Welcher digitale Nikon-Body ist FE2-Ersatz?

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dwittfeld

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Ich habe Anfang der 80er eine Nikon FE2 mit Nikon-Objektiven gekauft. Mit welchem digitalen Nikon-Body finde ich einen optimalen FE2-Ersatz, um die vorhandenen Nikon-Objektive weiter benutzen zu können? Ist die F750 eine gute Wahl? Oder hängt es von den Objektiven ab? Hierzu hätte ich gerne einen Tipp. Danke im Voraus.
 
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Naja ... man müsste natürlich auch ein wenig über das geplante Budget wissen und fotografischen Ambitionen. Die Df ist sicher ein gute Empfehlung, aber auch nicht unbedingt ein Schnäppchen.
Für etwa die Hälfte bekommt man z.B die D610. Die kann auch sehr gut mit Ai Objektiven (ich gehe davon aus, dass Du für die FE2 Ai oder Ai-S Objektive hast) umgehen, aber es bleibt noch was übrig für die eine oder andere AF-S Linse. Reines manuelles fokussieren kann auf die Dauer auch eher ernüchternd sein.
Klar, die D750 geht auch sehr gut ...

Danke für diese Informationen. Ich habe diese Objektive Anfang der 80er gekauft: Nikkor 20 mm 1:2,8, Micro-Nikkor 200 mm 1,4, Zoom-Nikkor 35-135 mm 1:3,5-4,5. Besonders die 2.000 DM für das Micro-Nikkor machen es mir schwer es einfach liegen zu lassen. Irgend etwas muss doch noch damit gehen... Ich muss jetzt nicht alle technischen Raffinessen beherrschen, aber was ginge noch mit diesen Linsen? Oder klebe ich zu sehr an dem alten Material und sollte mich lieber der neuen Welt widmen? Mit meiner Sony RX100III habe ich bereits gute (digitale) Erfahrungen gemacht, besonders auf meinen Reisen durch Brasilien, Vanuatu und Fidji; die Schlepperei der schweren Fototasche auf den zahlreichen Australien-Reisen war ich eine Zeit lang leid...
 
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Grundsätzlich: Altglas ist fotografisch gesehen, kein Problem. Heutige Objektive sind teilweise schärfer abgestimmt, haben damit aber auch Nachteile. Bei den Objektiven gibt es nicht nur die Variable Bildschärfe und Helligkeit, sondern auch einen Bildcharakter. Nicht ohne Grund werden alte Objektive immer noch gehandelt und für das Fotografieren an digitalen Bodies eingesetzt. Man muß eben nur wissen, was ein Objektiv kann und wofür es eingesetzt werden soll.
Zur Wahl Deines FE Nachfolgers wurde alles gesagt. Nur Du kannst die richtige Wahl treffen. Jeder hier im Forum verfolgt andere Schwerpunkte und hat für sich eine Wahl getroffen, von der er berichtet. Da im Fotoladen alles ausprobierbar ist, findest Du sehr schnell heraus, welchen Body Du für Dein Altglas benötigst (unbedingt mitnehmen). Ich habe wochenlang mit (geliehenen) NIKON Bodies experimentiert; mit dieser unbefriedigenden Vorerfahrung hat mich Sony in 5 Minuten überzeugt. Das ging aber nur im Fotoladen. Alle Diskussionen im Sony und Nikon Forum haben mir nicht die Kaufentscheidung gegeben.
 
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[MENTION=121576]dwittfeld[/MENTION] Das 2.8-20 und das 4-200 sind auch an modernen Sensoren noch gut, das 35-135 wird hingegen keine grosse Freude mehr machen und bringt auch gebraucht kein Geld. Mit einem Fuffi wäre es gnadenlos überbezahlt.

