Vielleicht waren sie poschten beim Globus und sind müed, obwohl ich nicht weiß, ob es dort einen hat. Vielleicht sind nicht nur die Leute alt, sondern auch der Papiersack.
Ärmel aufgekrempelt und Hemd offen ist auch nicht mehr und die Knöpfe schon gar nicht. Die Sonnenbrille ist auch nicht von heute und ich habe jetzt sogar einen neuen Gürtel! ... - wer dann noch weiterschaut, sieht den Kragen ...
Man sucht sich einen interessanten Vordergrund/Hintergrund/Passage, etc. hat die Kamera vorbereitet und fokussiert und wartet bis Personen ins Motiv laufen. (Man legt quasi ein Netz aus.)
Hunting bringt mir ein schöneres Erfolgserlebnis, wenn es denn geklappt hat.
Fishing liegt mir nicht.
Oft habe ich aber nicht nur bei street, sondern auch bei der Tierfotografie soetwas wie unfreiwilliges fishing erlebt:
Still irgendwo hinsetzen und dösen und denken bringt manchmal mehr Motive als hektisches hin- und herrennen. Man muß nur aufmerksam bleiben und bereit sein.
Mannomann, alles muss doch irgendwie mit einem eigenen Namen versehen werden ...
Ich wechsle je nach Motiv zwischen dem Jagen und Fischen, wusste aber bislang nicht, dass das tatsächlich benannte Vorgehensweisen bei der Street-Fotografie sind. Wenn der Hintergrund gut ist, dann muss man eben auf ein eventuell auch verwischtes Opfer warten, andererseits schießt man manchmal wie John Wayne in besten Zeiten, wenn man im Vorbeigehen etwas Tolles entdeckt. Macht man doch intuitiv, oder?
VG Holger (Jäger, Sammler und Fischer)