Suri braucht Beistand ....

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sam25

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Wir haben heute Abend die Nachricht erhalten, dass unsere Nasenbärin, Suri, ins Unispital der Tierklinik Zürich eingewiesen werden musste.

Es sieht nicht gut aus für sie. Die hat vermutlich einen Parasitenbefall, das ist unklar, auf alle Fälle hat sie schwere Wunden an Schwanz und Hinterbeinen. Sie hat aktuell Schmerzmedikamente und Antibiotika.

Sie wird ab Morgen in einem wieder zurück sein in einem separaten isolierten Raum, betreut von der Tierpflegerin - und wir werden sie dann erstmals am Sonntag besuchen gehen ...

Mehr, am laufenden Band....

Wer von Euch ihr gute Gedanken schicken möchte, soll dies bitte tun... sie kann es gebrauchen ...danke herzlich....


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Die Nachrichten von vorhin von der Tierpflegerin sind alles andere als erfreulich. Man weiss noch nicht warum Suri so ein autoaggressives Verhalten aufgewiesen hat. Sollten es nur Parasiten sein, welches das ausgelöst haben, dann besteht eine gewisse Hoffnung. Sollten Nerven oder das Gehirn angegriffen sein, dann könnte man nichts mehr für sie machen.

Wir werden sie morgen besuchen gehen ....
 
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Sollten Nerven oder das Gehirn angegriffen sein, dann könnte man nichts mehr für sie machen.

Bleibt zu hoffen, dass es sich nicht um die Aujeszkysche Krankheit oder Pseudowut handelt, da gibt es solche Symptome, Hunde fressen sich regelrecht selber auf...
Ob da auch Nasenbären betroffen sein können weiß ich allerdings nicht...
 
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Ich denke schon, dass Suri die besten Grüsse an Euch ausrichten lässt. Sie ist müde aber es besteht durchaus grosse, grosse Hoffnung und Zuversicht.

Meine Tochter und ich und die Tierpflegerin waren bei ihr. Ich sass zu ihr in den gekachelten Raum, sie kam sofort zu mir, quitschte vor Freude, untersuchte meine Nase und meine Augen und Ohren und machte sich dann sofort auf die Suche nach Futter. Ich liess die Tasche mit den Hundekeksen, welche ich vorher noch füllte, extra offen. Sie langte hinein und machte sich genüsslich über die Kekse her...Essen, endlich isst sie wieder, die Kleine, meinte die Tierpflegerin.

Und dann hat sie meine Kamera untersucht, wie sie es immer macht. Und dann, dann war sie müde, legte sich erneut auf meine Schoss und schlief auf dem Rücken ein.

Es geht ihr den Umständen entsprechend gut. 10 Tage separieren, schon nur wegen den Medikamente, wir übernehmen sicher den einen und anderen Abenddienst....

Und hier schon jetzt den grössten und herzlichsten Dank an Hans und Claudia und an Romina, welche sich um die Kleine kümmern ...

Keine scharfen Bilder, aber ein Bild von heute Morgen ...


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Das ist doch schön zu lesen :)

Kann es nicht sein, dass Suri einfach nur Heimweh nach euch hat? So sehr, wie sie dich annimmt, sich bei dir wohlfühlt, kann die Trennung sie doch durchaus krank machen... oder?
 
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Das hört sich doch sehr positiv an, ich freue mich für Suri, euch und alle helfenden Hände :)

Natürlich sind die Daumen weiterhin gedrückt!
 
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Das ist doch schön zu lesen :)

Kann es nicht sein, dass Suri einfach nur Heimweh nach euch hat? So sehr, wie sie dich annimmt, sich bei dir wohlfühlt, kann die Trennung sie doch durchaus krank machen... oder?

Danke Rosi und Betti....:)

Ja, liebe Betti. Wir machen uns auch solche Gedanken und wir sind die ganze Zeit auch am Recherchieren über diesen Umstand.

Ich möchte hier gerne einige Gedanken dazu äussern:

Handaufzuchten sind und bleiben immer sehr heikel. Da Handaufzuchten in der wichtigsten Phase des Lebens nicht von Artgenossen stattfinden, sondern von artfremden Wesen, ist entsprechend auch die Prägung und das Kopieren, respektive auch das Verhalten ein Stück weit "artfremd".

Suri hat sich gut in die Gruppe integriert. Insbesondere vom ältesten Männchen wird sie stark unterstützt, mit den anderen Gruppenmitglieder kommt sie recht gut zurecht, wenn auch nicht sehr innig.
Seit Suri im Zoo ist, besuchen wir sie - bewusst sehr wenig. Vielleicht sind es Abstände von drei bis vier Monaten, wo wir sie sehen. Der Rest der Zeit ist sie ausschließlich mit Ihresgleichen zusammen.

