Frage Unterschiedliche Farbdarstellung in PS/ Web/ Windows-Fotoanzeige

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FrankyG

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Hallo Leute,
ich habe ständig das Problem, dass Bilder mit Photoshop, im Web oder mit der Windows-Fotoanzeige farblich unterschiedlich dargestellt werden.
Liegt's an mir oder kennt Ihr das Problem ebenfalls?
Im Beispielbild (Bildschirmkopie) sieht man links die PS-Darstellung und rechts die Wiedergabe mit der Windows-Fotoanzeige. Die Web-Darstellung kann man hier oder, etwas nachgearbeitet, hier sehen.
Ich fotografiere und bearbeite in Adobe-RGB und konvertiere Bilder, die fürs Web bestimmt sind, in sRGB.
Der Bildschirm meines Laptop ist UHD- und Adobe-RGB-fahig.
Gruß Franky


test.jpg
 
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Es gibt es in der Fotobearbeitung Farbprofile für jedes Gerät (Hardware) im Workflow und Farbräume für jedes digital aufgenommene Foto, sofern es denn die RAW-Konvertierung hinter sich hat. Wir haben also Farbprofile für Kameras, Monitore, Scanner und Drucker, meist ICC-Profile genannt. Die Fotos, die wir digital aufnehmen, bekommen Farbräume zugewiesen.

Ein Farbraum beruht auf einem Farbmodell und ist zugleich eine spezifische Abbildung dieses Farbmodells in einem allgemeinen Farbraum“ (Wikipedia).

Die wichtigsten für unsere Fotografie sind: sRGB, Adobe-RGB, ProPhoto-RGB, LAB und das CMYK-Farbmodell. Alle Anzeigegeräte arbeiten ausschließlich im RGB-Modus, hier werden die Farben Rot, Grün und Blau additiv gemischt. Ein Farbdrucker hingegen erzeugt die Farben subtraktiv (CMYK-Modell).

Damit die aufgenommenen Fotos auf unseren Monitoren möglichst so abgebildet werden, wie wir sie in Natura sehen (gesehen haben), muss unser Workflow (und die Kette der Geräte) aufeinander abgestimmt werden.

Bei Monitoren unterscheidet man noch zwischen Hard- und Software-Kalibrierung. Für die Foto- und Video-Bearbeitung gibt es spezielle Monitore, die über eine so genannte Hardwarekalibrierung verfügen. An diese Geräte kann ein Colorimeter (z.B. ein SpyderX) angeschlossen und dann mit einer herstellerspezifischen Software eine Kalibrierung vorgenommen werden.

Siehe auch hier: https://www.nikon-fotografie.de/community/rms/monitor-viewsonic-colorpro-vp2768a-4k.50/
 
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jazzmasterphoto
jazzmasterphoto kommentierte
.
Äh ja, gut und schön – hilft aber nicht weiter. :heul:

@FrankyG
Guck mal, ob in allen Programmen der gleiche Farbraum AdobeRGB hinterlegt ist.
Mir scheint die Windows-Fotoanzeige mit sRGB zu laufen …
.
 
Sollte eigentlich identisch sein, siehe Beispiel

Links PS, rechts Foto-Anzeige, WIN 11.

Mein, sicher für die Bildbearbeitung nicht gedachter Laptop ist mit 1One kalibriert, mit Adobe RGB Gamut.Unbenannt.JPG
 
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Ich fotografiere und bearbeite in Adobe-RGB und konvertiere Bilder, die fürs Web bestimmt sind, in sRGB.

Wie genau erfolgt denn die Konvertierung?

Mir ist auch nicht klar welche Bilder jetzt verglichen werden? Alle in AdobeRGB oder sind auch welche mit sRGB dabei
 
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@ Wuxi
Konvertiert wird mit der PS-Funktion "Für Web speichern ..." mit gesetztem Haken bei "In sRGB konvertieren".

Verglichen werden alle Bilder kreuz und quer. Ich ging davon aus, dass Windows das eingebettete Farbprofil erkennt und das umgewandelte Bilder gleich aus sehen.


