Street-Fotografien des Schauspielers Lars Eidinger

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Und weil er "Lars Eidinger" heißt und ein Promi ist, hängen seine Bilder im K21. Die beiden im Beitrag gezeigten Teaser-Bilder sind jedenfalls von derartiger fotografischer Banalität, da wäre sicher ein Drittel des "Street"-Threads hier signifikant ausstellungswürdiger.
 
VisualPursuit kommentierte

Ich war mal Miteigner einer kleinen Galerie.
Wir stellten Bilder eines Schweizer Fotografen aus, der mit dem Zug anreiste.
Zollkontrolle am Grenzübergang.
Zöllner: Was ist da drin?
- Fotos
Zöllner: Die müssen Sie verzollen!
- Nein.
Zöllner: Doch!
(Fotograf packt aus....)
Zöllner: Ach, das ist ja nur Kunst......
.... und ging.
 
kommentierte
Christoph Blümer kommentierte
ad 1: Michaels Urteil ist *sein* Geschmacksurteil, das für meine Empfindung und Beurteilung recht wenig Relevanz hat
ad 2: All die, die sich aufregen, sollten mal genau lesen. Ich habe ausschließlich über die Teaser-Bilder gesprochen, und die finde ich (!) banal. Wenn die nicht repräsentativ für die Ausstellungsqualität sind: Schade, dann hat da jemand einen schlechten Pressejob gemacht.
 
Christoph Blümer kommentierte
Lerne endlich mal, verstehend zu lesen. Sorry, dass ich das so brutal sagen muss. Was genau an "Die beiden im Beitrag gezeigten Teaser-Bilder sind jedenfalls von derartiger fotografischer Banalität, da wäre sicher ein Drittel des "Street"-Threads hier signifikant ausstellungswürdiger." ist für Dich in einer Weise unklar, dass Du mich hier fortwährend überheblich anmachen zu können glaubst? Und, ja, ich wiederhole das: Mit Bildern der Güte der beiden Teaserbilder kann ich das K21 auch füllen. Das könnten alle mit etwas ernsthafterem Portfolio hier.

Dass Du einfach nicht kapierst, dass ich über die Werbebilder spreche, und nur über die, musst Du irgendwann mal für Dich sortieren. Deine Perzeption meiner Person kommt allein aus Deiner freihändigen Interpretation dessen, was ich geschrieben habe, indem Du hinzudichtest, was nie geschrieben wurde. Genau die Art, in der Du in dem Aspekt mir gegenüber aufgetreten bist, war reich an Schnöseligkeit. Du weisst alles besser. Sorry, nein, weisst Du nicht, denn meine persönliche Empfindung zu 2 Bildern unterliegt zu 0% Deiner Bewertung.
 
Bettina kommentierte
Da die Diskussion an dieser Stelle doch sehr ins persönliche abgleitet, habe ich einige Kommentare entfernt. Lasst es einfach mal gut sein.
 
Finde ich auch. Promibonus:

 
5 Kommentare
VisualPursuit kommentierte
Ich bin anderer Ansicht.

(Daß der Herr Pofalla ein persönliches Problem
mit Eidinger hat, kann ich allerdings auch herauslesen.)
 
kommentierte

Ich finde die Bilder ja auch nicht schlecht, mit Promibonus meine ich,
dass ein (selbst einigermaßen bekannter Streetfotograf) nicht so schnell eine Ausstellung im K21 bekommen würde.
 
VisualPursuit kommentierte

Das würde ich ausgerechnet für das K21 nicht bestätigen wollen.
Die haben in allen Etagen Räume die immer mal wieder mit Werken
von eher unbekannten Künstlern parallel zu größeren Programmpunkten
gefüllt werden.

Eidingers Ausstellung ist aus verschiedenen Gründen größer als das.
Er zieht natürlich Fans, er ist für eine Eröffnungsparty und damit mehr
Publikum gut, aber vor allem sind die Bilder wirklich mit hoher Quote
sehr gut.
 
