Frage Suche Weitwinkel optimiert auf Blende 16-22

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

tideloon

NF-Premium Mitglied
Premium
Registriert
Hallo zusammen

Oft wird diskutiert, wir gut ein Objektiv bei offener Blende abbildet. In diesem Zusammenhang lese ich, dass die beste Abbildungsqualität oft durch abblenden auf Blende 8 bis 11 erreicht wird und danach die Bildqualität abnimmt. Ich suche ein Weitwinkel-Objektiv, bei dem auch bei Blende 16 bis 22 eine gute Bildqualität erreicht wird, bzw. auf diesen Blendenbereich optimiert ist. Gibt es das überhaupt?
Ich will das Weitwinkel für Landschaftsbilder einsetzen, daher muss es nicht unbedingt Autofokus haben.

es grüsst
Beat Markus
 
Anzeigen
Hallo Beat!

Wozu soll das gut sein? Mit DX und einem mittleren Weitwinkel kriegst du bei f8 schon alles scharf. Wirf doch einmal einen Schärfentieferechner an, gibt genug davon online. Der sagt dir auch gleich die förderliche Blende.

Liebe Grüsse, Peter
 
Kommentar
Hallo Beat,
es gibt solche Objektive, jedoch meines Wissens nach nur für den Großformatbereich. Je nach Sensorgröße ist, wie die Vorredner schon sagten, ein derart starkes abblenden auch nicht nötig. Wenn man dann noch die Verteilung der Schärfeebene (1/3 vor, 2/3 nach dem Fokuspunkt) mit berücksichtigt, sollten eigentlich nahezu alle Aufgaben lösbar sein.
Gruß Horst
 
Kommentar
De schönste Performance bei Blende 8 hilft ja nix, wenn man gern 22 einsetzen würde, um zB eine Belichtungszeit wählen zu können, mit der man Menschen vor einem Motiv "verschwinden" lassen kann... 30 Sekunden oder zwei Minuten macht einen GROSSEN Unterschied!
 
Kommentar
Was der TE mit seinem Ansinnen vorhat wissen wir (noch) nicht.

Um lange Belichtungszeiten zu erreichen kann mann ggf, sofern die Frontlinse des Weitwinkelobjektivs es zulässt, Graufiler verwenden. Ein Nikon AF-S Zoom-Nikkor 14-24mm 1:2,8G ED scheidet für die Verwendung eines Graufilters wohl aus.

Betreffend Schärfentiefe könnte hyperfokale Entfernung ein Thema sein.

LG
Herwig
 
Kommentar
Ich würde jetzt mal annehmen, dass bei den nikkors, bei denen micro dabei steht (keine ahnung, ob es ein weitwinkel micro gibt), also alle die für den makro-bereich optimiert sind, das bieten was du suchst. da wird der effekt der beugung eher keine relevanz im direkten vergleich zu extrem geringer schäftentiefe bei blende 8 oder 11 bei minimalem arbeitsabstand sein. Ich habe übrigens, gerade um der sonne ihren stern zu entlocken schon öfters landschaften bei f/22 fotografiert mit meinem 10mm uww, da war mir die beugung gerade mal egal :)
 
Kommentar
Ich habe mir für meine Df das manuell zu fokussierende Zeiss Distagon 25mm f/1:2.0 ZF.2 angeschafft und damit erst kürzlich zwei Wochen lang in Venedig fotografiert.

Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden - auch bei kleinen Blenden wie z.B. f/16, die ich eingesetzt habe, wenn ich sowohl ein Objekt im Vordergrund scharf haben wollte, aber auch den Hintergrund.

Berücksichtigen muss man aber, dass bei den meisten Objektiven die größte Auflösung (Schärfe) bei ca. f/5.6 - 8 eintritt.

Gruß
Gianni
 
Kommentar
[MENTION=12062]Loon[/MENTION]
Nachem Du hier aktiv mitliest. Vielleicht könntest Du Dich darüber äußern warum Du in Richtung 16-22 abblenden willst. Wegen der Schärfentiefe (hyperfokale Distanz) oder einer langen Belichtungszeit (Graufilter).
 
Kommentar
Vielen Dank für all die Antworten. :up:
[MENTION=60910]kd90[/MENTION]:
hmm, ganz schön viel Physik :rolleyes:
[MENTION=49]Peter[/MENTION]:
danke für den Tipp, ich darauf einen interessanten Link gefunden
http://www.digitipps.ch/hyperfokale-distanz-berechnen.html

Daraus entnehme ich z.B., dass ich zB bei 18mm und DX für eine Schärfe von 60cm auf Unendlich auf f/16 abblenden muss (bei einer Fokussierung auf 1.02 Meter).
[MENTION=26872]Horst[/MENTION]:
Erinnere mich aus analogen Zeiten, da gab es extrem detailreiche, scharf Grossformat-Bilder mit f/45 und f/90. Nun ist bei Grossformat 60mm noch weitwinklig.
[MENTION=49919]shovelhead[/MENTION] und Herwig:
Mir geht es darum, Landschaftsbilder mit eine nahen Vordergrund (ab 50cm) und einer Schärfebereich bis Unendlich zu fotografieren. Also eine Ansicht, die von Auge so nicht sehbar ist.
[MENTION=102420]2000volt[/MENTION]:
Die Micro (Macro) Objektive gibt es ab 40mm (Nikon) und 35mm (Tokina).