@ peterkdos
"Sollte eigentlich identisch sein, siehe Beispiel"

Ich verstehe die Aussage nicht. Für mich sieht das identisch aus. Willst Du damit sagen, dass Du das Problem nicht hast?
Nachtrag: Nimm doch bitte mal ein stärker gefärbtes Bild als Beispiel.

 
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jazzmasterphoto
jazzmasterphoto kommentierte
.
Keine Ahnung, weil Mac-User …
.
 
olynik
olynik kommentierte
Eine einfache Internetsuche führte bei mir zu folgendem Ergebnis, für Windows 11: Einstellungen - System - Bildschirm - Farbverwaltung - Farbprofile.
Ob's hilft?
 
Es ist mir nach wie vor schleierhaft warum zum Teufel (™) man mit dem Adobe RGB Farbraum arbeiten sollte.
Ich sehe nur Probleme, keinen Nutzen.
 
Timbre
Timbre kommentierte
Sieht tatsächlich etwas unnatürlich aus. Ich muss allerdings dazu sagen, ich erspare mir mittlerweile das endlose Feilen an der perfekten Farbdarstellung der Fotos.

Grund: Kürzlich hatte ich wieder so eine Situation. Ich hatte ein paar schöne Aufnahmen von Blumen gemacht, und meine Frau meinte beim Betrachten, dass sie in einigen Blüten einen deutlichen lila Farbstich sieht, den ich so überhaupt nicht wahrnehme. Wir haben beide unsere Augen vor paar Jahren auf Farbschwächen checken lassen, da unsere beiden Söhne eine Rot-grün-Schwäche haben. Das hat mich ins Grübeln gebracht: Wenn wir beide "normal" sehen, warum nehmen wir die Farben dann so unterschiedlich wahr?

Nach ein bisschen Recherche ist mir klar geworden, dass die Farbwahrnehmung tatsächlich etwas sehr Individuelles ist. Auch wenn wir keine klassischen Farbsehschwächen haben, spielen genetische Unterschiede, die Anzahl und Verteilung unserer Zäpfchen und Stäbchen im Auge, die Verarbeitung der Farbinformationen in unserem Gehirn und auch unsere individuellen Erfahrungen eine Rolle dabei, wie wir Farben sehen. Und vor allem ja auch das Geschlecht, Frauen sehen einfach mehr Farbabstufungen als Männer.

Ich frage mich, ob es wirklich Sinn macht, stundenlang am Bildschirm zu sitzen und jeden Farbton bis ins kleinste Detail zu optimieren, wenn wir doch wissen, dass jeder Betrachter unser Bild ohnehin ein bisschen anders wahrnehmen wird. Die eine Person wird das Lila stärker sehen, die andere vielleicht einen Blaustich, den wir selbst gar nicht bemerkt haben.

Natürlich ist es wichtig, dass die Farben im Großen und Ganzen stimmig sind und unsere künstlerische Vision widerspiegeln. Aber ich persönlich komme immer mehr zu dem Schluss, dass es einen Punkt gibt, an dem das Streben nach der absolut "korrekten" Farbe in den Hintergrund treten sollte. Vielleicht sollten wir uns mehr darauf konzentrieren, die Stimmung und die Emotionen einzufangen, die wir mit unserem Foto vermitteln wollen, anstatt uns in endlosen Farbkorrekturschleifen zu verlieren.

Ich möchte damit nicht sagen, dass Farbkorrektur unwichtig ist, aber vielleicht sollten wir uns von dem Gedanken verabschieden, dass es eine einzig wahre Farbdarstellung gibt, die wir erreichen müssen. Unsere Fotos sind schließlich unsere Interpretation der Realität, und ein Teil dieser Interpretation ist eben auch, wie wir die Farben sehen und darstellen möchten.
 
jazzmasterphoto
jazzmasterphoto kommentierte


Lesen hilft immer … Vorstufe AdobeRGB, danach Maschinen-spezifizisches CMYK-Profil.

.
 
