Warum keine neuen lichtstarken Festbrennweiten im Normal- und Weitwinkelbereich?

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Furby

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Immer wieder werden hier im Forum neue Weitwinkel- und Standard-Festbrennweiten, möglichst mit Af-S und VR gewünscht. Dabei werden jedoch viele Aspekte außer Acht gelassen:

Früher in Zeiten ohne PC und ohne automatisierte Fertigungsstraßen waren Festbrennweiten deutlich einfacher und kostengünstiger herzustellen als Zooms. Zoomobjektive waren eine relativ neue Erscheinung, die noch unter allerhand Kinderkrankheiten litten, sie enthielten auch deutlich mehr Linsen, die alle von Hand geschliffen und in einem relativ aufwändigen Verfahren vergütet werden mussten.

Doch mit der Automatisierung der Fertigung, insbesondere asphärischer Linsen, und der Möglichkeit der Entwicklung und Berechnung komplexer Linsensysteme mit entsprechender Software auf dem PC, kehrte sich das Ganze um.

Mit dem 2,8/20-35 entstand bei Nikon das erste WW-Zoom, in dem die Abbildungsqualität der entsprechenden Nikonfestbrennweiten in diesem Bereich mindestens auch erreicht wurde. Dieses wurde dann vom 2,8/17-35er und vom 2,8/28-70er noch getoppt. Auch die neuen Objektive, 2,8/14-24 und 2,8/24-70 dürften nicht schlechter sein, zudem sind sie preisgünstiger als die Summe der in ihnen enthaltenen Festbrennweiten.

Auch die heute oft gelobten Normalbrennweiten , insbesondere das 1,8/50er wollte lange Zeit keiner mehr haben, erst seit den populärene DigiSLR mit Crop, erfreut es sich auf einmal einer gewissen Beliebtheit, letztlich aber auch nur, weil es nur rund 120 Euro kostet. Wenn Nikon nun ein Af-S 1,8/50 VR auf den Markt brächte, das sagen wir mal 350 Euro kosten würde, wieviel könnte man davon am Markt absetzen???

Ein gutes Beispiel ist auch das 1,4/28, ein bemerkenswertes und optisch auch interessantes System, das jedoch wegen des hohen Preises nicht sehr oft vermarktet werden konnte.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist Nikon sicher gut beraten, nur noch solche Festbrennweiten aufzulegen, die für ihren Preis auch einen Markt haben, Supertele und Macroobjektive.

Mal sehen, was die Zukunft bringt???
 
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Hmm naja ...

irgentwie finde ich die Haptik von AF-S besser.
Fühlt sich für mich präziser an.
Aber ob man es braucht bezweifle ich auch.
 
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AW: Re: Warum keine neuen lichtstarken Festbrennweiten im Normal- und Weitwinkelbereich?

polm schrieb:
Ob die AF-D-WW optisch state-of-the-art sind, kann ich nicht beurteilen (habe ein non-D Sigma 24mm 2.8, was mich total disqualifizert), meinetwegen.

Kann mir mal jemand eine Situation nennen, in der man einen Ultraschallmotor an einem WW-Objektiv, das auch noch an FF, benötigt? D40-Benutzer jetzt mal nicht posten, Euern Punkt verstehe ich :dizzy:

Schöne Fotos!
Phillip

Der AF ist deutlich leiser. Allerdings braucht man nach meiner Erfahrung nur in weniger als 50% der WW Fotos überhaupt einen AF und in solchen Fällen bringt das natürlich nichts. Die AF Geschwindigkeit sollte auch nicht das Thema sein, wobei die natürlich auch besser ist.
 
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AW: Re: Warum keine neuen lichtstarken Festbrennweiten im Normal- und Weitwinkelbereich?

polm schrieb:
Kann mir mal jemand eine Situation nennen, in der man einen Ultraschallmotor an einem WW-Objektiv, das auch noch an FF, benötigt?

Um mal schnell manuell in den Fokus eingreifen zu können. Und für die Praxis wahrscheinlich noch wichtiger: weil man bei den Lichtriesen sehr oft von AF Problemen (FF/BF) geplagt wird. Bei AF-S Objektiven kann man im Objektiv eine Korrektur einspeichern. Bei Stangen-AF Objektiven geht das nicht und die werden für die nötige Präzision auch eher langsam ausgelegt vom AF-Getriebe, siehe 28/1.4 AF-D.
 
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smep schrieb:
Ich hoffe auch, dass Nikon im Weitwinkelbereich noch lichtstarke Festbrennweiten nachschiebt.

Die 2.8er Zooms sind gut und schön, aber manchmal braucht man eine grössere Lichtstärke (z.B. um auch im WW-Bereich den Hintergrund freizustellen).

Ausserdem sind die Zooms gross und schwer, bei der Street- und Reisefotografie wirkt es sehr aggressiv ein 17-55/2,8 DX mit Monster-Sonnenblende auf Menschen zu richten.

