"So glücklich ... sollt ihr mich sehen, ... "

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Schöne Fotos! :up: :up: :up:

Sag' mal lebst du in einer eher wäremeren Ecke?
Chef's Erbsen und Raps sind ein paar Tage hinter den von dir gezeigten zurück, die anderer Landwirte aus dieser Ecke auch...
 
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Schöne Fotos! :up: :up: :up:

Sag' mal lebst du in einer eher wäremeren Ecke?
Chef's Erbsen und Raps sind ein paar Tage hinter den von dir gezeigten zurück, die anderer Landwirte aus dieser Ecke auch...

Danke Marvin. :)
Nein, ich lebe im Schweizer Miitelland, ca. 25 Kilometer vom Rhein. Der Raps blüht und die Erbsen wachsen, und beginnen ebenfalls zu blühen. Wir hatten die letzten zwei, drei Wochen recht warm, im Moment hat es wieder auf ca. 10 Grad abgekühlt.... Mir ist es recht so ...:)
 
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Okay, kann auch durchaus Sortenbedingt sein, bei uns fängt der Raps grad' erst an zu blühen.
 
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Ich nehme mich selbst in diesem Projekt mit einem gewissen Staunen wahr. Die Öffnung der fotografischen Perspektiven in den letzten paar Bildern verschwindet langsam wieder und das, obwohl ich gestern wieder zu lesen begann und mich auf ein paar wenigen Seiten Beethoven gewidmet habe.

Heute auf dem Spaziergang ist mir diese Motiv aufgefallen. Ein Weg über eine Brücke, aber ich habe ihn doch als sehr schmal empfunden.


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Und doch habe ich Weite und Himmel gesehen. Das empfinde ich auch bei Beethovens Musik, mag sie noch so komplex sein.

Solche Ausblicke zumindest hatte Beethoven in Wien nicht. Die mehrstöckigen Gebäude im Zentrum liessen Weite kaum zu. Und der Gestank muss zeitweise wohl fast unerträglich gewesen sein.


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Oft, so scheint es mir, hat der Mensch eine kurze Sicht der Dinge. Beim ersten einigermassen Plausiblen bleiben wir stehen, geben uns zufrieden mit einer vermeintlichen Erklärung.

Ich bin wuchtig zurück geholt worden von Beethoven. Sehr wuchtig. Als ob mir die heutige Morgenstunde mir das ankündigen würde.


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Trotz der stündigen Literatur von gestern Nacht deutete nichts darauf hin, dass mich Beethovens Musik heute mit voller Breite empfängt.
Beethoven hat ein einziges Oratorium geschrieben. Ich mochte gestern Nacht nicht mehr nach der Musik suchen. Dass die erste Aufführung und die erste Version ein Flop war, OK. Mit dem Programm dieses Abends wäre ich wohl mit einem zusätzlichen Oratorium auch überfordert gewesen.


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Ja, das Libretto ist mässig. Zur Entschuldigung muss man auch sagen, dass zu dieser Zeit Oratorien nicht mehr sehr zeitgemäss waren. Das ist das eine. Und nach den vielen Komponisten wie Bach und Händel und viele mehr ein einigermassen gängiges Oratorium zu schreiben, war eine Herausforderung.


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Aber doch: ich hörte auf die Musik. Und hatte bei Vivaldi wie bei Mozart und auch bei Beethoven das Gefühl, dass sie in ihre "christlichen Werke" in die Musik noch ganz anderes verpackten. Sich selbst.

Und als ich das heute begriff, dann habe ich mich geöffnet. Auch fotografisch. Und es passiert mir selten, dass mit die Tränen vor Rührung vor dem Bildschirm laufen. Aber die Entscheidung den Menschen Beethoven hinter dem Oratorium zu suchen und auch ein Stück weit zu finden, berühren mich ...


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Vielleicht geht es weniger bei dieser Komposition (Opus 85) weniger um Christus auf dem Ölberg. Der Text stösst schon ab, weil Christus von seinen Ängsten erzählt gekreuzigt zu werden.

Beethoven stand, als er dieses Werk schrieb vor der Schwelle, nicht nur in Adelskreisen berühmt, angesehen und als Komponist akzeptiert zu sein. Er stand an der Schwelle, über Wien hinaus berühmt zu werden. Und das macht Angst...


