Wolf im Westerwald erschossen


Nikmate

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Hi,

irgendwie ist es immer das gleiche, wenn ein derartiger Thread eröffnet wird: Böse Jäger stehen bösen und nachlässigen Hundehaltern gegenüber.

Bin kein Jäger sondern Hundehalter. Habe immer mal wieder mit Jägern zu tun, da ich mit meinem Hund auch im Wald -grundsätzlich- auf den Wegen Rad fahre und Gassi gehe. Bisher hat kein Jäger bemängelt, dass ich meinen Hund grundsätzlich nicht anleine (auch wenn wir in der Gemeinde eine rechtswidrige Hundesatzung haben). Im Gegenteil wir wurden eher gewarnt, dass eine Rotte Wildschweine mit Jungen und der Nähe sei und wir daher auf den Hund achten sollten. Sehr positiv!

Auf der anderen Seite halte ich die Erlaubnis in den Jagdgesetzen, Haustiere unter gewissen Voraussetzungen abschießen zu dürfen für verfehlt. Es passieren immer wieder entweder Unfälle, weil ein Jäger einen Hund für einen Fuchs hält -meist bei älteren Jägern. Und wie viel Wild kommt denn wirklich durch Hunde zu Schaden? Gibt es da Statistiken? Ich kenne keine.

Was es aber gibt, sind Statistiken, wie viele Kitze jährlich durch Erntemaschinen getötet werden. Mindestens 100.000! Wie viel Wild kommt durch den Autoverkehr um? Ebenfalls Hunderttausende Stück. Erschießt man deswegen Bauern und Autofahrer, mal ganz provokativ gefragt? Nein, natürlich nicht. Die Statistik wird schlicht hingenommen und ad acta gelegt. Wenn aber ein Hund EIN armes Bambi jagt, stellt und tötet geistert das tagelang durch die Gazetten.

Meines Erachtens dürften Haustiere nicht geschossen werden. Egal, ob sie jagen oder nicht. Der echte Schaden -im übrigen für wen? die Natur? es gibt eh viel zu viel Wild in unserer Kulturlandschaft. die Jäger? die kommen doch schon nicht mit der Erfüllung der Abschussquoten hinterher- ist so gering, dass er praktisch nicht einmal merklich ist.

Leben und leben lassen ist sicher das Beste. In diesem Sinne

Cheers, Nik
 
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Bonisto

Registrierte Benutzer_B
Aha, wenn dem Hundehalter die Satzung nicht gefällt, ist sie rechtswidrig. Und den Hund im Wald grundsätzlich nicht anzuleinen ist erst recht nicht OK.
Mit diesser Einstellung sollte man den Zeigefinger gar nicht erst erheben.
 

smashIt

Unterstützendes Mitglied
Und wie viel Wild kommt denn wirklich durch Hunde zu Schaden?
mit hunden hab ich keine erfahrung, aber mit katzen
was die bei uns an geköpften fröschen zurücklassen is nicht mehr schön
und den bodenbrütern gehts sicher nicht viel besser als den lurchen

vondaher hab ich vor allem in schutzgebieten kein problem damit wenn herumstreunende haustiere geschossen werden
 

Nikmate

Unterstützendes Mitglied
Aha, wenn dem Hundehalter die Satzung nicht gefällt, ist sie rechtswidrig. Und den Hund im Wald grundsätzlich nicht anzuleinen ist erst recht nicht OK.
Mit diesser Einstellung sollte man den Zeigefinger gar nicht erst erheben.
Eine Satzung, in der Leinenzwang im gesamten Gemeindegebiet verordnet wird, ohne dass Ausgleichsflächen ausgewiesen werden, wo Hunde frei laufen dürfen verstößt gegen das (Bundes-)Tierschutzgesetz und ist damit rechtswidrig. Das hat nix mit Gefallen zu tun.

Den Hund grundsätzlich frei -ohne Leine- laufen zu lassen, lässt Ausnahmen zu.

Welchen Zeigefinger? Leben und leben lassen hat damit wohl kaum was zu tun.
 

Nikmate

Unterstützendes Mitglied
mit hunden hab ich keine erfahrung, aber mit katzen
was die bei uns an geköpften fröschen zurücklassen is nicht mehr schön
und den bodenbrütern gehts sicher nicht viel besser als den lurchen

vondaher hab ich vor allem in schutzgebieten kein problem damit wenn herumstreunende haustiere geschossen werden
Äh, Tiere wissen nicht wo "Schutzgebiete" sind. Wie soll man Feigänger-Katzen reglementieren?. Am besten wird sein, man verbietet Haustierhaltung überhaupt, dann haben weder die Jäger, noch die ach so gebeutelte Natur weitere Probleme.