Reaktionen: Kay
kommentierte
VisualPursuit kommentierte

Nee, deswegen ist seine Ausstellung größer aufgehängt.
Ich behaupte sie hätten ihn auch so genommen - wie gesagt,
sie haben neben den "Headlinern" ständig wechselnde, weniger
bekannte Namen in den Räumen.
 
Wer ist dieser Mensch?

Nie gehört oder gesehen.

Kriecht der vielleicht beim Privatfernsehen herum, bei solchen preisverdächtigen Sachen wie Dschungelcamp? Oder ham' se den in 'nen Container eingesperrt?
 
3 Kommentare
Christoph Blümer kommentierte
Och, bitte - über Lars Eidinger kann man sich schon mal informieren. Der ist nun wirklich kein Privatfernseh-Sternchen; als Schauspieler durchaus renommiert:
- langjähriges Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne
- etliche Fernseh- und Kinofilme
- diverse Serienauftritte, u.a. eine wichtige Nebenfigur in "Babylon Berlin"
- Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin
 
cjbffm kommentierte
 
schneemann kommentierte
Lars Eidinger ist sicher einer der besten deutschen Schauspieler unserer Zeit. Möglicherweise ist er tendenziell etwas unbekannter, da er ja häufig die "Bösen" und "unbeliebten" Charaktere spielt. Das aber mit einer unglaublichen Intensität.

Es lohnt sich sicher, sich den Film Nahschuss einmal anzuschauen. Für diesen Film, das sein nur nebenbei erwähnt, schrieb Franziska Stünkel das Drehbuch und führte Regie. Sie ist auch eine fantastische Fotografin.
 
Als Schauspieler finde ich ihn super. Seine Fotos mag ich nicht beurteilen, weil mir dieser Stil so garnicht zusagt. Unabhängig von Eidinger. Den Anspruch, Kunst damit zu machen, würde ich ihm aber nicht absprechen, denn ich kann mir schon vorstellen, mit den Bildern etwas transportieren zu wollen. Wenn ich in der Nähe wäre, würde ich mir die Ausstellung dennoch anschauen. Es gibt eindeutig berühmte Künstler, die auch als Fotograf ganz großes Kino abliefern. Bryan Adams beispielsweise. Der Mann hat richtig was drauf an der Kamera!
 
Kommentar
sind jedenfalls von derartiger fotografischer Banalität, da wäre sicher ein Drittel des "Street"-Threads hier signifikant ausstellungswürdiger.
Ein „gefällt mir nicht“ hätte ich akzeptiert. Wenn Du das so raushaust, stelle ich dem entgegen, dass Du keine Ahnung hast. Ich hätte mich aber lieber sachlich mit Dir darüber auseinandergesetzt, was Dir nicht gefällt.

Kriecht der vielleicht beim Privatfernsehen herum, bei solchen preisverdächtigen Sachen wie Dschungelcamp? Oder ham' se den in 'nen Container eingesperrt?
Das dürfte die Fehleinschätzung des Jahres sein. Das ist vermutlich einer der besten deutschsprachigen Schauspieler der Gegenwart. Da hätte man gerne mal googeln können, bevor man sich so blamiert. Hier habe ich das mal für Dich gemacht, um die Bildungslücke zu schließen. Das ist in diesem Fall wirklich eine und nicht nur verpasster Sozial Media Unsinn.

Mir gefallen die Bilder sehr und ich sehe hier im Forum nur sehr selten ein Bild, das seinen das Wasser reichen kann. Vermutlich hat er es sich mit der Aussage, dass er gerne ein Telefon benutzt mit den „ernsthaften“ Fotografen hier verscherzt.

Leider werde ich es nicht nach Düsseldorf schaffen.
 
2 Kommentare
VisualPursuit kommentierte
Die Ausstellung geht bis Ende Januar. Schaffst Du.....
 
Christoph Blümer kommentierte
@Brunke Das Aufnahmewerkzeug interessiert mich ausschließlich im Kontext einer bestimmten Anmutung im Sinne der Frage "Wie entstand das Bild genau?". Ich bin expliziter Anhänger der "Nicht die Kamera macht das Bild, sondern der Fotograf!"-Position. Besonders gute Bilder mit dem Smartphone gemacht finde ich sogar noch bemerkenswerter, weil da dann jemand das Handwerk offenbar wirklich beherrscht.