@alle:
Ich sehe momentan zwei Ansatzpunkte:
- zwei Aufnahmen mit unterschiedlichen Fokussierungen machen und in Photoshop montieren
- ein WW-Objektiv mit genauer Distanz-Anzeige finden, gehe davon aus, dass manuell fokussierbare Objektive da besser geeignet sind

beste Grüsse
Beat Markus
 
Kommentar
[MENTION=12062]Loon[/MENTION]
Nachem Du hier aktiv mitliest. Vielleicht könntest Du Dich darüber äußern warum Du in Richtung 16-22 abblenden willst. Wegen der Schärfentiefe (hyperfokale Distanz) oder einer langen Belichtungszeit (Graufilter).

Es ist die Schärfentiefe. Landschaftsbilder mit nahem scharfen Vordergrund und gleichzeitiger Schärfe am Horizont.
 
Kommentar
Schon mal über ein T/S, also ein PC-E-Nikkor nachgedacht?

Wow, jetzt geht die Post ab in diesem Thread :dizzy:

Danke Gernot.
Genau, es gibt ja das Walimex TS 24mm f/3.5 oder das Nikon PC-E 24mm f/3.5. An diese Objektive habe ich keine Sekunde gedacht.
Diese Optiken sind ja nicht gerade günstig in der Anschaffung, Zeiss-Objektive sind dies aber auch nicht. Ihren Preis sind sie aber sicher wert. Ich werde mal etwas zu den TS/PC-E 24mm recherchieren.

Sommerliche Grüsse
Beat Markus
 
Kommentar
Ich habe hier einige Blendenreihen meiner Nikkore auf dem Rechner; da sind auch zwei Mikro-Nikkore dabei. Ich habe bisher noch kein Objektiv gefunden, bei dem bei Offenblende bzw. fast oder ganz abgeblendet der Schärfeeindruck nicht nachlässt.

Allerdings gibt es nicht geringe Unterschiede von Objektiv zu Objektiv, um wieviel sich der Schärfeeindruck verschlechtert. Außerdem sind die "Schärfeansprüche" von Fotograf zu Fotograf verschieden. Das mag auch eine der Ursachen dafür sein, dass es immer wieder Leute gibt, die u.a. behaupten, die Abbildungsleistung ihrer Objektive werde beim stark abblenden nicht schlechter.

Gruß Norbert
 
Kommentar
Also wenn ich mit dem 14-24 F2.8 auf Blende 11 abblende, sind alle Objekte im Bereich von 60cm bis unendlich ausreichend scharf. Die Details in weiter entfernten Bereichen werden dann durch den extremen Bildwinkel (14 bis 18mm) ohnehin so klein, daß man eine ggf. vorh. minimale Unschärfe gar nicht sehen kann. Und wer UWW fotografiert, macht davon ja keine Ausschnittvergrößerungen. :platsch:

Blende 22 habe ich da noch nie gebraucht, um "alles" scharf zu haben. Ich würde empfehlen, erst mal ein solches Objektiv zu kaufen, bevor man die Grenzen der Beugungsunschärfe als Limit sucht. Zum Probieren wäre vielleicht ein Walimex 14-24 oder das Tokina 16-28 nicht verkehrt, wobei diese beiden im Randbereich eine ganz andere Unschärfe aufweisen, hinter der die Beugungsunschärfe als unbedeutend verschwindet.
 
Kommentar
Hallo,

Ich habe bisher noch kein Objektiv gefunden, bei dem bei Offenblende bzw. fast oder ganz abgeblendet der Schärfeeindruck nicht nachlässt.
yepp, das ist Physik. Da kommen wir derzeit noch nicht drum herum. Die Frage ist nur, welche Absicht wir damit bedienen wollen.

Bei den Makrofotografen ist es zuweilen nicht unüblich bis auf Blende 45 oder noch mehr (falls möglich) abzublenden. Damit steigt zwar die Beugung erheblich, die Schärfentiefe nimmt aber ebenso dramatisch zu und das finale Bild gewinnt dadurch deutlich an Schärfe gegenüber einem Bild, das bei Blende 16 aufgenommen wurde. Und die Beugung stört nicht mal, solange das Bild hinreichend verkleinert präsentiert wird.

Im Prinzip lässt sich das auf die Landschaftsbilder des TE übertragen, solange die Bilder nicht quadratmeterweise ausgedruckt werden sollen.

Ciao
HaPe
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten