Wenn die alten Kenntnisse wieder gefragt sind ...

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volkerm schrieb:
Schon alles vergessen, was in der DuKa passiert? Mit S/W Filmen habe ich noch mehr Belichtungsspielraum als digital und durch die Auswahl der Papiergradation kann ich das Bild in sehr weiten Grenzen nach Bedarf abziehen. Ausschnitte? Na klar, auch das. Das ist doch analog kein bisschen anders.

Schon richtig, aber nicht jeder hat eine Dunkelkammer, und wenn man mal von den zu erwartenden Ergebnissen ausgeht, die ein (gutes) noch bezahlbares Labor als Standart liefert, (und damit müssen alle nicht Laborbesitzer erstmal zufrieden sein), sieht die Sache schon etwas anders aus.
Das erste, was ich nach Umstieg auf Digital erkennen musste war, das "Out of the Cam" fürs Knipsen reicht, für mehr nicht! Der Wunsch nach Besserem öffnete die Tür zur EBV, und im Angesicht der erforderlichen Hard / Software und des zu bewältigenden Lernprozesses stellt sich dann für manchen auch die Frage, :"wieviel Qualität brauch ich eigentlich tatsächlich?", und, bin ich bereit, soviel Geld fürs Geschirr (wozu auch die sich ständig verbessernden D-Kameras Zählen) und soviel Zeit vor dem Bildschirm zwecks a) Lernen und b) Bearbeiten zu verbringen?
Für Profis stellt sich diese Frage nicht, weil sie in den meisten Fällen wohl keine Wahl haben. Für den sogenannten "engagierten Amateur" schon.
Ich muss mir an irgendeiner Stelle die Frage stellen. Was will ich?
Meine Antwort: Fotografieren mit der gleichen Freude wie früher, aber ohne Tage / Nächte am Bildschirm zu hocken.

Und, Freude an den Ergebnissen, deren Qualität in den allermeisten Fällen vom Bildinhalt mehr bestimmt wird als von einer noch so ausgefeilten (nach)Bearbeitung
 
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dongil schrieb:
Ich muss mir an irgendeiner Stelle die Frage stellen. Was will ich?
Meine Antwort: Fotografieren mit der gleichen Freude wie früher, aber ohne Tage / Nächte am Bildschirm zu hocken.

die frage muss sich jeder für sich selbst stellen und jeder wird wohl zu einem anderen ergebnis kommen... mir macht das fotografieren zum beispiel heute, mit digitaltechnik, mit der möglichkeit der nachbearbeitung mit sofortiger bildkontrolle viel mehr spass als früher

dongil schrieb:
Und, Freude an den Ergebnissen, deren Qualität in den allermeisten Fällen vom Bildinhalt mehr bestimmt wird als von einer noch so ausgefeilten (nach)Bearbeitung

1. niemand hindert dich daran, digital bildinhalte zu präsentieren...
2. niemand zwingt dich dazu, digital 500 bilder in 2 stunden zu machen
3. niemand zwingt dich dazu exzessiv bildbearbeitung zu betreiben (nur um beim beispielbild aus dem ausgangsposting zu bleiben: das lässt sich genau so mit jeder digikamera machen und die "bearbeitung" um das bild genau so aussehen zu lassen, braucht weniger zeit als ein analoger für den scan benötigt)
4. MIR ist die nachbearbeitung am computer ein sehr wichtiges element der digitalfotografie... ich würde sogar so weit gehen, dass ich die freude am fotografieren und die freude an der bearbeitung mit 50:50 gewichte.

was mir an solchen threads immer etwas unangenehm aufstösst, ist der alleinseeligmachensanspruch der analogfraktion.
man macht keine besseren bilder, wenn man analog fotografiert
man macht sich nicht weniger gedanken um bildgestaltung nur weil man digital fotografiert
und was die bildbearbeitung angeht: etwas zu verteufeln nur weil man es nicht kann oder nicht machen will, ist für mich etwas arm....
 
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woici schrieb:
was mir an solchen threads immer etwas unangenehm aufstösst, ist der alleinseeligmachensanspruch der analogfraktion.
man macht keine besseren bilder, wenn man analog fotografiert
man macht sich nicht weniger gedanken um bildgestaltung nur weil man digital fotografiert
und was die bildbearbeitung angeht: etwas zu verteufeln nur weil man es nicht kann oder nicht machen will, ist für mich etwas arm....

