Was tun gegen überbelichteten Himmel?

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Mieproductions

NF Mitglied
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Ich war heute in der Mittagspause mal unterwegs und habe ein Paar Fotos geschossen. Nun ist es vom Wetter her nicht besonders schön, sprich grau/weißer Himmel und ungemütlich.

Folgendes Bild ist dabei heute entstanden, ABER der Himmel ist vollkommen überbelichtet. Ich habe verschiedene Einstellungen ausprobiert jedoch habe ich das irgendwie nicht hinbekommen. Was kann man also gegen einen überbelichteten Himmel tun? Oder ist das vielleicht gar nicht so schlimm?

Alle anderen Anregungen zum Bild sind natürlich auch gern gelesen.


adsc0959.jpg


Brennweite 18
Blendenzahl 9
Belichtung 1/30
 
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Moin,

ertsmal NIX:D

dann: versuch doch mal mit der Belichtung runterzugehen. Check das am besten im Monitor Deiner Cam mit "Lichter". Also soweit runter, dass es nicht großflächig blinkt; dann als RAW und mit der EBV die Schatten wieder aufhellen.

BTW: bei Deinem Bild stört das aber überhaupt nicht; im Gegenteil

VG
Jürgen
 
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Vielen Dank für deine schnelle Antwort! :)

Ich habe verschiedene Belichtungen ausprobiert, aber die Salinen wurden dann ganz schnell zu dunkel und trotzdem blinkte es im Lichter Modus noch ganz viel :D
 
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Moin,

ich weiß ja nicht wie dunkel es wurde. Im allgemeinen ist da aber noch viel Spielraum. Machs doch einfach mal für Deinen Geschmack zu dunkel. Mit EBV bekommst Du das schon wieder hin.

VG
Jürgen
 
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Moin,

Du hattest sonst noch nach Verbesserungsvorschlägen gefragt:

Mir gefällt es - auch wenn der Himmel etwas ausgefressen ist. Mich stört eher: da fehlt rechts 'n bischen. Schade 😒😒

VG
Jürgen
 
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Hallo,

also vorweg - ich finde Dein Bild so ebenfalls o.k.

Da ich das Problem auch kenne - und den hellen Himmel in manchen Situationen wirklich NICHT mag - hier die Strategien, die man ergreifen kann:

Näher ran oder längere Brennweite nehmen - und den Himmel aus dem Motiv eliminieren. Manchmal schwer möglich .... meist muß man sich dann auf Details konzentrieren, was aber auch sehr reizvoll sein kann - etwa Fenster oder Türen,...

oder

Grau-Verlaufsfilter vorsetzen

oder

In vielen fällen kann man den Grau-Verlaufsfilter-Effekt auch nachträglich in der EBV einsetzen. Dann sollte der Bereich jedoch nicht komplett weiß sein - auf der Kamera auf's Blinken der weißen Stellen achten.

Viel Spaß,

Thomas
 
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edison, in der tat, rechts könnte ein bisschen mehr sein...

zum nachbearbeiten: ich habe häufiger mal versucht dunkle bilder aufzuhellen und meistens waren die ergebnisse nicht recht zufriedenstellend, deswegen bin ich da eher vorsichtiger, zugegebenermaßen habe ich dieses bild leider nicht als raw gespeichert.

zum grau(verlaufs)filter: diese filter geschichte leuchtet mir noch nicht ganz ein. führt das nicht dazu, dass das ganze bild dunkler wird? also der filter nimmt ja nicht nur am himmel licht raus, oder?
 
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Hallo,

diese filter geschichte leuchtet mir noch nicht ganz ein.
- knapper belichten säuft der Vordergrund ab ... nützt also nichts
- ein Graufilter dunkelt das ganze Bild ab ... nützt auch nichts.
- ein Grauverlaufsfilter ist hilfreich, wenn irgendwo eine halbwegs gerade Kante vorhanden ist ... ist hier aber nicht
- Verlaufsfilter in EBV macht nur Sinn, wenn vor der helle Teil nicht überbelichtet war ... nützt also ebenfalls nichts
- Zwei Aufnahmen via EBV ineinander verlaufen lassen ... machbar aber aufwändig
- Zwei Aufnahmen via HDR miteinander verrechnen ... führt IMO am schnellsten zum Ziel