Da ich mich nur über die Teaser-Bilder äusserte, die ich banal finde, steht es Dir vollkommen frei, zu entscheiden, ob Du mit mir diskutieren willst oder nicht. Ich bleibe bei meiner Position bezogen auf die Teaser-Bilder.
 
Auch das ist Eidinger:
 
4 Kommentare
B
Brunke kommentierte
Klasse, muss ja nicht immer Hamlet oder Jedermann sein. Passt zu ihm. Keine Allüren.
 
1
1bildermacher1 kommentierte
Keine Allüren, er will uns doch zeigen was hohe Kunst ist. Da sehe viele bessere Performance bie uns in der Stadt.
 
VisualPursuit kommentierte

Er ist Protagonist in einem (wie ich finde) sehr coolen Musikvideo.

Er macht einfach.
Eben das was auch die Punks der ersten Generation ausgemacht hat.
Man macht und wird durch das Ergebnis geadelt.

Daß er damit "zeigen will was hohe Kunst ist" sagt er mit keiner Silbe.
Das bleibt Ergebnis Deiner Phantasie.

Sour grapes, anyone?
 
B
Brunke kommentierte
er will uns doch zeigen was hohe Kunst ist.
Ich glaube er würde das weit von sich weisen. Es geht einfach nur um ein cooles Video. Er hat mal irgendwo gesagt, dass er keine Angst vor Präsenz hat und er zeigt eine riesige Bandbreite. Eben vom Jederman, Salzburger Festspiele, Tatort bis Tanz in einem Video. Ich finde, dass das Video dadurch einen besonderen Kick bekommt.
 
Dein ersten Satz, sagt doch uns, dass wir hier alle durch die Bank Schrott machen. Leider zeigen die obigen verlinkten Bilder nicht diese hohe Fotokunst und darüber kann ich nur lachen.
"Ernsthafte" Fotografen hat die Kamera noch nie gross interessiert auch hier im Forum.
 
3 Kommentare
VisualPursuit kommentierte
"Durch die Bank Schrott" ist genau so überinterpretiert wie die "Blindverkostung"
anhand der beiden Ankündigungsillustrationen.
 
B
Brunke kommentierte
@1bildermacher1
Durch die Bank? Ich habe den Eindruck Du willst mich falsch verstehen.

Es wäre sehr verwunderlich, wenn ein hoher Anteil der Bilder in einem Forum eine Qualität aufweisen würde, die man in einer Galerie ausstellen könnte. Da ich die Bilder von Lars Eidinger sehr gut finde, bleiben zwischen dieser Einschätzung von mir und dem von Dir genannten „Schrott“ noch jede Menge Qualitätsbezeichnungen, die ich in keiner Weise ehrenrührig finde. Aber ja Schrott ist auch dabei und tolle Bilder. Die aber eben deutlich seltener. Deshalb taugt der Vergleich mit der Galerie nicht.

Zur Einschätzung des Smartphones habe ich einen anderen Eindruck und das auch so erlebt.
 
Kay kommentierte
Selbst nutze ich mein Handy so gut wie garnicht für ernsthafte Fotografie, nur dann und wann, wenn sich ein Motiv aufdrängt und keine andere Kamera griffbereit ist. Dennoch gebe ich gerne zu, dass Smartphone-Kameras mittlerweile ein Qualitätsniveau erreicht haben, dass Kameras oft überflüssig machen. Das gefällt mir insgeheim genausowenig wie vielen anderen hier, aber das ist ja schon fast ein Gefühl von falschem Stolz oder gar Standesdünkeln.
Fakt ist: Eidinger nutzt ein Smartphone, dass ich für seine Art zu fotografieren für ein hervorragendes Werkzeug halte. Klar kenne ich nur ein paar seiner Bilder, und es wird manches Foto geben, dass mit einer leistungsfähigeren Kamera spürbar besser geworden wäre, aber so what... Unterm Strich passt es. Dafür ist ein Smartphone schön unauffällig, was eben auch manches Foto überhaupt erst ermöglicht.
Ich glaube, dass mancher sich daran stört, dass hier ein Schauspieler als "Gelegenheitsknipser" andere künstlerische Genres entert. Das ist überheblich. Gerade ein Typ wie Eidinger hat eine Beobachtungsgabe und eine Denkweise, die für die Fotografie extrem wertvoll sind.
 