Ziemlich auf die K..... gehauen und dabei Unterstellungen gemacht, die sich aus meinem Beitrag nur sehr gewollt ableiten lassen :down:
 
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woici schrieb:
der alleinseeligmachensanspruch der analogfraktion.
Einen solchen Anspruch kann ich in dieser Diskussion eigentlich nicht erkennen. Ich fotografiere sowohl digital als auch analog, momentan macht mir das Fotografieren mit meiner FE mehr Spaß als mit meiner D200.

Martin
 
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dongil schrieb:
Ziemlich auf die K..... gehauen und dabei Unterstellungen gemacht, die sich aus meinem Beitrag nur sehr gewollt ableiten lassen :down:


werner, sorry wenn du das jetzt explizit auf dich beziehst... war nämlich nicht so gemeint... aus diesem grund habe ich extra einen neuen absatz gemacht... es ist für mich nur der allgemeine grundtenor, der aus solchen threads herauszuhören ist.
 
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woici schrieb:
werner, sorry wenn du das jetzt explizit auf dich beziehst... war nämlich nicht so gemeint... aus diesem grund habe ich extra einen neuen absatz gemacht... es ist für mich nur der allgemeine grundtenor, der aus solchen threads herauszuhören ist.

"sorry" angenommen! Auf der anderen Seite denke ich, das einen reinem "NIKON-DIGITAL-FOTOGRAFIE-FORUM" auch etwas fehlen würde....!
Oder irre ich mich da?
 
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Wie bei jedem neuen Medium versucht man alle Möglichkeiten die es bietet. Am Anfang arbeitete ich in jpeg und versuchte in photoshop elements und Ninja Noise die Ergebnisse zu verbessern. Als ich erkannte, dass das nicht der richtige Weg ist, began ich in RAW. Ergebnis: ich kam nach Hause, übertug die Riesendateien, und klickte für Stunden herum. Dazu muss ich feststellen, dass meine D200 deutlich bessere out of the cam zusammenbringt, als die Olympus E-300, das nur nebenbei. Alleine die Sicherheit bei der Belichtung, speziell mit Blitz, erspart viel Arbeit. Ich kann aber nicht behaupten, dass es mir gefällt, am PC nachzubearbeiten.
Analog habe ich inzwischen ein hervorragenden workflow (wieder) zusammen. Ich nehme den film, stecke ihn in ein Kuvert, und sende ihn ans speedlab in Wien, was ich jedem Wiener und Umländer sehr empfehlen kann, und bekomme samt CD tadellose Abzüge wieder, ohne meine Freizeit am PC zu vergurken.

Wenn man weiss, dass das Ergebnis unauslöschlich feststeht ("was liegt, das pickt", sagt man in Wien), dann ist man sorgfältiger. Ich wurde auch dadurch ein Fan der F5 (vielleicht auch bald F6 :D ), weil ich weiss, dass in 95% der Fotos, die Schärfe und Belichtung so gut passt, dass ich keinen nachschuss, so zur Vorsicht brauche. bei der FM3a lies ich oft mehrere Bilder mit dem MD-12 durchrattern, so zur Vorsicht, weil die Schärfe bei bewegten Objekten oft nut auf einm Bild passte. Das nur nebenbei.
Wenn man weiss, dass ein 5 € Film in der Kamera ist, dann wägt man jedes Bild sorgfältig ab, und holt das beste aus seiner Kamera.
Als Sportschütze lernt man auch, dass "jeder Schuss ist ein eigenes Match", wie mir ein Lehrmeister sagte. So sehe ich das auch in der analogen Fotografie. Eine DSLR ist ein bisschen wie eine MP, "spray and pray", irgendwein Schuss wird schon treffen!
Natürlich kann man auch mit einer DSLR sorgfältiger arbeiten. am besten man steckt eine 1 GB karte hinein. Hilft ungemein.
 
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dongil schrieb:
"sorry" angenommen! Auf der anderen Seite denke ich, das einen reinen "NIKON-DIGITAL-FOTOGRAFIE-FORUM" auch etwas fehlen würde....!
Oder irre ich mich da?

werner, du irrst dich nicht mal ansatzweise... es gehört doch beides dazu und ohne das eine gäbe es das andere ja gar nicht... und wenn ich manche mittelformat-portraits sehe, möchte ich einfach nur niederknien... das sind dann dinge, die man digital fast nicht hinbekommen kann.

wie bereits weiter oben erwähnt, stört mich nur ein wenig das analoge-reine-lehre-hintergrundmurmeln... vielleicht kommt das ja aber auch nur falsch bei mir an.. :nixweiss:
 
