Davon abgesehen, ist die Frage, ob etwas "brauchbar" ist, auch eine Frage des Zweckes des Gegenstandes.
Klar, das sind dann Bilder, in denen es nur einen kleinen scharfen Kern und viel Unschärfe gibt - aber selbstverständlich haben solche Bilder in der Fotografie ihre Berechtigung.
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"Unbrauchbar" ist es vielleicht zu bestimmten, aber längst nicht zu allen Zwecken, ein "Witz" ist es schon gar nicht. Ich jedenfalls habe am Objektiv und an den damit erzielten Resultaten große Freude.
Hm, also Spezialobjektiv für spezielle Anwendungen zu einem speziellen Preis.
Da sind sich das Otus und das Nikkor 58 1.4 ja recht ähnlich.
Das würde ich so nicht zusammenfassen. Speziell heißt ja, für alles andere nicht so ne Wucht. Das einzig Spezielle am Otus ist der fehlende Autofocus. Ansonsten ist das Ding fast ausnahmslos makellos, und damit eben für alles zu gebrauchen. Sehr schade mit dem MF.
Davon abgesehen, ist die Frage, ob etwas "brauchbar" ist, auch eine Frage des Zweckes des Gegenstandes. Ich will Dir gern zugeben, dass das 1.4/58mm AF-S bei Offenblende nicht als Reproobjektiv taugt. Aber es hat eine besonders bei Portraits, aber auch bei outdoor (z.B. Landschaft mit einer Rosenhecke im Vordergrund) eine ganz besondere Anmutung, die gerade durch die Überstrahlungen im Offenblendebereich ausgelöst wird. Hier ist deutlich ein Unterschied zu dem - auch sehr guten - Bokeh der beiden anderen von Dir getesteten Nikkore zu sehen, umso deutlicher, je mehr Spitzlicher im Unschärfebereich vorhanden sind. (Getoppt wird das 1.4/58 insoweit allerdings noch vom 1.2/58 Noct). Klar, das sind dann Bilder, in denen es nur einen kleinen scharfen Kern und viel Unschärfe gibt - aber selbstverständlich haben solche Bilder in der Fotografie ihre Berechtigung.
Prinzipiell ist alles richtig was Du schreibst.
Dass das … [Pesch: Sigma 1,4/50 Art] … im Moment sicherlich die vernünftigste Entscheidung ist, die man treffen kann, wenn man ein sehr gutes 50ger sucht, wird, glaube ich, niemand bestreiten.
Es wird i.d.R. argumentiert (zumindest, als ich Gelegenheit erhielt, eines der ersten Muster kurz zu testen), dass sich andere Objektive manuell einfach nicht so exakt in den Fokus bringen liessen wie das Otus. Das Bild "springt" weniger in den Fokus, die Spindel ist nicht so weich mit nicht so wenig Spiel vor- und zurück.
Es wird i.d.R. argumentiert (zumindest, als ich Gelegenheit erhielt, eines der ersten Muster kurz zu testen), dass sich andere Objektive manuell einfach nicht so exakt in den Fokus bringen liessen wie das Otus. Das Bild "springt" weniger in den Fokus, die Spindel ist nicht so weich mit nicht so wenig Spiel vor- und zurück. Vielleicht stimmt's ja tatsächlich?
… eine sehr kurze Übersetzung, also viel drehen für wenig Bewegung. ... das ist das einzig Sinnvolle, wenn man schon keinen AF verbaut.
Und nein, Du kannst Dir sicher sein, daß dabei nichts schiefgegangen ist, das wäre bei einem solchen Test ziemlich bescheuert.
Hochleistungsobjektiv Zeiss MasterPrime für 35mm Filmkamera ARRIFLEX bei Blende 1.5. Man sieht, wie hoch bei solchen Öffnungen und Leistungen die Anforderungen an die Kamerapräzision sind; 1/100 mm ... [Pesch: Defokussierung im Bildraum] ... ändert die MTF bei 40 Lp/mm um 20%! (Hervorhebung: Pesch)
Quelle (Seite 23)
Zitat:
Hochleistungsobjektiv Zeiss MasterPrime für 35mm Filmkamera ARRIFLEX bei Blende 1.5. Man sieht, wie hoch bei solchen Öffnungen und Leistungen die Anforderungen an die Kamerapräzision sind; 1/100 mm ... [Pesch: Defokussierung im Bildraum] ... ändert die MTF bei 40 Lp/mm um 20%! (Hervorhebung: Pesch)
Quelle (Seite 23)
... entspricht eine Defokussierung im Bildraum nicht einer Linsenverschiebung von einem 1/100mm
Und ich möchte eigentich auch keine neue Wissenschafts-Diskussion starten, die mit der Sache an sich wenig zu tun hat.
Aber vielleicht sollte man eine Aussage mal etwas relativieren.
Denn diese Aussage suggeriert eine Genauigkeit, die mit der praktischen Anwendung wenig zu tun hat.
Danke, Pesch, für die Korrektur.Es ist also genau anders herum als Du - wohl aufgrund eines Versehens - schreibst.
Ich hab mal nen unbearbeitetes Freihandbeispiel der zu erwartenden Schärfe bei 1.4 ohne Blitz ISO 400 reingepackt.
@ gugu:
Dass Du auf der einen Seite in Deinen Beiträgen zu diesem Thema hier betonst, Du würdest auch bei sehr großformatig ausgegebenen und aus geringer Entfernung betrachteten Fotos auf einen hohen subjektiven Schärfeeindruck Wert legen, aber in Deinem Beitrag #148 dann im Widerspruch dazu die Auffassung vertritt, eine Defokussierung im Bildraum von 1/100 mm und der durch sie bei einem Hochleistungsobjektiv dann versursachte Abfall der MTF für 40 Lp/mm um 20% sei nicht praxisrelevant ("aber da geht es für den Anwender bei seiner Arbeitsweise nicht um Genauigkeiten von 1/100mm"), ist mir völlig unverständlich.
Enrico, danke.
Leider zeigst Du nur 4MP, bzw. entspricht auch der Detailauschnitt nur der halben Kameraauflösung, anders als Florian dies tut. Hast Du nicht mal ein 100% Ausschnitt einer detaillierten Textur?
Enrico, danke für das Beispiel. Das sieht tatsächlich recht scharf aus, ich kann Details von ca. 1.5px ausmachen, auf Flo's Crop vielleicht nur 3px. Inwieweit dies am Exemplar oder anderen Problemen liegt (s.o.), ist eine andere Frage.
Blende 4.0 war da sicher nicht ganz unbeteiligt. Es ging ja um die Schwäche bei Offenblende.
Enrico, danke für das Beispiel. Das sieht tatsächlich recht scharf aus, ich kann Details von ca. 1.5px ausmachen, auf Flo's Crop vielleicht nur 3px. Inwieweit dies am Exemplar oder anderen Problemen liegt (s.o.), ist eine andere Frage.
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