TTartisan 100mm f2.8 Bubble Bokeh

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FloKuGrafie

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Ich konnte das 100mm f2.8 jetzt mal ein paar Wochen testen und habe sehr gemischte Gefühle.
Das Bokeh ist unbestreitbar wirklich toll. Gefällt mir sehr gut und ich werde wahrscheinlich etliche Fotos machen, in denen man nichts erkennen kann, da sie einfach nur aus Bokeh bestehen :D

DSCF1716.jpg

Allerdings kommt das ganze mit etlichen Einschränkungen.
Das Bokeh gibt es z.B. nur bei Lichtern, die sich hinter der Schärfeebene befinden. Habe ich lichter im Vordergrund, haben diese nicht den Bubble Effekt.
Auch sobald ich nur ein wenig abblende, geht der Bubble Look verloren. Das ist sicherlich technisch gar nicht anders machbar und würde auch nicht so sehr ins Gewicht fallen, wenn das Objektiv ansonsten auch gute Bildqualität abliefern würde.
Allerdings sind die Ergebnisse dann doch recht weichgespült und haben sehr wenig Kontrast.
Man kann einiges mit Bildbearbeitung rausholen, aber das will sich ja nicht jeder antun.

OOC

DSCF1922 1.jpg

Bearbeitet in C1

DSCF1922.jpg

Mir macht es jedenfalls Spaß damit zu experimentieren und ich freue mich schon auf den Frühling, wenn es draußen mal wieder etwas mehr Farbe und Licht gibt ;)
 
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Das lieg nicht nur am Objektiv
das bekommst du mit jedem hin wenn Du die Automatik ausschaltest ;-)
trotzdem viel Spass
 
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T
tberking kommentierte
Zeig mal.
 
Ich habe mir auch so ein Teil zugelegt, aber noch nicht ausgiebig in der freien Wildbahn getestet.

Bei Blende 4-5,6 scheint es auch als ganz normales Portrait-Objektiv gut nutzbar zu sein... für die Bubbles braucht man Lichter im Hintergrund, oder entsprechenden Sonnenschein der durch das Blattwerk fällt, besser noch etwas Tau, oder Regentropfen auf den Blättern.
 
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Joa, es wird auf jeden Fall schärfer wenn man abblendet, aber so richtig knackig scharf habe ich es nicht bekommen.
Zudem ist dann auch sofort der Bubble Effekt weg.
Das Bokeh bleibt trotzdem sehr angenehm, da hier gleich 13 Lamellen bei der Blende zum Einsatz kommen.

f2.8

DSCF1906.thumb.jpg.5652d2cd1c9a662b2c5e459fcbc90016.jpg

f4

DSCF1907.thumb.jpg.8c17e9251fa00d955d5d1f3b226fc350.jpg
 
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Ist der matte Look der Bearbeitung geschuldet oder macht das Objektiv das? Schon sehr speziell, aber so als Spielerei oder Stilmittel sicher ganz interessant.
 
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Wer nach dem schönsten Bokeh sucht, kann hier einen Blindtest machen:

Prinzipiell geht es um die Unscharfdarstellung - das ist Bokeh,
nicht die Unschärfebubbles.

Die erreicht man durch eine möglichst runde Blende, ideal wären
Einlegeblenden ohne Reflexkanten an den Einzel-Lamellen.

Das kann durchaus auch kontrastreich sein. Die Bilder hier sind
so flau, weil eine beschissene optische Konstruktion mit einer gut
gerundeten Blende gepaart wurde.

"Objektiv mit Charakter" umschreibt meist sehr schön
einen schlichten Flaschenboden.

Und auch dafür gibt es Liebhaber. Whatever floats your boat.
 
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So jetzt habe ich das Bubble Objektiv doch mal an die A7RIV geschnallt und habe outdoor experimentiert.

Die Aufnahmen sind alle bei 2.8, oder 4.0 entstanden. Bei 4.0 ist es ein ganz normales Objektiv mit dem man auch Portraits machen kann. Es ist nicht superscharf, aber das erwartet man auch nicht von so einem Objektiv, man sollte es vielleicht (preislich) mit einem AiS 105/2.5 vergleichen und da finde ich es interessanter und vielseitiger.

Mit etwas Übung und dem Blick fürs passende Motiv, sollte man damit interessante Bilder fabrizieren können:
(Ich werde es wohl behalten.)


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1 Kommentar
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Zu Bild 1: Bist Du jetzt als Paparazzi unterwegs und hat Harald Glööckler beim Thailandurlaub erwischt?
 