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Moin,

habe vom zarten Alter von rund 14 Jahren bis gegen Ende 30 analog fotografiert. SW immer selbst entwickelt und vergrößert. Ab Mitte 20 richtig analog, d.h. fast nur Großbild, mit der Lupe auf der 4 x 5 inches Einstellscheibe, immer vom 15-kg-Stativ, mit fünf Koffern von je 40 x 40 x 60 cm (1. Kamera, 2. Objektive (5 Festbrennweiten), 3. Zubehör, 4. Filmkassetten, 5. Filmwechselkoffer), jedes Polaroid hat 3 DM gekostet, jedes Dia 8 DM, also beste Vorrausetzungen für bewusstes Fotografieren.
Das ganze Zeug habe ich vor ein paar Jahren komplett verkauft. Seit einem guten Jahre fotografiere ich digital, D200, 4 Optiken, 2 Blitze.

Und?
Ich fotografiere genauso bewusst wie vorher mit der Großbild. Eine ganze Menge Bilder mache ich genau vom dicken Stativ, schaue mir die Bilder in 100% auf dem Notebook an und denke genauso lange über die Gestaltung nach wie mit der Großbild. Wahrscheinlich sogar genauer, weil ein 100% Monitorbild noch gnadenloser ist, als ein 4 x 5 inches Polaroid.

Es kommt nicht auf das Werkzeug an, sondern auf den Kopf dahinter.
"Play the music, not the instrument!".

Den tollkühnen Künstlern, die mit Kettensägen aus Baumstämmen Skulpturen heraussägen, ist es auch schietegal, ob die Säge mit Zweitaktsprit oder Strom angetrieben wird. Bei Sprit muss man rechtzeitig Gas wegnehmen, beim Strom aufs Kabel aufpassen. So what?

Die Bildvorstellung im Kopf - wenn man ein Bild machen / aufbauen kann oder muss - oder die Fähigkeit, Motive zu erkennen -wenn man reaktiv fotografiert - und spannend umzusetzen, macht das Ergebniss aus.
Zoomobjektive helfen da ganz ausgesprochen, weil man - hurra! - den Bildausschnitt wunderbar genau bestimmen kann; und digitales Fotografiern hilft, weil man nicht immer an die nächste Laborrechung denkt.
Mattscheiben mit Linien für den Goldenen Schnitt helfen nicht, die erzeugen nur uniforme (Schimpfwort gelöscht)-Normbildchen.

Bildbearbeitung? Na und? Früher hat man sich in der DuKa einen abgewedelt, die Entwicklungsdose nach Norden gekippt, 5 Papiergradationen gehabt, Zweischalen-Entwicklung, die Lichter massiert und ganz Verwegene haben sogar Unscharfmaskierung getrieben (ja, die USM kommt aus der analogen Dunkelkammer!).
Ist es bewusst, mit der F -irgendwas den KB-Film durch Festbrennweiten zu belichten und dann im Drogerie-Discounter abzugeben? Nee, sorry, dann bitte auch selbst die Farbvergrößerungen machen!

Und wenn ich die Handball-Mannschaft meines Sohnes ehrenamtlich fotografiere, kann ich wunderbar die D200 auf "Ch" stellen, ohne dass ich beim Abholen von 24 KB-Negativ-Filmen inkl. Kontaktbögen ohnmächtig werde.

Bei mir gehen 90% aller Agenturbilder unbearbeitet an die Agentur.
Dank Zoomobjektiven stimmen nämlich die Ausschnitte.

Beim Fotografieren als Hobby steht bisweilen ja - und das ist völlig in Ordnung - das Tun im Vordergrund. Wem es Spaß macht, mit einer Festbrennweite zu fotografieren - go on. Aber sich daraus zurechtzuphilosophieren, dass die Bilder besser werden, weil mühsamer entstanden, halte ich für etwas verwegen.

Wenn man das Endprodukt anschaut, ist es wie beim Fahrradkurier: Das Paket muss pünktlich am richtigen Ort sein. Ob das einer mit dem Hollandrad hinbringt, oder dem Fixed gear oder dem 27 Gang- Rennhobel, ist dem Empfänger egal.


Grüße
Christian
 
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woici schrieb:
...es gehört doch beides dazu und ohne das eine gäbe es das andere ja gar nicht...

Und so zwingt denn der Zweifel des "Analogen" den "Digitalen", seine Pros und Kontras zu formulieren und umgekehrt! Verbalisieren schafft Bewusst-sein!

