ich schlussfolgere anhand der Flagge: Burkina Faso
Ja - der viereckige Karren des Getränkeflaschenverkäufers weiter hinten ist mit dem Motiv der Landesflagge bemalt.
Er wird mit seinen in der Wertschöpfungskette höher angesiedelten Produkten auch ein bißchen besser verdienen als sein Kollege mit dem fahrbaren Wasserfass ...
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Kurz nach dieser Aufnahme wurde ich verhaftet.
Ein kurzärmlig und unauffällig grau Uniformierter erschien mit seinem Mofa, kam auf mich zu und bat mich, doch mitzukommen.
Auf dem Gepäckträger sitzend musste ich mich in den Kurven an seiner Taille festhalten und auf dem Polizeipräsidium ein paar Fragen beantworten.
Schließlich hatte ich ohne Fotografier-Erlaubnis fotografiert.
Und lange in einem Straßenbüdchen gesessen, Notizen in ein kleines rotes Büchlein gemacht und Fotos.
Ich stellte mich dumm - ich käme aus Côte d'Ivoire, und da bräuchte man sowas nicht.
Eine Fotografier-Erlaubnis, so teilte man mir mit, bekäme ich beim Haut-Commissariat. Wohin man mich auch begleitete.
Beim Hoch-Kommissar persönlich angelangt, verwies der mich an den Bürgermeister.
Ich also zum Rathaus.
Landete letztendlich beim Chef der immerhin zweitgrößten Stadt des Landes, der mich nach einer netten Unterhaltung an das Haut-Commissariat verwies - dort bekäme ich meine gewünschte Fotografier-Erlaubnis.
Ich war in Afrika, der Tag war also rum.
Ich beschloss dann für mich, dass ich eigentlich gar keine Fotografier-Erlaubnis mehr haben wollte und habe es in den folgenden Wochen d'rauf ankommen lassen.
Mein Vorname erwies sich in diesem Land übrigens manches Mal als hilfreiches Entspannungsmoment zu Beginn von Gesprächen, war er doch derselbe wie der des ehemaligen und zum Zeitpunkt meiner Reise noch sehr populären Thomas Sankara.
Burkina Faso - Menschen und ein Land, an das ich mich gerne erinnere.
So, nach dieser kleinen Anekdote zwischendurch frage ich Dich, Roland:
Willst Du mir zeigen, wo Du warst?