Spritzwasser und Staub

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schön das es schon jemand geschrieben hat...
es wäre in der tat nicht schlecht wenn die hersteller bei so teuren teilen eine genaue angabe machen würden. das es nicht geht stimmt nicht, IP-angaben an elektro artikel sagen genau aus wie viel mü/ml staub/flüssigkeit ins gerät dieser schutzklasse eintretten können.
obs dem ein oder anderen was hilft, ist ein anderes kapitel, aber es sollte eben wie in anderen bereichen zum standard gehören und klar definiert sein.

der ein oder andere kann sich so besser ein bild darüber machen was er mit seinem gerät machen/anstellen kann...
 
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das es nicht geht stimmt nicht, IP-angaben an elektro artikel sagen genau aus wie viel mü/ml staub/flüssigkeit ins gerät dieser schutzklasse eintretten können.
Ich würde eine (D)SLR ungefähr in dieselbe IP-Klasse einordnen wie einen Toaster. :rolleyes:
Beides sind Systeme die Öffnungen benötigen um ihren bestimmungsgemäßen Gebrauch zu ermöglichen. Und damit wird es halt schwierig irgendwas genau zu spezifizieren. Wenn ich einen Body habe, ein Objektiv dran ist und ich das Bajonett dann mit Silikon o.ä. abdichte - dann kann ich anfangen über eine Schutzklasse nachzudenken.

Gruß
Dirk
 
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Die Hersteller würden sich sicher gerne mit einem "spritzwasser- und staubgeschützt nach IPxy" schmücken. Das Bajonett führt aber dazu, dass die Kameras mit Pauken und Trompeten durch die Prüfung fallen. Objektivwechsel gehört zum normalen Gebrauch und die Kameras müssten auch bei abgenommenem Objektiv dicht sein um eine Prüfbescheinigung nach IPxy zu erhalten.
 
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Ich würde eine (D)SLR ungefähr in dieselbe IP-Klasse einordnen wie einen Toaster. :rolleyes:
Beides sind Systeme die Öffnungen benötigen um ihren bestimmungsgemäßen Gebrauch zu ermöglichen. Und damit wird es halt schwierig irgendwas genau zu spezifizieren. Wenn ich einen Body habe, ein Objektiv dran ist und ich das Bajonett dann mit Silikon o.ä. abdichte - dann kann ich anfangen über eine Schutzklasse nachzudenken.

Gruß
Dirk

Hallo Dirk,

das sehe ich genauso. Sollte Nikon ein IP-Rating angeben könnten sie das nur mit angebauten Objektiv tun, ansonsten sind die Kameras nämlich offen, wie ein Scheunentor. Ergo kein IP-Aussage keine Gewährleistungsansprüche.

Die Schwachpunkte sind neben Bajonett und Objektiv, die Abdichtungen der Druckknöpfe, sowie die Öffnungen für die Anschlüsse und Akku. Und gerade hier kann man sich die Ohren brechen. Da steht der Aufwand meist in keiner Relation zum Nutzen.

Also leben wir damit, dass wir mit unserem Equipment pfleglich umgehen sollten.

Gruß

Klaus
 
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Hier mal ein unfreiwilliger Praxisbericht dazu:

Ich hatte die D300 gerade ein paar Tage, da bin ich mit dem 70-300 VR (ebenfalls spritzwasserdicht) in den Zoo gegangen. Irgendwann gab es einen richtig heftigen Platzregen, in dem ich ca. fünf Minuten herumgeirrt bin, bevor ich mich in das Vogelhaus retten konnte. Dort konnte ich *sofort* weiterknipsen, obwohl die Kamera und das Objektiv wirklich triefend naß waren und meine Brille noch total beschlagen. Die Fotos sind ganz normal geworden und weder Kamera noch Objektiv haben irgendeinen Schaden genommen.

Gruß,
Christian

P.S.: Die Frontlinse des Objektivs blieb dank Gegenlichtblende trocken. So konnte ich sofort weiterfotografieren.
 
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Hallo Fotofreunde,

Oder soll ich Euch "Wortfreunde" nennen? :nixweiss:

Also meine bescheidene Meinung dazu ist folgende....... :

Im Jahre 1978 habe ich mit der Exakta Varex IIb meines Grossvaters begonnen zu fotografieren. Zu dieser Zeit glaubte man mit den modernsten technischen Errungenschaften zu hantieren und somit alle "Problemchen" der Vergangenheit gelöst zu haben. Offenbar weit gefehlt...
In den Fotomagazinen wurden genau die Themen diskutiert, die heute in den Foren hier wieder und wieder durchgekaut werden. Es geht hier nur etwas fleissiger zu und her weill man nicht jedes Posting per Brief an eine Redaktion schicken muss ;-)

Im Deutschen Magazin Photoblätter aus den Jahren 1958 - 1968 wurde die Wasser und Staubthematik diverse male durchgekaut und es wurden reichlich Sinnvolle Tipps illustriert, welche ich denke sind bis Heute 100% gültig. Trotz D300 und Company haben sich die techn. Methoden zum Schutz kaum verändert... Interessant ja?

