Welches AF-Messfeld?

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Isohypse

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Zunächst einmal, ich habe sie nun auch, die Nikon d750 mit dem 24-120 mm Zoom-Objektiv und zusätzlich die 1,8/50 mm - Festbrennweite.

Gleich dazu eine Frage:
Aus Gewohnheit, aus meinen analogen Zeiten, habe ich immer das mittlere Autufokusfeld benutzt - es gab ja auch nur dieses.
Jetzt, an der 750, verfahre ich genauso: Ich fokussiere also mit dem mittleren Messfeld, speicher dann die Einstellung, wähle den gewünschten Bildausschnitt und löse dann aus.
In welchen Situationen ist es eigentlich sinnvoll, ein am Rande liegendes AF-Feld zu wählen? Diese Wahl kostet doch in der Vorbereitung auch Zeit!?
Macht es nur dann Sinn, wenn ich mehrere Personen nacheinander mit Hilfe eines Stativs vor immer dem gleichen Hintergrund an immer der gleichen Stelle fotografieren möchte? Aber auch dann müsste doch eigentlich noch jeweils manuell nachfokussiert werde, oder?
 
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Vor dem Umstieg auf Digitalkameras haben viele von uns 15 Jahre und mehr analog mit Autofocus fotografiert. Da war Anvisieren - Scharfstellen - Verschwenken gang und gäbe. Haben wir damit unscharfe Fotos produziert?

Heinz
 
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unter sonst gleichen voraussetzungen: ja. allerdings haben auch die anforderungen hinsichtlich des zulässigen zerstreukreises zugemommen.
 
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Irgendwie bin ich zu blöd die Formel von der Website anzuwenden:
d = a - a cos(alpha)

Naja, jedenfalls dürfte aber der Fehlfokus nur so extrem sein bei weit geöffneter Blende.

Ich hätte ja gerne mal den Fehlfokus für den Makrobereich ausgerechnet. Also z.B. 150mm Objektiv an DX, 1m entfernung.

Der Bildwinkel beträgt 10,82 Grad. (Bildwinkel berechnen)

Also muss ich doch folgendes in den Taschenrechner eingeben:
1 - 1 * cos(5)
Das ergibt 0.9961. Stimmt das? Ist jetzt der Fehlfokus 1 - 0.9961? Also ca. 4mm?
 
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Vor dem Umstieg auf Digitalkameras haben viele von uns 15 Jahre und mehr analog mit Autofocus fotografiert. Da war Anvisieren - Scharfstellen - Verschwenken gang und gäbe. Haben wir damit unscharfe Fotos produziert?

Heinz

Haben wir die Filme mit dem Mikroskop auf 100% Schärfe abgesucht? Wir waren doch zufrieden, wenn die Belichtung einigermaßen richtig war. 100 ISO waren der Standard bei meinen letzten Dia-Filmen, Bildstabilistoren sind mir erst in der Digitalära begegnet.
Unterwegs, bei Landschaftsaufnahmen waren bei mir Verschlusszeiten um 1/30 Sek. (Polfitereinsatz) normal und mindestens Einbeinstativ Pflicht.

Viele Grüße
Herbert
 
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...
d = a - a cos(alpha)

Naja, jedenfalls dürfte aber der Fehlfokus nur so extrem sein bei weit geöffneter Blende.

Ich hätte ja gerne mal den Fehlfokus für den Makrobereich ausgerechnet. Also z.B. 150mm Objektiv an DX, 1m entfernung.

Der Bildwinkel beträgt 10,82 Grad. (Bildwinkel berechnen)

Also muss ich doch folgendes in den Taschenrechner eingeben:
1 - 1 * cos(5)
Das ergibt 0.9961. Stimmt das? Ist jetzt der Fehlfokus 1 - 0.9961? Also ca. 4mm?

... und bei 150mm Brennweite und angenommener Offenblende f/2.8 (@DX) kann man dann ungewollt wenige mm außerhalb des Schärfentiefebereichs landen! Habe auch mal einige Szenarien durchgerechnet, oft liege ich aber trotz Verschwenken noch im Schärfentiefebereich. Frage mich nur, ab welcher Bildvergrößerung/Bildausgabegröße ungewollte Unschärfen dann trotzdem sichtbar werden?
 