Dass dann mehr als 10 Milliarden Euro Umsatz/Jahr, die die Haustierbranche mindestens erwirtschaftet, mit allen Folgen wie hunderttausenden Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen ebenfalls verloren gehen, vergisst man schnell Und: Sind die Frösche wegen Haustieren vom Aussterben bedroht? Oder die Bodenbrüter? Sicher nicht, wohl aber durch das zubetonieren der Landschaft und die fortschreitende Umwandlung von Brachen in Äcker, Wiesen und Felder.

Du hast offenbar kein Haustier und gehst nicht mit einem Hund Gassi. Dich möchte ich sehen, wenn du deine Katze rufst, sie nicht kommt und du sie vielleicht von ´zig Schrotkugeln getroffen, verendend in der Nähe deines Garten findest, wohin sie sich noch geschleppt hat; oder dein Hund im Wald mal 20 Meter weg ist und dir plötzlich die Kugeln um die Ohren fliegen. Schöne Vorstellung oder?
 

smashIt

Unterstützendes Mitglied
Äh, Tiere wissen nicht wo "Schutzgebiete" sind. Wie soll man Feigänger-Katzen reglementieren?.
deswegen muss der mensch hier auch reglementierend eingreifen
ob es dem tierhalter gefällt oder nicht

Am besten wird sein, man verbietet Haustierhaltung überhaupt, dann haben weder die Jäger, noch die ach so gebeutelte Natur weitere Probleme.
am besten wäre man würde konsequent die geltenden haltungsbestimmungen durchsetzen

was meinst du wie viele leute ihren katzen und hunden genug auslauffläche bieten können wenn sie mal nicht ganz europa dazu erklären?

Dass dann mehr als 10 Milliarden Euro Umsatz/Jahr, die die Haustierbranche mindestens erwirtschaftet, mit allen Folgen wie hunderttausenden Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen ebenfalls verloren gehen, vergisst man schnell
wirtschaftliche interessen haben beim thema artenschutz nichts verloren
in den meisten fällen sind sie gerade die ursache des problems

Und: Sind die Frösche wegen Haustieren vom Aussterben bedroht? Oder die Bodenbrüter? Sicher nicht, wohl aber durch das zubetonieren der Landschaft und die fortschreitende Umwandlung von Brachen in Äcker, Wiesen und Felder.
verlust des lebensraums spielt eine grosse rolle
dadurch drängen sich aber die verbleibenden exemplare in den letzten zufluchtsstätten und sind dort besonders gefährdet durch wildernde haustiere

hier was aus uk das ich auf die schnelle gefunden hab:
http://www.mammal.org.uk/index.php?option=com_content&view=article&id=256&Itemid=289

mit "influence of cats on wildlife" spuckt die glasgoogle einiges aus

Du hast offenbar kein Haustier und gehst nicht mit einem Hund Gassi. Dich möchte ich sehen, wenn du deine Katze rufst, sie nicht kommt und du sie vielleicht von ´zig Schrotkugeln getroffen, verendend in der Nähe deines Garten findest, wohin sie sich noch geschleppt hat; oder dein Hund im Wald mal 20 Meter weg ist und dir plötzlich die Kugeln um die Ohren fliegen. Schöne Vorstellung oder?
hab ich kein problem damit
 

trekki

Unterstützendes Mitglied
Ich gebe zu, das Wolf-Thema etwas in eine andere Bahn gelenkt zu haben.

Aber Argumente wie von Nikmate, dass andere sich noch schlechter benehmen als er selbst und daher keine Einsicht in das Problem da ist, ist doch sehr typisch für das Hundehalterbild, was ich bisher habe. Das "ich zahle doch Steuern für den Hund also darf ich überall dessen (=die des Hundehalters) Sch.... liegen lassen" - Argument fehlt hier noch. :wall:

Als Neuling hier im Forum ist es doch schön zu sehen, dass hier auch nur mit Wasser gekocht wird und ganz normale Menschen schreiben.

trekki, der bekennende nicht-Hunde-Halter
 

trekki

Unterstützendes Mitglied
[MENTION=17423]panda[/MENTION]: sprich doch einfach mal Hundehalter an, die ihre Hunde Ausscheidungen auf den Weg platzieren lassen. Den Spruch wirst Du bestimmt hören. Über die nach Pisse stinkenden Mauern, Pfähle und Bäume möchte ich erst gar nicht schreiben.

