Solange die Lichter nicht ausreißen, ist Unterbelichten - theoretisch - kontraproduktiv!
Diese typischen, gleißenden Silhouetten, wie sie dir bei den Moschusochsen gelungen sind, benötigen eben scharfes Gegenlicht. Bei dem in obigen Bildern vorhandenen Licht würde ich persönlich korrekt belichten, dabei auf die Lichter achten. Und später im RAW-Konverter den Belichtungsregler und die Tiefen absenken, die Lichter wahrscheinlich noch etwas verstärken - also letztlich nach rechts belichten (ETTR) und den Kontrast anheben.
Du gewinnst nichts, wenn du in dieser Situation stark unterbelichtest. Solange nichts aufgehellt werden muss, schadet es zumindest nicht. Wenn aber aufgehellt werden muss, handelst du dir automatisch Rauschen ein.
Ich lasse mich da aber gern eines besseren belehren...
Das mag ich an der D800: einfach die ISO nahe der Basis belassen und ISO-los arbeiten, dann verliert man keine Qualität durch das Aufhellen.
Edit: vielleicht lohnt sich ein Blick auf Adobe Lightroom, vielleicht ist die D5 "ISO-loser" als du denkst?
Ja, so kann man es auch machen und wäre wohl auch deutlich besser gewesen. Bei den High-Keys habe ich es dann so gemacht. Für meine Bildidee war das Licht halt einfach noch nicht da, wie du es ja schon erwähnt hast. Allerdings habe ich den Anspruch an mich, so fertig wie möglich das Foto schon im Kasten zu haben. Heißt möglichst wenig, oder am liebsten gar nicht beschneiden, den Weißabgleich vorher schon eingestellt zu haben und eben auch die Belichtung so gewählt zu haben, wie ich es mir im fertigen Foto vorstelle. Dabei vergurgt man dann halt auch mal ein, zwei Serien und so habe ich es am ersten Tag verkackt.
So fällt es wenigstens in "lessons learned"!
LR hatte ich auch schon mehrfach getestet, mir gefällt Capture One besser und ich meine auch, dass die Tiefen und Lichter in C1 noch effektiver sind.