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Nach dem Urlaub ist die Speicherkarte voll. Landschaften, Straßenszenen, Architektur, Menschen, Essen, Details, Sonnenuntergänge – und natürlich jede Menge Bilder, bei denen wir schon während der Reise wussten: Das kommt ins Fotobuch.

Reise-Fotobuch von Saal Digital mit großformatigen Landschaftsaufnahmen

Zurück zu Hause werden aus den 1.500 Aufnahmen dann schnell 1.500 Entscheidungen. Welche Bilder gehören hinein? Wie viele braucht eine Geschichte? Was kommt auf eine Doppelseite? Und wie verhindert man, dass am Ende lediglich eine chronologisch sortierte Sammlung schöner Einzelbilder entsteht?

Ein gutes Reise-Fotobuch beginnt deshalb nicht mit der Wahl des Covers oder der Schriftart. Es beginnt mit der Bildauswahl und einer Idee davon, welche Geschichte das Buch erzählen soll.

Erst auswählen, dann gestalten​

Der wahrscheinlich größte Fehler entsteht lange vor dem eigentlichen Layout: Wir wollen zu viele Bilder unterbringen. Das ist verständlich. Schließlich hängen an einem Urlaubsfoto nicht nur Pixel, sondern Erinnerungen. Das unscheinbare Bild vom Café am dritten Morgen kann persönlich wichtiger sein als die perfekt fotografierte Sehenswürdigkeit am Abend. Für ein Fotobuch muss trotzdem ausgewählt werden.

Für mich hat sich eine Auswahl in mehreren Durchgängen als beste Methode herausgestellt. Im ersten Schritt fliegt nur technisch oder inhaltlich eindeutig Misslungenes heraus. Danach werden ähnliche Motive und Serien reduziert. Erst im dritten Durchgang entsteht die eigentliche Auswahl für das Buch. Dabei muss nicht immer das technisch perfekteste Foto gewinnen. Für eine Reise-Dokumentation ist das Bild wichtiger, das etwas zur Geschichte beiträgt.

Nicht jedes Highlight braucht eine ganze Seite​

Starke Fotos bekommen im Fotobuch gerne besonders viel Platz. Wenn aber jede Aufnahme zum Highlight erklärt wird, gibt es irgendwann keine Highlights mehr. Ein gutes Fotobuch braucht Rhythmus.

Eine starke Landschaft kann eine komplette Doppelseite bekommen. Danach dürfen vier oder fünf kleinere Beobachtungen folgen: ein Straßenschild, eine Marktszene, eine Hausfassade, ein Detail vom Abendessen. So entstehen Wechsel zwischen Übersicht und Detail, Ruhe und Informationsdichte, Nähe und Distanz.

Layout/Bildauswahl: Fotobuch-Layout mit mehreren unterschiedlich großen Reisefotos

Ein praktischer Trick: Denkt in Bildfamilien​

Statt einzelne Fotos nacheinander auf Seiten zu verteilen, könnt ihr schon bei der Auswahl kleine Gruppen bilden:
  • Ankommen und erster Eindruck
  • Landschaft und Umgebung
  • Menschen und Begegnungen
  • Architektur
  • Details und Alltagsbeobachtungen
  • Essen und Unterkunft
  • besondere Erlebnisse
  • Abreise
Das müssen später keine sichtbaren Kapitelüberschriften werden. Die Gruppen helfen erstmal nur dabei, Zusammenhänge zwischen Bildern zu erkennen. Und plötzlich steht das Foto des alten Fahrrads vielleicht nicht mehr zufällig zwischen zwei Landschaftsaufnahmen, sondern neben der Straßenszene, zu der es gehört.

Chronologie ist eine Möglichkeit – aber keine Pflicht​

Tag 1, Tag 2, Tag 3 funktioniert. Besonders bei Rundreisen kann eine chronologische Struktur sehr sinnvoll sein. Sie ist aber nicht die einzige Möglichkeit. Eine Reise lässt sich auch nach Orten, Motiven oder Erlebnissen erzählen. Bei einem Städtetrip könnten beispielsweise Architektur, Menschen, Nachtleben und Details eigene Abschnitte bekommen. Bei einer Rundreise bietet sich eher die geografische Route an.

Entscheidend ist, dass die Struktur vor dem Layout feststeht. Sonst wird die Gestaltung schnell zu einem endlosen Verschieben einzelner Bilder.

Doppelseiten statt einzelner Seiten planen​

Beim Gestalten lohnt es sich, nicht Seite für Seite zu denken, sondern immer die komplette Doppelseite zu betrachten. Ein aufgeschlagenes Fotobuch nehmen wir immer als Doppelseite wahr. Bilder konkurrieren miteinander, Farben wirken zusammen und Blickrichtungen können eine Doppelseite verbinden oder eben auch auseinanderreißen.

Ein paar einfache Fragen können hier helfen:
  • Wo schaut die Person im Bild hin? Blickt sie aus dem Buch heraus oder in die Seite hinein?
  • Welche Farben treffen aufeinander? Zwei Aufnahmen müssen nicht identisch aussehen, sollten sich aber auch nicht unbeabsichtigt gegenseitig erschlagen.
  • Welches Bild führt? Wenn fünf Bilder gleich groß nebeneinanderstehen, fehlt häufig eine Hierarchie.
  • Wo darf nichts passieren? Freiflächen sind keine Platzverschwendung. Sie geben starken Bildern Raum.

