auch mal getötet werden aber ein Wolf in unserem "Industriewald" ist ein Zeichen und den dann gleich wieder abzuschießen leider auch. Deswegen möchte ich nicht mit solchen Menschen gleichgesetzt werden nur weil ich zufällig auch ein Mensch bin.
 

Calamar

Unterstützendes Mitglied
Ein sehr schwieriges Thema.


Der Abschuß eines "genetisch wertvollen" Alpha-Keilers ist da genau so tragisch.

Ist jetzt aber gleich gar nicht vergleichbar, Wildschweine habe wir zum Säue füttern.

möglichst in tropischen Gegenden

Ist von Deiner Position aus durchaus verständlich. Nur wer wären wir denn, anderen zu diktieren, dass sie gefälligst etwas für den Naturschutz machen müssen (was wir ja ohnehin dauernd tun) während wir ruhig zuschauen wie bei uns Luchse vergiftet und Wölfe erschossen werden?

Ich persönlich halte das Überleben der uns am nächsten verwandten Art, den Bonobo .
Wie oben schon gesagt: Das eine wird ohne das andere nicht funktionieren. Wir können nicht hergehen und behaupten, dass alle anderen den Schutz ihrer Arten oder ihrer Umwelt ernst nehmen müssen, während wir es nicht schaffen unseren angestammten Arten wieder einen Platz zu geben.

Der Bonobo wird nur dann eine Chance haben wenn es uns gelingt die Egoisten eines Besseren zu belehren. Und dazu gehört, dass man Menschen, die geschützte Tiere des eigenen Vorteils willen töten vor den Kadi zerrt und zur Höchststrafe verurteilt (5 Jahre Haft).
 

Ralf S.

Unterstützendes Mitglied
Ein Wolf ist tot - bedauerlich - aber im Vergleich zur Anzahl der jährlichen Verkehrsopferunfällen an Wild oder Massentierhaltungsquälerei etc. eher unbedeutend.

Interessant sind die Tat und deren Umstände.
Unzweifelhaft wurde er gemäß dem vorliegenden Bericht erschossen, und dann einfach liegen gelassen... Warum?

Ist Fundort = Tatort? Warum wurde er nicht beseitigt oder vergraben? Mir drängt sich der Verdacht auf, dass ein Finden des Kadavers bewusst lanciert wurde. Sollten bestimmte Personen bewußt in Verdacht gebracht werden...? (Jäger, Waldbesitzer, Landwirte/Viehhalter)
Eine Lösung des Falls würde mich allein aus diesem Aspekt sehr interessieren.

Gruß
Ralf
 

dkochina

Auszeit
......die Egoisten eines Besseren zu belehren. Und dazu gehört, dass man Menschen, die geschützte Tiere des eigenen Vorteils willen töten vor den Kadi zerrt und zur Höchststrafe verurteilt (5 Jahre Haft).
Uneingeschränkte Zustimmung.

- Jedoch, Egoismus beginnt schon damit, daß man Hunde in Parks und Wäldern unangeleint laufen lässt..... wildernde Hunde und Katzen töten auch geschützte Wildtiere,

na und wenn man dann noch über die Naturflächenvernichtung für Hunde- und Katzenfutter (es gibt davon rund 13 Mio. in Deutschland) nachdenkt, beginnt der Konflikt zwischen Naturschutz und Egoismus noch viel früher.
 

fotostudio

Auszeit
Und dazu gehört, dass man Menschen, die geschützte Tiere des eigenen Vorteils willen töten vor den Kadi zerrt und zur Höchststrafe verurteilt (5 Jahre Haft).
:up:

Richtig.
Genau so wie die Asozialen Hundehalter die immer morgens, wenn ich durch das Naturschutzgebiet laufe, ihr nicht angeleinten Hunde durch `s Unterholz jagen lassen, immer....:motz:

5 Jahr für die Tierquäler, auch als Hundeeigentümer.:mad:
 

Pepper

Unterstützendes Mitglied
Ein Wolf ist tot - bedauerlich - aber im Vergleich zur Anzahl der jährlichen Verkehrsopferunfällen an Wild oder Massentierhaltungsquälerei etc. eher unbedeutend.

Interessant sind die Tat und deren Umstände.
Unzweifelhaft wurde er gemäß dem vorliegenden Bericht erschossen, und dann einfach liegen gelassen... Warum?