FrankyG
FrankyG kommentierte
Timbre, ich bin ganz bei Dir, möchte aber, dass meine Fotos, auf den verschiedenen Anzeigegeräten, immer ungefähr gleich falsch/ richtig dargestellt werden.
Franky
 
dembi64
dembi64 kommentierte


gedruckt wird grundsätzlich in CMYK. Ggf. werden noch irgend welche Sonderfarben verwendet, ist jedoch Druckerabhängig und hängt davon ab was der Kunde wünscht und ob überhaupt Sonderfarben im Dokument eingebettet sind. Und dabei ist es egal ob es sich im Offset oder Digitaldruck handelt.
 
dembi64
dembi64 kommentierte
Grund: Kürzlich hatte ich wieder so eine Situation. Ich hatte ein paar schöne Aufnahmen von Blumen gemacht, und meine Frau meinte beim Betrachten, dass sie in einigen Blüten einen deutlichen lila Farbstich sieht, den ich so überhaupt nicht wahrnehme. Wir haben beide unsere Augen vor paar Jahren auf Farbschwächen checken lassen, da unsere beiden Söhne eine Rot-grün-Schwäche haben. Das hat mich ins Grübeln gebracht: Wenn wir beide "normal" sehen, warum nehmen wir die Farben dann so unterschiedlich wahr?

grundsätzlich ist das Farbsehen eines jeden Menschen subjektiv und jeder Mensch nimmt Farben anders war. Die Farbrezeptoren eines jeden Menschen unterscheiden sich. Hat alles nix mit gutem oder schlechtem sehen zu tun, sondern ist völlig normal.
Nicht nur das jeder Mensch anders Farben war nimmt, es ist auch abhängig von der Lichtquelle. JEDE Lichtquelle gibt Farben anders wieder und werden von jedem anders interpretiert.
Und weil dies so ist gibt es Farbprofile die man je nach Anwendung, verwendetem Material oder Ausgabemedium verwenden kann und es wurde ein Normlicht deffiniert. Somit sind Standars deffiniert die einheitlich und reproduzierbar sind.

Und am Ende, zumindest wenn es um den Druck geht, gibt es die Fogra die Standards deffiniert hat an den man sich am Ende halten kann (nicht muss). Die Fogra-Vorgaben können zwar nicht das unterschiedliche Farbsehen und die unterschiedlichen Rahmenbedingungen ändern, aber wenn man als Druckdienstleister für seine Drucker eine Forgra-Zertifizierung hat, ist zumindes sichergestellt dass die technischen Vorraussetzungen für farbverbindliche Darstellung der druckbaren Farben gewährleistet ist. Man wird somit immer zu einem REPRODUZIERBAREN Ergebnis kommen.
Im Bereich der Bildschirme ist dies leider nicht ganz so einfach. Ich verwende zuhause zwei 27 Zoll Monitore unterschiedlicher Hersteller. Beide können Adobe-RGB darstellen und werden regelmäßig kalibriert. Und trotzdem liefern beide Monitore untrschiedliche Farben, was sich gerade im Neutralgrau leicht bemerkbar macht. Die Unterschiede sind gering und spielen in der Praxis keine Rolle. Sie liegen in einem sehr niedrigen DeltaE-Bereich, sind aber durchaus sichtbar.
 
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Komplexes Thema. Viel Halbwissen unterwegs. Muss man sich reinlesen und Zeit investieren - lohnt sich aber. Ansonsten sprengt das Thema hier den Rahmen. Wenn Du die Zusammenhänge verstanden hast, wirst Du wissen, das der Farbraum Adobe RGB für die meisten Anwendungsfälle sehr gut funktioniert und sRGB, je nach Ziel, die Möglichkeiten der Bildinformationen, Kameratechnik etc. stark einschränkt.
 
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Wuxi
Wuxi kommentierte
QTSCH
 
Totalreflexion
Totalreflexion kommentierte
Habe mich durch den verlinkten Workflow mal durchgeklickt. So weit so schön, wie hilft einem das weiter, wenn verschiedene Programme unterschiedlich anzeigen?
Interessanter und anschaulicher finde ich diesen Beitrag, auch von EIZO:

 
FrankyG
FrankyG kommentierte
Sehr interessanter Artikel!
Man kommt unweigerlich zu dem Schluss, dass sRGB die schlechteste aller möglichen Alternativen ist.
 
peterkdos
peterkdos kommentierte


...so ist es, das "predige" ich hier schon lange, nur umsonst.

Ich bin hier raus.
 