Das Seitenverhältnis schon bei der Bildauswahl mitdenken​

Ein Hochformat, ein Panorama und ein klassisches 3:2-Foto stellen völlig unterschiedliche Anforderungen an das Layout. Besonders Panoramen können über eine Doppelseite stark wirken. Dafür braucht es allerdings eine Bindung, bei der in der Buchmitte möglichst wenig Bildinformation verloren geht. Hier kommt die Produktauswahl ins Spiel. Saal Digital setzt bei seinen Fotobüchern auf eine Layflat-Bindung. Dadurch lassen sich Bilder über die gesamte Doppelseite platzieren, ohne dass ein klassischer Buchfalz einen großen Teil des Motivs verschluckt.

Layflat: Layflat-Fotobuch von Saal Digital mit Reisefoto über eine Doppelseite

Gerade bei Landschafts-, Architektur- oder Reisefotografie kann das die Gestaltung erheblich beeinflussen: Ein Panorama muss nicht künstlich auf eine einzelne Seite gequetscht werden, sondern kann bewusst als Doppelseite geplant werden.

Die finale Bildabstimmung kommt nach dem Layout​

Dieser Schritt wird gerne umgedreht.

Natürlich sollten die ausgewählten Bilder grundsätzlich fertig entwickelt sein. Die endgültige Abstimmung lohnt sich aber erst, wenn feststeht, welche Aufnahmen tatsächlich nebeneinander im Buch erscheinen. Ein einzelnes Foto kann perfekt aussehen und trotzdem neben seinem Nachbarbild plötzlich zu kühl, zu dunkel oder zu kontrastreich wirken. Deshalb lohnt sich nach dem Layout noch einmal ein Durchgang durch das gesamte Buch:

Passen Weißabgleich und Helligkeit zusammen? Gibt es plötzlich extreme Unterschiede in der Sättigung? Wirkt eine Schwarzweißaufnahme zwischen zwei farbintensiven Bildern bewusst gesetzt – oder einfach zufällig?

Das Fotobuch ist am Ende ein Gesamtwerk und keine Sammlung unabhängig voneinander bearbeiteter Einzelbilder.

Farbmanagement: Der Bildschirm ist nicht das Papier​

Spätestens bei einem hochwertigen Fotobuch sollte auch das Farbmanagement Teil des Workflows sein.

Ein Monitor leuchtet. Fotopapier reflektiert Licht. Schon deshalb wirken Bilder auf Papier anders als auf einem leuchtenden Display. Ein unkalibrierter oder viel zu hell eingestellter Monitor vergrößert diese Unterschiede zusätzlich.

Saal Digital stellt für seine Fotoprodukte speziell auf das jeweilige Endprodukt abgestimmte ICC-Profile zur Verfügung. Mit einem Softproof in einer geeigneten Bildbearbeitung lässt sich vorab einschätzen, wie sich Farben und Tonwerte auf dem gewählten Material verhalten.

Mehr zu Ausbelichtung, Papierwahl und Softproof haben wir hier für euch zusammengefasst:

👉 Mehr als nur Pixel – Warum echte Ausbelichtung deine Fotos besser macht

Papier und Oberfläche gehören zur Bildwirkung​

Auch die Materialwahl sollte nicht erst ganz am Ende passieren. Ein kontrastreiches, farbintensives Reisefotobuch kann auf einer anderen Oberfläche völlig anders wirken als eine ruhige Schwarzweiß-Serie. Gleichzeitig beeinflusst die Oberfläche Reflexionen, Haptik und damit die Art, wie wir das Buch betrachten.

Wenn ihr hier unsicher seid, helfen technische Daten allein nur begrenzt. Muster verschiedener Papiere und Oberflächen sind viel aussagekräftiger als eine Produktbeschreibung auf dem Monitor.

Musterset: Musterset von Saal Digital mit verschiedenen Materialien und Oberflächen

Die letzte Kontrolle: einmal langsam durchblättern​

Bevor die Bestellung abgeschickt wird, kommt der vielleicht wichtigste Schritt: nicht mehr gestalten. Blättert das fertige Buch am Monitor noch einmal von vorne bis hinten durch. Nicht mit dem Gedanken „Was könnte ich noch verbessern?“, sondern wie jemand, der die Reise nicht erlebt hat.

Versteht man die Abfolge? Gibt es Stellen, an denen man hängen bleibt? Wiederholen sich Motive? Kommen drei spektakuläre Bilder direkt hintereinander und danach zehn Seiten, auf denen nichts mehr passiert? Und natürlich ganz profan: Stimmen Ortsnamen und Jahreszahlen? Gibt es Tippfehler? Liegt irgendwo ein wichtiges Bildelement zu nah am Beschnitt?

Erst danach geht das Buch in die Produktion.

Ein Fotobuch ist mehr als die Summe seiner Bilder​

Eine Reise fotografisch zu dokumentieren bedeutet nicht, möglichst viele Erinnerungen auf möglichst vielen Seiten unterzubringen. Die eigentliche Arbeit beginnt beim Weglassen, Sortieren und Zusammenstellen.

Wenn Bildauswahl, Dramaturgie, Doppelseiten, Bearbeitung und Material zusammenspielen, entsteht aus einem Ordner voller Reisefotos eine zusammenhängende fotografische Erzählung – und ein Buch, das man auch Jahre später noch gerne aus dem Regal nimmt.

👉 Zu den Fotobüchern bei Saal Digital

30 % Community-Rabatt bei Saal Digital​

Und zum Schluss haben wir noch einen Vorteil für euch: Für unsere Netzwerk-Fotografie-Community gibt es bei Saal Digital einen exklusiven 30-%-Gutschein. Den Gutschein könnt ihr über unseren Community-Link anfordern:

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Partnerhinweis: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner Saal Digital.

Bildnachweis: ©Saal Digital
 
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