Die Prägungsjahre sind eine - nebst der biologischen Komponente des Instinkts - eine prägende Phase. Alle Ausseneinwirkungen auf eine Wesen haben entsprechend eine Resonanz und lässt sich im Verhalten wieder erkennen. Wir alle um Suri, haben keine äusseren Verhalten bemerkt, welche darauf schliessen könnten, dass in der Prägungsphase etwas falsch gelaufen ist. Wäre dies, dann wäre eine Reintegration auch nicht möglich gewesen.

Dass sie auf mich, der Tierpflegerin (welche nicht mehr im gleichen Zoo arbeitet), meine Frau und meine Tochter so reagiert, hat vermutlich mit dem zu tun, dass wir ein fester Bestandteil ihrer Prägungsphase sind. Wir sind aber in ihren Augen, Nasenbärenmammis und - Papis, auch wenn wir keine Hundekekse essen ... :D

Aber nun kommen wir ja auch ganz schnell auf Themen, welche wir, oder zumindest ich nicht erklären können. Was ich gefühlsmässig wahrnehme, kann für Suri anders sein. Dennoch glaube ich an das Wort "Vertrauen" sehr wohl, sie vertraut uns. Aber das ist nicht messbar. Und um einen Schritt weiter zu gehen: ich glaube nicht, dass sie "lange Zeit" nach uns hat. Aber da wir die ersten "Bezugspersonen" waren in ihrem Leben, hat sie ein Vertrauen in uns.

Sie lag heute auf meinem Schoss, wie sich unsere Hunde hinlegen, wenn wir zusammen schmusen. Suri hat sich mir schutzlos anvertraut, auf dem Rücken und hat geschlafen. Das ist Sicherheit, sie wusste, dass ihr nichts passieren würde und dass ich sie beschützen würde. Ich als Mensch, als Sam, empfinde das wohl anders als sie. Dennoch stimmt es für beide Seiten.

Ich weiss nicht, liebe Betti, ob Nasenbären "Heimweh" kennen. Selbst bei unseren spärlichen Besuchen im Zoo, geht sie nach einer Weile von uns weg und geht zurück ins Rudel, oder einer "nasenbärischen Beschäftigung" nach. Das heisst, sie wendet sich auch bewusst von uns ab.

So oder so kann ich deine Frage nicht einfach so beantworten, weder wissenschaftlich noch menschlich und schon gar nicht "tierisch". Selbst im Tierspital bleiben mehr Fragen offen als sie Antworten hätten...

Uns bleibt nichts anderes übrig als das zu tun, was wir denken es könnte richtig sein. Jeglichen Rat und Hinweis zu überprüfen, zu überdenken. Letztlich, das ist uns jetzt schon klar, war uns immer klar, bleibt ein grosses Risiko, weil wir Suris Sprache einfach nur deuten können, und dies auf alle möglichen Richtungen...

Ich könnte sie loslassen, die kleine Suri. Wenn es Zeit wäre zu gehen, dann geht auch Suri. Es täte weh, ich würde sie sehr vermissen. Eines weiss ich schon jetzt: sie ist eine Persönlichkeit, für die ich ewig dankbar sein werde, dass sie in mein Leben getreten ist. Solche Erfahrungen und Innigkeit lernt man an keiner Schule ... :)
 
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Ich muss noch etwas schreiben:

Bei Säugetieren ist das Erinnerungsvermögen oft sehr hoch ausgebildet. Menschenaffen, Elefanten, usw. haben ein sehr gutes Erinnerungsvermögen. Es gibt ein Video im Netz, wo eine Frau einen Schimpansen nach 18 Jahren das erste mal besucht. Die Wiedererkennung ist rührend.

Dennoch wird vermutlich der Affe keine lange Zeit nach dem Menschen gehabt haben. Aber sie wissen sehr wohl, was für eine Zeit sie gehabt haben und ob die Menschen gut zu ihnen waren.

Es gibt den Begriff "Hingebung". Ein altes Wort, was bedeutet, dass man ohne Erwartung mit viel Aufwand, einer guten Portion Selbstlosigkeit und einer noch viel grösseren Portion Vertrauen in eine Beziehung tritt. Darin erwartet man keine Antworten oder Geschenke, sonder stellt sich dem, was man antrifft und macht das Beste draus, oft unbeholfen, spontan, falsch und richtig ...

Ich habe durch Suri viel gelernt über die Beziehung zwischen mir und Motiven. Schon das alleine ist eine immens grosse Welt, welche sich mir aufgetan hat. Und ich stehe in dieser Welt erst am Eingang ... :)
 
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Die Wunden am Schwanz sind bei diesem Bild deutlich zu sehen. Aber auch der Heilungsprozess ... und ja...eben, das ist Suri ...

Einen guten Abend wünsche ich Euch allen und allen ganz herzlichen Dank für den geistigen Beistand ... wir - und ich glaube auch Suri - danken sehr herzlich dafür ... :)


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