Street hat auch immer einen dokumentarischen und Reportage-Aspekt. Und da sollte man die Welt zeigen, wie sie ist.
Nur so gibt es eine Möglichkeit der Anteilnahme.
Die Menschen sind in ihrer Person nicht zu erkennen.
So ein Schnappschuss hat für mich nichts mit Anteilnahme zu tun.
Dann sollte man das lieber den Profis überlassen und nicht einfach draufhalten.
Das oben ist für reiner Hobby-Fotografie-Voyeurismus, einfach draufhalten und in einem Hobbyforum posten um Ahs,
Oohs und einen Daumen hoch zu ergattern.
Es gibt sehr gute Fotoreportagen, die sich auch journalistisch mit dem Thema auseinandersetzen und das sehr gut.
Hab erst vor 2 Wochen einen Fotojournalisten getroffen, der für den Stern und National Geographic arbeitet.
Er hat gerade eine Reportage gemacht, wo er einige Wochen einen obdachlosen Drogensüchtigen Tag und Nacht begleitet, fotografiert und interviewt hat. So erfährt man was über das Leben und Leid der Leute.
Ich selber mache seit längerem eine Bildreportage über Drogensucht in Köln und weiß,
was für eine Mühe und Arbeit das ist und was für Schicksale dahinter liegen.
Sorry, aber nur so etwas hat für mich Wert, sich mit den Leuten persönlich auseinanderzusetzen und ihnen ein Wort zu geben,
da hab ich wirklich Anteilnahme und nicht so ein feige geschossener Schnappschuss im Vorbeigehen.