Tour des Glaciers de la Vanoise

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Früh am nächsten Morgen geht es weiter über den Col de la Masse.
Eine sehr schöne Strecke, fotografisch jedoch wenig spektakulär.
Erst steige ich über Wiesen auf, dann viel durch Felsregionen, dann über 1000 Hm ins nächste Tal hinunter.
Der Himmel bleibt wolkenlos, es wird tagsüber richtig heiß, auch auf 3000 m Höhe.​
















Unterwegs treffe ich eine andere Spezies, die mitten auf dem Weg gerade mit dem Nachwuchs beschäftigt ist.​




Auf der tief gelegenen Hütte mit Straßenanschluss genieße ich den vorübergehenden Luxus einer Dusche und eines großen Eisbechers mit Waldfrüchten :)

Am nächsten Morgen (Frühstück gibt es immer so zwischen 6:30 und 7:30) mache ich mich wieder auf den Weg zum nächsten Pass. Ich wähle eine Nebenroute, die durch ein morgens noch schattiges Tal geht, und genieße den Sonnenaufgang, der von den Felsgipfeln herunter kriecht.​







Der Lac de la Partie bietet sich als wunderbarer Pausenplatz an.​



Durch bunte Schotterwüsten arbeite ich mich auf den Col de Chaviere hinauf und steige auf der anderen Seite durch Schneefelder wieder hinunter bis zur nächsten Hütte.​



Es ist noch recht früh am Nachmittag und ich beschließe, am Lac Blanc vorbei hinauf auf den Col du Soufre zu steigen, weil ich hoffe, von dort auf den Glacier de Gebroulaz schauen zu können.​








Der seltsam erodierte Roc du Soufre​












Der Gletscher-Ursprung mit zwei seiner Gletscher-Seen, deren Wasser auch den Weißen See speisen.​



An Tieren habe ich heute neben Kühen viele Murmeltiere gesehen. Die sind leider ziemlich Kamera-scheu.​
 
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Den nächsten Morgen beginne ich noch einmal mit einem Besuch beim Lac Blanc, der heute Morgen gar nicht Blanc ist und statt dessen, wie erhofft, die von der Morgensonne beleuchteten Berggipfel spiegelt.​



Nun geht es einige hundert Höhenmeter bergab in Almregionen ...​

(Suchbild ;) )​

... nach einigem Suchen und Fragen finde ich den Pfad über eine Wiese zur Brücke über den Bach in einem kleinen Canyon ...​



... und steige durch Wiesen und Felsen auf zur nächsten Hütte.​




Ich mache mir einen gemütlichen restlichen Nachmittag, erkunde die Umgebung mit Felsen, Seen und Gletschern und genieße zusammen mit den Eseln, die die Hütte als Lastenträger versorgen, und den Hühnern, die die Hütte mit Eiern versorgen, den Sonnenuntergang.​





 
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Der nächste Tag wird meine Runde um die Vanoise-Gletscher schließen.

Durch Hitze und viele zum Teil sehr steile Felswege ist er nochmal eine kleine Herausforderung und ich bin froh, ihn nicht am zweiten Tag bei Regen und Nebel gegangen zu sein.

Ich treffe ein Murmeltier, das nicht schnell genug wegläuft.​



Ich sehe sehr schöne Schmetterlinge.
(Ich habe kein Makro dabei und muss mich daher mit diesem gruseligen Bokeh zufrieden geben.)​



Ich laufe auf den Berg Grande Casse zu, unter dem meine letzte Hütte liegt, die ich vom ersten Abend schon kenne.​




Durch den flachen Lac des Vaches wurde der Wanderweg mitten hindurch gelegt, indem man große flache Steine hinein gelegt hat.​







Ich treffe noch ein paar Almbewohner.​







Nach dem Abendessen genieße ich den letzten Sonnenuntergang hier oben in den Bergen.​












N.B. Kleine Anekdote ohne Bilder, die das Hüttenleben so sympatisch macht.
Im Keller der Hütte gibt es 3 Duschen. Zum Duschen muss man sich an der Rezeption einen Jeton besorgen, den man dann im Vorraum der Duschen in ein Kästchen einwerfen muss. Sobald der Jeton eingeworfen ist, beginnen die 5 Minuten Duschzeit.
Da man dort meist nicht alleine ist, mag man sich nicht erst ausziehen und dann durch den Raum laufen und den Jeton einwerfen. Die mitgebrachten Handtücher sind üblicherweise auch eher sehr klein und taugen nicht, sich für den Gang zu verhüllen.
Also quatscht man am besten Leute an, die auch auf die Dusche warten oder sich gerade waschen. Man drückt ihnen die eigene Duschmünze in die Hand, sagt ihnen, in welche Nummer man geht und bittet sie, auf Zuruf aus der Kabine (wenn man ausgezogen und duschfertig ist), die Münze einzuwerfen. Da man nicht immer dieselbe Sprache spricht, kommt es immer wieder zu Missverständnissen, was das mit der Münze soll, oder über die Nummer der Duschkabine oder dass man nicht mitbekommt, wenn der Duschende einem sagen will, dass er jetzt fertig ist ... Meist geht es ziemlich lustig her in so einem Duschkeller :D
 
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Für meinen letzten Tag bleibt mir nur noch der Abstieg nach Tignes. Doch bevor ich wieder in die "Zivilisation" eintauche, darf ich hier oben noch einen sehr schönen Sonnenaufgang erleben. Fast wäre das noch schief gegangen.

Kurz vor Sonnenaufgang, bzw. bevor die Sonne hinter dem Bergrücken auftaucht, erreiche ich einen kleinen See. Prima, denke ich, stelle mich auf einen großen Stein etwas vom Ufer entfernt, damit ich See und Spiegelung auf´s Bild bekomme, und warte und genieße die frische, ruhige Morgenstimmung.​



Ich sehe die Schatten weichen und die Sonnenstrahlen über die Wiese auf mich zu wandern. Gleich schaut die Sonne hinter dem Berg raus!

In dem Moment kommt von hinten ein anderer Wanderer, sieht vielleicht, was ich sehe, kommt ebenfalls zum See - und stellt sich vor mir ans Ufer! Mit seinem Handy!
Oh, nee, das geht doch jetzt gar nicht! Sag ich was? Aber mit welchem Recht sollte ich ihn wegschicken? Ich habe nicht mehr Anrecht auf den Sonnenaufgang als er. Auch nicht, wenn ich die größere Kamera habe. Und von diesem Standpunkt am See sieht man die Spiegelung einfach am besten. Ich werde also ganz hibbelig, sehe auf die näher kommenden Lichtstrahlen, sehe auf den anderen Wanderer. Neben ihm am Ufer ist nicht so gut wie auf meinem Stein. Aber mit ihm mitten im Bild gefällt mir das nicht. Was hättet ihr jetzt gemacht?
Gerade noch rechtzeitig hat er seine Bilder gemacht und geht wieder auf dem Weg! Puhhhh!

So kann ich also ungestört erst 1 Sonne genießen.​



Dann 2 Sonnen.​



Dann sogar 3 Sonnen.​



Dabei stelle ich fest, dass es deutlich weniger dieser bunten Lichtkringel gibt, wenn ich den UV-Filter von meinem Objektiv abnehme (3 Sonnen). Ist das bei euch auch so? Oder ist meiner verschmutzt oder verkratzt oder eine Schutzschicht beschädigt (mit bloßem Auge nicht erkennbar)?


Ich genieße diese Minuten des Sonnenaufgangs sehr und bleibe noch eine Weile hier, weil es so schön ist.

Von der anderen Seite ist das Wasser sehr grün.​



Vor dem Abstieg finde ich noch einmal Wollgras an einem Bach. Etwa dort, ich am ersten Tag die Gämsen getroffen habe.​



Gämsen und Steinböcke sehe ich leider keine mehr. Aber ich bin zu Beginn auch sehr mit ihrer Anwesenheit verwöhnt worden.

Daher verabschiede ich mich von der Tour des Glaciers de la Vanoise und von euch mit einem Murmeltier.​



Herzlichen Dank für´s Reinschauen und Mitwandern!

Salut aus den französischen Alpen!
Sylvia​
 
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Hallo Sylvia,

kaum bin ich mal kurz in Afrika,
verpasse ich diese schöne Reportage aus den Bergen.
Die Steinbockbilder sind einfach Klasse!

Ich beneide Dich um Deine Erlebnisse mit Steinbock, Murmeltier, Gemse und Co.
 
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Applaus, Applaus, Applaus!!!!

Da möchte man dabeigewesen sein!

Übrigens - das Sternzeichen Schaf gibt es doch? Bin ich doch - Sternzeichen "männliches Schaf", Ende März bis Ende April :D

Grüße, Christian
 
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Hallo Sylvia,

herzlichen Dank für diesen farbenfrohen, sonnigen Reisebericht aus den Bergen, eine herrliche Abwechslung zu den bedeckten Stunden im flachen Leipziger Raum! :up:


Dabei stelle ich fest, dass es deutlich weniger dieser bunten Lichtkringel gibt, wenn ich den UV-Filter von meinem Objektiv abnehme (3 Sonnen). Ist das bei euch auch so?

Wenn mein (Pol)Filter verschmutzt ist, geht mir das auch so. ;) Deshalb sollte man Filter auch nur dann verwenden, wenn sie nötig sind - und besonders bei Gegenlichtaufnahmen peinlichst auf eine saubere Glasoberfläche achten.
 
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Vielen Dank euch allen für eure Antworten!

das Sternzeichen Schaf gibt es doch? Bin ich doch - Sternzeichen "männliches Schaf", Ende März bis Ende April :D

Tatsächlich, da hab ich ja noch gar nicht dran gedacht! :D


Wenn mein (Pol)Filter verschmutzt ist, geht mir das auch so. ;) Deshalb sollte man Filter auch nur dann verwenden, wenn sie nötig sind - und besonders bei Gegenlichtaufnahmen peinlichst auf eine saubere Glasoberfläche achten.


Danke, Daniel! Gut, ist also mein Fehler. Ich hab den UV-Filter immer drauf, weil ich die Kamera immer offen herumtrage. Da wäre die Frontlinse oft mächtig dreckig. Sicher habe ich den Filter ein paarmal zu unsanft gereinigt.
Aber für solche Aufnahmen werde ich ihn demnächst gleich abnehmen.

Viele Grüße!
Sylvia
 
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