Vorab eine Entschuldigung, dass ich Eurer Diskussion erst heute wieder folgen kann. Ich gehöre nicht zu denen, die eine Frage stellen und sich dann nie wieder melden - aber ich habe schlicht die Weihnachtsferien zu einem kleinen Skiurlaub genutzt und bin erst seit drei Tagen wieder im Lande (und Forumsbeiträge übers Handy lesen und schreiben ist mir zu lästig...)
Zuerst einmal ganz herzlichen Dank für Eure Beiträge und Ratschläge und die größtenteils sachliche Diskussion. Ich bin nach den Beiträgen und den Bild-Beispielen davon überzeugt, dass alle in Frage kommenden hier diskutierten Objektive gute Objektive sind, mit denen man auch gut arbeiten kann.
Ich habe mich jetzt letztlich doch für das Nikon 70-200 f2.8 VRII entschieden und es auch gestern dann gekauft. Ich hatte Gelegenheit, es für ein paar Tage von einem Freund auszuleihen und den Umgang damit zu prüfen, und es hat mich überzeugt.
Ja, es ist teurer als die anderen, aber dank der 200.- Cashback-Aktion auch nicht mehr doppelt so teuer, und so war es finanziell im Bereich der Möglichkeiten. Ja, es ist schwerer als die anderen, aber das spielt für mich keine große Rolle, da ich keine stunden- oder tagelangen Bergwanderungen mache. Letztlich hat mich die Bildqualität und die Lichtstärke überzeugt, auch, weil ich es dank der Lichtstärke auch noch recht gut mit dem TC-2.0 III verwenden kann.
Ob die Entscheidung jetzt unter Preis-Leistungsgesichtspunkten wirklich rational war, lass ich mal offen. So ein Kauf ist ja gerade bei uns Hobbyfreaks nicht nur eine reine Vernunftentscheidung (auch wenn wir uns das gerne immer selbst einreden, um unser Gewissen zu beruhigen), sondern hat auch etwas mit subjektivem Gefühl und dem Glanz in den Augen zu tun. Da ich meine Kamera nicht mit jeder Generation wechsle (die D810 ist nach D70 und D90 nun die dritte in 15 Jahren, und ich gehe davon aus, dass ich die sogar deutlich länger als die bisherigen durchschnittlichen 5 Jahre nutzen werde), kann und sollte das "Zubehör" diesmal auch hochwertig sein.
Ich hab mir jetzt einmal eine Ausrüstung zusammengestellt, die das für mich maximal machbare (auch finanziell) darstellt, so dass ich mir nie den "Vorwurf" machen kann, "hättest du mal das und das genommen". Und mit dieser Ausrüstung werde ich jetzt lange Zeit leben können, müssen und wollen (und auf einen langen Zeitraum umgerechnet relativiert sich auch der Preis, um mal doch wieder Selbst-Rationalisierung zu betreiben

).
Zu der D810 hab ich jetzt das Nikon 24-70/2.8 , das 70-200/2.8 und ein
Sigma 150/2.8 Makro. Das jetzt noch "fehlende" Nikon 14-24/2.8 werde ich definitiv nicht kaufen, da ich im Ultra-Weitwinkel-Bereich viel zu selten unterwegs bin. Hier kann ich gegebenenfalls das Sigma 10-20 DX-Objektiv von der D90 weiter nutzen, wenn es doch mal die ein oder andere UWW-Aufnahme sein soll (mit dem war ich an der D90 recht zufrieden).
Zu den Nebendiskussionen nur ein paar Worte aus meiner persönlichen Sicht: Es ist richtig und wichtig, dass die "großen" Hersteller erst den Markt für die Zubehör- und Nachbauanbieter schaffen. Das ist überall und in allen Sparten so und nichts außergewöhnliches. Richtig (und normal) ist auch, dass die "großen" Anbieter sich ihren Namen auch bei Kleinprodukten (mit-)bezahlen lassen (müssen?). Ich unterscheide daher schon, von wem ich was kaufe. Simples Beispiel: ich habe den Batteriegriff für die D810 von Nikon mit dem von Phottix (der Magnesium-Ausführung) verglichen. Ich hab beide in der Hand gehabt, dran geschraubt, probiert. Und ich habe zwischen beiden keinen wirklich nennenswerten Unterschied feststellen können, mit Ausnahme des Herstellerlogos. In diesem Fall hab ich mich für den "Nachbau" von Phottix zum halben Preis entschieden. Genauso würde ich es bei einer Gegenlichtblende halten, wenn die Originale mal verloren geht. Auf der anderen Seite habe ich auch zwei Gummimuscheln fürs Okular getestet, das Original von Nikon und einen China-Nachbau. Hier hab ich mich trotz des dreifachen Preises für Nikon entschieden, weil mir das Gummi einfach "sympathischer" daher kam. Wobei man ja immer auch sagen muss, man sollte neben dem prozentualen auch mal den absoluten Preisunterschied betrachten. Ob ich für ein Objektiv 1000.- oder 2000.- Euro ausgebe, ist natürlich von großer Bedeutung. Ob ich aber für irgendein Zubehörteil nun 5 oder 10 Euro bezahle, finde ich jetzt nicht so relevant, dass ich mir da stundenlang Gedanken drüber machen würde - wenn ich z.B. bei der Gummimuschel oder einer Geli-Blende nur 2 Stunden mit googeln, bestellen, testen aufwende, ist das eigentlich schon teurer als direkt das Nikonteil zu bestellen
So, nochmal herzlichen Dank für Eure vielen Beiträge, jetzt gehts mal ans fotografieren (sobald das Wetter etwas netter wird)...