Du kannst natürlich auch vor solchen Dreckschleudern den Kopf in den Sand stecken und weiterhin glauben, dass es diese Sprüche nicht gibt. Wobei ich dies für Dumm halte. Aber da haben wir wohl unterschiedliche Meinungen.
 

schneemann

NF-F Premium Mitglied
Äh, Tiere wissen nicht wo "Schutzgebiete" sind. Wie soll man Feigänger-Katzen reglementieren?. Am besten wird sein, man verbietet Haustierhaltung überhaupt, dann haben weder die Jäger, noch die ach so gebeutelte Natur weitere Probleme.
Möglicherweise könnte man eine Sperrzeit für Freigängerkatzen einführen, analog zum Leinenzwang von Hunden oder der Sperrzeit für Brieftauben?

Dass dann mehr als 10 Milliarden Euro Umsatz/Jahr, die die Haustierbranche mindestens erwirtschaftet, mit allen Folgen wie hunderttausenden Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen ebenfalls verloren gehen, vergisst man schnell
Wenn das finanzielle Argument zählen sollte würde man in Deutschland sicher keine Atomkraftwerke abschalten, Bahntrassen wegen Grosstrappen umlegen, Universitätsneubauten wegen Feldhamstern verhindern und ähnliches. Naturschutz ist ein Luxus, der Geld kostet. Wieviel Geld wir dafür aufwenden wollen oder können ist eine andere Frage.

Und: Sind die Frösche wegen Haustieren vom Aussterben bedroht? Oder die Bodenbrüter? Sicher nicht, wohl aber durch das zubetonieren der Landschaft und die fortschreitende Umwandlung von Brachen in Äcker, Wiesen und Felder.
Der Einfluß von Hauskatzen auf Kleintiere sollte nicht unterschätzt werden. Als Quelle nenne ich mal: http://www.komitee.de/content/vogelschutz-praktisch/hauskatzen-und-vogelschutz, wo man von etwa 150 Millionen Wildvögeln im Jahr für Deutschland ausgeht. Interessanterweise findet der Verein das gar nicht annähernd so schlimm. Zumindest weitaus weniger schlimm als die geschätzten 100 Millionen durch legale und illegale Jagd getöteten Wildvögel in ganz Europa. Satire: Was meine Katze darf, sollte dem Italiener verboten werden!


Du hast offenbar kein Haustier und gehst nicht mit einem Hund Gassi. Dich möchte ich sehen, wenn du deine Katze rufst, sie nicht kommt und du sie vielleicht von ´zig Schrotkugeln getroffen, verendend in der Nähe deines Garten findest, wohin sie sich noch geschleppt hat; oder dein Hund im Wald mal 20 Meter weg ist und dir plötzlich die Kugeln um die Ohren fliegen. Schöne Vorstellung oder?
Dich möchte ich sehen, wenn Du Deinen Garten mit Nistkästen, Vogelfütterungen und Fotoverstecken ausgestaltest und sämtliche kleinen Vöglein leise fiepend im Rachen der Nachbarskatze verenden.

Der Sandkasten Deiner Kinder ist obendrein wegen Katzenkacke unbenutzbar und Dein Vorgarten stinkt bestialisch, weil Ihn die Kater des Dorfes als Schwarzes Brett zum Austausch von Neuigkeiten verwenden.

Die selben Kater übrigens, die Dich mittels Ihrer zarten Minnegesänge im Sommer zwingen mit geschlossenem Fenster zu schlafen.

Jedes Ding hat mehrere Seiten, denk mal drüber nach!

Grüsse
Heiko
 

scubapro

Unterstützendes Mitglied
Der Sandkasten Deiner Kinder ist obendrein wegen Katzenkacke unbenutzbar und Dein Vorgarten stinkt bestialisch, weil Ihn die Kater des Dorfes als Schwarzes Brett zum Austausch von Neuigkeiten verwenden.
Die Kinder, die zur Abendessenszeit nervtötend schreien und quieken sowie mich mit ihrem Lärm tagsüber zwingen, bei geschlossenem Fenster zu arbeiten?

Jedes Ding hat mehrere Seiten, denk mal drüber nach!
Eben.


Ein wenig mehr Toleranz gegenüber Anderen, Andersdenkenden und ganz einfach Dingen, die man selbst nicht nachvollziehen kann, Anderen aber wichtig sind stünde nicht nur diesem Thread, sondern auch unserer Gesellschaft gut zu Gesicht!
 

Nikmate

Unterstützendes Mitglied
Möglicherweise könnte man eine Sperrzeit für Freigängerkatzen einführen, analog zum Leinenzwang von Hunden oder der Sperrzeit für Brieftauben?