5 Kommentare
VisualPursuit kommentierte
Noch einmal:
Die Begleittexte zur Ausstellung sagen er verwendet für seine Fotos ein Smartphone UND eine Spiegelreflexkamera.
Über die Gewichtung wird nichts gesagt. Fakt ist: Er benutzt AUCH ein Smartphone, aber keineswegs NUR ein Smartphone.
 
pixelschubser2006 kommentierte
Danke für den Hinweis. Ich habe den Artikel noch nicht gelesen, sondern nur einen Fernsehbericht darüber gesehen. An die Spiegelreflex kann ich mich nicht erinnern, aber da will ich einen Fehler meinerseits nicht gänzlich ausschließen. Allerdings wird ja nun unzweifelhaft ein großer Anteil Bilder per Smartphone entstanden sind, außerdem gibts auch Videos. Darüber hinaus habe ich ja überhaupt kein Problem damit!
 
VisualPursuit kommentierte
Die SLR steht in den Begleittexten, die in den meisten Düsseldorfer Museen
immer groß an den Wänden aufgetragen werden.

Es ist also im K21 fett neben den Bildern an die Wand geschrieben.
 
volkerm kommentierte
Der von dir genannte Punkt der besonderen Beobachtungsgabe und Denkweise scheint mir das Wichtigste zu sein, egal welches Gerät gerade genutzt wurde.
 
ni27fo kommentierte
Das ist einer der Gründe, warum ich das Handy mittlerweile der Spiegelreflexkamera vorziehe


Wer ein paar mehr Bilder sehen will:
 
Manchmal mache ich mir die Mühe mir die "Bildstrecken" derer anzusehen, die hier ihre Neidverurteilungen vollmundig preisen und vergleiche sie mit z.B. den Bildern und Bildihalten, wie hier von Eidinger. Diese lassen locker auch den Umkehrschluss zu.
So kommen diese "Alben" jedenfalls nicht an diese Bilder heran und die "Seeweisen" unterscheiden sich hier erheblich. Das ist ja auch gut so. Allerdings nervt mich diese oberflächlige Neidverurteilung hier doch erheblich, statt sich ausführlich damit auseinander zu setzten. Ist es das typische schlechtreden um besser dazustehen?
Das jemand seine "Netzwerke" nutzt um öffentlich präsent zu sein ist ebenso legitim. BB, der Tennisheini hat das auch seinerzeit vorgelebt und hier schreibt und korrigiert die Geschichte und die Zeit, was sich etabliert oder eben auch nicht.
Und es gibt in jedem Bereich auch bessere oder Seeweisen, Interpretationen, die besser oder anders ankommen.
Was hier so abgeht ist doch eher ein Armutszeugnis und es wird doch auch niemand gezwungen in die Ausstellung zu gehen und seine "Werke" wahrzunehemen, geschweige sich inhaltlich damit auseinderzusetzen.
Ich finde seinen Blickwinkel auf die Menschen schon anschauenswert um sich damit auseinander zu setzen, obwohl meine Wahrnehmungsweise auch anders gestrickt ist. Aber jede andere Betrachtsweise ist auch hilfreich seine eigene mal zu verlagern und kann auch Anregung sein.
Aber deswegen muss ich niemanden anhand von wenigen Pressehinweisen/Bespielbildern vorverurteilen.
 
2 Kommentare
Bertho kommentierte
Kleine Randbemerkung zu den Alben:
Mancher, der hier gute Bilder zeigt, benutzt die Alben überhaupt nicht, sondern verlinkt auf andere Quellen. Insofern bilden die Alben nur einen begrenzten Ausschnitt ab.
 
Christoph Blümer kommentierte
Wer "vorverurteilt" denn hier Herrn Eidinger anhand von "Pressehinweisen/Beispielbildern"?
 
Jungejunge, hier ist ja was los. Fast so, als hätte jemand gesagt, dass der Sony-Autofocus viel besser ist als der von Nikon.