Das Problem scheint gelöst zu sein.
Links, die beiden in Photoshop geöffneten Bilder (oben: Adobe-RGB, unten: sRGB), rechts Windows-Fotoanzeige.
Es hat wohl am eingestellte Profil in der Systemeinstellung gelegen. Habe von Adobe ein neues Profil installiert.
Damit ist die ganze Diskussion über die vermeintlichen Nachteile von Adobe-RGB wohl hinfällig.

Franky


3x.jpg
 
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of51
of51 kommentierte
Vielleicht hat auch nur das Häkchen bei "relativ farbmetrisch" gefehlt.
 
man kann durchaus in Adobe-RGB fotografieren, sollte sich aber nach dem Sinn fragen. Adobe-RGB wird heute praktisch nur noch in der Druckvorstufe verwendet, am Ende jedoch nahezu immer in sRGB ausgegeben. Alleine schon deshalb dürften für die allermeisten Adobe-RGB kein Thema sein. Adobe-RGB bietet ohnehin nur im Grünkanal einen deutlich umfangreicheren Farbumfang, der ggf. umfangreicher dargestellt werden kann. Die Vorteile im Blaukanal sind vorhanden, aber eher gering, und der Rotkanal ist praktisch identisch zu sRGB.

Man sollte sich mal überlegen welches Ausgabegerät/Drucker überhaupt in der Lage ist den erweiterten Farbraum darzustellen. Klar der Monitor kann es sofern man einen solchen hat, einige wenige Drucker können es, wobei die Farben IMMER in in den deutlich kleineren CMYK-Farbraum umgerechnet werden müssen und alleine schon deswegen nicht selten Informationen verloren gehen wenn man die entsprechenden Profile nicht kennt oder hat. Von solchen Druckern wird allerdings kaum einer im privaten Arbeitszimmer zu finden sein weil sie preislich auf einem entsprechend hohen Niveau liegen und ein Ausbelichter wird wohl auch keiner haben. Und dann wird es schon ziemlich dünn. Wer nicht selbst druckt und nicht weiß mit welchem Drucker ein Druckdienstleister arbeitet fährt mit sRGB immer besser.

Wer sich selbst keinen Stress mit einem fehlerbehafteten umrechnen bzw. falscher Darstellung auf dem Bildschirm oder im Druck machen möchte, verwendet sRGB. Es ist der kleinste, aber verbreitetste Nenner, praktisch alle Ausgabegeräte unterstützen diesen Farbraum und ganz sicher wird niemand am Endergebnis einen Unterschied feststellen können.
 
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Wer sich selbst keinen Stress ...
Man könnte auch kurz zusammenfassen:
Wer keine Lust hat, sich mit Farbmanagement und anspruchsvoller Bildbearbeitung auseinanderzusetzen, ist mit mit sRGB gut bedient. (Man braucht dann aber auch keine Kamera, weil ja Handys inzwischen auch gute Bilder machen.)
😊
Alle anderen lesen den von Totalreflexion verlinken Artikel.
 
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dembi64
dembi64 kommentierte
ich bin seit nunmehr 37 Jahren in der Druckbranche. Zu meinem täglichen Brot gehören unter anderem Druckprobleme durch falsch erstellte Dokumente weil falsche oder keine Farbprofile hinterlegt sind, gehen vom einfachen Mailing bis zum FineArt-Druck oder hochwertigen Buchdruck. Ich weiß somit wovon ich rede. Der Kunde beschwert sich über falsche Farben, hat aber entweder ein falsches Profil oder auch gar keines eingebettet. Transparenzen die nicht oder falsch gedruckt werden, beschwert sich über Fehlermeldungen durch Druckabbruch usw. usw. usw.
Glaube mir, ich weiß wovon ich rede. Aber klar, mit Farbmanagement kann man sich beschäftigen, dann sollte man es aber mit allen Konsequenzen betreiben. Aber das ist nicht mal so nebenher gemacht und es reich nicht in Adobe-RGB zu fotografieren. Habe ich früher auch lange gemacht, aber sollte es tatsächlich Vorteile haben, sind sie verschwindent gering und den Aufwand nur selten wert.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Ich habe keinen Einfluss darauf auf welchem Ausgabegerät Kunden und deren
Dienstleister meine Bilder ansehen/ausgeben, und ich stehe nicht immer daneben
um dem Kunden dann zu erklären daß mein auf seinem unkalibrierten Monitor flau
und farbstichig aussehendes Bild deutlich besser ist als das knackige Bild eines
Mitbewerbers.