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Also muss ich doch folgendes in den Taschenrechner eingeben:
1 - 1 * cos(5)
Das ergibt 0.9961. Stimmt das? Ist jetzt der Fehlfokus 1 - 0.9961? Also ca. 4mm?

Bei kleinen Verschwenkungen ist die Auswirkung minimal.
Wenn du aber um 35Grad schwenkst (bei WW leicht möglich!) dann ist der Cos schon 0,8 und d.h. deine scharfe Ebene weicht um 20% vom Objektabstand ab!
 
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Bei kleinen Verschwenkungen ist die Auswirkung minimal.
Wenn du aber um 35Grad schwenkst (bei WW leicht möglich!) dann ist der Cos schon 0,8 und d.h. deine scharfe Ebene weicht um 20% vom Objektabstand ab!

Stimmt. Aber das ganze ist doch eher bei speziellen Situation von Relevanz. Z.B.:

  • Kirche, 50mm 1,4
  • Makrofotografie (jeder Millimeter zählt)
  • Nahe Motive mit Weitwinkel und eher offener Blende

Also ich habe draussen bis jetzt noch nie etwas in 5m Entfernung mit 1,4 fotografiert. Muss ja aber nichts heissen.
 
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Tatsächlich ist es so, dass ein Fokus mit dem mittleren Messfeld nicht zwingend ein scharfes Bild liefert, wenn man den so erzielten Wert dann speichert und "verschwenkt". Besser/sauberer ist es, wie [MENTION=63867]Wuxi[/MENTION] schon schrieb, denn AF in der Mitte sein Ziel finden zu lassen, und dann bei aktiviertem "Tracking" den Ausschnitt zu wählen. Hierbei wandert dann der AF-Punkt und bleibt auf dem ursprünglichen Motivdetail.

Dies ist der eine Anwendungsfall, wo mehr Messpunkte und/oder eine grössere Abdeckung des Sucherbereichs einen deutlichen Vorteil bieten. Der 39-Punkt AF in der D610 erreicht hier sehr schnell sein Limit; der gleiche AF in der D7000 oder der 51-Punkt AF in der D7100 haben eine wesentlich grössere Sucherabdeckung und "gehen weiter an die Kanten".

Aaaaber: es ist nicht so, dass man nach der alten Methode (mittig fokussieren, dann verschwenken) nicht mehr arbeiten könnte. In 9 von 10 Fallen erzielt man damit auch bei den heute SEHR fein auflösenden Kameras noch verwendbare Ergebnisse. Es ist auch eher eine Frage der Objektiv/Blendenkombination, als ein "grundsätzliches" Thema.
 
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Aaaaber: es ist nicht so, dass man nach der alten Methode (mittig fokussieren, dann verschwenken) nicht mehr arbeiten könnte. In 9 von 10 Fallen erzielt man damit auch bei den heute SEHR fein auflösenden Kameras noch verwendbare Ergebnisse. Es ist auch eher eine Frage der Objektiv/Blendenkombination, als ein "grundsätzliches" Thema.

Genau deshalb habe ich mal einige Brennweiten-/Blenden-/Entfernungs-Kombinationen durchgerechnet und lag tatsächlich meistens bei dem Ergebnis, dass sich die Fokusebene nur innerhalb des Schärfentiefebereichs verschiebt. Teilweise aber schon recht nah an den "Nahpunkt" herankommt ... Was ich mich also frage: Ist das dann in diesem Fall als "unkritisch" (weil für das menschliche Auge unsichtbar) anzusehen oder gibt es Berechnungsmöglichkeiten, die einem sagen können, ab wann - d.h. ab welcher Bildgröße o.ä. - das Ganze "kritisch" zu sehen ist? Geht es bei dieser Frage vielleicht um den (anzunehmenden Basis-) Zerstreuungskreis? :confused:
 
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... dass sich die Fokusebene nur innerhalb des Schärfentiefebereichs verschiebt.

wie hast du den bereich denn ermittelt?

Geht es bei dieser Frage vielleicht um den (anzunehmenden Basis-) Zerstreuungskreis?

selbstverständlich, das ist die entscheidende stellschraube für die berechnung der schärfentiefe. ich sagte es weiter oben schon, dass hier eine entwicklung mit einführung hochauflösender sensoren in richtung höherer anforderungen zu erkennen ist.
 
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wie hast du den bereich denn ermittelt?

