Wenns um den Anteil an VR-Fotos geht so habe ich bei Fotos mit Teleoptiken so um die 99%.
Fotos die ohne VR nicht möglich gewesen wären, sind geschätzte 10-20%
Ein Beispiel wäre z.B. dieses Foto:
geschossen bei 360mm aus einen kleinen Boot mit Außenbordmotor das unter dem Wellengang geschaukelt und durch den Motor vibriert hat.
Alle Aufnahmen an jenen Tag sind mit dem 200-400 freihand geschossen, da ein Stativ kontraproduktiv gewesen wäre (hätte die Bewegungen des Bootes sofort auf Kamera übertragen).
Ohne VR wäre da gar nichts gegangen.
Ich bevorzuge in vielen Situationen das Einbein und oft auch Freihandfotografie vor dem Dreibein. Wenn man nicht gerade Ansitzt oder wie im Nationalpark Bayerischer Wald eine einzige Plattform hat von der man Fotografiert, sind Dreibeinstative für mich meist zu statisch und unflexibel.
Und im Gegensatz zu Volker ist meine Erfahrung, das VR auf Einbein einen großen Gewinn ergibt, was ich immer dann schmerzhaft feststelle, wenn sich der VR beim umhertragen versehentlich abgeschaltet hat.
Mir geht es übrigens nicht nur um das Verwackeln. Ein aktiver VR stabilisiert das Sucherbild und hilft dadurch präziser zu fokusieren (was ganz unabhängig von Belichtungszeiten ist). So hilft er auch bei Mitziehern oder anderen Actionsituationen wo Verwacklung keine Rolle spielen.
Sollte die Qualtität der Objektive mit aktiven VR nachlassen, so ist das natürlich nicht hocherfreulich aber in der Praxis hab ich an der D2x keine Einbussen, die mir negativ auffallen täten. (und ich würde mich da durchaus als pingelig einstufen)
Mein
persönliches Fazit: (tragbare) Objektive > 100mm ohne VR sind für mich völlig uninteressant