Vor allem habe ich keine Lust das den Leuten erklären zu müssen die "300dpi" fordern,
aber gar nicht raffen daß 45 Megapixel für einspaltig Hochformat Overkill sind
und die dpi-Angaben in der Datei virtuelle Werte sind, die erst in Verbindung mit
Sichtgerät/Ausgabemedium fassbar werden.

Du hast am eigenen Leib erfahren daß das Fehlen eines kalibrierten Profils zu
unterschiedlichen Farbdarstellungen führt. Wenn nichts anderes vorgegeben
ist, fallen praktisch alle Systeme auf sRGB zurück - das ist eine sichere Bank.
Mal ganz abgesehen davon daß es nur wenige Geräte gibt die im Druck viel
mehr als sRGB liefern können.

Deswegen gibt es bei mir sRGB und alles ist schön.

Liefern wir beide an einen Kunden mit unkalibrierten Systemen, ist die Chance
gut daß meine Bilder auf seinem System besser aussehen, trotz Deinem theoretisch
mächtigeren Farbraum.
 
Man braucht dann aber auch keine Kamera, weil ja Handys inzwischen auch gute Bilder machen.

SORRY, so einen Blödsinn ließt man zum Glück nur selten. Ob ein Foto gut oder schlecht ist hat kaum was mit dem verwendeten Profil zu tun.
 
Kommentar
Das Thema polarisiert :)
Und es spricht doch nur für alle hier dass alle die maximal besten Ergebnisse erreichen möchten!

Den EIZO-Artikel sollte man lesen und verstehen! Da geht es um den Output. Ein wichtiger Satz im Artikel:
Adobe RGB sollten Sie nur dann verwenden, wenn Sie sicher sind, dass Ihre Bildbearbeitungsprogramme und Ihre Druckdienstleister es verarbeiten können. Und ganz ehrlich: Nur wenige können mit Adobe RGB umgehen!

Leute:
Die meisten Farben hat die echte Welt
Und die Farben muss man auf das mappen, was die Ausgabe (Monitor, iPad, Print, Druck) zeigen kann. Das ist immer viel weniger.
Im NEF hole ich mir den maximal Input den die Nikon liefern kann (12-bit „NEF-RGB“ ist weder sRGB noch AdobeRGB-spezifisch)!

Wenn ich am Ende sRGB-Internetstandard ausgebe ist ein Zwischenschritt über Adobe sinnlos
Wenn ich am Ende printe kann ich auch gleich ins geeignete Ziel-Farbmodell mappen.


Ich würde AdobeRGB nur nutzen wenn es jemand (Druckvorstufensoftware) von mir fordert. Ansonsten bringt es keinerlei Vorteile für mich, nur potentielle Probleme.
 
1 Kommentar
C
Christian B. kommentierte
Ganz genau.
 
Man kommt unweigerlich zu dem Schluss, dass sRGB die schlechteste aller möglichen Alternativen ist.
Und warum dann nicht gleich ProPhoto RGB benutzen?
Ich stattdessen komme genau zum gegenteiligen Schluss. Unweigerlich.

Denn es ist schlimmer als das:
Ich würde AdobeRGB nur nutzen wenn es jemand (Druckvorstufensoftware) von mir fordert. Ansonsten bringt es keinerlei Vorteile für mich, nur potentielle Probleme.
Wenn das Ziel ohnehin überwiegend sRGB oder Druck ist, dann bringt die temporäre Nutzung von Adober RGB nicht nur potenzielle Probleme, sondern handfeste Nachteile. Bei temporärer Nutzung von ProPhoto RGB wäre es noch schlimmer.

