Zum Bärenpark:
http://www.baerenpark.de
Er ist in Bad Rippoldsau-Schapbach sehr leicht zu finden. Wir haben ihn nach einer Autofahrt von knapp 40 Minuten erreicht und ist sehr gut zu finden. Der Eintrittspreis ist bescheidene 5 Euro, auch wenn alleine das Futter für einen Bären auf 1'500 Euro pro Monat kommt.
Wir mögen diese Art von Park sehr. Die misshandelten Tiere verbringen hier eine naturnahe Umgebung und müssen eigentlich für den Menschen nichts tun. Man darf sie einfach beobachten. Ein paar wunderschöne Stunden für uns. Das ein Bär keine 5 Meter vor unserer Nase ein ausgiebiges Bad genommen hat, hat uns sehr berührt.
Der Park lebt ausschliesslich von Spenden. Nette Leute sind auch da, welche man Frage stellen kann. Ich habe schon in Amerika, in den Rocky Mountains Bären beobachtet und ich bin von diesen Tieren sehr angetan. Dass Bären weder in einen Zirkus gehören noch als Haustiere taugen war mir spätestens dann klar. Dennoch ist es vermutlich einen Tropfen auf einen heissen Stein. Die wenigen Bären welche aus der qualvollen Haltung befreit werden konnten, ist wohl nur die Spitze des Eisberges...Umso mehr konnten wir uns über die Haltung der Bären im Bärenpark freuen. Sie haben alles was Bären brauchen zum glücklich sein: Wald, Sträucher, Wasser und genügend Bewegungsfreiheit ...
Und so konnte ich mich auch fotografisch sehr auf diese Tiere einlassen. Auch wenn ich fotografisch wohl besser hätte arbeiten können.
Ich schliesse nun ab mit eine paar Gedanken zur Komposition.
Ich habe es sehr genossen mich mit den Parallelen der musikalischen Komposition zur fotografischen Komposition zu befassen. Ich habe sehr viel Gemeinsames gefunden, welches ich - wenn auch wenig bewusst - aktiv versuchte umzusetzen. Was ich einmal mehr festgestellt habe ist die Tatsache, dass ich nur fotografisch aktiv sein kann, wenn ich vom Motiv "gefangen" werde. Mag ein Motiv aus fotografischer Sicht noch so schön sein, ich kann es nicht fotografieren, wenn es sich in meinem Innern nicht auf irgend eine Art und Weise spiegelt. Im Nachhinein empfinde ich manche Bilder welche ich gemacht habe inniger und tiefer als ich es empfunden habe, als ich abdrückte. Das hat damit zu tun, dass ich oft überhaupt nicht darüber nachdenke, was mich genau berührt. Es hat sich im Verlauf der Jahre vermutlich ein gewisser Automatismus eingestellt. Gerade bei den farbigen Kirchenbilder war es so. Ich hatte dauernd Vivaldis Werk "Juditha Triumphans" im Kopf. Das Finale. Ich brauchte in der Kirche keine fünf Minuten, um die Bilder in den Kasten zu bringen. Alles von Hand aufgenommen mit Null Ausschuss ...
Ich werde weiter dran bleiben. Musik und Fotografie als eine Welt mit Tiefgang zu erkunden. Und letztlich mich selbst erkunden ...
Zum Schluss noch ein letztes Bärenbild. Auch mit der Hoffnung verbunden, dass wir Menschen endlich lernen, unseren Mitbewohnern den ihnen geschuldeten Respekt zu zollen...