Was rechtfertigt einen dreifachen Preis ?

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Frank.Wagner

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Hallo,

es geht um ein sehr stabiles Stativ für lange Tüten - Bei der persönlichen Auswahl blieben am Schluss das Berlebach Reporter 3032 - 4032 versus einem Gitzo GT5540LS (ehemals 1548) oder GT3540LS (ehemals 1348) in der Liste übrig.

Wenn man sich die Preise anschaut, sind die Berlebachs um die <= 250 € - Die Gitzos liegt bei einem guten Online Kauf zwischen 650 bis 800 €. Ein doch dramatischer Unterschied

Daher eine kurze Frage:
  • Was rechtfertigt einen dreifachen Preis seitens Gitzo ?
Die Komentare zu dem Gitzo sind natürlich erste Sahne - Für Berlebach aber eigentlich genauso - Daher würde es mich wirklich mal interessieren, warum die Gitzo Leute solche Preise verlangen können, die der Markt Ihnen ja wohl auch bezahlt - Sind das nur gute Sales Leute mit besserem Marketing :frown1:

Gitzo:
 
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Hallo Frank,

Linhof kenne ich nicht - kannst Du bitte falls sinnvoll, ein konkretes Produkt von Linhoff benennen
  • Habe ich bisher auch sehr wenig im Forum in Beiträgen gelesen

Gruss und Danke im voraus

Frank

PS: Maik - oder bekommen noch Subventionen :dizzy:
 
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volkerm schrieb:
Frank, der Vergleich hinkt gewaltig.

Gitzo hat ja nicht nur die auf geringes Gewicht getrimmten teuren Carbonstative, sondern solche aus Alu und Basalt. Wenn man was mit Berlebach vergleichen möchte, dann die deutlich günstigeren Alu-Stative von Gitzo. Der Vergleich mit den Carbonstativen passt einfach nicht, wenn man Gewicht und Packmaß und max Höhe vergleicht.
Nicht unbedingt, in Bezug auf Gewicht klar, Packmaß vielleicht, aber nehmen wir mal die Schwingungsdämpfung, da stimmt der Vergleich Eschenholz vs. Carbon wieder.

Frank.Wagner schrieb:
Spielstand:
  • Marke oder Produktname = 0:0 (weil völlig egal)
Das denke ich nicht, Gitzo ist zum Teil so teuer, weil Gitzo draufsteht. Mag sein, dass ein Gitzo möglicherweise etwas besser verarbeitet ist als z.B. ein Giottos, aber rechtfertigt das alleine so einen Preisunterschied?
Ich denke das Image von Gitzo spielt auch bei den Preisen ne nicht unwesentliche Rolle.
Da fällt mir z.b die Panasonic Lumix irgendwas ein, die gibts von Panasonic und von Leica. Beide sind absolut baugleich, nur die Leica hat eine etwas verbesserte SW. Das alleine kann aber genau wie bei Gitzo nicht den hohen Mehrpreis ausmachen, sondern der rote Punkt.

CALYPTRA schrieb:
Ich weiß nicht, ob Gitzo die Rohre selbst herstellt, glaube ich aber kaum, aber ich schätze mal, dass allein die 3 Carbonbein für ein Stativ im Einkauf einen Wert von ein paar hundert Euro haben können.
Kann ich mir nicht vorstellen, klar Carbon ist teuer, aber so teuer denke ich nicht. Da werden doch Kilometer von den Rohren hergestellt und kein Einzelstücke. Aber genaueres zu den Preisen weiß ich auch nicht, ist nur meine Meinung. Würde mich fast nicht wundern wenn die Rohre von Gitzo Benro oder Giottos alle aus dem gleichen Laden kämen.
 
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volkerm schrieb:
Und vor allem hat das Gitzo 1548 ein Packmaß von 59cm, die Berlebach 3032 bzw. 4032 von 90cm bzw. 103cm.

Genau das ist das tolle an Gitzo: die Kombination aus hoher Stabilität, hoher Tragekraft, moderatem Gewicht und kompaktem Packmaß. Es ist die Summe dieser Eigenschaften, die ein Gitzo ausmacht. Du findest dies bei keinem anderen Hersteller.