Wenn das finanzielle Argument zählen sollte würde man in Deutschland sicher keine Atomkraftwerke abschalten, Bahntrassen wegen Grosstrappen umlegen, Universitätsneubauten wegen Feldhamstern verhindern und ähnliches. Naturschutz ist ein Luxus, der Geld kostet. Wieviel Geld wir dafür aufwenden wollen oder können ist eine andere Frage.


Der Einfluß von Hauskatzen auf Kleintiere sollte nicht unterschätzt werden. Als Quelle nenne ich mal: http://www.komitee.de/content/vogelschutz-praktisch/hauskatzen-und-vogelschutz, wo man von etwa 150 Millionen Wildvögeln im Jahr für Deutschland ausgeht. Interessanterweise findet der Verein das gar nicht annähernd so schlimm. Zumindest weitaus weniger schlimm als die geschätzten 100 Millionen durch legale und illegale Jagd getöteten Wildvögel in ganz Europa. Satire: Was meine Katze darf, sollte dem Italiener verboten werden!

Dich möchte ich sehen, wenn Du Deinen Garten mit Nistkästen, Vogelfütterungen und Fotoverstecken ausgestaltest und sämtliche kleinen Vöglein leise fiepend im Rachen der Nachbarskatze verenden.

Der Sandkasten Deiner Kinder ist obendrein wegen Katzenkacke unbenutzbar und Dein Vorgarten stinkt bestialisch, weil Ihn die Kater des Dorfes als Schwarzes Brett zum Austausch von Neuigkeiten verwenden.

Die selben Kater übrigens, die Dich mittels Ihrer zarten Minnegesänge im Sommer zwingen mit geschlossenem Fenster zu schlafen.

Jedes Ding hat mehrere Seiten, denk mal drüber nach!

Grüsse
Heiko
Heiko, ich denke darüber dauernd nach, bin bei Sea Sheperd, Vier Pfoten und PETA aktiv. Was den Tierschutz angeht, brauchst du mir also nichts zu erzählen.

Wir haben in Deutschland keine Haltungsbeschränkungen für Haustiere, bis auf zum großen Teil rechtswidrige, weil "tierschutzrelevante" Hundesatzungen. Das auf der einen Seite. Auf der anderen Seite haben wir die generelle Erlaubnis zum Abschuss von Haustieren. Da passt was nicht.

Die Zahlen aus England kenne ich. Die sind nicht empirisch ermittelt, was auch gar nicht möglich ist, sondern Schätzungen. Selbst wenn man sie als richtig ansehen würde, wird dort auch nicht gesagt, dass Wildtiere wegen Haustieren vom Aussterben bedroht sind. Fakt ist und bleibt, dass mehr Wildtiere ihren Lebensraum durch den Menschen, seine Siedlungs- Agrar- Forst- und Wirtschaftspolitik verlieren, als von Haustieren getötet werden.

Und nochmals: Wer kann mir sagen, wie viele von den Millionen Bambis, Osterhäschen und anderen pussierlichen Tierchen, die jährlich mindestens 150 Millionen Euro "Wildschäden" in Wald und Flur verursachen, von Hunden gewildert werden? Solange es da keine verläßlichen Zahlen gibt, ist es eine Schande, dass eine Gruppe die offenbar gute Lobbyarbeit verrichten läßt, es geschafft hat, eine völlig sinnlose Abschusserlaubnis normieren zu lassen.
 

dkochina

Auszeit
Ein wenig mehr Toleranz gegenüber Anderen, Andersdenkenden und ganz einfach Dingen, die man selbst nicht nachvollziehen kann, .......
Ganz aktuell von gestern Abend. Parkte, es war schon dunkel, seitlich vom Haus auf einem Schotterparkplatz und trete beim Aussteigen in frische, dicke Hundekacke. Sorry für die Formulierung, ich finde so was oberscheiße und völlig asozial.

Wer unbedingt einen Hund in der Stadt, dann auch noch in einer Wohnung, ohne artgerechten Auslauf halten will, sollte zumindest die notwendigen Utensilien dabei haben, um die Absonderungen seines Pfiffis sofort und vollständig wegzuräumen. Ich habe recht wenig Toleranz für frische, stinkende Hundekacke an meinen Schuhen. :motz:

Wer Toleranz einfordert, sollte sich zunächst bemühen, die Allgemeinheit so wenig, wie möglich, zu stören. (Das gilt natürklich auch für schlecht erzogenen Kinder).
 

scubapro

Unterstützendes Mitglied
Wer Toleranz einfordert, sollte sich zunächst bemühen, die Allgemeinheit so wenig, wie möglich, zu stören. (Das gilt natürklich auch für schlecht erzogenen Kinder).
Deshalb haben wir in der Stadt auch immer Kacktüten dabei. Im Wald ist das was Anderes, aber da macht er nicht auf den Weg (das würde ich auch wegräumen) sondern ins Unterholz.