Hallo Hanner,

zur Berechnung nutze ich online den Schärfentiefe-Rechner von "www.bildergalerie-hamburg.de/foto-info/Schärfentiefe" mit freier Formateingabe: Sensorgröße 15.6 x 23.5 mm (D7100) bei einem Basis-Zerstreuungskreis 0.03 mm. Errechneter Zerstreuungskreis ist dann 0.0196 mm. Soweit alles stimmig?

Kann dort den Basis-Zerstreuungskreis variieren, weiss aber leider nicht, was dabei sinnvoll wäre im Hinblick auf meine Fragestellung von eben. Hast Du einen Tipp wie ich weiterkomme? Vielen Dank vorab!!
 
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es kommt doch auf das ausgabemedium an! für gewöhnlich gehen diese schärfentieferechner davon aus, dass bilder mittlerer größe in mittlerem abstand betrachtet werden, also z. b. ein fotoalbum mit fotos von 9 x 6 oder 13 x 9. wenn du von deinen bildern ausschnittsvergrößerungen machst oder sie vor einem riesigen monitor aus kurzer distanz betrachtest, musst du den zulässigen zertreukreis entsprechend kleiner halten. die werte, die vor 50, 75 oder 100 jahren für das familienalbum gängig waren, passen heute vielfach nicht mehr, weil eben die digitalfotografie einfache möglichkeiten bietet hinsichtlich ausschnittsvergrößerung, präsentation und betrachtungsabstand.
 
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es kommt doch auf das ausgabemedium an! für gewöhnlich gehen diese schärfentieferechner davon aus, dass bilder mittlerer größe in mittlerem abstand betrachtet werden, also z. b. ein fotoalbum mit fotos von 9 x 6 oder 13 x 9. wenn du von deinen bildern ausschnittsvergrößerungen machst, oder vor einem riesigen monitor aus kurzer distanz betrachtest, musst du den zulässigen zertreukreis entsprechend kleiner halten. die werte, die vor 50, 75 oder 100 jahren für das familienalbum gängig waren, passen heute vielfach nicht mehr, weil eben die digitalfotografie einfache möglichkeiten bietet hinsichtlich ausschnittsvergrößerung, präsentation und betrachtungsabstand.

Danke! So habe ich das auch verstanden. Ich frage mich also weiter, für welches Ausgabemedium ich den "Basis-Zerstreuungskreis" dieses Rechners WIE anpassen muss (in konkreten Zahlenwerten)? Beispiel Poster 20x30 cm oder 40x60 cm usw.? Habe darüber im Netz bislang nichts an Erklärungen oder Berechnungsformeln gefunden.
 
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Genau deshalb habe ich mal einige Brennweiten-/Blenden-/Entfernungs-Kombinationen durchgerechnet und lag tatsächlich meistens bei dem Ergebnis, dass sich die Fokusebene nur innerhalb des Schärfentiefebereichs verschiebt. .............

Das ist ja alles interessant.
Nur verstehe ich die Länge der Diskussion nicht.

Fakt: Das Verschwenken kann zu falschem Fokussieren führen.

Bevor ich nun mit dem Schärfentieferechner rummache ob ich mir eventuell eine Schlamperei erlauben darf, da mach ich es doch einfach gleich richtig.
Wenn ich die Zeit habe.
Wenn nicht, dann nicht.

Wobei die Methode aus #11 ist IMO genauso schnell wie Verschwenken nur genauer.:fahne:
 
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warum willst du überhaupt rechnen? das ergebnis bleibt doch bestenfalls eine faustformel. der "normalwert" ist meist diagonale/1500 wenn du reserven haben willst für einen crop oder das ganze aus halben abstand betrachten willst, rechne mit d/3000 oder d/5000. bei fotografieren rechne ich allerdings überhaupt nicht, da gebe ich einfach ein oder zwei blenden drauf (gegenüber früher bei der analogfotografie).
 
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warum willst du überhaupt rechnen? ...

Natürlich rechne auch ich beim Fotografieren nicht herum. Zur Einschätzung der Frage, wie bedeutend eine "falsche Fokussierung wegen des Verschwenkens" tatsächlich sein KANN, finde ich diese Rechnerei aber persönlich sehr interessant und hilfreich. Diese Neigung zu einer solchen Zahlenspielerei muss man aber keineswegs mit mir teilen! Auf jeden Fall Dankeschön für die lange Diskussion hier an dieser Stelle. :)
 
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