Warum?
Vorausschicken möchte ich, dass ich etwas unglücklich bin mit dem Begriff Farbmodell (RGB, CMYK) in Unterscheidung zum Farbraum (sRGB, Adobe RGB, ProPhoto RGB, CMYK ISO Coated v2). Das bringt man nur zu leicht durcheinander, dass ist selbst dem guten Dieter in Beitrag #2 passiert, der die Farbmodelle und Farbräume in einem Satz in denselben Topf geworfen hat.

Aus meiner Sicht ist RGB oder CMYK zunächst nur eine "Datenrepräsentanz", ich würde daher lieber von "Datenräumen" sprechen. RGB Datenpunkt z.B. 185,107,82 definiert noch keine Farbe, sondern einen Datenpunkt in einer Bild-Datei (und damit habe ich regelmäßig selbst noch Schwierigkeiten). Erst das Profil macht daraus eine Farbe. Und diese Farbe ist dann unterschiedlich, je nachdem, welches Profil (Farbraum) der Datei zugeordnet ist.
Soweit, so klar.

Nun möge man sich verdeutlichen, dass über das Profil alle Farben innerhalb des jeweiligen Farbraumes auf die gleiche Anzahl (16,78 Mio. bei 8 Bit) unterschiedliche Datenpunkte gemappt werden. Das bedeutet: ist der Farbraum Y größer (d.h. umfasst einen weiteren Farbbereich) als X dann repräsentiert eine Stufe (1 bit Differenz) bei Farbraum Y eine größere Farb-Differenz als im Farbraum X. Mit anderen Worten: Der größere (weitere) Farbraum Y hat eine gröbere Farb-Abstufung als der Farbraum X. Obwohl das ansich schon ein Nachteil sein kann, wird man das im Normalfall nicht bemerken können. Aber sobald man eine kräftige Bildbearbeitung vornimmt (im größeren/weiteren Farbraum Y), können die Stufen erheblich größer und damit sichtbar werden. Auch das wird übrigens in der EIZO-Artikelreihe thematisiert und gezeigt. Um dieses Problem zu umgehen, müsste man dann im 16 Bit Datenraum arbeiten. Aber irgendwann kommt dann die Konvertierung z.B. nach sRGB (und 8 Bit), und dann sind die (vermeintlichen) Vorteile nicht nur dahin, sondern wandeln sich in Nachteile. Diese Gefahr ist wesentlich geringer, wenn man über der gesamten Verarbeitungsstrecke immer den gleichen Farbraum beibehalten kann.
Zudem: es ist ja gar nicht möglich, dass ein z.B. in Adobe RGB bearbeitetes Bild nach Konvertierung in sRGB exakt so aussieht wie vorher. Wenn das der Fall wäre, hätte man gleich in sRGB bleiben können. Nicht nur wegen der Problematik der Abstufung (dem neu-Sampling der zugeordneten Farben), sondern weil sRGB ja eben einen kleineren Farbbereich umfasst als Adobe RGB. D.h. die speziellen Farben, die Adobe RGB darstellen kann, sRGB aber nicht, fehlen zwangsweise nach der Konvertierung.

Die durchgängige Nutzung von sRGB als sowas wie der kleinste gemeinsame Nenner hat daher klare Vorteile und bewahrt vor potenziellen Enttäuschungen.
 
3 Kommentare
dembi64
dembi64 kommentierte
ich bin begeistert wie du es beschrieben hast. Warum nur fallen mir solche Worte/Sätze nicht ein :)
 
Totalreflexion
Totalreflexion kommentierte
Huh, vielen Dank für das Lob, ob ichs verdient habe oder nicht. Ich verspüre häufig so einen fiesen Erklärungsdrang in mir; das kommt dann glaube ich auch ganz schnell oberlehrerhaft daher. :geek:

Zum Thema: ich fand es sehr spannend, von Deinen Erfahrungen aus der Druckbranche zu lesen!
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Mal eine Frage dazu.
sRGB wird in PS, aus der Raw Convertierug, auch in 16Bit angeboten. Macht das überhaupt Sinn?
 
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peterkdos
peterkdos kommentierte
...falls Du interesse hast:


Wird aber hier im Forum nicht anerkannt...
 