Na, wenn das kein gegenseitiges Befruchten ist! :D
 
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woici schrieb:
wie bereits weiter oben erwähnt, stört mich nur ein wenig das analoge-reine-lehre-hintergrundmurmeln... vielleicht kommt das ja aber auch nur falsch bei mir an.. :nixweiss:
Vielleicht liegt das daran, dass Du das andere Hintergrundgemurmel erfolgreich verdrängst. Ich höre mehrfaches Hintergrundgemurmel, da ist das von Dir angesprochene Analog-macht-seelig Gemurmel, dann gibt es das Digital-macht-selig Gemurmel, ergänzt wird das alles noch vom Alles-hat-seinen-Platz-das-richtige-Werkzeug-zur-richtigen-Zeit Gemurmel. Ja und dann gibt es noch mein Ich-mache-in-meiner-Freizeit-was-mir-Spass-macht-egal-ob-was-anderes-einfacher-oder-besser-ist
Gemurmel und glaub mir, ich fühle mich manchmal ganz schön einsam.

Nur manchmal nervt es halt, wenn in jeden Thread über analoge Photographie einer reinschneit und uns aufklärt, dass Film tot ist, bestenfalls noch Nische, in fünf Jahren unbezahlbar ist (das hören wir glaube ich schon seit mindestens fünf Jahren) und dass Filmnutzer sowieso nur unbelehrbare verträumte Nostalgiker sind (und das sind noch die weniger extremen Charaktereigenschaften die uns hier zugeschrieben werden).

Grüße
-- Rüdiger
 
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rstobbe schrieb:
..und glaub mir, ich fühle mich manchmal ganz schön einsam...Grüße -- Rüdiger

musst du nicht! Zur Not bekommen wir auch noch einen Stammtisch zusammen. Und zwar einen, wo des öfteren mal jemand mit nem Stuhl ankommt und fragt: "Darf ich mich dazu setzen?"
 
Kommentar
rstobbe schrieb:
Nur manchmal nervt es halt, wenn in jeden Thread über analoge Photographie einer reinschneit und uns aufklärt, dass Film tot ist, bestenfalls noch Nische, in fünf Jahren unbezahlbar ist (das hören wir glaube ich schon seit mindestens fünf Jahren) und dass Filmnutzer sowieso nur unbelehrbare verträumte Nostalgiker sind (und das sind noch die weniger extremen Charaktereigenschaften die uns hier zugeschrieben werden).

das gebrummel nehme ich auch zur kenntnis... kann ich aber nicht so richtig ernst nehmen, deswegen gehe ich da vielleicht auch weniger drauf ein... :)
nachdem der zeithorizont von 5 jahren so gar nicht überschaubar ist, werte ich solche aussagen wie einen thread "wird es in 2010 eine D800 mit motivklingel geben?"
:D

Ich-mache-in-meiner-Freizeit-was-mir-Spass-macht-egal-ob-was-anderes-einfacher-oder-besser-ist
Grüsse...

:)
 
Kommentar
woici schrieb:
... Ich-mache-in-meiner-Freizeit-was-mir-Spass-macht-egal-ob-was-anderes-einfacher-oder-besser-ist
Grüsse...
OK,

Das-ist-die-richtige-Einstellung-egal-was-Du-machst-Grüße
-- Rüdiger
 
Kommentar
dongil schrieb:
musst du nicht! Zur Not bekommen wir auch noch einen Stammtisch zusammen. Und zwar einen, wo des öfteren mal jemand mit nem Stuhl ankommt und fragt: "Darf ich mich dazu setzen?"
Ich organisiere gerade hier (wenn ich das in diesem Forum mal verlinken darf) einen ganz besonderen "Stammtisch". Da kann sich gerne auch noch einer dazusetzen.

ciao
-- Rüdiger
 
Kommentar
rstobbe schrieb:
Ich organisiere gerade hier (wenn ich das in diesem Forum mal verlinken darf) einen ganz besonderen "Stammtisch". Da kann sich gerne auch noch einer dazusetzen.

ciao
-- Rüdiger

schade dass mein English "too bad" ist. But I will try!
 
Kommentar
balise schrieb:
Leute,

nur das Bild zählt!

Bernd
Für mich ist Photographie mehr als die dabei entstehenden Bilder. Wenn ich mein photographisches Tun einmal auf diese Aussage werde reduzieren müssen, dann ist es Zeit damit aufzuhören.

Grüße
-- Rüdiger
 
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