Ist Fundort = Tatort? Warum wurde er nicht beseitigt oder vergraben? Mir drängt sich der Verdacht auf, dass ein Finden des Kadavers bewusst lanciert wurde. Sollten bestimmte Personen bewußt in Verdacht gebracht werden...? (Jäger, Waldbesitzer, Landwirte/Viehhalter)
Eine Lösung des Falls würde mich allein aus diesem Aspekt sehr interessieren.

Gruß
Ralf
Es geht um die Intention des Schusses. Es ist schon ein Unterschied ob ein Jäger, den man berechtigt mit einer Waffe in der Gegend umher zu schlendern, einen Wolf aus reiner Schussgeilheit niederstreckt, oder ob der Wolf auffällig war, gerissen hat oder Wohngebieten zu nahe kam und ob ein reissender Wolf nicht natürlich wäre. Ein auffälliger Hund wird rigoros niedergeballert.

Letztendlich hat der Jäger das Recht zu schießen und dies aus zig verschiedenen Gründen. Ich finde es sch.... weil dies einzig und alleine dem Rot- und Schwarzwildbestand zu gute kommt, den man dann gewinnbringend niederballern darf. Kommerz pur und die Berechtigung oft minder gebildeter Menschen über Leben und Tod eines Tieres zu entscheiden. Und auch hier bestätigen die Ausnahmen die Regel und es gibt auch verantwortungsvolle, korrekte Jäger.

Wer das getan hat ist egal, sobald wieder Wölfe in unseren Wäldern auftauchen werden die Jäger und Medien schon für genügend Panik sorgen um den Abschuss zu "legitimieren".

Gruß, Peter
 

dkochina

Auszeit
...... genommen wie DNA von Neugeborenen.
Sorry OT, aber bei dem Stichwort.....

ein automatischer und flächendeckender Vaterschaftsnachweis bei Neugeborenen wäre schon spannend genug, aber die daraus resultierenden, sozialen Folgen wird sich kein Politiker freiwillig antun. :cool:
 

Stefan 24

Sehr aktives Mitglied
Wolf und Luchs im Wald haben die Menschen in der Vergangenheit derart gestört das man sie ausgerottet hat.
Schön wenn es Gruppen gibt die diese Tiere wieder frei in unseren Wäldern sehen wollen!
Aber ich bin der festen Überzeugung das die Mehrheit der Bevölkerung dagegen ist. Wer will den schon beim Sonntagsspaziergang einem wilden Tier gegenüberstehen.

Hier ist noch viel Aufklärung notwendig. Bei Jägern, Tierschützern und Spaziergängern.

PS: In unseren Wäldern läuft zZ ein Luchs umher (ausgebüchst aus seinem Gehege) hoffe er findet ein Partnerin in der neuen Freiheit. :hallo:
 

Glasbläser

Sehr aktives Mitglied
Wie kommst Du darauf? Von registrierten Waffen werden genauso wenig Laufprofile genommen wie DNA von Neugeborenen.
Das muss man auch nicht vorher machen, wäre auch zu aufwändig, das geht auch hinterher, wenn ein Projektil gefunden wurde und dieses nicht allzu beschädigt ist. Einfach die dazu passenden Waffenarten in der betreffenden Region einsammeln, von den legalen Waffen hat man ja Bestandslisten, dann einen Beschuss durchführen.
 

Pepper

Unterstützendes Mitglied
Wolf und Luchs im Wald haben die Menschen in der Vergangenheit derart gestört das man sie ausgerottet hat.
Schön wenn es Gruppen gibt die diese Tiere wieder frei in unseren Wäldern sehen wollen!
Aber ich bin der festen Überzeugung das die Mehrheit der Bevölkerung dagegen ist. Wer will den schon beim Sonntagsspaziergang einem wilden Tier gegenüberstehen.
Ich glaube da hast Du leider recht damit.
 

Schnappschuß

Sehr aktives Mitglied
Wie kommst Du darauf? Von registrierten Waffen werden genauso wenig Laufprofile genommen wie DNA von Neugeborenen.
Da Waffen in Deutschland schon sehr lange ( ca. 1914) beschossen werden müssen, gibt es diese Waffen DNA, bei Pistolen / Revolver und Büchsen!
Das ist auch in unseren Nachbarländern so, auch das Importe beschossen sein müssen, bevor sie hier in den Handel gelangen.

Erstmal benötigen sie das Geschoss, damit lässt sich das Kaliber feststellen
und es geht dann Schritt für Schritt bis zur Serie des Herstellers, die man eingrenzt und dann die eigentliche Waffe!

Jetzt müssen sie aber erst mal den Wald auf den Kopf stellen und das man was findet glaube ich nicht.

Gruß Ralf
 
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