Schnellwechselplatte modifizieren?

Emc2

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norei

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P.S. nenne doch bitte mal ein stabiles Stativ und so einen tollen Kopf dazu
Ich benutze ein vor Jahren gebraucht erworbenes Manfrott 055 mit einem schon Jahrzehnte in meinem Besitz befindlichen Kugelkopf von Linhof (Profi II), auf dem eine Kirk-Schnellwechselplatte montiert ist; an der Kamera befindet sich ein Kirk-L-Winkel (formschlüssig - nix Gummiauflage!).
Wenn ich die D700 mit angeflanschem AF 70-210 f4/5,6 in der Schnellwechselplatte einsetze und das Objektiv in die Telestellung bringe, dürfte ein deutlich höheres Kippmoment auftreten (Schiebezoom) als bei dir mit der Z und dem 105er Micro.
Wenn ich die Kamera über den Sucher einrichte, ist die Klemmung des Kugelkopfes geöffnet und nur die (einstellbare) Friktion aktiv. Wenn ich den Kopf klemme und die Kamera loslasse, sinkt sie max. um 1/3 des Fokusmessfeldes ab. Deine anderen Probleme kann ich mit meiner Ausstattung nicht nachvollziehen.

Gruß Norbert
 
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Wuxi

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Der Grund liegt alleine beim
Kopf, aber sehr gute Köpfe die nicht nachgeben kosten etwas mehr Geld und ein gutes Stativ
Der Grund liegt bei allen Beteiligten und zwar natürlich abhängig von der jeweiligen Qualität.

stativ.jpg

Vorher: Vor dem Feststellen trägt die Hand das System.
Loslassen: Dann wird festgestellt und losgelassen.
Jetzt kann der Kugelkopf ein Drehmoment übertragen.
Nachher: Das Gesamtsystem stellt sich jetzt so ein, dass die Kraft F vom Drehmoment M genau aufgenommen wird (wenn nicht fällt alles um.)

(Zeichnung übertrieben)

Ich habe einen 50mm Kugelkopf 400€ und ein gutes Stativ 800€. Ich bin dennoch ohne Messung sehr sicher dass das Stativ mehr zum Absacken beiträgt. Denn weil die Beine ja sehr lang sind genügt eine ganz kleine Durchbiegung. Der Markins KK verstellt sich fast nicht.

Und wenn eine Gummiplatte im Spiel ist, dann kann die auch was beitragen.
 
T
tengris kommentierte
Man kann die Nikon RT-1 mit einem Listenpreis von 229 Euro tatsächlich nicht als "Angebot" bezeichnen. Zumal dort im Gegensatz zu konkurrierenden Angeboten auch keine Schwalbenschwanzklemmung inkludiert ist. Da würde man wieder eine Schnellwechselplatte benötigen und ich glaube die wollen hier einige Leute nicht.
 
E
Emc2 kommentierte
Schnellwechselplatte ist das Eine. Eine Objektivschelle das Andere. Vom L-Winkel ganz zu schweigen. Bei dem Kirk-Modell habe ich die Wahl, ob ich die Objektivschelle in einen (zusätzlichen) ACRA-Swiss-Adapter klemme oder gleich auf die 10 mm dicke Schnellwechselplatte von Manfrotto. In dieser Konstruktion braucht es auch keinen L-Winkel, weil ja das Objektiv in der Schelle gedreht werden kann. Wo ist das Problem?
Ansonsten gibt es nur eine Lösung: Selbst entwickeln und bohren, tackern, schrauben....
 
T
tengris kommentierte
Das Problem liegt offensichtlich darin, meinen Kommentar zu verstehen.
  • Es gibt sehr wohl eine Objektivschelle von Nikon.
  • Diese ist extrem teuer.
  • Für die original Nikon Schelle wäre zusätzlich unten dran eine Schnellwechselplatte erforderlich, weil sie als einzige nicht direkt an einer Arca Swiss Klemme montierbar ist.
Drehbar sind sie alle, das ist neben der Balance der Sinn einer Objektivschelle.
 
Wuxi
Wuxi kommentierte

Aber für das z 105 Macro gibt es nichts. Worüber redest Du?
 
T
tengris kommentierte
Über das 300er AF-S 1:4 PF ED, wie oben von Emc2 ins Spiel gebracht.
 