Du bist an der Grenze des Dynamikbereichs Deiner Kamera angekommen. Entweder Du freundest Dich damit an (was die meisten tun) oder Du kommst bei einem anderen Wetter / einer anderen Tageszeit nochmal oder kommst mit einem Bild nicht aus. Bevor Du die HDR-Keule auspackst, würde ich das aber doch noch mal in RAW probieren. Auf die Lichter belichten (gerne auch etwas heller) und die Schatten aus dem Keller ziehen. Wenn es rauscht, kann man ja auch selektiv noch etwas entrauschen.

Ciao
HaPe
 
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Bevor Du die HDR-Keule auspackst, würde ich das aber doch noch mal in RAW probieren. Auf die Lichter belichten (gerne auch etwas heller) und die Schatten aus dem Keller ziehen. Wenn es rauscht, kann man ja auch selektiv noch etwas entrauschen.

Das wäre auf jeden Fall mein Weg und damit kriegt man, je nach Kamera, viele dieser Probleme in den Griff.
Solltest Du lieber in jpg fotografieren wollen, kannst Du mal das Aktive D-Lighting ausprobieren, das im Grunde genommen genau dasselbe macht: knapper belichten und anschließend die Schatten aufhellen, nur bereits auf Kameraebene. Aktivieren kannst Du das ganze im Aufnahme-Menü. Zur Verfügung stehen verschiedene Stärken. Einfach mal ausprobieren. Wenn Du aber RAW-Bilder knippst, solltest Du das Aktive D-Lighting wieder ausschalten.
 
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Du bist an der Grenze des Dynamikbereichs Deiner Kamera angekommen.

Das halte ich für nicht ganz richtig. Der Kamerasensor hat einen größeren Dynamikbereich als das Bild zeigen kann.

Das Problem sind die gängigen Bildformate die eben auf 8bit pro Farbkanal begrenzt sind. Dies erlaubt nur 256 Helligkeitsunterschiede und ist nicht ausreichend um diese Situation zu meistern. Zudem können heutige Monitore einen höheren Dynamikumfang auch garnicht darstellen, selbst wenn man ein anderes Bildformat hätte.

Genau deshalb lässt sich ja auch mit einer RAW Aufnahme noch mehr pseudo-Dynamik herauskitzeln -> HDR mit einem Ausgangsbild.

Erst hier stößt man dann an die Grenzen des Kamerasensors. Wem das nicht reicht der muss eben mehrere Belichtungen machen und das HDR somit aus 2,3 oder gar 5 Aufnahmen erzeugen.
 
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Hallo,

Das Problem sind die gängigen Bildformate die eben auf 8bit pro Farbkanal begrenzt sind. Dies erlaubt nur 256 Helligkeitsunterschiede und ist nicht ausreichend um diese Situation zu meistern. Zudem können heutige Monitore einen höheren Dynamikumfang auch garnicht darstellen, selbst wenn man ein anderes Bildformat hätte.
Du verwechselst Eingangs- und Ausgangsdynamik. Die 256 Helligkeitsstufen der JPEG-Datei sind die Ausgangsdynamik und die ist ausreichend um alle gängigen Ausgabegeräte (Monitor, Drucker, Beamer etc.) zu bedienen. Unabnähängig davon wurde aber die Motivdynamik von der Eingangsdynamik des Sensors eingefangen. Je nach Messmethode können das 10, 12 oder 14 EV sein und diese können natürlich auch auf die 8 Bit der Ausgangsdynamik gemappt werden. Verluste entstehen dann zwar an anderer Stelle, aber grundsätzlich konnen die 14 EV Eingangsdynamik mit 256 Helligkeitsstufen so dargestellt werden, dass sowohl die sehr starken, als auch die sehr schwachen Kontraste sichtbar sind. Wäre das nicht so, dann wären Sensoren mit 14 EV Dynamik sinnlos und ebenfalls die ganze HDR-Technik, die ein Bild mit 20 oder 25 EV Motivdynamik einigermaßen sinnvoll auf ein JPEG transportiert. Es ändert nichts dran, 14 EV sind durchaus schnell mal erreicht bei starkem Sonnenlicht, bei Spitzlichtern in der Nacht, bei weißem Himmel oder eben in Gegenlichtsituationen.

