Wieso gibt es keine D700 RT?

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Warum denn einen halb-transparenten-Spiegel. Im digitalen Zeitalter kann mann dann den Spiegel auch gleich weglassen und was im Stile der Panasonic G1 bauen. Da gibts auch keinen Spiegelschlag und der elektronische Sucher der G1 ist exzellent. Besser kann so ein verdunkelter RT-Sucher auch nicht sein...
 
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Der Nachteil wäre nur der Lichtverlust (...)
Oder?

Beim Einsatz eines "halbtransparenten" Spiegels muß das durch das Objektiv einfallende Licht (100%) irgendwie in zwei Portionen geteilt werden, die dann einerseits auf den Sensor und andererseits durch das Prisma ins Auge fallen.

Wenn der Spiegel so konstruiert ist, dass er (ohne Verlust!) 50% durchläßt und 50% reflektiert, verliere ich jeweils eine volle Blende auf dem Sensor und im Sucher. Bei der heutigen Sensibilität der Sensoren wäre das vielleicht zu verschmerzen, aber der Verlust einer vollen Blende im Sucher wäre für mich ein ziemliches KO-Kritierium.

Wichtiger noch ist aber meiner bescheidenen Ansicht, daß hier oft genug leidenschaftlich über Sinn und Unsinn von UV- oder Neutralglasfiltern gestritten wird. So ein halbdurchlässiger Spiegel müßte schon verdammt genial konstruiert sein, damit er die optische Leistung nicht deutlich stärker als jeder Filter beeinträchtigt!

Da erscheint es mir doch sinnvoller, auf den Spiegel und den optischen Sucher gleich komplett zu verzichten. Dann hab ich zwar nur noch 'ne "Kamera" (ohne den Vornamen "Spiegelreflex"), aber was soll's.

Grüße,
Klaus
 
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Ah, ein konstruktiver Beitrag, gute Idee.:winkgrin:


Da bin ich mir allerdings nicht so sicher: Ein Filter sitzt VOR dem Objektiv und ist dem Streulicht ziemlich schutzlos ausgeliefert. Im Inneren der Kamera hat man nicht so viel davon (Streulicht). Ich glaube nicht, dass es heutzutage besonders schwer ist, einen entsprechenden Spiegel herzustellen.

Anscheinend wäre die Nische für die Kamera aber deutlich kleiner als ich vermutet habe.

Grüße,
Matthias
 
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Die Antwort, warum ein teildurchlässiger Spiegel auch heute noch vorteilhaft wäre, wird Dir klar, wenn Du das erste Mal mit einem elektronischen Sucher die Wirkung eines Polfilters beurteilen willst - das klappt nämlich nicht! (Übrigens wegen der bemängelten einen Blende Helligkeit im Sucher - ein Polfilter schluckt bis 2 Blenden, ohnedas Du im dunkel - suchermässig - stehst). Ein fester Spiegel hätte aber u.U. den Vorteil, das der komplette Spiegelkasten abgedichtet würde und der Sensor keiner Reinigung mehr bedarf und das Auslösegeräusch würde deutlich reduziert. Der Verschluss ist übrigens immer noch zuhören, es sei denn, auch hier würde man auf einen elektronischen Verschluss übergehen.
Bei Aufnahmen, die ein dezentes Vorgehen des Fotografen erfordern, wäre dieser Kameratyp ein echter Segen! Das wäre aber - zumindest teilweise - das Aus für eine Rangefinderkamera a la M8.2.

Helmut
 
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Letzteres käme mir auch nie in den Sinn, daher halte ich die "Live-View"-Funktion an der Kamera selbst für verzichtbar (im Gegensatz zu einer Video-Funktion an einer SLR, die absolut überflüssig ist ). Aber zusammen mit Camera-Control-Pro im Studio, denke ich, hat der Live-View durchaus seine Berechtigung, weil man das Bild am angeschlossenen Monitor viel besser beurteilen kann (schon vor der Aufnahme).

Gruss,
Martin
 
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Die Antwort, warum ein teildurchlässiger Spiegel auch heute noch vorteilhaft wäre, wird Dir klar, wenn Du das erste Mal mit einem elektronischen Sucher die Wirkung eines Polfilters beurteilen willst - das klappt nämlich nicht! (

Aha? Interessant, dessen war ich mir nicht bewusst, hab es aber auch nie ausprobiert. Warum ist das so? Irgendwie kann ich mir das nicht so richtig vorstellen. Der elektronische Sucher nimmt ja, genau wie das LCD bei ner Kompakten, das Bild direkt vom Sensor, da muesste also auch der Effekt eines jeglichen Filters sichtbar werden...oder mach ich da einen Denkfehler?
 
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Bei Aufnahmen, die ein dezentes Vorgehen des Fotografen erfordern, wäre dieser Kameratyp ein echter Segen! Das wäre aber - zumindest teilweise - das Aus für eine Rangefinderkamera a la M8.2.

Wenn es so einfach wäre, gäbe es das Leica-M-System schon seit 40 Jahren nicht mehr.