Es ist halt eine Effekt-Linse, die man immer mal wieder einsetzten kann, aber sicherlich nicht die einzige Dauerlinse sein sollte. Sie ist aber eine hervorragend gelungene Kopie zu einem Bruchteil des Preises vom Original und performt auch an der GFX100S am vollen Sensor bestens ...

mara.jpg
 
schlicksbier
schlicksbier kommentierte
Ja, es ist billiger; ja, es hat einen Effekt. Aber wie ein Trioplan sieht es trotzdem nicht aus.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte

Den wenigsten Leuten wird das auffallen.
Die sehen merkwürdig strubbelige Effekte um eine einigermassen klare Bildmitte herum.
Das kriegt man mit beiden Lösungen hin.
 
schlicksbier
schlicksbier kommentierte
Sorry, aber da sind Welten dazwischen. Wer da keine Unterschiede sieht, dem ist eh alles visuelle egal und kann eigentlich auch durch den Boden einer Bierflasche fotografieren. Das Problem an diesen Siebscheiben ist immer, dass man das Sieb 1:1 in den Lichtern sieht -- auch ein großes Problem am Rodenstock Imagon mit seinen Kühn-Wanzen.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte

Ja, für Dich sind Welten dazwischen.
Du ergötzt dich an der Form des Bokeh, andere gucken auf das Kernmotiv
und nehmen das Bokeh als (hoffentlich) dekoratives Gedöns wahr, das
bestenfalls nicht allzu sehr vom Bild/Motiv ablenkt.
In beiden Fällen sticht der Effekt sofort ohne jeden Anflug von Subtilität
direkt ins Auge.

Effekte die so offensichtlich sind daß sie dem eigentlichen Motiv den Rang
ablaufen empfinde *ich* als Overkill. Der Bierflaschenboden ist durchaus
ein sinnvoller Vergleich. Der ist auch nicht ansatzweise subtil.

Aber hey - Du kaufst Deinen Geschmack vermutlich nicht im gleichen
Discounter wie ich, und das ist auch gut so.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Wenn man sich mal vom Effekt löst und das Motiv betrachtet, kann man feststellen, dass sowohl das Model wie auch die fotografische Gestaltung bei @schlicksbier ansprechender ist - aber, hey, Hauptsache, mal wieder so richtig allen gezeigt, dass Du der größte Bescheidwisser des NFF bist.
 
Sorry aber das sieht irgendwie aus wie ein schlechter Photoshop-Effekt.
Es sieht genau so aus, wie man es von einem Trioplan-Klon erwarten sollte. Bokeh ist immer absolute Geschmackssache. Wenn es Dir nicht gefällt, dann lass das Objektiv einfach aus - und suche Dir vielleicht auch einen anderen Thread ;-)

Vermutlich auch eine Idee für GFX @pulsedriver . Bitte auch mal testen ;)
Wie gesagt: Das Bild ist aus einer GFX100S - die Linse deckt den Sensor gut ab und hat auch mit Schärfe o.ä. keine Probleme ...
 
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Schattenmann
Schattenmann kommentierte
Warum soll ich mir einen anderen Thread suchen, wenn mir mal ein Bild (bzw. das Bokeh) nicht gefällt?
Wie du schon sagst: Geschmackssache.
 
schlicksbier
schlicksbier kommentierte
Weil genau dieses Objektiv als Trioplan-Klon eben genau so ein Bokeh produziert.
 
twinfighter
twinfighter kommentierte
Ich denke, der Effekt verbraucht sich schnell. Ein Set, ein Model mit der Linse: OK, Mal was Neues, mal was Anderes. aber beim zweiten Shooting wird es dann schon peinlich ...
 
4 Kommentare
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Naja, bisschen hart, ne? Es gibt so einiges, was als "Trendeffekt" bei Portraits und anderen Genres verwendet wird und hochgejubelt, und dennoch kann es dem einen oder anderen schnell fade werden. Ich erinnere nur an Pavel Kaplun und sein "Marmeladisieren", das irgendwann mal jeder Dritte nachgemacht hat, bis man es nicht mehr sehen konnte... Solange man solch einen Effekt nicht am laufenden Band verwendet, sondern da, wo es passt, kann man ihn auch längerfristig einsetzen.
 
