Abseits der Touristenströme besuchen wir ein kleines Dorf östlich von Tamale.
Für das Familienoberhaupt gibt es ein paar Geschenke.
#123
Wir dürfen uns im Dorf frei bewegen, den Menschen bei
der täglichen Arbeit zusehen und fotografieren
Die Bewohner sind sehr freundlich und freuen sich auf den Besuch.
Es gibt kleine Gehöfte, die mit einer Lehmmauer umgeben sind.
Die Kinder - mit Blähbäuchen wegen Mangelernährung - kommen uns schon entgegen.
Wir dürfen eintreten.
#124
Um einen Innenhof sind mehrere kleine Rundhäuser angeordnet.
Die Hauptfrau hat das größte Haus, in der Regel links vom Eingang.
Danach kommen die Häuser für die Zweifrau, Drittfrau, ...
Auf der anderen Seite sind kleinere Häuser für die Jungen, die
nicht mehr bei der Mutter wohnen dürfen, wenn sie älter werden.
Der Platz in der Mitte ist das "Open-Air-Kochstudio".
#125
nachdem auch die anderen Mitreisenden mir gefolgt sind,
sah das dann so aus ...
#126
Dabei wurde in die kleinste Hütte gekrochen und alles gnadenlos abfotografiert.
Wenn ich mir vorstelle, dass ein Reisebus voll Japaner bei mir
vor der Tür steht, in jedes Zimmer eindringt und alles knipst,
macht mich das schon sehr nachdenklich.
Da mindestens 8 von 12 Italienern vorher in der Hütte waren,
sind auch bei mir die Hemmschwelle etwas gefallen.
Mit einen unwohlen Gefühl im Bauch habe ich eher lieblos geknipst.
Trotzdem möchte ich Euch das Bild nicht vorenthalten.
Zeigt es doch, welchen Lebensstandard die Menschen dort haben ...
... und wie gut es den meisten von uns geht.
Die Rundhütte an einen Durchmesser von ca. 3-4m.
In der Mitte ist Baumstamm, der das Dach stützt.
Auf dem Boden sind zwei Matten. Sie dienen als "Bett".
Das heisst, die Menschen schlafen auf dem harten Boden.
Der Nagel an der Wand ist der Kleiderschrank.
Mehr Kleider gibt es nicht.
Hinten an der Wand steht ein Tisch mit Geschirr und Töpfen.
Das ist auch gleichzeitig die Speisekammer.
#127