Nun auf was will ich hinaus? Das Wissen ist doch weitverbreitet vorhanden, nur wird es nicht mehr so breit weitergegeben wie z.B. Früher wo man sich in Fotoclubs regelmässig traf oder entsprechende Literatur gelesen hatte.

Das ein Hersteller sich nicht auf irgendwelche Staub- und Spritzwasser- Definitionen festlegen will verstehe ich nur zu gut. Hatte aber auch noch nie das Bedürniss dies genauer wissen zu wollen. Da bevorzuge ich doch die Gerätschaften selber zu begutachten und richtig einzuschätzen.
Oh ja das geht ganz gut, man muss nur wollen und wenn man die Verantwortung selber trägt fällt einem das auch wesentlich leichter... :)

Nun vielleicht eröffnen wir mal einen Know How Thread zu verschiedenen Themen wo die "alten Hasen" ihre Erfahrungen und Tricks verraten?

Staub
Die Feinde Staub und feiner Sand waren schon immer ein Albtraum. Wo viel Staub in der Luft ist würde ich das Wechseln der Objektive möglichst vermeiden. Wenn nicht anderst möglich dann bereite ich das Objektiv vor und halte es in einer Position in der ich sobald das andere von der Kamera entfernt ist, es so schnell wie möglich aufsetzen kann. Erst dann verschliesse ich das andere Objektiv wieder.
Ist der Einsatz an einem solch kritischen Ort vorüber, wendet man am besten etwas Zeit auf um das gesammte Equipment gut zu reinigen.
Blasebalg, ein ganz feiner Pinsel und Feuchttücher sind hierbei eine grosse Hilfe. Die Linsen würde ich erst sehr gründlich ausblasen bevor ich mit Tüchern wieder drangehe.
Ein absolutes No-Go ist starke Pressluft! Was ein Blasebalg und ein ganz feiner Pinsel nicht schafft ist anderst zu entfernen.

Wasser
Meine Einsätze und privaten Ausflüge führten mich meistens für meine Kamera an Klimatisch kritische Orte. Auch das Wetter spielt leider nicht immer mit.
Worauf sollte man nun am besten achten?
Wieviel Wasser erträgt meine Kamera resp. meine Objektive? Meine Faustregel lautet daher, so wenig wie möglich und soviel wie unbedingt nötig. :)
Nun damit kann man wieder herzlich wenig anfangen.... ja?

Bei meinen Kameras halte ich das so, dass sich das Wasser nie so stark an der Gehäuseoberfläche sammeln kann das es beginnt irgendwohin zu laufen. Einzelne Tropfen welche immer noch an Ort und Stelle kleben stören mich nicht. Aus diesem Grund wische ich das Wasser so oft wie möglich mit einem Baumwolltuch oder den Händen ab damit ich eine starke Tropfenbildung verhindern kann.
Bei Ausrüstung die über Gummidichtungen verfügen lasse ich schonmal etwas mehr zu als bei anderen.
Grunsätzlich wie beiim Staub halte ich es so, dass ich unmittelbar nach einem solchen Einsatz die komplette ausrüstung an einem trockenen Ort komplett abwische und gut trocknen lasse.

Ist der Regen zu stark verwende ich einen "Kamera-Regenmantel" wie man ihn mittlerweile um die 30-40€ in der Bucht für beinahe jede Kamera erhält.

Temperaturen
Bei grossen Temperaturschwankungen von Innen zu Aussen und umgekehrt, lasse ich die Ausrüstung immer "anklimatisieren" um Kondenswasser zu verhindern.
Ganz speziell wenn die Ausrüstung sehr kalt ist, d.h. minus Grade, dann betrete ich ganz sicher keine Küche oder ähnliches wo eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.
Immer das kälteste Element in einem Raum zieht die Feuchtigkeit an!

Elektrostatische Entladung
Auch das ist ein Thema mit dem man sich auseinandersetzen soll. Das ist nichts neues das mit den DSLR's kam. Diese Thematik beschäftigte uns Fotografen schon vor vielen jahren.....
Wenn man den Rückspuhlhebel zu schnell drehte so entstand an der Filmbühne eine elektrostatische Ladung die sich in der Filmspule entladen konnte und so gabe es dann kleine Blitze die den Film belichteten. Meistens natürlich ein sehr unerwünschter Effekt. ;-)
Heutzutage betrifft dies die Memorykarten sowie die Bedienelemente der Kamera bei der eine elektrostatische Entladung unerhört Schaden anrichten kann.

