"So glücklich ... sollt ihr mich sehen, ... "

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Ich gerate immer wieder an mir bekannte Namen. Bach, Haydn, Mozart, Salieri und viele andere. Und irgendwie fühle ich mich beinahe wohl in diesem "Klangkuchen".

Und vielleicht ist dieses letzte Bild für heute auch eine Art Komposition. Inspiriert von der Ouvertüre, welche mich unglaublich berührt. Spannend, emotional temperamentvoll. Und trotzdem öffne ich mich noch nicht ganz. Und wer weiss, vielleicht bleiben die Bilder 4 und 7 die einzigen, welche im Grossformat daher kommen ...


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Ich trage kein Buch so viel mit mir herum wie dieses von Beethoven. Als ob lesen alleine nicht genügen würde. Ich fühle mit, ich freue mit und ich leide mit. Und manchmal ist es so, als ob ich mich wie ein Schatten in Wien, welches ich nicht kenne, neben Beethoven bewegen würde.


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Bernsteins Interpretation von Leonore lässt mich nicht los. Und gerade vorhin habe ich mit einem alten Freund gesprochen, welchem ich den Link gesendet habe.

Er meinte, dass kaum etwas faszinierenderes gesehen und gehört hätte als das ...


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Und so standen meine Bilder von gestern ganz im Zeichen von Leonore. Eine Ode an die Liebe, aber eben auch an die Musik.

Beethoven geht mir zunehmend nahe. Er war - vordergründig - nicht der Meister in der Zusammenführung von Libretti und Musik. Er war der Virtuose. Auch mit grossem Orchester. Umso mehr ist es Leonore, eine einzige Liebeserklärung. Hier wird Beethoven zum fulminanten Liebenden und Geliebten, kompromisslos und vorbehaltlos.


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Meine Frau arbeitet und ich bin mit ihr aufgestanden, habe einen Kaffee getrunken und bin dann mit den Hunden auf einen langen Spaziergang. Das Morgenrot hat mich empfangen und ich habe mich der Pastorale gewidmet, der 6. Sinfonie von Beethoven. Fast eine Antwort auf die "Schöpfung" von Haydn und den vier Jahreszeiten von Vivaldi.


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Ich weiss, dass ich ihm nie gerecht werde. Ich habe Mühe mir zu seiner Kammermusik und seinen Sonaten Zugang zu verschaffen. Aber ich liebe seine sinfonischen Werke. Und es ist, als ob meine Seele immer wieder nachhaltig gereinigt würde...


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Aus "Nichts" wird etwas. Aus einem Ton viele, aneinander und übereinander geordnet. Beethoven kann das. In einer Art und Weise, die mich wie bei Mozart, oft sprachlos macht. Die Musik lässt keinen andern Gedanken zu, lässt mich an nichts anderes denken. Sie ist unmittelbar.


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Ich hätte wohl nicht in Wien leben können. In Städten fühle ich mich nur temporär wohl, das Land und die Weite ist mein Ding.

Der erste Tag gestern war es, an dem ich nicht gelesen habe. Leonore schwingt immer noch etwas nach, die Weite heute Morgen, der Blick zu den Alpen tat gut.


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"So glücklich, als es mir hienieden beschieden ist, sollt ihr mich sehen, nicht unglücklich - nein, das könnte ich nicht ertragen - ich will dem Schicksal in den Rachen greifen, ganz niederbeugen soll es mich gewiss nicht ..."


Ludwig van Beethoven, 16. November 1801 in einem Brief an F.G. Wegeler


Jetzt kann ich es nicht lassen,werde mich mal erkundigen wer dieser Mozart ist.
vielleicht kenn ich den persönlich.:rolleyes:
 
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Seit drei Tagen habe ich das Buch über Beethoven nicht mehr angerührt. Eine unbewusste Pause. Und dennoch gerät immer und immer wieder Beethoven in meinen Alltag. Über Radio, über Hinweise usw.

Die Ouvertüre von Leonore hat sich irgend wie bei mir festgebissen. Wieso weiss ich nicht, aber ich lasse sie. Und weil Beethoven ein Naturfreund war und sich immer wieder gerne an seine Kind- und Jugendzeit im dazumal "ländlichen Bonn" zurück erinnerte, hier ein Bild für ihn...


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Ich habe mich heute gefragt, wie man komponiert. Beethoven in Wien, dazumal eine lebendige Stadt, eine Hochburg der Musik und anderer Künste. Aber vor allem Ton angebend betreffend neuestem was die Musik zu bieten hatte.

Und mitten drin Beethoven. Ein Mensch aus Bonn, welcher sein Glück in Wien versuchte. Verglichen zu Paris und London war Wien klein und überschaubar. Die Konkurrenz war gross, die politischen Zeiten unruhig. Und - auch wenn sich langsam die ersten "Verlage" bildeten - immer noch abhängig von Sponsoren und Sympathisanten.

Das Erbsehfeld wächst. Ich gehe regelmässig daran vorbei. Spazieren auf dem Land, Beethoven spazierte in Wien. Und ich blieb stehen, betrachtete die Erbsen und dachte mir, ob mir nun eine Idee käme. Aber vielleicht dachte ich zuviel. Wenn Töne in der Luft sind, dann sollte man sich nicht auf den Boden konzentrieren...


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