Was ist denn "Dynamik", wieviel fotografisch nutzbare Dynamik hat so ein Sensor und wieviel Dynamik lässt sich in einem sRGP-JPG "transportieren"?
Wie oben geschrieben: Es kommt auf die Messmethode an. Die Messung der Dynamik ist leider nicht so genormt wie die Messung einer Strecke oder der Zeit. Formal ist die Dynamik der Quotient aus dem größten und dem kleinsten gleichzeitig darstellbaren Kontrast. Der kleinste Kontrast geht irgendwann ins Rauschen über und wo genau das passiert, wird relativ willkürlich festgelegt. DxO misst die neuen, in Nikon-Kameras verbauten Sensoren mit bis zu 14 EV. Dargestellt werden auf Monitore so 7 bis 8 EV und auf Papier gerade mal 5 EV. Trotzdem kann man natürlich die Helligkeitswerte so anpassen, dass alle hellen und sehr viele der sehr dunklen Sensordaten auch auf Papier dargestellt werden damit Zeichnung erhalten bleibt. Man verzichtet dann auf Luminanzwerte in Bereichen, die das Auge nicht benötigt um das Bild zu interpretieren und verlässt sich dann auf die Chrominanz der Bilder.

Ciao
HaPe
 
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Formal ist die Dynamik der Quotient aus dem größten und dem kleinsten gleichzeitig darstellbaren Kontrast.

Ich würde statt "darstellbar" lieber "nutzbar" (*) sagen. Aber das ändert nichts daran, dass bei diesem Bild die Dynamik des Sensors (vermutlich, müsste man ausprobieren) überfordert war.

(*) nicht mehr "nutzbar" wäre ein Signal nämlich auch dann, wenn der Sprung zum nächstgrößeren oder -kleineren Wert als Tonwertabriss sichtbar wird, selbst wenn das Rauschen noch akzeptabel ist.
 
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Aber das ändert nichts daran, dass bei diesem Bild die Dynamik des Sensors (vermutlich, müsste man ausprobieren) überfordert war.

Nein, der Sensor kann mehr. Was Du auf dem Bild siehst ist die Interpretation der Kamera-internen JPG-Entwicklung. Daß die Dynamik des Sensors höher ist, kannst Du feststellen, wenn Du in RAW aufnimmst und diesen Schritt der Bildentwicklung selbst vornimmst. Das Endergebnis komprimiert dann den Bereich der Lichter und Schatten auf das darstellbare Format.
 
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Nein, der Sensor kann mehr.

Dass dieses Bild nicht das perfekte Ergebnis darstellt, ist doch klar. Aber wenn so belichtet worden wäre, dass der Himmel nicht ausfrisst, dann wäre das Gebäude sehr viel dunkler geworden. Und das hätte man, selbstverständlich in Raw, um mehrere EV aufhellen müssen. Möglicherweise so viele EV, dass das Rauschen unakzeptabel wird. Sag ich ja: Ausprobieren.
 
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Aber wenn so belichtet worden wäre, dass der Himmel nicht ausfrisst, dann wäre das Gebäude sehr viel dunkler geworden. Und das hätte man, selbstverständlich in Raw, um mehrere EV aufhellen müssen. Möglicherweise so viele EV, dass das Rauschen unakzeptabel wird. Sag ich ja: Ausprobieren.

Richtig. Wenn es aber möglich ist, aus einem RAW entsprechend viel herauszuarbeiten (im Gegensatz zum JPG), dann ist doch klar, daß die Grenzen nicht vom Sensor kommen, sondern vom JPG-Format und der Entwicklungs-Engine der Kamera.
Meistens ist es auch möglich, die Schatten ausreichend aufzuhellen, ohne störendes Rauschen zu erzeugen. Das wichtigste ist es, bereits bei der Aufnahme ein Ausfressen der Lichter zu vermeiden, da diese meist schwerer wiederhergestellt werden können, als die Schatten.
Wie ich aber schon erwähnte, ist es einen Versuch wert, Active-Lighting anzustellen bei JPG-Fotografie.
 
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