Die Frage ist nun: wozu willst du die Objektive noch verwenden? Gerade das Micro (Apo?) Nikkor 4-200 ist eigentlich ein Spezialobjektiv. Natürlich kann man es als mit der Hand zu fokussierendes mittleres Tele verwenden, aber wollte ich das machen? In einer Welt, in der uns die ausgezeichneten AF 2.8-180 kaum gebraucht für +/- 400.- Euro hinterhergeschmissen werden, verlieren manuelle, dunkle 200er schnell an Interesse und an Wert. Es bleibt aber ein tolles Objektiv für die Macro-Photographie und erlaubt dank 200mm Brennweite einen gewissen Abstand zum Motiv. Das macht oft die Beleuchtung einfacher - und birgt Probleme beit der naturgemäss sehr geringen Tiefenschärfe. Für diese Art der Photographie (Zifferblätter? Insekten? ...) ist es sicherlich ohne Einschränkung weiterhin bestens tauglich.

Das 2.8-20 würde ich auf jeden Fall in der Phototasche behalten. Bei einer so kurzen Brennweite ist manuelles fokussieren kein wirkliches Problem, und mit dem (bekannt guten und kontraststarken) 2.8-20er in der Jacke kannst du dich als Standardobjektiv nach einem AF-S 2.8 28-70 umschauen. Diese qualitativ hervorragenden Objektive werden gebraucht für +/- 300.- Euro verschleudert; alle Welt will unten die 24mm haben und zahlt dafür einen irrwitzig hohen Preis. mit einem 28-70 machst du keinen Kompromiss, denn du hast ja noch die 20mm "für drunter".
 
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Nicht wegen den "Retrodesign" - ich hasse diese Bezeichnung weil sie schiebt die Kamera in die Spielzeugecke.

Wär mir neu, dass "Retrodesign" automatisch "Spielzeug" bedeutet :confused: Ich besitze auch eine Fuji X-T1, die ebensolches per "analoger" Drehrädchen bedienbares Retrokonzept besitzt und die ist beileibe kein Spielzeug, sondern Topmodell und durchaus leistungsfähig, habe eben den ersten Urlaub komplett nur mit der ohne jegliches Nikongerödel absolviert.

FE2 war für Hobbyisten, nicht für Profis. Deshalb reicht eine APS-C Kamera voll aus.

Auch eine reichlich merkwürdige Schlussfolgerung. Vielleicht ist ja die gleiche Sensorgröße wie ein Kleinbildfilm gewünscht und da käme zB ne D610 zum Einstieg infrage? Auch die ist nicht als Pro-Modell konzipiert, sondern für Hobbyfotografen. Merkwürdigerweise hat sie keinen "für Hobbetten ausreichenden" APS-C-Sensor, sondern einen Kleinbild- aka "Vollformat"-Sensor :eek::p

Eine F3 hätte sich eigentlich nur gelohnt, wenn man tatsächlich den grossen Motor ansetzen wollte (6B/s). Der normale Motor war mit 4B/s kaum schneller als der MD12 mit seinen 3.5B/s an der FE2.

Welchen "normalen Motor" meinst Du? Es gibt doch nur den MD-4 für die F3, das Sondermodell F3H mit dem angepassten Motor lassen wir mal außen vor. :gruebel:

Ich würde die Entscheidung bezüglich der Weiternutzung von Objektiven auch von den Motiven abhängig machen. Fotografiert man Motive, die nicht wegrennen (Architektur....), macht manueller Fokus mit Altglas auch an ner DSLR mit großem Sucher (ggf mit Vergrößerungsokular DK-17M) kaum Verdruss, zumal man jedes AF-Messfeld auch außermittig innerhalb der Modulspezifikationen mit dem Fokusindikator gut verwenden kann (im Gegensatz zum immer mittigen Schnittbildentfernungsmesser). Somit macht zB ein manuelles 4,0/200 hier viel Spaß (habe die Ai-Version). Ein 2,8/135 oder 3,5/135 ist super klein und leicht und kann kürzere Brennweiten gut ergänzen, ohne gewichts- und platzmäßig eine große Belastung darzustellen.

Bei bewegten Motiven ist man mit einem zeitgemäßen AF-Objektiv mit schnellem USM doch wesentlich zielsicherer.
 
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