Da ist eine Leica M6TTL mit einem Summicron-M 28/2.0asph. schon was anderes :)
siehe z.B. meine Cuba-Fotos:

http://view.stern.de/fc/serie/13249/

Stefan,

*"Chast Du breite Schultern, chast Du auch Ruhe, Brüderchen...":D

* Zitat Moskau Inkasso

Nun aber im Ernst:
Auf meiner Malta Tour im Frühjahr wurde die D200/18-70 Kombi als Immerdabei sogar in der Enge von Bussen und Kirchen eingesetzt.
Leise M6/7 sind Schleicher-Kameras...quasi Heckenersatz....:p

Dir einen schönen Sonntag, den Anderen auch!

Gruß
Bernd
 
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ppwill schrieb:
Hallo,

es gibt mehere Gründe für neue Festbrennweiten:

AF-S weil in Zukunft immer mehr Nikonbodys in der Einstiegsklasse wohl keinen AF Motor mehr haben werden.

Der Einsteiger wird aber lieber zum Zoom als zur FB greifen.

Zum Thema Lichtstärke fällt mir nur auf, dass die neuen Sensoren in Bezug auf Rauschverhalten immer besser werden. Damit ist die Lichtstärke bei AL beinahe zweitrangig. Es sein denn, man will die Ameisenkolonie bei Nacht im Tunnel fotografieren. Fürs Gestalterische ist es natürlich wieder was anderes.

In meinen Augen ist die Diskussion längst überholt.
 
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foxmulder schrieb:
In meinen Augen ist ein 1.8/50mm um 4,5 Blenden lichtstärker als das 18-55er bei 50mm. Das ist dann der Unterschied zwischen ISO 200 und ISO 1600 oder HI 0,5 (oder so).
Fröhliches Entrauschen allerseits. ;)

Dem ist natürlich nichts entgegenzusetzen.

Aber geht der Blick als Entwickler bei Nikon nicht nach vorn?
Bei lichtstarken Zoomobjektiven mit guten Abbildungsleistungen und Sensoren, die ISO 1600 rauscharm darstellen können, warum soll ich dann noch lichtstarke FB bis 50 mm entwickeln?
 
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CycoDAB schrieb:
Bei lichtstarken Zoomobjektiven mit guten Abbildungsleistungen und Sensoren, die ISO 1600 rauscharm darstellen können, warum soll ich dann noch lichtstarke FB bis 50 mm entwickeln?

weil bestimmte gestalterische möglichkeiten NUR bei entsprechend grossen blenden möglich sind. ich kann jedem nur empfehlen, mal ein paar fotos mit einem 1.4-objektiv zu machen. wie man z.b. eine person innerhalb einer gruppe freistellen kann - das hat schon was.

ansonsten geb´ ich dir völlig recht. für den grossteil der ansprüche, sind hochwertige zooms die geeignetere wahl und demnach wohl auch aus nikon-sicht die betriebswirtschaftlich klügere alternative

gruss
michael
 
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Es fehlen meiner Meinung nach tatsächlich lichtstarke Festbrennweiten aus gestalterischen Gründen. Die können nicht durch lichtstarke Zooms ersetzt werden, da die dann viel zu teuer wären.

Aber hierzu:
balise schrieb:
Nun aber im Ernst:
Leise M6/7 sind Schleicher-Kameras...quasi Heckenersatz....:p
Gruß
Bernd
Das erinnert mich an eine Aufnahme, die ich vor vielen Jahren mal im Petersdom mit der F3 machte. Von der Empore nach unten. In einer der Nebenkapellen war zudem eine Andacht. KLACK KLACK , und die ganze Gemeinde starrte nach oben.
Da habe ich mir eine Leica-M gewünscht. Ganz sehnlichst. Ich hätte auf die Aufnahme verzichten sollen.
Wahrscheinlich hast Du das mit der "Schleicher-Kamera" nicht ernsthaft gemeint.
Die Spiegelreflexe sind einfach immer noch zu laut. Deshalb benutze ich für solche Situationen meine Lumix FZ30 .

Gruß Wolfgang
 
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habedehre schrieb:
Hallo,


Brauchen wir diese Diskussion wirklich schon wieder?

Und ehrlich gesagt, für was braucht man denn unbedingt AF-S oder VR im Festbrennweiten-Weitwinkelbereich?

Hallo Christoph, hallo alle anderen,

Ich habe die beiden Zitate ausgewählt, da sie meine Gedanken zu diesem Thema recht gut aufgreifen.

