Puh, hier geht der Punk ab und der Thread Owner ist nicht zu Hause. Das liegt aber nicht an mangelndem Interesse, sondern an nicht erfolgter (oder verpennter) Email-Benachrichtigung aus diesem Faden.
Eure Diskussion finde ich äußerst interessant und für mich relevant. Immerhin bin ich jetzt so weit, dass ich für mich mal das Prinzip des "NEF als heilige Kuh" festgezurrt habe, d.h. die NEF-Dateien werden so wie sie aus der Kamera kommen gespeichert und nie mehr angefasst. Änderungen nur in Sidecars.
Inzwischen habe ich mal probeweise etwas Erfahrung mit Capture NX-D gesammelt. Alles geht viel langsamer als zuvor mit NX-2, insbesondere das schlichte Anzeigen in ViewNX nebst Sprung in den 100% Crop-Modus. Wobei ein Faktor 2 natürlich automatisch akzeptiert ist, da er den 24 MP der D750 gegenüber den 12 MP der D300 geschuldet ist. Trotzdem dauert simples erstmaliges Anzeigen einer RAW-Datei jetzt 20 bis 30x so lange (typischerweise 30s, bis alle Details da sind), gegenüber gefühlt 1s bei ViewNX. Tatsächlich nutze ich ViewNX noch zum Sichten, Vergleichen und Ausmisten der frisch eingelesenen also noch nicht mit Sidecars versehenen) Bilder, um so wenig Bilder wie möglich mit NX-D anfassen zu müssen.
Ein neuer PC kommt vorerst nicht infrage. Wenn eine andere Software wesentlich schneller ist als NX-D bei (maximaler Bildqualität), dann würde ich einen Umstieg erwägen.
Was mich z.B. bei Adobe stört, ist der unverhohlen aufgebaute Druck zum Abo-Unwesen. Dass man Lightroom 6 auch kaufen kann statt nur mieten, erfordert regelrechtes Insiderwissen, wo auf der Adobe-Website die Kaufoption versteckt ist. Ich möchte wetten, dass dieser Link irgendwann sang- und klanglos verschwindet und wer dann der Weiterentwicklung folgen will, ist gekniffen.
Funktional wäre ich mit Capture NX-D eigentlich zufrieden, bis auf einen Punkt. Die Möglichkeiten von Capture NX-2 zur Veränderung der Bildgröße in Pixeln (Bearbeiten>Größe/Auflösung und vor allem Bearbeiten>Größe anpassen) sind aus NX-D weitgehend verschwunden. Dass die verbliebenen Reste aus der RAW-Bearbeitung in die Konvertierung verschoben wurden, finde ich ja noch halbwegs logisch. Die Größe herunter zu skalieren geschieht eigentlich immer im Kontext einer bestimmten Präsentationsform und kann daher als Eigenschaft des Zielformats ähnlich dem Kompressionsgrad bei JPEG aufgefasst werden. Für die Ausgabe auf Bildschirmen (Computer, FHD-TV, UHD-TV) war die Funktion "Bild anpassen" Gold wert. Hier habe ich zur Weitergabe an Bekannte typischerweise 1920 x 1080 gewählt und als Stapelverarbeitung laufen lassen.
Bei NX-D kann ich (bei Stapelkonversion) aber nur noch die lange Seite fest vorgeben. Wieviele Pixel dann die Schmalseite bekommt bleibt dem Zufall (sprich dem Resultat meiner Bildbeschneidung) überlassen. Eine echte Begrenzung beider Dimensionen wie bei NX 2 geht nicht. Natürlich kann ich vor der Konversion alle Hochformatbilder erstmal um 90° drehen (was für Printausgabe natürlich sinnvoll wäre) aber irgendwie erscheint mir das widersinnig.
Habe ich bei NX-D was übersehen oder muss ich mich tatsächlich nach einem Freeware Tool umsehen ?