Ja, die Künstler... bei einigen vermisse den "Hurz!", andere wiederum sind (mir) relativ unbekannt, hinterlassen nach dem Besuch einer Ausstellung aber mächtigen Eindruck, so geschehen Anfang des Jahres bei Banksy in Hannover.
An Lars Eidinger wiederum scheiden sich doch schon länger die Geister. Aber was solls, es ist doch für jeden was da, nicht nur bei Kameras, oder?

Im Begleittext aus Beitrag 1 steht ja zu lesen, ... "Sie geben Auskunft darüber, wie ein bekannter Künstler die Welt sieht."
Dieser Künstler "legt auch als DJ auf", lebt in Berlin (OK, vielleicht in einer Villa im Grunewald, glaub ich aber nicht), dass der nunmal eine andere Sicht auf die Welt hat wie jemand, der an den oberbayrischen Seen in großem, landschaftstypischen, Einfamilienhaus lebt, einen Rembrandt an der Wand und Phil Collins im CD-Spieler hat, kann ja nicht verwundern. Ist halt eigener Stil, und ich will auf keinen Fall einen der beiden (oder beide?) anzweifeln.

Einen muss ich aber noch loswerden: Man kann also Bilder in den gezeigten großen Größen sogar von einem Smartphone-Foto erstellen? Braucht man da nicht MINDESTENS 45 MPix??
 
Kommentar
... Tanz in einem Video. Ich finde, dass das Video dadurch einen besonderen Kick bekommt.
Und seine Hopser sind ganz schön passend zum Rhythmus!
Das hättest du nicht fragen sollen, da geht direkt die nächste Marathondiskussion los
Ach, tatsächlich?
Edit: Mein Fehler. Die Smartphones HABEN ja meist schon 45 MPix. Wie formuliere ich das jetzt am besten um... ?
 
Kommentar
Hab schon im anderen Forum folgendes geschrieben:

Für die meisten Menschen ist Kunst eh nur das, "was weg kann".
Die üblichen Meinungen wie: "Das kann doch jedes Kind" usw.
Mit solchen Menschen braucht man gar nicht erst zu diskutieren.

Auf Kunst muss man sich auch einlassen wollen und offen dafür sein.
Kunst gehört zur kulturellen Bildung.
 
3 Kommentare
B
Brunke kommentierte
1
1bildermacher1 kommentierte
Ich diskutiere gerne mit Leute, die mit der Kunst nichts anfangen können. Nur so kann man einige dazu bringen nichts alles als überflüssig zu bezeichnen.
 
kommentierte

Stand mal neben einem Päärchen vor dem Kölner Museum-Ludwig,
Dialog:
"Schatz sollen wir da mal reingehen?"
Antwort: "Geh mir fott mit dat geschmiere."
 
...

Auf Kunst muss man sich auch einlassen wollen und offen dafür sein.
Kunst gehört zur kulturellen Bildung.
Aber Kunst ist natürlich auch ein riesiges, weites Feld, man kann einiges davon gut finden, anderes gar nicht, und wieder anderes phänomenal.
Auch das zu erkennen und für sich selbst einzuordnen, ist eine wichtige Sache! Darüber hinaus kann sich ein Geschmack auch im Laufe der Zeit ändern - Bei mir im Beispiel Musik: Das, was ich vor 50, 40, 30, ... Jahren gehört habe, liegt nun meist auf dem Dachboden in Kartons.
Aber mit dem richtigen Besuch macht es einen Heidenspaß, mal wieder darin zu stöbern und auf den Plattenteller zu legen.
 
2 Kommentare
Frank2111 kommentierte
Genau, für die Einen ist es Kunst, für die Anderen Schmutz, den die Atagirls entsorgen.

 
kommentierte
Zuletzt bearbeitet:
Es passt eigentlich ganz gut zu einem techniklastigen Forum wie diesem hier, dass das Aufnahmegerät in der Diskussion eine Rolle einnimmt, die Ihm nicht zusteht.