Manfrotto ist sehr gut und preiswert, aber bei gleicher Tragfähigkeit wesentlich schwerer. Berlebach hat bei gleicher Tragfähigkeit und gleicher Arbeitshöhe ein wesentlich größeres Packmaß. Beide Marken haben ihre Berechtigung, und für Leute, die entweder keine allzu schweren Kamera-Objektiv-Kombinationen benutzen oder ihre Locations immer mit dem Auto anfahren können, sind beide Marken sehr brauchbar. Wer aber schweres Geschütz zu seiner Location tragen muss, sollte sich bei Gitzo umsehen.

Grüßle
Uwe
 
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Mischi zugelaufen schrieb:
Nicht unbedingt, in Bezug auf Gewicht klar, Packmaß vielleicht, aber nehmen wir mal die Schwingungsdämpfung, da stimmt der Vergleich Eschenholz vs. Carbon wieder.

Die Schwingungsdämpfung ist ein beliebtes Argument der Holz-Befürworter. Gerne werden dann auch die Instrumente der Vermessungtechnik zitiert, die auf Holzstativen ruhen. Unterschlagen wird, daß dort keine eher dünnbeinigen Berlebach Report eingesetzt werden, sondern wesentlich massivere Stative mit einem vielfachen Gewicht.

Nach meiner Erfahrung ist vor allem die Bauweise von Stativ und Kopf entscheidend. Das Material ist dann das i-Tüpfelchen.
 
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Auf der Berlebachseite, gibt es nen Download zu nem sehr anschaulichen Testbericht von irgend einer Zeitung, da liegen die Holzstative vorne.
 
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Hallo Leute,

bitte nicht lachen -
  • im Zusammenhang mit dem Gitzo 1548 wird auch von Legwarmer gesprochen
  • wo bekommt man so etwas - sind das Füsse zur Stabilisierung ???
 
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Frank, die "Legwarmer" sind wirklich sowas wie "Beinwärmer". Das sind einfach nur Hüllen, die man über die Beine des Stativs zieht. Bei einem Alustativ werden die im Winter nämlich ganz schön kalt und entsprechend unangenehm ist es, wenn man das Stativ bei Minusgraden mit der blossen Hand rumträgt.

Bei den Nikonians gibt es Legwarmer mit Stoffmäntelchen und Logo. Genau so gut tut es ein Heizungsrohr-Isolierschaum-Formteil aus dem Baumarkt und darum ein bisschen Klebeband. Das polstert auch ein wenig, wenn man das Stativ über der Schulter trägt.
 
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Frank.Wagner schrieb:
bei Alu kann ich das nachvollziehen - aber bei Carbon

Vom Anfassen bei Kälte sehe ich das auch nur bei Metallstativen als nützlich an. Als Polster zum Tragen über der Schulter nutzt es natürlich schon was, wobei mir die stylischen Nikonians-Beinschoner zum normalen Tragen zu rutschig sind (Stoffüberzug über Schaumstoffpolster).
 
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Moin Frank,

das Temperaturproblem hat man natürlich bei Holz nicht. :)

Mir ist da aber noch etwas anderes in den Sinn gekommen, die Schlagempfindlichkeit.

Das hier habe ich in einem anderen Forum gefunden.

Dieses Carbon hat dann aber auch den Nachteil, der sich im Preis niederschlägt und seiner Schlagempfindlichkeit.
Die Cabonbeine habe ich durch umwickeln mit Fahrradkorklenkerband gegen Schläge geschützt. Es besteht auch die Möglichkeit entsprechende "Legwarmer" anzubringen
.

Also nichts um sich den Weg durch den Wald zu bahnen. :)
Hat hier aus dem Forum schon mal jemand eins kaputt gemacht ?



Gruß Frank .... ein Berlebach Fan

und jemand der sich nach einer D2H umsieht.
 