Mit diesen paar Faustregeln und einer Menge gesunden Menschenverstand bin ich mehr oder weniger Schadlos durch die letzten 20-30 Jahre gekommen....

Also genug für Heute.... Weiterhin viel gutes Licht und Spass am Fotografieren...

Marcel
 
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"Heutzutage betrifft dies die Memorykarten sowie die Bedienelemente der Kamera bei der eine elektrostatische Entladung unerhört Schaden anrichten kann."

Entschuldigt wenn ich mich hier einfach so etwas vom Thema entfernt einklinke. Aber mich würde schon interessieren ob es zu dem oberen Satz auch irgendwelche Belege, Quellen gibt? Für mich klingt das etwas... undokumentiert.
Von Problemen mit elektrostatischer Aufladung/Entladung bei digitalen Spiegelreflexkameras habe zumindest ich bisher noch nie gehört. Die Kontakte der Speicherkarten sollten ja eigentlich ganz gut gechützt sein. Die Kameraelektronik genauso...
 
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Entschuldigt wenn ich mich hier einfach so etwas vom Thema entfernt einklinke. Aber mich würde schon interessieren ob es zu dem oberen Satz auch irgendwelche Belege, Quellen gibt? Für mich klingt das etwas... undokumentiert.
Wozu soll ich alles dokumentieren? ;-) es gibt doch google... :)

Nein nun mal im ernst, die Thematik mit der ESD ist uralt und man muss alle immer erst überzeugen bis sie es glauben. Bei IBM oder auch anderen Computerfirmen wurde mit der fristlosen Entlassung gedroht, wenn ein Techniker die ESD Schutzvorschriften nicht einhielt.
Bei manchen Speicherkarten liegen die Kontakte aussen, bei den Objektive sowie der Kamera selbst liegen die Kontakte frei wenn man das Obektiv entfernt. Auch ist es schon vorgekommen das die ESD derart stark ist das es sich an den Bedienknöpfen entlang entlud.
Nun ich verlasse mich nicht auf den eventuellen Schutz seitens Hersteller, voralem nicht in Anbetracht dessen, dass die Garantie irgendwann mal abgelaufen ist.... ESD Schäden müssen sich nicht immer sofort bemerkbar machen... Also ich halte mich an die Basics der ESD prevention und bin damit bisher vermutlich immer gut gefahren.

Von Problemen mit elektrostatischer Aufladung/Entladung bei digitalen Spiegelreflexkameras habe zumindest ich bisher noch nie gehört. Die Kontakte der Speicherkarten sollten ja eigentlich ganz gut gechützt sein. Die Kameraelektronik genauso...

gut google :fahne:

just my 2 cents....

;-)
 
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Ich würde eine (D)SLR ungefähr in dieselbe IP-Klasse einordnen wie einen Toaster.

Ich würde einer D200 mit 70-200VR, wie beim umseitigen Bild verwendet, etwa IP53 zubilligen. Maximal IP54. Wobei das bei Regen schon ein wesentlicher Unterschied ist. Die Objektivfrage sehe ich übrigens entspannt, ebenfalls die Frage, ob man hier überhaupt Schutzklassen angeben könnte. Natürlich ist die Kamera ohne Objektiv ungeschützt, aber das ist auch nicht der bestimmungsgemäße Gebrauch. Ich war mal im Keller kramen und habe eine Aufputzverteilerdose mit Schutzklasse IP54 aufgetrieben. Natürlich hat sie das nur mit fest verschraubten Deckel und verschraubten Kabelauslässen. Kein Problem. Eine Nikonos ist ja auch nur dann bis 50m wasserdicht, wenn das Objektiv drauf ist und alle O-Ring Dichtungen ordnungsgemäß gewartet und korrekt eingelegt sind.

Eine IP Zertifizierung wäre also zumindest möglich, auch mit unterschiedlichen Einordnungen für unterschiedliche Kamera-Objektiv-Zubehör-Konstellationen. Allerdings würde eine detaillierte Zertifizierung dokumentieren, dass die Dichtheit nur unter engen Randbedingungen gewährleistet ist. Z. B. abgedichtetes Objektiv, eventuell Schutzfilter erforderlich, interner Blitz nicht aktiviert, kein externer Blitz, Kartenfach und Akkufach geschlossen, alle Steckerabdeckungen dicht geschlossen, kein extern angestöpseltes Zubehör, kein Objektiv-, Speicherkarten- oder Akkuwechsel solange die Kamera erschwerten Umweltbedingungen ausgesetzt ist etc. Das würde im Endeffekt wahrscheinlich mehr zusätzlichen Erklärungsbedarf als Klarheit schaffen. Dem kann man halt ganz gut entgehen, indem man verkündet "die Kamera ist dicht, aber nass machen dürft ihr sie trotzdem nicht".
 
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