Wenn allerdings eine Stadt aus Sparwahn (fast) alle Mülleiner abbaut, lasse ich es auch liegen. Ich trage dann doch keine zwei Kilometer eine volle Tüte mit mir rum. Im Übrigen rege ich mich als Hundebesitzer selbst auf, wenn die werten Kollegen Hundehalter die Hinterlassenschaften auf den Wegen liegen lassen. Das gehört sich einfach nicht.
 

schneemann

NF-F Premium Mitglied
Wir haben in Deutschland keine Haltungsbeschränkungen für Haustiere, bis auf zum großen Teil rechtswidrige, weil "tierschutzrelevante" Hundesatzungen. Das auf der einen Seite. Auf der anderen Seite haben wir die generelle Erlaubnis zum Abschuss von Haustieren. Da passt was nicht.
1. Relevant sind diese Hundesatzungen aber höchstens für den Schutz der eingeschränkten Haustiere. Aus Sicht der Wildtiere ist es anders herum. Wobei es diese Hundesatzungen vermutlich nicht gäbe, wenn sich alle Hundehalter verantwortungsvoll verhalten würden. Selbstverständlich bin ich bei Dir dass kein Hund drei Monate nur an der Leine geführt werden sollte. Insofern sind spezielle Auslaufgebiete natürlich toll. In jeder Feldmark, gibt es Bereiche, wo Hunde auch gar nicht stören.
2. Ich kenne trotz Jagdschein keine generelle Erlaubnis zum Haustierabschuss. Nur länderspezifisch verschiedene Regelungen, wann der Abschuss erlaubt bzw. gerechtfertigt bzw. erforderlich ist.

Die Zahlen aus England kenne ich. Die sind nicht empirisch ermittelt, was auch gar nicht möglich ist, sondern Schätzungen. Selbst wenn man sie als richtig ansehen würde, wird dort auch nicht gesagt, dass Wildtiere wegen Haustieren vom Aussterben bedroht sind. Fakt ist und bleibt, dass mehr Wildtiere ihren Lebensraum durch den Menschen, seine Siedlungs- Agrar- Forst- und Wirtschaftspolitik verlieren, als von Haustieren getötet werden.
Laut meiner Quelle eben nicht. Jährlich 100Mio. Vögel Europaweit gejagt, 150 Mio. in Deutschland von Katzen erbeutet. Das Verhältnis ist so eindeutig, daß selbst größere Fehlschätzungen es in seiner Aussagekraft nicht beeinträchtigen dürften. Ich bin darüber hinaus der Meinung, daß die Katzenstrecke seriöser hergeleitet ist als die Jagdstrecke.

Und nochmals: Wer kann mir sagen, wie viele von den Millionen Bambis, Osterhäschen und anderen pussierlichen Tierchen, die jährlich mindestens 150 Millionen Euro "Wildschäden" in Wald und Flur verursachen, von Hunden gewildert werden? Solange es da keine verläßlichen Zahlen gibt, ist es eine Schande, dass eine Gruppe die offenbar gute Lobbyarbeit verrichten läßt, es geschafft hat, eine völlig sinnlose Abschusserlaubnis normieren zu lassen.
Hast Du verlässliche Zahlen, wie viele der harmlosen Haustiere in Deutschland erschossen werden?
Hast Du verlässliche Zahlen, wieviele streunende Haustiere in Deutschland überfahren werden?
Wenn ich meine Katze liebte, würde ich Sie dem Risiko des Überfahren- oder geschossen oder des anderweitig getötet werdens nicht aussetzen. Mache ich mit meinem Hund ja auch nicht.

Solange mir keiner ein sachliches Argument liefern kann, warum es in Ordnung ist, wenn Haushunde und Hauskatzen Wildtiere jagen, finde ich die Abschusserlaubnis gar nicht so sinnlos.

Generell argumentieren ja BUND und NABU auch immer sehr gegen die Jagd, insbesondere auf Fuchs und Co. Mittlerweile haben aber einige Praktiker draußen bemerkt, daß Sie mit Ihren Rebhuhn- und Wiesenbrüterprogrammen hauptsächlich Fuchsfutter produzieren. Dann kommt es zuweilen vor, daß die örtliche NABU Verantwortliche den örtlichen Jäger um Hilfe bittet. Sehr zum Leidwesen seiner "Vorgesetzten".

Grüsse
Heiko Editiert wegen mißverständlicher bzw. unpräziser Formulierung
 
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