C
Christian B. kommentierte
@of51 natürlich ist das sinnvoll bei der weiteren Bildbearbeitung. Dem hat hier im Forum auch niemand widersprochen. Irgendwann, wenn Du das Bild als jpg abspeicherst, wird es allerdings in 8bit konvertiert.
 
peterkdos
peterkdos kommentierte


Ja, diese Festung ist unannehmbar…

Wie erklärst Du die „Unterschiede“ zwischen TIF in 16bit-ProPhotoRGB (links) und 8bit-JPG sRGB (rechts)?

Der einzige Unterschied besteht aus der, für die Monitorausgabe, geschärften JPG Bild.

Nun ja….

Screenshot 2025-04-13 110157.jpg
 
C
Christian B. kommentierte
@peterkdos ich verstehe nicht, was Du sagen willst.
 
Totalreflexion
Totalreflexion kommentierte
Ich verstehe es auch nicht. Welche Unterschiede genau meinst Du? Dass bei einer Konvertierung aus einem Farbraum mit weiterer Farbbereichs-Abdeckung in einen Farbraum mit geringerer Abdeckung einige spezielle Farben, die im weiteren Farbraum ganz außen liegen, verloren gehen müssen, ist doch vollkommen klar. Ist das jetzt bei diesem Beispiel erkennbar so? Und wenn, welche Relevanz hat das, insbesondere bei einem stark bearbeiteten Bild mit anscheinend künstlicher Einfärbung? Ich kann sehr wohl erkennen, dass die Bilder nicht exakt identisch sind, kann es aber nicht an bestimmten Farben oder ähnlichem festmachen. Ich könnte auch nicht sagen, welches Bild mir besser gefällt.

Ach, und das wollte ich auch sowieso noch fragen, in Bezug auf Deine wiederholten Anmerkungen folgender Art:
"... predige ich hier, nur umsonst..."
"... bin hier raus..."
"... wird hier im Forum nicht anerkannt..."
Sorry, da fehlt mir vollständig der Kontext. Was soll ich mir dazu denken? Was nutzen mir diese Bemerkungen, wenn es keine Argumente dazu gibt? Ist eine ernst gemeinte Frage und völlig wertfrei.

Eine (mit Argumenten belegte) andere Sichtweise (welche?) ist doch vollkommen in Ordnung? Sie muss aber auch nicht von jedem geteilt werden? Ohne Kontext haben diese Bemerkungen aber einen seltsamen Beigeschmack.

Wenn man gerne einen weiteren Farbraum in höherer Auflösung konsequent nutzen möchte UND einen Ausgabekanal zur Verfügung hat, der zumindest weiter als sRGB abdeckt, dann ist das doch schick; ich würde niemanden davon abhalten (aber vor Konsequenzen warnen).

Was aber gar nicht geht, sind abfällige Bewertungen, wenn man konsequent in sRGB arbeiten möchte. (Das kam zwar nicht von Dir, aber sowas wie: "Wer keine Lust hat, sich mit Farbmanagement und anspruchsvoller Bildbearbeitung auseinanderzusetzen, ist mit mit sRGB gut bedient." Da nutzt auch ein Smiley dahinter nix. Sowas möchte ich gar nicht weiter kommentieren.)
 
Mal eine Frage dazu.
sRGB wird in PS, aus der Raw Convertierug, auch in 16Bit angeboten. Macht das überhaupt Sinn?
Zu dieser Frage noch ein weiterer Aspekt.
Zitat:
"Die Arbeit in 16 Bit hat auch wieder Nachteile: Viele Photoshop-Filter funktionieren nur mit 8 Bit Bildern und sind bei 16 Bit nicht aufrufbar."

(Aber ob das (noch) stimmt, weiß ich nicht, ich gebe nur wieder. Weiß jemand genauer Bescheid?)
Quelle: die schon zitierte EIZO-Artikelreihe, diesmal "Folge 04 - Farbräume zu unterstützen reicht nicht".


Es kann natürlich trotzdem Sinn ergeben, sRGB mit 16 Bit zu nutzen. Die Vorteile müsste aber jemand anders beschreiben, da ich keine Erfahrung mit 16 Bit habe. Und außerdem PS nicht verwende.
 