Wie gesagt, bereits 1965 gab es die Canon Pellix, 1966 die verbesserte Canon Pellix QL mit Film-Schnellladesystem. Zur Olympiade in München 1972 gab es eine kleine Serie der Canon F1 High Speed mit Motorantrieb und einer Bildfrequenz von 9 Bildern pro Sekunde. Dann war erstmal Ruhe, aber 1984 erschien die Canon F1 High Speed Motor Drive, eine Sonderversion von Canon's damaligem Spitzenmodell F1-N, die dank des fest montierten Spiegels und des besonders schnellen Motorantriebs eine Bildfrequenz von 14 Bildern pro Sekunde schaffte.

Ab 1987 erschien die erste Canon EOS (650), und bereits 2 Jahre später kam die EOS RT als erste Autofocuskamera mit festem Spiegel, abgeleitet von der EOS 630. 1995 dann der absolute Hammer in Gestalt der Canon EOS 1N RS. Interessant ist, dass diese Super-Kamera trotz ihrer hochgezüchteten Technik "nur" 10 Bilder pro Sekunde schaffte und damit langsamer war als der Vorvorgänger auf F1-N-Basis.

Trotz des massiven Engagements des Giganten Canon in Sachen Spiegelreflexkamera mit festem Spiegel: das Konzept ist nie aus seiner kleinen Nische herausgekommen. Die Leica M gibt es immer noch, sogar digital, eine EOS D RT oder RS gibt es hingegen nicht. Klar: die Fans dieses Kamerakonzepts erwarten eine deutlich höhere Bildfrequenz als die der aktuellen EOS 1D Mark III. Doch da setzt heute nicht mehr der Schwingspiegel die Grenzen, sondern die Elektronik in Gestalt von A/D-Wandler und Pufferspeicher.

Gruß
Uwe
 
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Aber zusammen mit Camera-Control-Pro im Studio, denke ich, hat der Live-View durchaus seine Berechtigung, weil man das Bild am angeschlossenen Monitor viel besser beurteilen kann (schon vor der Aufnahme).

das ist ein argument das ich sogar nachvollziehen kann... aber studiofotografie ist nicht wirklich mein ding...
 
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BTW, auch von Nikon gab es SLRs mit "Pellicle Mirror": die Nikon F2 High Speed, Sondermodell anlässlich der Olympiade in Montreal 1976, und die Nikon F3 High Speed zur Olympiade in Nagano im Jahr 1998.

Interessant ist, was Stephen Gandy in seinem Artikel zur F2H über die Reinigung des Spiegels schreibt: niemals den Spiegel selbst reinigen, sondern die Kamera zur Reperatur bringen. Selbst kleinste Kratzer oder Schmutzrückstände im Spiegel stören den Strahlengang und können die Bildqualität verschlechtern. Vielleicht mit ein Grund, warum sich das Konzept nicht durchsetzen konnte. Wer - wie ich - einige ältere Spiegelreflexkameras besitzt, weiß, wie deren Spiegel manchmal aussehen. Solange der Spiegel nur zum Betrachten des Motivs dient und vor der Aufnahme hochklappt, sind Kratzer, Schmutz, Beschlag oder Korrosion nicht weiter schlimm. Aber sonst ... Nein Danke!

Gruß
Uwe
 
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Die optische Wirkung eines Polfilters ist in der Regel an der Helligkeitsveränderung wahrnehmbar - alle mir bekannten elektronischen Displays und Sucher gleichen diesen Helligkeitswert automatisch aus und eliminieren diesen damit.

Helmut
 
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Daswar eine Sony-Enrwicklung,diese Sache mit dem halbtransparenten Spiegel und kam bei Sonys erster Digitalcam zum Einsatz.
Aber Sony hat dieses Konzept schon beim Nachfolger wieder fallen gelassen,

canon hatte bereits anfang der 70er von der F1 ne highspeedcamera mit festem, teildurchlässigem spiegel. wenn ich mich recht erinnere mit 8 bildern/sec. über ein spezielles steuergerät konnte man 2 kameras synchronisieren. war alledings nur im technisch/wissenschaftlichen bereich interessant.

gruß
ulli
 
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BTW, auch von Nikon gab es SLRs mit "Pellicle Mirror": die Nikon F2 High Speed, Sondermodell anlässlich der Olympiade in Montreal 1976, und die Nikon F3 High Speed zur Olympiade in Nagano im Jahr 1998.

Danke für die interessanten Links! Ich wusste gar nicht, daß Nikon in diesem Bereich auch schon aktiv war.


Eigentlich dachte ich, daß die Reinigung eines Spiegels heutzutage auch nicht schwieriger sein sollte als die Reinigung eines Sensors bzw. des Filters davor. Möglicherweise entsteht das Problem dadurch, daß der Spiegel schräg eingebaut ist.!?

Gruß
Matthias
 
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Das dürfte ein Grund sein. Zusätzlich befindet sich der Spiegel zwischen der Hinterlinse und dem Sensor in einem Breich, in dem auch kleine Kratzer oder Schmutzpartikel den Strahlengang massiv stören können.

Gruß
Uwe
 
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