Allein an den Bildern des im Ausgangsthread verlinkten Artikels ist eigentlich sofort klar, dass das Bildaufzeichnungsgerät mehr als ausgereicht hat. Weder die Nonne mit dem Müllcontainer noch der Schlafende auf dem Spielplatz brauchen höhere Auflösung, größeren Dynamikumfang, weniger Rauschen oder einen schnelleren Autofokus. Diese Bilder leben ausschließlich von der Situation und überhaupt nicht von der Technik oder der Abbildungsqualität. Und das gilt generell, zumindest für mich persönlich, für kein anderes Genre der Fotografie so sehr wie für die Streetfotografie.

Das scheint uns, die wir Tausende Euros in das nocheinklitzekleinesbisschenbessere Objektiv investieren, um damit oftmals eher belanglose Bilder zu erstellen, zutiefst zu verletzen.

Wie hieß noch einmal das berühmte Buch vom alten Henri, dem Großmeister der Streetfotografie (ins Deutsche übersetzt)?

a) Der entscheidende Moment
b) Der schnellste Autofokus
c) Die überragende Auflösung

Und, um auf unseren Thread der Streetfotografie zurückzukommen, der ist voll mit überwiegend technisch brillianten Bildern. Und hin und wieder finde ich auch ein Bild darin interessant. Diese für mich interessanten Bilder zeigen dann irgendeine besondere, komische, skurile oder einmalige Situation, zum Beispiel wie die Nonnen mit den Mülleimern von @Kay .
 
5 Kommentare
VisualPursuit kommentierte
Einem guten Motiv hat perfekte technische Umsetzung noch nie geschadet.
Umgekehrt gilt das leider nicht.
 
B
Brunke kommentierte
100% Zustimmung. Die technische Umsetzung ist viel leichter zu lernen, als den Blick zu schulen. Ich glaube da verschenkt das Forum viel Potenzial, denn Bildbesprechungen kommen selten vor. Ein Like ist dafür kein Ersatz. Fast jedes Bild das eingestellt wird bekommt welche.
 
Frank2111 kommentierte


Schau dir die Bildbesprechungen in den Anfängerfäden an. 10 Fotografen, 100 Meinungen (mit teilweise extrem hilfreichen Beiträgen wie: Ich finde es gut....).
Bildbesprechungen sind da wenig zielführend.
 
HaDiDi kommentierte
Die heutigen Kameras erlauben es aber, den entscheidenden Moment mit gutem AF (und falls hilfreich mit geringer Tiefenschärfe), richtiger Belichtung und guter Auflösung scharf und technisch gelungen einzufangen.

Früher war das kaum möglich und man hat einfach mit Zonenfokus gearbeitet - die Zeiten sind heute vorbei. Wer scharfe Street-Aufnahmen mit geringer Tiefenschärfe haben will, muss eine gute Kamera haben und diese auch beherrschen.

Warum soll bei schwierigen Lichtbedingungen, knapper Tiefenschärfe und einem Hauptmotiv in Bewegung die Schärfe nicht trotzdem auf den Augen liegen?


 
Zuletzt bearbeitet:
schneemann kommentierte


Ich fürchte Du hast mich kein bisschen verstanden. Für mich, und wie ich lese auch für viele ander, ist das Motiv entscheidend für das Bild. Um das Motiv so einzufangen, dass es auf den Betrachter seine Wirkung entfalten kann, braucht es dann Technik. Mal mehr und mal weniger.

Ich bezog mich konkret auf die ausgewählten, verlinkten Motive im Eingangspost. Keines dieser Bilder braucht mehr Technik. Die Nonne und den Schlafenden kann man in Wattenscheid oder wo auch immer mit dem Handy am Tag fotografieren. Man muss dafür nicht auf die Dunkelheit warten.

Niemand bestreitet, dass uns moderne Technik ganz andere Möglichkeiten für Bilder ermöglicht.

Unter anderem Deine Posts sagen, obwohl ich viele Deiner (Nacht)bilder sehr schätze, dass die modernste Technik die Voraussetzung für gute (Street)fotos sind.

Langweilige Motive bleiben für mich mit guter Technik langweilig, fesselnde Motive brauchen gerade soviel Technik, dass ich Sie erkennen und genießen kann.
 
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