schlicksbier
schlicksbier kommentierte
Alle sind halt auf diese algorithmische Empörungsspirale gepolt, wo es nur noch schwarz oder weiß und keine Zwischennuancen mehr gibt. Extrem ermüdend diese Art von Diskussionen ...
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Du bist ja noch nicht so lange dabei hier und kennst noch nicht alle mit ihren Eigenheiten. Stefan @shovelhead ist an sich ein ganz Netter und kann auch wirklich was an der Kamera, aber er ist ein bisschen holzig direkt. Nicht persönlich nehmen, oder zurückholzen... ;)
 
shovelhead
shovelhead kommentierte
@Christoph Blümer
Ich erinnere nur an Pavel Kaplun und sein "Marmeladisieren"

Der ist damit auch noch nicht fertig. Er zeigt immer wieder Aufnahmen auf Reddit, in Subs, in denen es üblich ist, den Namen des Models und eventuell einige technische Details in den Titel zu schreiben. Da steht bei seinen Aufnahmen konsequent nur "Photo by Pavel Kaplun", weil das wohl die zentrale Aussage und Information sein soll.

Back to entertainment: Ich bin in der Diskussion zwischen @schlicksbier und @VisualPursuit hier weiter oben hin- und hergerissen. Einerseits ist das "Swirly Bokeh" im S/W Photo deutlich ausgeprägter, andererseits ist die Frage: "Wen interessiert der Grad des Effekts?". Der vorgeschraubte Filter dreht das Bokeh deutlich weniger, macht es somit auch einfacher, den Effekt öfter einzusetzen.

Wer aufs Bokeh achtet, erkennt auch im Farbphoto worum es sich handelt, ohne dass der Effekt zu sehr in den Vordergrund tritt. Dessen ungeachtet sind Aufnahmen von sommersprossigen, jungen Damen grundsätzlich VIEL besser als Aufnahmen von schlecht rasierten Typen unseres Alters. Ein objektiver Vergleich ist also kaum möglich.
 
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VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Die 15 Euro war mir das Experiment wert.
Jetzt kann ich das auspacken wenn man es mal von mir verlangen sollte (unwahrscheinlich)
oder wenn mir dazu mal eine sinnvolle Anwendung einfällt- vielleicht im Suff.
 
Entgegengesetzt kann man doch auch kritisch argumentieren.
Immer scharf bis in die Ecken. Perspektivisch/Optisch korrigiert. Bildwölbung.............
Schlicksbier hat es doch erwähnt,

"Es ist halt eine Effekt-Linse, die man immer mal wieder einsetzten kann, aber sicherlich nicht die einzige Dauerlinse sein sollte."

Und sein Bild zeigt mir, das er diese Eigenschaft des Objektives ganz bewußt verwendete.
Dieser helle Tunnel zentral hinter dem Porträt, umrahmt mit Krümmung, Swirl, Reflexen und Tiefen.

Auch ich habe kürzlich für eine Hochzeitsfotografie mein Biotar 1,5/75 verwendet.
3 Beispiele in einer zahlreichen Serie und hatte großen Erfolg weil man dies noch nicht kannte und den Effekt unvoreingenommen dankend annahm.
Wir, die sich jeden Tag mit fotografischen Themen beschäftigen sehen das aus einem anderen Blickpunkt.
Manchmal auch etwas zu blind. Für andere kann es eine Bereicherung und Abwechslung sein.
 
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HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Die Spiegellosen ermöglichen die Adaptierung ganz unterschiedlicher Objektive. Dadurch kann man seine Bildideen noch kreativer umsetzen. Mir wurden die perfekten Objektive und der sterile Dig-Look mittlerweile auch etwas langweilig. Da freut man sich, wenn man etwas Abwechslung ins Fotoleben bringen kann. Derzeit habe ich das legendäre 105/2.4 der Pentax 67 an meiner Sony. Ist zwar extrem kopflastig, hat aber eine wirklich tolle Bildanmutung. An einer Fuji GFX stelle ich mir das Teil auch sehr spannend vor.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Für andere kann es eine Bereicherung und Abwechslung sein.
Hat niemand bestritten. Wie gesagt: Wir kaufen unseren Geschmack nicht alle beim gleichen Discounter wie ich.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Vor allem ist meine Stimmung/mein Geschmack tagesabhängig und da bin ich froh, wenn ich die Stimmungsschwankungen mit unterschiedlichen Objektiven "umsetzen" kann.
 
svantevit
svantevit kommentierte

Ist ja auch gut so. Ich zum Beispiel benötige jetzt noch keine Pfefferkuchen und Dominosteine.
Würde lieber in einen Osterhasen beissen.
Doch da hapert's gewaltig im Angebot.
Halbe Sache.
 
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