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Ich habe mir folgendes Produkt gekauft, weil ein Kumpel von mir (ollux) das Gerät seit 25 Jahren in Gebrauch hat und weil kein Wüstensand, kein Urwald, kein Fotografieren in Fließgewässern oder unter der Dusche dem Ding einen Schaden zufügen kann:

REKORD-PROFIL-STATIV (Liste 193 Euro, Straße niedriger)
003414 3-teiliges Stativ für Kameras bis 3 kg. Wasserwaage, Wechselteller 77 mm mit 1/4"- und 3/8"-Gewinde. Extrem hohe Aufnahmeposition von mehr als 190 cm, in Transportstellung 65 cm. Aushängbare Schirmspreizen, Rapidinnenklemmung, schwarze Harteloxierung, Gummi-/Metallwechsel- spitzen. Gewicht 2400 g. Stativbeutel 023304.


Bei Bedarf hätte ich keine Bedenken eins der großen Geschwister zu kaufen, z.B. dieses hier:

DOPPEL-PROFIL-STATIV (Listenpreis 390 Euro)
003317
Extrem standfestes, robustes und trotzdem leichtes Stativ für Profi-Ansprüche. 2teilig, belastbar bis 12 kg. Durch großen Schenkelkopf und Doppelprofile höchst mögliche Vibrations- und Verwindungsfreiheit für härtesten Einsatz. Einfaches Handling durch griffige Exzenterklemmung. Wechselteller Ø 77 mm mit 1/4"- und 3/8"-Gewinde, aushängbare Schirmspreizen, Wasserwaage. Schwarze Harteloxierung, Gummi- / Metallwechselspitzen. Höhe 81/186 cm, Gewicht 3000 g. Stativbeutel für Stativ mit Kopf: 023313.

Bei den Großen schlägt Linhof dann preislich richtig zu:

PROFI 3 (Liste: 1180 Euro)
003454
Kompaktes Profi-Rohr-Stativ für Kameras bis 20 kg. Spreizanschläge im Schenkelkopf des Stativs ermöglichen 3 verschiedene Positionen der Stativbeine - von Bodennähe 25 cm bis zur maximalen Arbeitshöhe von 187 cm. Die Kurbelsäule ist durch einen Anschlag vor unbeabsichtigtem Herausdrehen gesichert, läßt sich aber für Reproduktionen u.ä. umdrehen, bzw. auch ganz abnehmen. Darüber hinaus besitzt sie einen einstellbaren selbsthemmenden Zahntrieb und die 90 mm Spannaufnahme für Linhof Profi Kugel- und Neigeköpfen mit 90 mm Basisdurchmesser, eine absolut sichere Positionierung auch schwerster Geräte. Wasserwaage, schwarze Harteloxierung und schwarzer Kunststoffüberzug, griffige Drehmuffenklemmung, Gummi-/Metallwechselspitzen, umsetzbare große Klemmhebel.

Stativbeutel: 023322.
Empfohlene Köpfe: Profi Kugelkopf III Ø 90 mm 003650, Nivellierneiger Ø 90 mm 003668


Aber: Es gibt bei Todesfällen immer wieder Sammlungsauflösungen über Händler, Photobörsen und Versteigerungsplattformen, wo diese Topgeräte gebraucht günstig zu haben sind. Wenn das Gerät vollständig und in gutem Zustand ist, spricht nichts gegen den Gebrauchtkauf. Linhof ist wirklich kein leeres Versprechen.

Herzlich

Frank


Frank.Wagner schrieb:
Hallo Frank,

Linhof kenne ich nicht - kannst Du bitte falls sinnvoll, ein konkretes Produkt von Linhoff benennen
  • Habe ich bisher auch sehr wenig im Forum in Beiträgen gelesen

Gruss und Danke im voraus

Frank

PS: Maik - oder bekommen noch Subventionen :dizzy:
 
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frankyboy schrieb:
genau diese 600 g differenz sind nach einigen kilometern fußmarsch entscheidend, du hast ja in der regel nicht nur das stativ dabei, sondern auch noch fotoequipent. nach einger zeit ist ersteinmal jedes gramm gewicht zuviel.