Ob man/wir/ich diese Diskussion "brauchen", hängt vom jeweils individuellen Standpunkt ab. Für mich ist die erste Frage die nach der für mich nötigen Qualität. Hierbei irrelevant ist für mich z.B., ob ich ein "lautes" oder "altbacken designtes" Objektiv an meiner Kamera verwende. Im Gegenteil: Manche AI/S-Optiken finde ich, rein optisch und haptisch, sogar ansprechender als gar manch' moderne Linse - und die sind noch ein paar Jährchen älter als diejenigen aus den 80ern. Ob das Objektiv laut ist oder nicht so laut, ist für mich nicht entscheidend.
Zur (Abbildungs-)Qualität: Meiner Auffassung und subjektiven Erfahrung nach sind folgende Stangenlinsen über meinen Zweifel erhaben:
- AF 35-70 F2,8
- AF 50 F1,8
- AF 85 F1,8
- AF 105 F2,8 Micro
... bei dem AF 20 F2,8 bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Was die Geschwindigkeit und Zielgenauigkeit anbelangt, reichen mir die meisten Linsen mit Stangenantrieb aus. Klar ist ein flüsterleises AF-S-Objektiv toll, aber eben nicht zwingend notwendig - jedenfalls für mich nicht.

Ich denke (auch), man braucht AF-S und VR im WW-Bereich nicht unbedingt. Je mehr Weitwinkel man hat, umso niedriger ist i.d.R. der einstellbare Entfernungsbereich und somit auch die Wahrscheinlichkeit, fehl zu fokussieren.

Zusammenfassend: Gäbe es nicht ständig neue Produkte, bessere Fertigungsautomatisierungen, gäbe es auch keine Weiterentwicklungen, keine Preisanpassungen aber auch weniger unzufriedene, milder ausgedrückt: ständig suchende Menschen - und das wäre wohl für die Wirtschaft, den Umsatz, die Arbeitsplätze(?), etc. nicht förderlich.
Derweil erfreue ich mich an meinen z.T. alten Schätzchen, mit denen ich, für meine Ansprüche zumindest, gute Bilder machen kann.

Viele Grüße
Peter
 
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foxmulder schrieb:
In meinen Augen ist ein 1.8/50mm um 4,5 Blenden lichtstärker als das 18-55er bei 50mm. Das ist dann der Unterschied zwischen ISO 200 und ISO 1600 oder HI 0,5 (oder so).
Fröhliches Entrauschen allerseits. ;)

Gruß
Dirk

Ich komme zwar auf knapp 3.5 Blenden (nichtmal 1/2 auf 2 + 1 auf 2.8 + 1 auf 4 + 1 auf 5.6) aber das war hier auch nicht Basis der Diskussion.

Der Lichtvorteil eines 1.8 irgendwas zu einem 2.8er Top-Zoom ist dann eher marginal.
 
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Danke Stefan, mit dem Blendenzählen hab' ich's heute nicht so, ist schon das zweite Mal das ich heute um eine Blende daneben liege!

Gruß
Dirk
 
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air23 schrieb:
weil bestimmte gestalterische möglichkeiten NUR bei entsprechend grossen blenden möglich sind. ich kann jedem nur empfehlen, mal ein paar fotos mit einem 1.4-objektiv zu machen. wie man z.b. eine person innerhalb einer gruppe freistellen kann - das hat schon was.

Das macht man aber doch nicht mit Weitwinkeln. Du hast ein Statement zu Brennweiten <50mm zitiert.

Maik
 
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Maik Musall schrieb:
Das macht man aber doch nicht mit Weitwinkeln. Du hast ein Statement zu Brennweiten <50mm zitiert.

Maik

ob "man" das macht, möchte ich nicht beurteilen - aber ich mache das sogar ziemlich oft:)

gruss
michael
 
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Re: AW: Warum keine neuen lichtstarken Festbrennweiten im Normal- und Weitwinkelberei

volkerm schrieb:
Was meint er denn mit "Auch manuell nicht, weil der Fokus auch im manuellen Betrieb nur über den USM-Motor möglich ist (ohnehin ein Witz!)" ?

Ich vermute, daß man mit dem Entfernungsring nicht mehr einfach mechanisch Dinge verstellt, sondern der Board-Elektronik seinen Entfernungs-Änderungs-Wunsch mitteilt, die dann den Motor anwirft - oder eben nicht. Spart Mechanik, die Elektronik ist eh' schon drin, und fühlt sich erstmal cool an, weil die Haptik vom Entfernungs-jog natürlich voll definiert ist.

Ai-s rules :up:
Phillip
 
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lemonstre schrieb:
AF-S auf jeden Fall! VR halte ich nur bei Brennweiten > 70mm für sinnvoll.


Genau. Bei 35mm am Vollformat mit 9-Mikrometer-Pixeln brauch ich kein VR für Weitwinkel. Das würde die Teile nur unnötig teuer machen.

Das herausragende AFD 1,8/85mm hat 1996 neu 900 DM gekostet. Da sollte es doch heute noch möglich sein, so eine Optik für 600 Euro mit AFS anzubieten oder für 700 mit AFSVR. Oder?
 
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