Kjaomu

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Könnte man nicht nach hinten ein Gegengewicht auf einer Schiene installieren?
 
4 Kommentare
of51
of51 kommentierte
Machen kann man viel. Einige Stative haben zb unten in der Mitte einen Haken da kann man noch was schweres dranhängen.
Aber auch dann, bei starken Wind wird das nichts mit Langzeitbelichtung. Der ganze Aufbau in sich schwingt, auch wenn
man es nicht sieht. In den Aufnahmen aber schon.
Es ist eben ein künstlicher Turm mit Schwerpunkt ganz oben, vielleicht sogar noch kopflastig.
Und wenn dann noch die Mittelsäule ausgefahren ist kannst du es gleich vergessen.
 
E
Emc2 kommentierte
Ich habe so ein Stativ, an dessen Mittelsäule unten ein Haken ist, um etwas daran zu hängen. Nur: Hängt es frei, schwingt diese Masse mit - frei nach den Pendelschen Gesetzen. Würde vielleicht etwas nützen, wenn das Gewicht auf dem Boden aufliegen würde und das Stativ "eingespannt" wäre. In etwa so, wie auf den Marktplätzen die Händler das Wegfliegen ihrer Markisen / Sonnenschirme etc. verhindern wollen.
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
Stört das dann nicht beim Fotografieren? Ich stehe immer da wo das Gewicht wäre.
 
E
Emc2 kommentierte
Nö, stört nicht. Denn Du stehst ja außerhalb des Stativbeinedreiecks bzw. des entsprechenden Kreises um die Mittelsäule. Die Mittelsäule ist in der Mitte. Sind die Beine weit genug auseinandergestellt, kannst Du nicht gegen das Gewicht stoßen. Tipp: Kauf Dir einen Vorschlaghammer, ca. 5 kg oder schwerer, säge den Stil ab, packe den Eisenblock in einen Sack (ausgedienter Objektivbehälter), und die Sache ist geritzt.
 

tengris

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Könnte man nicht nach hinten ein Gegengewicht auf einer Schiene installieren?
Ich denke, die Diskussion leidet etwas, weil hier mehrere Problemstellungen durcheinander gehen. Dein ursprüngliches Posting mit der Kameraplatte geht von einer instabilen Kamera-Stativ Befestigung aus.
Die Kopflastigkeit von Kameras mit schweren Objektiven ohne Stativschelle zur besseren Balance wurde ebenfalls andiskutiert.
Die Wind- und Vibrationsanfälligkeit von langen Teleobjektiven ist ein weiteres Problem. Alle diese sind zwar verwandt, aber es gibt teilweise unterschiedliche Lösungsansätze.

Binsenweisheiten, welche immer funktionieren sollten, wären:
  • Stativ nur so weit ausfahren, wie es für die Aufnahmesituation erforderlich ist. Die untersten Segmente zuletzt verwenden, da sie am dünnsten sind. Fotografieren in Augenhöhe ist bequem, aber ein Stativ ist dann am stabilsten, wenn es eingefahren und die Kamera auf 60cm Höhe ist. Wer es ganz arg treiben möchte, kann für eine größere Standfläche die Beine um eine Stufe weiter spreizen. Aber nicht zuviel, sonst nimmt die Stabilität wieder ab.
  • Aufbauten reduzieren. Keine Mittelsäule, Niedrigprofilneiger, stabile Klemmen, angepasste Platten oder L-Winkel ohne Polsterung. Keine Hochformatgriffe oder sonstige Teile, welche die Gesamthöhe und damit den schwingenden Hebelarm erhöhen.
  • Auf stabilen, schwingungsfreien Untergrund achten. Stege, Brücken, Hochsitze können bei Wind schwingungsanfällig sein. Ein Zwei-Tonnen-SUV mag stabil wirken, aber die Windangriffsfläche ist beträchtlich und gefedert ist er ja doch. Ausnahme: Alte Landrover mit Alu Karosserie. Eine Blattfeder bringt nichts aus der Ruhe, ich hab's getestet.
Damit und mit den obigen spezifischen Vorschlägen solltest du eigentlich genug zu testen haben und uns anschließend mit fantastischen Bildergebnissen zum Staunen bringen.
 
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