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Ich hab' schon verstanden, lieber Herr Beethoven. Sie waren auch nicht zufrieden mit diesem Werk. Aber manchmal muss man halt auch seine Emotionen so nehmen wie sie sind. Ich habe sehr wohl Ihr Leiden gespürt, Ihre Ängste, auch wenn Sie sie nicht zugeben wollten ...


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Ja, das Libretto ist das Eine. Beethovens Musik das Andere. Was für ein Erlebnis und was für ein Staunen, wenn man sich Jemandem der längst verstorben ist über die Musik so nahe kommt ...

Dafür bin ich dankbar. Danke für diese grossartige Musik!


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Sam, die#38 sieht wunderbar aus.

Aber die #37 könnte das noch toppen, allerdings - ist rein meine persönliche Meinung!!! - nur, wenn oben bis einschließlich des rechten Pfahls beschnitten würde.
Dann wäre es (für mich) eine Ode an die Pusteblumen, die ihnen würdig ist.
 
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Sam, die#38 sieht wunderbar aus.

Aber die #37 könnte das noch toppen, allerdings - ist rein meine persönliche Meinung!!! - nur, wenn oben bis einschließlich des rechten Pfahls beschnitten würde.
Dann wäre es (für mich) eine Ode an die Pusteblumen, die ihnen würdig ist.

Danke Christel für den Hinweis. :):up:
Ja, fotografisch sehe ich das auch so wie Du. Der Moment liess es nicht zu. Es war als ob ich in einer andern Welt wäre mit diesem Oratorium. Und ich versuchte krampfhaft nach Halt. Die Pfähle waren es, welche mich bei diesem Bild nicht endgültig abgleiten liessen ....

Ich hoffe Du meinst was ich meine ... :)
Dennoch werde ich das Bild einmal so bearbeiten um zu sehen wie es ausschaut ... :)
 
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Danke Christel für den Hinweis. :):up:
Ja, fotografisch sehe ich das auch so wie Du. Der Moment liess es nicht zu. Es war als ob ich in einer andern Welt wäre mit diesem Oratorium. Und ich versuchte krampfhaft nach Halt. Die Pfähle waren es, welche mich bei diesem Bild nicht endgültig abgleiten liessen ....

Ich hoffe Du meinst was ich meine ... :)
Dennoch werde ich das Bild einmal so bearbeiten um zu sehen wie es ausschaut ... :)

Muss man sich immer irgendwo festhalten? Kann man nicht auch manches Mal abgleiten in eine Welt, die anders ist? Sich in Träume hinein begeben, ausruhen. Träumen?

Wie er, ein Mensch, der in Träume hineingehen konnte, so schön sagte:

„Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht?“
George Bernard Shaw
(dies war mein Leitspruch, den ich früher immer, auch hier verwendete, aber da er noch nicht länger als 70 Jahre tot ist, darf ich ihn nicht verwenden, aber ich versuche diese Wahrheit wenigstens in kleinsten Möglichkeiten zu leben).
 
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Muss man sich immer irgendwo festhalten? Kann man nicht auch manches Mal abgleiten in eine Welt, die anders ist? Sich in Träume hinein begeben, ausruhen. Träumen?

Nein liebe Christel. Man muss sich nicht festhalten. Und ich gebe Dir so Recht! Der Moment war es. Vielleicht die Überraschung von der Wucht, der Schönheit und der Innigkeit der Musik. Ich war nicht vorbereitet, das an sich ist nicht schlimm. Aber die Musik hat mich vereinnahmt, so dass ich nach Orientierung suchte.

Und es hallte gleichzeitig das Gelesene nach von gestern. Beethoven, und vielleicht kenne ich das, stand in dieser Zeit an einem Wendepunkt. Er hat sein Leben lang keine Kritik ertragen, er wurde wütend, wenn man seine Werke kritisierte. Und er war dauernd auf der Suche. Vielleicht empfand er sich auch sehr komplex und ein Stück weit blieb er immer für andere unnahbar. Dennoch war er ehrgeizig, perfektionistisch und verzeihte sich keine Fehler.

Ich empfand diesen Schmerz heute sehr. Nicht der Ruf Christi nach dem eher profanen Libretto. Aber das Werk kam in eine Phase von Beethovens Leben, welche für ihn entscheidend war. Vor ihm standen die grossen Sinfonien, weitere Klavierwerke. Und vielleicht ahnte er schon in dieser Phase, dass ihm so viel Zeit nicht mehr blieb...:)

Das Fotografieren merkte ich ob der Musik nicht mehr. Sie ging von statten, wie in Trance ...
 
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