2 Kommentare
A
applemus kommentierte
Je mehr Farbabstufungen (16 Bit) bei einer Korrektur zur Verfügung stehen, desto weniger kommt es zu Tonwertabrissen bei Korrekturen. Schau Dir doch mal das Tonwertdiagramm bei einer 8-Bit-Datei nach starken Korrekturen an und vergleiche diese mit der 16-Bit-Datei und anschließender Umwandlung in 8-Bit. Wie ich bereits geschrieben hatte, handelt es sich leider immer noch um eine komplexe Thematik ohne einfachen Lösungsansatz - wie auch bei der Kameratechnik. Wenn man aber einmal die ganzen Zusammenhänge verstanden hat, wirst Du in der Lage sein, mögliche Fehler in der Darstellung, in der Verarbeitung oder im Druck zu erkennen - Klug machen lohnt sich immer ;-) Ich würde aber den Aufwand immer nur so hoch treiben, wie Du es persönlich/beruflich für deine Bilder und deinem persönlichen Ziel/Anspruch für sinnvoll erachtest.
 
Totalreflexion
Totalreflexion kommentierte
Ja... darauf habe ich auch in Beitrag #15 hingewiesen. Nur (wenn es stimmt was da bei EIZO geschrieben steht) nutzt das ja nicht, wenn man in PS Funktionen nutzen möchte, die in 16 Bit nicht verfügbar sind.
 
Man kann an den Einstellungen verzweifeln !
Grundsätzlich sollte man die Bearbeitung der Bilder am Monitor über sRGB oder Adobe RGB laufen lassen je nach Kamera-Einstellung.
Wenn dann die Bilder, die ich bearbeitet habe für mich farblich okay sind, lass ich es.
Wichtig ist wenn man Sie versendet zum drucken, dann sollte man die Einstellung wählen die dem Ausdruck am nächsten kommt.
Bei der Übertragung an das Internet (Homepage) kann man es auch nicht vollständig richtig machen,
den da kommt es auf den Betrachter an, was sein Monitor für eine Einstellung hat- oder eben Betriebsystem, Win / Mac, Handy, Android, Apple, MacBook iPad usw.
Ganz sicher ist man sich nur wenn man einen Kalibrierten Monitor von Werk hat oder selbst die Kalibrierung durchführt und dann
ja passt es oder man fängt wieder an.
Mein Monitor hat 3 Einstellungen am Mac, in denen kann ich hin und her schalten,
M-book, sRGB oder Low blue Light kann auch andere Optionen wählen, damit bin ich sehr zufrieden.
Über die 26 weiteren Farbprofile hab ich mir noch keine Gedanken gemacht - irgendwann ist Schluss.
Also nicht verzweifeln sonder wenn es für Dich gut ist,
sollen die anderen Betrachter denken was sie wollen, man kann es es nicht jeden recht machen.
 
1 Kommentar
Totalreflexion
Totalreflexion kommentierte
Deinen Gedanken stimme ich grundsätzlich zu, man sollte es in erster Linie sich selbst recht machen und nicht den anderen.

Aber ich glaube, der TO (FrankyG) konnte sein Problem bereits selbst lösen (vgl. Beitrag #10).
Es hat sich aus seiner Fragestellung eine allgemeine Diskussion über Vor- und Nachteile verschiedener Farbräume und deren Nutzung ergeben.

Für mich selbst habe ich es als sehr vorteilhaft empfunden, sowohl meine Monitore (mit SpyderX) als auch meinen Drucker (Epson SC-P800) mit den von mir bevorzugten Fine-Art-Papieren zu profilieren (mit SpyderPrint). Vorher war es mühsames trial-and-error, z.B. Hauttöne (da bin ich empfindlich) im Druck sauber zu treffen.
 
Wir arbeiten jetzt alle nur noch in L*a*b. Ein Farbmodell das man mal in den Himmel gehoben hat aber keiner will da so recht ran.
Ist ja auch kein Wunder, besteht aus 2/3 nicht sichtbare Farben. Na das werden komische Fotos:giggle:
 
Kommentar
ich weiß nicht ob man L*a*b als Farbraum bezeichnen kann. Es ist eher die dreidimensionale Darstellung der einzelnen Farbräume. Praktisch jeder Farbraum kann in L*a*b-Werte dargestellt und auch verglichen werden.
 
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