Das Schwerste an ner Fototour bin immer noch ich. Ich habe ziemliches Übergewicht, wenn ich da mal etwas abnehme oder zwei Weißbier weniger trinke, kann ich mein Berlebach wieder ohne Mehrbelastung tragen. :hehe:

Gruß,
Werner
 
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Frank.Wagner schrieb:
es geht um ein sehr stabiles Stativ für lange Tüten -Gitzo GT5540LS (ehemals 1548) oder GT3540LS (ehemals 1348) in der Liste übrig
Nochmals nachgefragt: wie sieht das dann tatsächlich mit dem Schwingungsverhalten bei diesen Stativen (lange Teleobjektive) aus und was müßte man sonst noch beachten, welches Material wäre empfehlenswert (sorry, ich weiß: a never ending story)?
 
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Stefan Lenz schrieb:
Die Berlebachs ohne Mittelsäule sind entweder sehr niedrig, oder tragen keine gescheiten Lasten. Auch wenn es hier viele Berlebach-Fans gibt, die einzigen Holzalternativen zu 3540/5540 kommen von Sachtler und da reden wir dann auch über andere Preise.

Man kann auch Arri nehmen, nicht sehr leicht, nicht gerade günstig, aber sehr gut!!!!

Frank
 
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Hank schrieb:
Nochmals nachgefragt: wie sieht das dann tatsächlich mit dem Schwingungsverhalten bei diesen Stativen (lange Teleobjektive) aus und was müßte man sonst noch beachten, welches Material wäre empfehlenswert (sorry, ich weiß: a never ending story)?

Hallo,

ich schleppe ein G1325 mit mir rum. Auch dieses Stativ schwingt leicht ( ich denke mal, alle Stative schwingen ), aber die Schwingung ist gut gedämpft, sodaß diese nicht wirklich lange dauert.

Also, mit Spiegelvorauslösung muss man nur wenige Sekunden warten, bis man die Aufnahme schießen kann.

Robby
 
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Mal ein Zwischenschritt:
  • grösser 200 Meter Enterfernung - Manfrotto 055 Umbau - Nill-Kopf - Stativ Höhe ausgefahren - 500er 4.0 Objektiv

  • Bei > 200 Meter - ist das scharf oder immer noch unscharf ???

1235246aa2374eeccc.jpg
 
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Werner1 schrieb:
Das Schwerste an ner Fototour bin immer noch ich. Ich habe ziemliches Übergewicht, wenn ich da mal etwas abnehme oder zwei Weißbier weniger trinke, kann ich mein Berlebach wieder ohne Mehrbelastung tragen. :hehe:

Schon richtig, aber im Bauch tragen sich 600g Mehrgewicht angenehmer als auf die Schulter gestemmt :)

Maik
 
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Hank schrieb:
Nochmals nachgefragt: wie sieht das dann tatsächlich mit dem Schwingungsverhalten bei diesen Stativen (lange Teleobjektive) aus und was müßte man sonst noch beachten, welches Material wäre empfehlenswert (sorry, ich weiß: a never ending story)?

Das Hauptproblem beim Einsatz langer Teleobjektive ist, dass die Kamera-Objektivkombination nur an einem Punkt - dem Stativkopf - mit dem Stativ verbunden ist. So entstehen lange Hebelarme, die dazu führen, dass der ganze Aufbau hervorragend schwingen kann. Wenn das Teleobjektiv mit Hilfe einer Stativschelle montiert ist, kannst Du eine Strebe am Stativgewinde der Kamera befestigen und gegen ein Stativbein verspannen. Dann ist Ruhe. Solche Streben gibt es von Manfred Otto, passen auch zusammen mit anderen Stativen.

Was das Material angeht, so ist mir das ganz ordinäre Alu immer noch sympatisch. Ist schwerer als Faserwerkstoffe, aber robust und preiswert. Holz hat natürlich auch was: wenn Dir Dein Stativ outdoor zusammenbricht, kannst Du im nächsten Wald Ersatzteile holen :D

Grüßle
Uwe
 
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